Abschied!

Vorsicht! Es könnte jetzt emotional, vielleicht sogar ein wenig pathetisch und sentimental werden.

Nach etwas über 3 Jahren ist es Zeit, Zeit Abschied zu nehmen!

Nein, nicht von diesem Blog, da muss ich euch vertrösten. Nein, es geht um den Abschied von Christian Titz!

Ich gebe zu, dass mich die Entlassung von Christian Titz auch 3 Tage nach Verkündung noch beschäftigt und auf eine gewisse Weise emotional berührt oder wie es der neue Coach Hannes Wolf ausdrücken würde – anfasst.

Aber, warum ist das eigentlich so? Warum fällt es mir nach der Entlassung von Christian Titz so schwer, einfach zur Tagesordnung überzugehen, wo ich die Gründe für die Trennung auch zu diesem Zeitpunkt ja durchaus nachvollziehen kann, wo ich bereits seit Wochen die zunehmende Stagnation und ja, die Rückschritte im Spiel bemängele?

Hey, da geht ein Trainer. Nichts Neues in Hamburg. Slomka, Zinnbauer, Knäbel, Labbadia, Gisdol, Hollerbach waren hier beim Hamburger Sportverein seit Bestehen dieses Blogs in Amt und Würgen. Keinem habe ich eine Träne nachgeweint. Na gut, bei Magic Joe, war das auch irgendwie ein wenig anders, den hatte ich ja auch quasi von der U21 übernommen und irgendwie war der ja auch anders, weil unverbraucht.

Warum also ausgerechnet bei Christian Titz, der mehr oder weniger zufällig und alles andere als geplant beim HSV als Trainer tätig wurde. Zunächst bei der U17, deren Spiele ich zugegebenermaßen eher sporadisch verfolg(t)e. Rein ergebnistechnisch bewegte sich die U17 unter Titz im Rahmen dessen, was in Hamburg üblich war. Von daher bestand kein Grund ein besonderes Augenmerk auf diesen Nachwuchstrainer zu werfen. So erlebte ich Christian Titz das erste Mal hautnah anläßlich des Derbys beim FC St. Pauli am Königskinderweg: leidenschaftlich, engagiert mit klaren Anweisungen von der Seitenlinie, die von seinen Spielern, allen voran Fiete Arp, direkt umgesetzt wurden.

Dann sollte der Tag kommen, an dem der HSV diesen Christian Titz zum Trainer der U21 beförderte und ich war stinkesauer. Sauer, weil man den Vertrag mit dem durchaus erfolgreichen Dirk Kunert nicht verlängerte, der – obwohl überhaupt nicht in die Kaderplanung mit einbezogen, die Zweitvertretung in der Nach-Zinnbauer-Ära mit dem unseligen Versuch aus Soner Uysal, der eh lieber im zweiten Glied unterwegs war, einen Cheftrainer zu machen. Berhard Peters installierte Titz, weil er sich von ihm eine stärkere individuelle Förderung der Spieler erhoffte als von Kunert, der eher Wert auf die mannschaftliche Entwicklung und Platzierung legte.

Bereits im ersten Spiel, erkannt man die individuelle Handschrift von Christian Titz, der allerdings auch zu großen Teilen auf der intakten Mannschaft von Kunert aufbauen konnt und auch in hohem Maße von dessen Arbeit profitierte.

Die U21 war erfolgreich, spielte ansehnlichen Fußball und minimierte die bis dahin üblichen Ballverluste im Vorwärtsgang. An der Seitenlinie ein engagierter Trainer, der immer wieder während des spiels eingriff und korrigierte, auf den anschließenden PKs nichts beschönigte, die Mängel offen ansprach, sich aber immer hinter seine Spieler stellte.

Zeit also, sich einmal das Training anzuschauen. Tja, das war dann schon überraschend, denn noch nirgendwo vorher konnte ich verfolgen, wie ganz zielgerichtet in kleinen Gruppen akribisch immer wieder an bestimmten Dingen gearbeitet wurde, wie im Laufe der Trainingswoche eine Mannschaft auf den kommenden Gegner vorbereitet wurde und diese Arbeit sich am Wochenende, wie zum Beispiel beim 2:0 gegen den VfB Lübeck auch auszahlte. Ich habe danach etliche Trainings der Zweiten unter Titz verfolgt und was ich sah, wusste sehr zu gefallen. Die Ansprache, der Umgang mit den einzelnen Spielern und der spürbar wachsende Zusammenhalt. Da entwickelte sich ein echtes Team, mit Spitzen (Regionalliga)Kickern wie Knöll, Steinmann, Gouaida, einem sich mehr und mehr entwickelnden Ito, mit dem auch immer wieder individuell und in Kleingruppen gezielt gearbeitet wurde.

Vom anfänglichen Skeptiker war ich inzwischen zu einem Fan mutiert, der Christian Titz zu loben wusste und ihn durchaus als Alternative für die Profis sah.

Wenn man, dann nebenan das Training bei den Profis sah… zumindest würde er es nicht schlechter machen als ein Gisdol oder ein Hollerbach und – aus den eigenen Reihen kommend – wäre es auch für den finanziell am Abgrund taumelnden Dino eine günstige und vernünftige Lösung.

Nun, gegen die Hertha war es dann soweit, Christian Titz hatte den Chefsessel erklommen und im Stadion traute ich meinen Augen nicht. Die Rumpeltruppe kann so etwas wie Fußball spielen, etwas, was man jahrelang nicht mehr erleben durfte. Gelangt hat es – wie wir alle wissen – am Ende nicht mehr für den Klassenerhalt. Aber es hat für etwas ganz anderes, etwas vielleicht viel Wichtigeres gelangt – einen Stimmungsumschwung. Aus Grabkreuzen und „Wir jagen euch durch die Stadt“ wurde „Mein Hamburg lieb ich sehr!“ in der schwärzesten Stund der Vereinsgeschichte.

Unter Christian Titz hat der Hamburger SV so etwas wie Würde (zurück)bekommen. Das muss man mal so sacken lassen.

Es ist die Art, die Offenheit, die Ehrlichkeit…ich weiß, es wird einen Aufschrei geben, der Selbstoptimierer hätte sich nur in Szene gesetzt…Schwachsinn! Wer Christian Titz jemals aus der Nähe erlebt, mit ihm gesprochen hat, der weiß, dass diese Art authentisch ist und von tief innen heraus kam und kommt. Die Werte anerzogen und aus Überzeugung gelebt und vorgelebt werden. Eine gewisse Form von gelebter Demut und Bescheidenheit, die den Menschen respektiert und in den Vordergrund stellt (übrigens etwas, was sich der FC St. Pauli ganz groß auf die Fahnen geschrieben hat und was zumindest dort im NLZ von Roger Stilz, einst ja auch beim HSV, den er nicht zuletzt wegen dieser fehlenden menschlichen Perspektive verlassen hat, bevor er über Nürnberg auf dem Kiez landete, wo er nun genau diese Werte vorlebt und zunehmend implementiert).

Ja, Christian Titz ist damit eine Art Menschenfänger und selbstredend nutzt er seine exponierte Position und die daraus resultierende Popularität auch für sich persönlich. Er wäre schön blöd, täte er dies nicht.

Es sind eben jene Werte, das fröhliche, ernstgemeinte „Guten Morgen“ zu jedem Fan, der am Rande des Trainingsplatzes steht (Übrigens eine völlig normale Geschichte, wenn man mal zum Stadtrivalen an der Kollaustrasse beispielsweise vorbeischaut), die gut ankommen und die vor allem eine zunehmende Sehnsucht in einer immer kälter und berechnender werdenden Welt verkörpern.

Fannähe, die Menschen respektieren, die den Sportlern und der Entourage überhaupt ihre Existenz sichern…ja, es klingt utopisch, wie eine Illusion und doch, Christian Titz hat genau diesen Nerv getroffen. Er hat Identifikationsmöglichkeiten geboten und Hoffnungen geweckt, es möge in diesem Geschäft möglich sein mit Menschlichkeit zu überzeugen.

Als Fan…und unter Titz habe ich tatsächlich das erste Mal gewpürt, dass ich tatsächlich so etwas wie ein Fan des HSV sein muss und nicht nur ein eher distanzierter Betrachter, fällt mir der Abschied von Christian Titz sehr schwer, denn irgendwie begrabe ich mit ihm auch die Vorstellung, der HSV könne sich tatsächlich zu etwas wie einem sympathischen Verein entwickeln.

Letztlich ist mit der Demission von Peters und Titz einiges, wenn nicht alles beim HSV implodiert. Wieder mal ein Scherbenhaufen, wieder mal aufräumen.

Ich möchte Christian Titz an dieser Stelle danken. Auch für seinen stilvollen Abgang und die letzten Worte auf Facebook und Instagramm. Ich hätte ihm und der Mannschaft auch das Abschiedsessen von Herzen gegönnt. Ja, ich bin sentimental, berührt und gerührt und nochmals ja, ich freue mich, dass dem so ist, denn das macht letztlich den Menschen aus. Dieses jetzt in diesem Zusammenhang, im Zusammenhang mit einem Profifussballverein und dann nach dem Hamburger SV zu erleben…Danke Christian Titz!

Wie jede Blüte welkt und jede Jugend
Dem Alter weicht, blüht jede Lebensstufe,
Blüht jede Weisheit auch und jede Tugend
Zu ihrer Zeit und darf nicht ewig dauern.
Es muß das Herz bei jedem Lebensrufe
Bereit zum Abschied sein und Neubeginne,
Um sich in Tapferkeit und ohne Trauern
In andre, neue Bindungen zu geben.
Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne,
Der uns beschützt und der uns hilft, zu leben.

Stufen – Hermann Hesse

Jetzt also Neuanfang. Neuanfang mit Hannes Wolf. Im März hätte ich mich total gefreut über seine Verpflichtung. Ich denke auch, dass er eine gute Wahl ist, auch und gerade, wenn man einen Weg mit jungen Spielern aus dem eigenen Nachwuchs beschreiten will. Heute, hier und jetzt, in genau diesem Moment hält sich diese Freude allerdings noch in Grenzen.

Heute gegen 18:30h dürfte sich das ändern. Dann rufen wir den nächsten Heilsbringer aus. Für wie lange?

7 Kommentare

  1. Karl-Heinz GrabowskiKarl-Heinz Grabowski

    Mich hat er nicht gefangen,der Menschenfänger. Das es genügend Titzbolde in HH gibt,belegt die Trauer im Internet ihn verloren zu haben von vielen HSV Fans. Man sollte es allerdings nicht ernst sehen, kein Spieler wurde besser bei den Profis, nichtmal großartig diejenigen,welche er Jahre individuell betreute wie Hoktby und Moritz.Das Spiel des HSV hatte nicht viel zu bieten und das in zweiter Liga. Von daher hoffe ich jetzt auf Hannes, der den Aufstieg in erster Liga schonmal schaffte und auch viele Jahre in der Jugend des BVB bewies Mannschaften zu formen die dort dann mehrmals Meister wurden.

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  2. HeLuechtHeLuecht (Beitrag Autor)

    Herr Grabowski,
    ihnen ist schon klar, dass es hier nicht um eine nüchterne Betrachtung ging und unter anderem sollte der Text ja auch hinlänglich belegen, dass ich nicht einem plötzlich auftauchenden und forcierten Titz Hype erlegen bin.

    Letztlich hat Titz (mich) dann sportlich nicht (mehr) überzeugen können, hat auch maßgeblich den Absturz der U21 (mit) zu verantworten, hat in angemessener Zeit eben keine spielerischen oder sonstigen Lösungen präsentieren können, ist davon abgerückt, Eigengewächse wirklich einzubauen und damit auch zu fördern (sei es aus eigenem Antrieb oder auf Anweisungen oder finanzielle Zwänge (Leihspieler).

    Es gibt hinreichend Kritikpunkte, Rational ist die Trennung von Titz nachvollziehbar.

    Ob es unter Hannes Wolf letztlich besser wird, werden wir sehen.

    Es war ja immer wieder die Rede von Rückschlägen, die man erwartete und hinnehmen müsse. Auch ein Hannes Wolf redet in weiser Voraussicht ja bereits davon. Von Seiten der Klubführung entpuppten sich die Worte jedenfalls jetzt als leeres Gewäsch. Ob man dem Wunschkandidaten Wolf jetzt diese Rückschläge und die damit verbundene Zeit zubilligen wird, werden wir ja in den nächsten Wochen erfahren. Dann soll mir aber bitte niemand mit irgendwelchen finanziellen Zwängen kommen, sollte man Wolf in einer ähnlichen Situation der Stagnation oder des Rückschrittes die Stange halten.

    Ich traue es Hannes Wolf zu, mit der Truppe aufzusteigen (das traute ich auch Titz trotz zunehmender Abgenervtheit über den zunehmenden Scheißfußball zu).

    Ja, Hannes Wolf hat den einen oder anderen Erfolg vorzuweisen. Vor allem mit der Jugend beim BVB, wobei meines Wissens, die 3 Titel ja auch fast mit der gleichen personellen Besetzung erzielt wurden (Stichwort: guter Jahrgang!?).

    Wie dem auch sei, für Erfolge aus der Vergangenheit kann man sich nichts kaufen. Er muss hier jetzt Gas geben und vor allem, er muss mehr als nur die notwendigen Punkte einfahren. Ab jetzt muss dies auch souverän geschehen, ab jetzt muss der HSV die Gegner an die Wand spielen. Das ist der Maßstab, an dem Wolf gemessen wird und gemessen werden muss!

    Aber das wird ihm mit Hunt, Holtby, Sakei und Lasogga ja ohne weiteres gelingen. Bei dem Potenzial ja eine Kleinigkeit.

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  3. HCS

    Ein sehr treffender Kommentar/Beitrag der alles sagt. Danke.

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  4. ThomasToll

    Man reiche HL eine Batterie Taschentücher 🙂 . Ich denke die Frische der vergangenen Saison ist verpufft, als man mit dem Rücken zur Wand und eigentlich wenig Druck ein spielerisches System mit zusätzlichen kämpferischen Elementen etablierte. Vwergesst die Nummer mit dem Torwart, es ist völlig egal ob der Keeper aufrückt oder nicht, das hatte keine Relevanz. Gescheitert, und das auch bei mir, ist der Trainer an seinen Personalentscheidungen, und der neue Trainer droht selbige Entwicklung zu nehmen. Es ist falsch auf limitierte Großverdiener zu setzen, die weit über den Zenit sind. Die Mannschaft hat wieder, und das nicht zum ersten Mal, eine Hierarchie, die man nicht gebrauchen kann. Die Führungsspieler leben es nicht vor.
    Ich denke der neue Trainer, sofern er denn überhaupt ein Einsehen hat, könnte maximal ein Zeitfenster von 4 Spielen benötigen um dieses Defizit zu filtern. Ich traue ihm das nicht zu, wenn ich die jüngsten Äußerungen höre. Ok, es gibt noch einen anderen Weg, der dauert aber mindestens 3 Monate. Ich könnte auf die Idee kommen einen Lasogga seinem Idealgewicht und seiner optimalen Fitness zuzuführen. Ich halte das für ausgeschlossen, das haben gefühlte 27 Trainer vor ihm versucht, es endet mit den nie endenden Wehwehchen und Zipperlein und dem Unwort Belastungssteuerung. Natürlich muss man mangels Fitness immer mehr nach unten regeln um Verletzungen zu vermeiden, am Ende geht man nur noch spazieren, weil alles andere zu belastend wäre.
    Der Trainer könnte noch versuchen denselben Scheiss bei Hunt durchzuziehen. Bei Holtby und Sakai ist allerdings Hopfen und Malz verloren, dort fehlt komplett die Persönlichkeit und das Vermögen, der eine wüsste gar nicht wie er spielen müsste um gut zu sein und ein Team zu führen, dem anderen fehlt komplett das Talent um oberhalb der 5.Liga zu einer Stütze zu werden.
    Und jetzt ist dieser HSV auch noch Tabellenzweiter, was einer Farce gleich kommt. Diese Liga hat unfassbar niedriges Niveau. Mit diesen Leistungen hätten wir eine Liga höher schon 50 Buden gefangen und keine 10 geschossen.
    Es gibt auch positive Erscheinungen und ich meine, dass es auch Spieler im Kader gibt, die den Ansprüchen gerecht werden könnten, aber diese Entwicklung verpufft zunehmend mit den falschen Entscheidungen der Trainer. Es fehlen natürlich die Optionen in der Abwehr, zudem gab es hier nicht im Ansatz den Versuch die jüngeren Burschen mal einzubauen, solange Papa und Jung noch fehlen. Aber davor hat man doch einiges zu bieten, die Spieler wurden aber schlecht eingestellt und sind ihres Dranges und ihres Selbstbewusstseins komplett beraubt. Mangala mal außen vor, der ist so nicht wegzudenken. Aber ein Hwang explodiert nicht, ein Ito spielt nur noch Alibi anstatt die Verteidiger wahnsinnig zu machen. Ein Narey muss anders eingesetzt werden und vor allem geschult werden in seinen Abspielen, angesichts seiner technischen Fähigkeiten kann er punktgenaue Flanken nun mal nicht umsetzen. Aus einem Arp wird ein weinerliches Ex-Talent, weil keiner von ihm Leistung einfordert. Er braucht keine Entwicklung, er braucht mehr Druck um endlich mal akzeptable Spiele zu machen. Der andere Weg wäre die Tribüne oder die Zwote. Auch bei Janjicic sehe ich keine Macker-Qualitäten, das ist beliebig, was er spielt.
    Viele Kicker kann man gar nicht einschätzen, weil sie derzeit auf der HSV-Karte gar nicht vorkamen, Titz hat immer auf dieselben Leute gesetzt. Mindestens 4 Leute gehören nicht in die Startelf, und da sind die Leute hinten noch nicht mitgezählt. Die Innenverteidiger haben alle nicht überzeugt, bei deren Spielaufbau schmerzt es in den Augen. Die defensiven Schnitzer wurden bislang nicht bestraft, was am Niveau der Gegner liegt.
    Schaun mer mal, würde Franz sagen.

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  5. ky

    Schön von Dir zu hören, HL, und ein ganz feiner Artikel, der den Menschen C. Titz beleuchtet und entsprechend zu würdigen weiß, ohne die rationalen „Entlassungsargumente“ zu verschweigen – so geht sauberer Journalismus!

    „Ivan69“ hat im RP-Blog etwas sehr Wahres geschrieben – die stakkato-hafte Alternierung zwischen den Verantwortlichen, insbesondere bei SpoDi-Trainer-Rochaden. Das ist einer der Gründe, warum beim HSV seit Jahrenden nicht mehr viel zusammen läuft.

    Ein starker Trainer hat eben auch nicht nur gute Assistenten, sondern auch einen starken Sportdirektor an seiner Seite, der auch mal echtes Sparring zum Thema Personal, Training und Taktik liefern kann und dieses auch tut.

    Nachhaltige Erfolge lassen sich nur mit einer geschlossen agierenden UND kompetenten Führungsmannschaft erreichen, die ggf. auch immer ein paar externe einbindet (siehe Kehl und Sammer beim BVB).

    Ich hoffe, dass Wolf und Becker vernünftig zusammen arbeiten können; und Becker sich nicht zu fein ist, mal Horst Hrubesch anzurufen, und dessen Expertise bei den U19-21-Spielern zu nutzen, vorallem nach „gutem Charakter“ zu sondieren. Viele können gut kicken, aber nur mit „Eigenmotivation und Beständigkeit“ kann aus einem Talent auch ein „Star“ werden.

    Ansonsten sehe ich es ähnlich wie Thomas Toll – ohne eine gesunde Hierarchie kriegste keine Mannschaft zusammen, und A. Hunt ist mit Sicherheit der falsche Kapitän…

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  6. Kobinho

    Aus der Ferne betrachtet, habe ich Titz auch als besonderen Menschen in diesem Geschäft wahrgenommen. Ähnlich wie Du hatte ich gehofft, dass sich mit ihm ein sympathischer und attraktiv spielender HSV entwickelt.

    Daher bin ich besonders enttäuscht, dass Titz die Chance im Profifußball so leichtfertig weggeworfen hat! Anders kann ich die großzügige Vergabe von freien Tagen nicht beschreiben. Warum hat er nicht verbissen und konsequent an den Schwächen der Mannschaft gearbeitet?

    Vielleicht Resignation, weil er kein Vertrauen von Becker und Hoffmann gespürt hat?

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  7. GVGV

    Schöner Kommentar.
    Wahrscheinlich war Titz in seiner menschelnden Art vor allem nicht mit dem Umfeld des Profibereichs kompatibel. Im Sommer zurückgerückt in den Nachwuchsbereich würde er vermutlich noch immer Talente entwickeln…
    War wohl so nicht möglich.

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