Adwendt. Adwendt. Der Beirat brennt…

….oder warum die Geburt des echt neuen HSV dieses Jahr in die Weihnachtszeit fallen soll…!!!
[ ACHTUNG – mit Wahlempfehlung ]

 

Am heutigen Mittwochvormittag gab der HSV-Beirat in Personen von Jan Wendt, Patrick Ehlers, Kai Eselsgroth, Frank Mackerodt und Oliver Voigt bekannt, welche drei Kandidaten zur Wahl zum Präsidenten des HSV e.V. am 19. Januar 2019 zugelassen werden.

Beirat gibt Kandidaten bekannt

Der Beirat hat in seiner Sitzung am 11.12.2018 entschieden, die folgenden Kandidaten zur Wahl des Präsidenten vorzuschlagen:

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Ralph Hartmann

Jürgen Hunke
Marcell Jansen
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Der Beirat ist überzeugt, den Mitgliedern mit diesen Kandidaten, die jeder für sich das Anforderungsprofil mit unterschiedlichen Schwerpunkten abbilden, eine gute Basis für die eigene Entscheidung anhand zu geben.

Der Beirat dankt allen Bewerbern für ihre qualifizierte Bewerbung.

Die Wahl findet am 19.01.2019 im Rahmen der Ordentlichen Mitgliederversammlung des HSV in der edel-optics.de Arena in Wilhelmsburg statt.

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Quelle: https://www.hsv-ev.de/news/newsdetail/detail/News/12/12/2018/praesidentenwahl/

Das “Casting”, bei dem sich die Bewerber dem HSV-Beirat vorzustellen hatten, um ihre Motive und Zukunftsvisionen darzulegen, wurden binnen der letzten Tage vollgezogen. Deren Inhalte blieben der Öffentlichkeit weitesgehend verborgen respektive wurden (nur) in Teilen durch einzelne Protagonisten selbst preisgegeben.

Zuvor veröffentlichte der HSV e.V. in seinen offiziellen Organen das Anforderungsprofil inklusive der zu bewältigenden Aufgaben

Aufgaben
· Repräsentation des HSV nach innen und außen
· Federführung bei der Vorbereitung und Einberufung der Mitgliederversammlung,
Leitung der Mitgliederversammlung
· Erster Ansprechpartner für Beirat / Wahlausschuss und Ehrenrat,
Mitglied im Ehrenausschuss
· Weisungsrecht gegenüber der hauptamtlichen Geschäftsführung
und Überwachung von deren Arbeit
· Geborenes Mitglied im Aufsichtsrat der HSV Fußball AG
· Verhandlungsführer gegenüber dem Vorstand der HSV Fußball
AG bezüglich der geschlossenen Dienstleistungsverträge und
für den Bereich Kommunikation
· Ansprechpartner bei der Einschaltung von rechtlichen Beratern
· Berechtigung, zur Erledigung vorgenannter Aufgaben auch
auf die anderen Mitglieder des Präsidiums oder Mitglieder der
hauptamtlichen Geschäftsführung zu delegieren (ausgenommen
die Tätigkeit im AR der HSV Fußball AG)

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Quelle: https://www.hsv-ev.de/fileadmin/redaktion/03_PDF/04_Dokumente/MV_2019_HSVlive_Nov.pdf

und den notwendigen Qualifikationen

Qualifikation
· Konkrete Erfahrungen in der Führungsverantwortung größerer
Organisationen, basierend auf einer entsprechenden beruflichen
Qualifikation
· Hohe Führungs- und Sozialkompetenz. Team-, Kontakt- und
Kommunikationsfähigkeit sowie Verhandlungsgeschick und
Durchsetzungsvermögen
· Ausgeprägtes sportliches Interesse, möglichst auch eigene
Erfahrungen als Sportler und oder Sportfunktionär, vorzugsweise
im HSV
· Flexibilität im Hinblick auf die Erfüllung der zeitlichen Anforderungen
an das Amt

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Quelle: https://www.hsv-ev.de/fileadmin/redaktion/03_PDF/04_Dokumente/MV_2019_HSVlive_Nov.pdf

bei der Kandidatur und Ausübung des höchsten Amtes im HSV e.V. und somit satzungsgemäß auch im Aufsichtsrat (Vorsitz) der HSV AG.

Nun steht also nach 2014 mit bekanntlich zwei revolutionären Mitgliederversammlungen (MV) im Januar und Mai rund um die Ausgliederung, der letztjährigen (2018) richtungsweisenden MV und nun der “letzten Chance” die vierte MV an, die die Zukunft des HSV wahren und sichern soll.

Erneut wird es (kurzen) Wahlkampf, Verschwörungstheorien und Unwahheiten geben. So wie vor exakt einem Jahr, als “Team Hoffmann” den 50,5% der anwesenden 1.159 Mitgliedern glaubhaft machen konnte, dass Björn Hoffmann mit Thomas Schulz (Vize) und Moritz Schaefer (Schatzmeister) mehr e.V. im Herzen trügen als Gegenkandidat, Jens Meier, dem am Ende 25 Stimmen fehlten, beim HSV am Ruder zu bleiben.

Dieses Ruder nahm also Björn Hoffmann an sich und betonte nach der Wahl eindrucksvoll,

“Ein Weiter so kann es nicht geben. Wir brauchen dringend eine Trendumkehr. Wir haben ein anderes Verständnis von Präsidiumsarbeit. Die Herzkammer des e.V. schlägt in der Fußball-AG […] Wir werden alles in der AG auf den Prüfstand stellen.”

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Quelle: https://www.ndr.de/sport/fussball/Bernd-Hoffmann-ist-neuer-HSV-Praesident-,hsv20214.html

um nur knapp ein halbes Jahr später den Schritt zu vollziehen, den er zuvor nicht müde wurde zu dementieren: Die Übernahme des hauptamtlichen und bezahlten Vorstandsvorsitzenden der HSV AG mit dem einhergehenden Rücktritt des ehrenamtlichen e.V.-Präsidenten, obwohl Björn Hoffmann sich bekanntlich für drei Jahre wählen ließ. Was quasi jeder wusste oder wenigstens ahnte, was auch ein Teil seiner Wähler wünschten, wurde Wirklichkeit. Die Demokratie wurde indes mit Füßen getreten. Nicht zuletzt, weil es sich nicht um eine Einzelwahl handelte, sondern um die Wahl “en bloc” mit einem Zugpferd vorne Weg.

Und nun stehen also die drei neuen Kandidaten in der Bütt, um erneut – durch den Beirat manipuliert – über den e.V. Einfluss auf die AG zu nehmen.

Patrick Ehlers aus dem HSV-Beirat:
“Es gehe vor allem darum, dass ein „präsidialer Kandidat“ gefunden werde.”

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Quelle: https://www.abendblatt.de/sport/fussball/hsv/article215905991/HSV-Praesidentenwahl-Die-problematische-Rolle-des-Beirats.html

Soviel – meiner Meinung – vorweg: Keiner von den drei zugelassenen Kandidaten hat wirkliches Interesse am Breitensport des HSV mit seinen ~ 7.000 aktiven Mitgliedern, auf deren Rücken abermals Profilierungssüchte und Machtspielchen im Bereich des Profifussballs ausgetragen werden. Das galt aber wohl auch für die übrigen verifizierten Kandidaten wie

  • Heinrich Höper, der als “Seeler-Sympathisant” und Logenbesitzer (“DELTA”) nicht mehr als ein gut zahlender Fan ist, aber ansonsten den Fremdschamfaktor auf ein Maximum explodieren lässt, weil er in einer anderen Welt zu leben scheint…?! Am Breitensport hat Höper indes null komma null Interesse und wird alleine deshalb keine Chance vor dem Gremium des Beirates gehabt haben, weil er auch offen zugab, sich nur am Profifußball zu interessieren. Der “freiwillige” Verzicht auf eine Kandidatur erspart der MV 2019 eine peinliche Anektdote…
    [ Ein Auszug seines Schaffens:  >>> https://www.hamburg1.de/sendungen/130/Nachspielzeit.html ]
  • Katrin E. Sattelmair, die sich bereits 2013 in den Aufsichtsrat des noch eingegliederten HSV wählen ließ, nachdem sie zwei Mal zuvor scheiterte und nach Jens Meier und Ali Eghbal (!) mit den drittmeisten Stimmen der Mitgliedschaft den Sprung ins Gremium feierte und damals folgende Inhalte zum Besten gab:

    Katrin Sattelmair, Anwältin, schließt die Vorstellungsrunde ab. Die Lücke der Wirtschaftskompetenz im Rat könne sie schließen, aber qualifiziere sich auch durch andere Fähigkeiten wie Kenntnisse in Recht, im Sport und im Vereinswesen, auch im HSV, für den Rat. Fußball müsse bezahlbar bleiben, Transparenz sei wichtig, Nachwuchsförderung ebenfalls. Ihr innerer Kompass würde ihr den richtigen Weg weisen. Vermarktung müsse überdacht werden, die Struktur sei nicht entscheidend. Diskretion sei ein Muss, ihr Vorbild im Aufsichtsrat sei Eckard Westphalen.

    .
    Quelle: https://www.abendblatt.de/sport/fussball/hsv/article112733756/Meier-Eghbal-Sattelmair-und-Strauss-neue-Aufsichtsraete.html

  • Rainer Ferslev, der im Rahmen der Ausgliederungskampagne(n) die deutliche Position des Gegners von “HSV Plus” verkörperte und sich auch mit der “rautenherz”-Initative – inkl. dem ins Spiel bringen der Personalie Felx Magath – positionierte, aber vor allem am kläglichen Wahlkampf scheiterte, die Mitgliedermitbestimmung als höchstes Gut zu verteidigen. Da hlaf auch seine Expertise als Fachanwalt für Insolvenzrecht nichts:

    Rautenherz

    Antragsteller: Rainer Ferslev, Martin Rüssel, Dirk Wechsel. Im Rahmen einer Ausgliederung sollen dennoch die Mitgliederrechte gewahrt bleiben.

    Struktur: Die Lizenzspielerabteilung (Profifußball) wird in einer Kapitalgesellschaft in Form der Kommanditgesellschaft auf Aktien (KGaA) rechtlich vom HSV e. V. abgetrennt. Geführt wird diese Gesellschaft von einer HSV Geschäftsführungs-GmbH. Die Geschäftsführung (bis zu fünf Personen) wird durch einen Beirat (fünf Personen) bestimmt und von einem ebenfalls fünfköpfigen Aufsichtsrat kontrolliert. Der Gesamtverein haftet nicht für den ausgegliederten Teilbereich, diese Haftung liegt bei den Gesellschaftern der GmbH & Co. KGaA.

    Mitbestimmung: Die Basis wählt den Aufsichtsrat des e. V., der den ehrenamtlichen Vorstand bestimmt. In der KGaA bestimmen die Mitglieder drei Beiratsmitglieder und drei Aufsichtsräte, je zwei Personen für diese Gremien werden durch Kommanditaktionäre ernannt.

    Investorenbeteiligung: „Stabile Partner“ sollen sich an der KGaA beteiligen können, die 50+1-Regel wird festgeschrieben.

    Prognose: Das Modell geht in Konkurrenz zu HSVPlus, ihm fehlen aber prominente Unterstützer. Das Ziel der Mitgliedermitbestimmung könnte wohl nur verwirklicht werden, sollte der Vorstand nach einer Kompromisslösung suchen.

    .
    Quelle: https://www.welt.de/sport/fussball/bundesliga/hamburger-sv/article123976485/Der-verbissene-Kampf-um-die-Zukunft-des-HSV.html

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Und dann verbleiben da noch die drei zugelassenen Kandidaten, zu denen ich einige (unvollständige) Gedankengänge liefern möchte

Dr. Ralph Hartmann

“Entweder es ändern sich die Ergebnisse oder die Köpfe.”

Ungeachtet der prominenten Konkurrenten Jansen und Hunke hat der ehemalige Vize-Präsident des HSV e.V. – drei Jahre unter Jens Meier – meines Erachtens gute Chancen auf das Amt des Präsidenten, da er als einziger Kandidat dafür einstehen kann, wofür er letztlich gewählt würde – nämlich sich in erster Linie dem Breitensport zu verpflichten und erst damit einhergehend die Kontrollpflichten in der HSV AG als Aufsichtsratsvorsitzender zu wahren.

Natürlich haftet “Hafenmeier”, der allerdings eben auch für den e.V. wirtschaftlich und strukturell hervorragende Ergebnisse erzielte, an Hartmanns Image, doch die aktiven Mitglieder, die bei der bevorstehenden Mitgliederversammlung wohl den größten Teil der Wählerschaft ausmachen werden, da sich eine MV-Müdigkeit bei den Fans und Influenzern [ Bierdeckel-Gate, Stimmvieh, … ] wohl nicht mehr leugnen lässt, nachdem die richtungs-richtungs-richtungsweisenden Veranstaltungen sich in der jüngsten Vergangenheit allzu häufig wiederholten.

Allerdings – und das darf nicht verschwiegen werden – hat auch Hartmann sein “Päckchen” in Sachen “Profifußball-Verknüpfung” zu tragen wie seine Bewerbungsrede – siehe youtube-Video –  für das Amt als Aufsichtsratsmitglied bei den Wahlen 2011 deutich belegt, wobei Hartmann damals sehr, sehr deutlich scheiterte u.a. hinter den (gewählten) Koryphäen Ertel, Hunke, Erhardt und Klüber, aber auch hinter Carsten Kober, der hier ja fleissig mitliest, sowie sieben weiteren Bewerbern.

Oder aber man nimmt die Inhalte seiner Rede auf der MV 2011 selbst als Maßstab:

Ralph Hartmann hat das Wort. Der Kaufmann plädiert für einen Umbruch und Neuanfang mit frischen Leuten. Das Thema Amateur- und Freizeitsport gehört für ihn genauso zum HSV wie der Profisport. Er fordert ein sportliches Konzept für die nächsten drei Jahre und eine offene und klare Kommunikation.

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Quelle: https://www.abendblatt.de/sport/fussball/hsv/article107928989/Erhardt-Hunke-Ertel-und-Kluever-im-Aufsichtsrat-des-HSV.html

Es spricht ganz viel Inhaltliches für Hartmann, aber eben auch ganz viel Skepsis, weil man immer glauben muss, dass hinter Hartmann noch unentwegte Ehemalige stecken, die wieder zurück ins Boot geholt werden wollen und vereinsmeiern wollen.

Was aber vollkommen gegen die Wahl Hartmanns spricht, ist die Tatsache, dass er die nächsten zwei Jahre mit 2/3 des “Team Hoffmann” zusammenarbeiten müsste, wo man sich ja bei der letzten Wahl vor gerade einmal zehn Monaten alles andere als einig war, was die Zukunft des HSV angeht.

Nach dem paritätischen Wahlausgang im Februar 2018 wäre eine solche Kombination eigentlich nur fair der Wählerschaft gegenüber, aber sie bärge allerhand gefahren und brächte großes Konfliktpotenzial – gerade in diesen schweren Zeiten keine anstrebenswerte Sache.

Umso mehr ist die “en bloc”-Wahl zu verurteilen und für die Zukunft auszuschließen, vor allem in Anbetracht der Tatsache, dass die beiden Vize wohl alleine nie an die “Macht” gekommen wären. Es wurde ja offensichtlich bereits satzungstechnisch und rechtlich geprüft und für positiv entschieden, ob “Schulz & Schäfer” in Amt und Würden bleiben dürfen. Ich halte das für höchst unanständig. An ihrer Stelle hätte ich nun auch anders gehandelt und mich neu zur Wahl gestellt, aber das wollte Björn Hoffmann sicher nicht…?!

Marcell Jansen

“Ich liebe den Fußball, ich werde ihn immer lieben.”

Zunächt einmal die wichtigste Frage: Wann tritt Marcell Jansen aus dem sechsköpfigen Aufsichtsrat der HSV AG zurück, wo er ja seit Februar dieses Jahres von der Hauptversammlung hingestellt und zumeist nicht abgeholt wurde…?

Ich habe es satzungstechnisch nicht geprüft, aber es geböte alleine der Anstand, sich VOR dem seit heute beginnenden Wahlkampf aus dem AR zurückzuziehen. Ein Verbleib bis zur Wahl am 19. Januar 2019 hätte mehr als nur ein Geschmäckle wie damals schon die Bestellung nur zwei Wochen vor der MV, wobei die Hauptversammlung ja letztlich schon im November/Dezember des Vorjahres hätte stattfinden sollen, aber “terminliche Probleme” von Jens Meier das verhindert haben sollen.

Im übrigen müsste der Posten im AR bei einer Wahl Jansen natürlich neu besetzt werden. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt, wenn man weiss, wer der Hauptversammlung diesen Vorschlag machen darf…?! Aber das steht auf einem anderen Blatt. Der Pokerspieler Jansen MUSS meines Erachtens aber vorher “all-in” gehen und sich vom Posten des AR lösen…! Alles andere wäre der typische und einst von mir skizzierte +++ “HSV-Opportunismus” +++ [ hier klicken ] und Machterhaltungstrieb…!

Marcell Jansen gilt als Vertrauter des Vorstands-Vorsitzenden, Björn Hoffmann, teilt sicher auch etliche Auffassungen des Mannes, der zwar viele gute Entscheidungen traf, aber eben in der kurzen Zeit seines (zweiten) Handelns auch schon zahlreiche Eigentore zu schießen wusste. Und hier hat “Cello” sicher auch ein Ohr für die Mitglieder, Fans und anderen “Stimmen”, sitzt bei der BILD ja auch an der Quelle des Populismus’ und verfolgt ganz, ganz sicher keine medialen Absichten…! Ob er BH aber immer blind vertraute, darf bezweifelt werden.

Normalerweise muss man bei Marcell Jansen vom “klaren Favoriten” sprechen, weil er natürlich das breiteste Netzwerk und die nimmermüden “echten” HSV-Fans, die sich alle Jahre wieder verwählen, im Rücken hat, zudem seit Monaten aktiven, aber eben sehr subtilen Wahlkampf (z.B. lebenslange Mitgliedschaft wegen “Raute im Herzen”) auch im e.V. betreibt und nicht zuletzt durch die Projekte “Hamburger Weg” und bei der “Campus gGmbH” in medias res steckt, aber was sind seine Qualitäten als e.V.-Präsident…?! Wo liegen seine Erfahrungen in der Führung eines Vereins…?!

Im Aufsichtsrat der HSV AG sitzt er ja bereits, was ist also das Ziel seiner Kandidatur, die ihn als “geborenes Mitglied” im AR ja maximal den Vorsitz des AR zusätzlich bringen könnte – allerdings bei deutlichem Mehraufwand. Und genau da sind wir wieder beim “Vertrauten von Björn Hoffmann”. Es scheint so, als ob BILD & BH den ehemaligen Nationalspieler als “Puffer” installieren wollen. Der Wahlkampf und die wahren (?) Beweggründe, Präsident des HSV e.V. zu werden, wird “Cello” vor allem den aktiven Mitgliedern darlegen müssen, denn die Anzahl der anwesenden “Fans” wird wohl geringer als erhoff(mann)t…?!

Jürgen Hunke

“Man muss die Ursachen bekämpfen.”

Dass sich Jürgen Hunke seit knapp drei Jahrzehnten immer wieder zu Wort meldet, ist die eine Seite der Medaille. Dass der Beirat diesen Worten Gehör schenkt und für eine Nominierung sorgt, kann man nur mit einem Kopfschütteln quittieren, hängt aber sicher mit der Besetzung des Beirates zusammen. Gute Freunde kann niemand trennen. Immerhin kann sich Hunke gegenüber Höper (rhetorisch) durchsetzen. Von 2011 bis 2014 hatte JH zuletzt ein Amt als AR inne und setzte sich damals u.a. gegen Sattelmair und Hartmann durch. Zuvor war er HSV-Präsident von November 1990 bis Oktober 1993.

Jürgen Hunke ist von jeher ein klarer Gegner von Björn Hoffmann, so dass man dem Beirat in der besinnlichen Adwendtszeit durchaus zugestehen muss, bei der Kandidatenauswahl beide Lager zu bedienen. Von den (bekannten) Namen der Kandidaten ist die Vorauswahl durchaus als Mehrwert zu begreifen, so dass die Vorwürfe des fehlender Demokratie meines Erachtens fehl am Platze sind. Gruß an Kai Schiller vom Hamburger Abendblatt, der jüngst +++ Die problematische Rolle des Beirats +++ [ hier klicken ] entdeckt haben wollte…! Dass der Autor dabei Ursache und Wikrung verwechselte, steht auf einem anderen Blatt, denn der Beirat ist seit “HSV Plus” das Problem und nicht die Optionen, diese Rolle auszufüllen. Ich schreibe das guten Gewissens, weil ich das von Beginn – bereits am Tag der Vorstellung des Konzeptes von “HSV Plus” an so schrieb, als Schiller & Co. noch von Europa träumten und den Herren Rieckhoff, Gernandt und Beiersdorfer hinterhertrotteten.

Vor einem Jahr stellte Jürgen Hunke seinen Standpunkt im Vorfeld der damaligen MV medial dar, wobei dieser Auftritt ja vor allem dazu diente, Björn Hoffmann zu schaden:

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EDIT [ 12.12.2018 – 19:39 Uhr ]

Es gibt von dem Auftritt von Jürgen Hunke im “Doppelpass” noch eine längere Version bei youtube, die mir just zugespielt [ Danke@Prof. ] wurde. Diese unterstreicht nochmal deutlich, welchen Zweck er mit seinem Wahlkampf verfolgte. Dass er sich dabei quasi in Gänze mit seiner jetzigen Bewerbung widerspricht, ist dabei eigentlich nur eine Randnotiz:

“Ich habe den Mitgliedern […] versprochen, in der Not immer nochmal wieder da zu sein.” (ab 3:59min)

“Der Verein muss einfach ganz neue Leute […] in einem richtigen Alter, die einfach alte Zeiten, diese alten Dinge müssen einfach mal beendet werden.” (ab 6:10min)

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Meine Prognose: Hunke wird seine Kandidatur spätestens nach seiner Rede und vor der Wahl zurückziehen. Niemals wird JH das Opfer bringen, dem e.V. für drei Jahre zu dienen, um nochmal Profifußball-Luft zu schnuppern. Dass er ohnehin keine Chance hat, gewählt zu werden, weil das frühere SC-Stimmvieh längst weitergezogen ist, hat dabei nur unwichtigen Charakter.

Fazit

Der Beirat um ihren “Sprecher”, Jan Wendt, wollte „den Mitgliedern mit diesen Kandidaten, die jeder für sich das Anforderungsprofil mit unterschiedlichen Schwerpunkten abbilden, eine gute Basis für die eigene Entscheidung anhand zu geben.“

Das ist meines Erachtens gelungen, doch es wäre nicht der HSV, wenn der Adwendt nicht noch seine Überraschungen brächte.

Meine Prognose ist, dass wieder die Verzweiflung der HSV-Anhänger ausgenutzt werden soll, um mit einer inszenierten Kampagne eigene Interessen durchzusetzen. Dies erinnert bislang stark an das, was man 2011, 2014 und 2018 erlebt hat. Der Heilsbringer verspricht die große Lösung, die er gar nicht sein kann. Man sollte aus der Vergangenheit lernen und Fehler nicht wiederholen und somit Hartmann das Vertrauen schenken.

Mit sportlichen Grüßen
WORTSPIELER

 

31 Kommentare

  1. GVGV

    Das ist mal ein ordentlicher Blog! Umfangreich und gut mit den Videos unterlegt, durchaus ziemlich informativ, nicht einseitig tendenziös und doch auch nicht ohne Meinung.Schlüssig.
    Mir stellt sich die Frage, ob es eine ausreichend konstruktive Zusammenarbeit des Duos Hoffmann/Hartmann geben kann (?).
    Dem Beirat ist zumindest gelungen, drei unübersehbar kontroverse Kandidaten zur Wahl zu bringen. Andererseits wird es vermutlich auf ein wiederum annähernd paritatisch gespaltenes Votum hinauslaufen.
    Wahrscheinlich ist sowas beim HSV auch in prekären Zeiten unvermeidlich.

    Antworten
    1. AvatarThilo

      Man kann es einfacher für die mitlesende Wählerschaft ausdrücken. Ich denke, das Deine Meinung somit zu 100% verpufft.

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    2. WORTSPIELERWORTSPIELER (Beitrag Autor)

      @Thilo
      ich gehe mal davon aus, dass du mich als autoren ansprichst…?!

      100% wovon…?! von den 1887 realexistierenden prozenten wäre das doch nur ein dinoschiss in der HSV-geschichte und somit ein super erfolg…?!

      was ich sagen will: mir ist es schlicht und weg egal, wer oder was verpufft. ich sehe solche beiträge schlicht und weg als meinen gesellschaftlichen und/oder geselligen (?)auftrag, damit hinterher niemand sagen kann: ich wurde ja nicht gewarnt.

      Antworten
  2. GVGV

    Was ist dem User @wortspieler im Scholle-Blog zugestoßen?

    Antworten
  3. Krischan1887Krischan1887

    Beim lesen habe ich immer wieder mit Schnappatmungen zu kämpfen gehabt.
    Warum zum Teufel BJÖRN Hoffmann?
    Wenn es ein Witz sein soll und auf die Bernd/Björn Höcke „Verwechslung“ anspielen soll, so ist dieses deutlich misslungen und in meinen Augen einfach respektlos.
    Gravesen lässt grüßen…

    Zum Inhalt: Diese Satzung und dieses Prozedere wurde 2014 bei der Ausgliederung verabschiedet. 4 Jahre später wird sich darüber beschwert? Dann bitte einen Satzungsänderungantrag stellen. Ich finde diese Art von Auswahl genau richtig. Man kann sicher über die Auswahl streiten. Kein Problem. Aber was bitte soll da an zusätzlicher Präsenz laufen? Irgendwie muss man die Kirche auch mal im Dorf lassen.

    Antworten
    1. WORTSPIELERWORTSPIELER (Beitrag Autor)

      abgesehen davon, dass ich grundsätzlich gegen das arg (ver)blendende konstrukt “HSV plus” war, weil es ein schnellschuss mit viel zu vielen baustellen darstellte und die HSV-gemeinde glauben lassen ließ, dass nicht handelnden personen, sondern die strukturen das heilmittel seien. es verhält sich aber genau anders herum.

      meine kritik richtet sich im übrigen weniger gegen den beirat als solches, wobei ich das prozedere total lächerlich finde, sondern gegen die mit 86,9% zustimmenden mitglieder, die eben völlig unreflektiert zu “JA”-sagern wurden und jetzt nach vier jahren jammern, dass es keine fernwahl gibt, dass die hunke & co. eben doch zurückmeiern können, …! es sollte keine seilschaften mehr geben. die mitbestimmung sollte eingedämmt werden. exakt bis zu dem zeitpunkt, wo man selbst wieder mitbestimmen möchte.

      dieses mal wird es ein kampf zwischen “aktiven sportlern” des HSV e.v., die keinenbock mehr auf das elend haben und den fans, die zum x-ten mal die richtung weisen sollen…!

      #aufstellenfuerheuchelopas

      Antworten
  4. AvatarAndreas Kitzing

    Was BJÖRN Hoffmann angeht, bin ich ganz bei Krischan. Egal ob man Hoffmann mag oder nicht: unnötig, respektlos und nicht lustig.
    Zu Cello: Über seine Rolle bei HSV III engagiert er sich schon seit einer Weile im eV. Er sitzt auch bereits im AR – dh er kandidiert nicht, um an das begehrte AR-Amt zu kommen. Insofern ist es finde ich, mehr als glaubwürdig dass es ihm um den Verein an sich geht.

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  5. Krischan1887Krischan1887

    Ich war bekanntlich für HSVPlus und würde es wieder tun.
    Es wurde während der Debatten auch immer wieder gesagt, dass die handelnden Personen entscheidend sind. Und zu HSVPlus gab es null Alternative.
    Für mich war im Nachgang der einzige Fehler, dass man sich sofort zurückgezogen hat und nicht in beratender, unterstützender Funktion aktiv blieb… Bei den Personalentscheidungen wurden leider entscheidende Fehler begangen… Hinterher ist man da immer schlauer…

    Antworten
    1. WORTSPIELERWORTSPIELER (Beitrag Autor)

      // Und zu HSVPlus gab es null Alternative. //

      das ist faktisch falsch.

      es war aber nicht gewollt. und die ungeduld in den reihen des HSV (inkl. mitgliedschaft) hat das ganze dann so beschleunigt. zudem hat man sich von der EOR-kampagne mit den koryphäen nogly & von heesen blenden lassen. #nurderHSV

      die sehnsüchte der HSV-fans wurden geweckt und da wurde die rationalität eben ausgeblendet. ich werde nie die “tabula rasa”- und “pattex-heidis”-rede von karl gernandt vergessen.

      p.s. in drei jahren nach europa…

      Antworten
  6. WORTSPIELERWORTSPIELER (Beitrag Autor)

    nun gut, dann nehme ich doch mal stellung zum thema “björn hoffmann”, obwohl ich es eigentlich nicht für notwendig erachtete.

    die thematik respektive die völlig unverhältnismäßige kritik an diesem stimittel meinerseits zeigt wieder einmal ein typisches HSV-phänomen inkl. des notorischen beissreflexes. das ist alles durchschaubar und vorhersagbar – v.a. immer dann, wenn die argumente ausgehen…! schnell vom inhaltlichen versagen ablenken und auf äußerlichkeiten verweisen.

    gerne will ich die frage des respektes, die man durchaus stellen kann und darf, mit einer gegenfrage beantworten: wie respektvoll war der kandidat hoffmann denn bei seiner machtergreifung in den vergangenen zwölf monate gegenüber der öffentlichkeit und seinen wählern…?

    und gerade mit diesem hintergrund ist es geradezu grotesk, über ein wortspiel – ich verweise dabei gerne auf meinen nick – zu jammern, statt sich des inhaltes zu bemächtigen. im ürbigen, lege ich dabei keinen wert auf massenkompatibelität meines humors.

    Antworten
  7. Krischan1887Krischan1887

    Es gab keine Alternative. Die Alternative wäre eine Insolvenz gewesen. Die Alternativen von Ferslev usw. waren keine Alternativen.

    Wenn man Kritik übt, ist es ein typischer Beissreflex? Okay…

    Wenn man nicht sachlich über ein Thema berichtet, ist es schwer, den Inhalt zu beachten. So zumindest aus meiner Sicht.

    Trotzdem stimme ich inhaltlich deinem Beitrag in den meisten Punkten zu. Bei Hunke hoffe ich, dass deine Voraussagung zutreffen wird und er vor der Abstimmung „abdankt“

    Ich hätte mir persönlich einem vollkommen unverbrauchten neuen Kandidaten gewünscht. Ist leider nicht passiert. Ich denke, Cello wird unterschätzt. Daher werde ich sicher für Cello votieren. Die Gründe, warum die anderen beiden nicht wählbar sind, hast du ja richtig dargestellt.

    Antworten
    1. AvatarPatrick

      Die viel zitierte Insolvenz, wenn ich die Zahlen richtig lese bzw von einem Fachmann mir erklären lasse, stehen wir momentan schlechter da als damals.
      Wir sind abhängig von kmk und er kassiert egal ob wir minus oder plus machen. Aber er macht das ja nur aus Vereinsliebe.

      Was viele Mitglieder vergessen, wir haben mit der Ausgliederung unsere Stimme verloren.

      In einem bin ich aber der selben Meinung, Cello wird die Sache gut machen und nicht nur auf den Profi fussball schauen.

      Antworten
    2. GVGV

      Vor ein paar Jahren wäre eine sogenannte Planinsolvenz nicht unbedingt die schlechteste Lösung gewesen.
      Inzwischen sind der Substanzverlust, Berg von Verbindlichkeiten und Mangel an Handlungsoptionen bei weiterhin massiven Strukturproblemen einfach zu massiv.

      Antworten
    3. Avatarder Coach

      In der Tat, die Insolvenz als unausweichlich darzustellen hätte es die Ausgliederung nicht gegeben ist reine Propaganda und die Lage hat sich nach der Ausgliederung extrem verschlechtert – im übrigen so nur gerade durch die Ausgliederung möglich.

      Antworten
    4. WORTSPIELERWORTSPIELER (Beitrag Autor)

      // Es gab keine Alternative. Die Alternative wäre eine Insolvenz gewesen. //

      das ist faktisch nicht belegbar. die verbindlichkeiten/schulden wurden seit der ausgliederung verdoppelt, obwohl es weitaus mehr einnahmen als zuvor gab. und der HSV ist immer noch (!) nicht insolvent.

      // Die Alternativen von Ferslev usw. waren keine Alternativen. //

      “rautenherz” hatte damals ja um zeit gebeten, um sich an einen tisch setzen zu wollen. aber die herren riekhoff und rebbe wollten mit ihren zugpferden nogly und von heesen aber ihr ding durchdrücken…!

      // Wenn man Kritik übt, ist es ein typischer Beissreflex? Okay… //

      das stand nicht in der antwort an dich, sondern war eine allgemeine antwort auf die heutigen empörten reaktionen ob meiner wortspiele.

      // Ich hätte mir persönlich einem vollkommen unverbrauchten neuen Kandidaten gewünscht. Ist leider nicht passiert. //

      dito.

      p.s. danke für den guten austausch.

      Antworten
  8. Karl-Heinz GrabowskiKarl-Heinz Grabowski

    Wenn mich nicht alles täuscht, war auch JH ausserhalb der genannten Zeit AR nach seiner Amtszeit als Boss des damaligen HSV. An dem Bericht stört mich die Unterstellung der Beirat würde manipulieren, denn deine eigene Aufzählung zeigt ja wer neben den zugelassenen Kandidaten noch im Raum stand und Du anscheinend keinen Beweisantritt liefern kannst, das ein unbekannter ,integer Kandidat(in) welcher die Voraussetzungen erfüllte,abgelehnt wurde. Das man wiederholt Hunke auf dem Leim geht, glaube ich in der Tat nicht, da die Mehrheiten nicht “gekauft” werden dürften aufgrund zuwenig Mannstärke im Ultrabereich. ALLERDINGS und da erinnern wir uns an letztjährige MV, wurde wohl trotz alledem “Stimmvolk” in das Provisorium mit Bus geschifft um BH zu verhindern wie man im Onlineticker auf Twitter von manchen Fan vor Ort lesen konnte(hypothetisch aber aus Erfahrung anzunehmen).Das aber Hunke gerne eine Satire seines Handelns in der Gegenüberstellung seiner buddhistisch “weisen” Worte darstellt sollte Ausschlusskriterium genug sein bei normalen Menschen – aber was ist bei Fussballfans schon normal? Bei Hartmann eine Rede von 2011 in völlig anderer Ausgangslage als nach der Demission Hoffmanns ,Jarchow ,DB und wen weiss ich noch an VV, Trainern ,AR zu nehmen halte ich aufgrund seiner Vita ehrenamtlich im Verein zusammen mit Meier für nicht statthaft,eher boshaft. Besonders die Behauptung “keiner von den zugelassenen Kandidaten hat Interesse an dem Breitensport” ist genaugenommen ziemlich dreist dahingeschrieben, denn zumindestens Hartmann wies das mit der ehrenamtlichen Tätigkeit “für Nüsse” einige Zeit nach – angemerkt sei dies auch bei einer nicht zugelassenen Kandidatin Sattlmair , welche in diversen Vereinen des Breitensports in HH als Präsidentin fungierte, wenngleich dies nicht die Ausmaße grössentechnisch gehabt haben dürfte wie die Verantwortung beim HSV- aber es geht ja bei meinem Einwurf nicht um die Frage des Könnens ,sondern des Interesses an Breitensport. Habe fertig, Flasche leer!

    Antworten
    1. WORTSPIELERWORTSPIELER (Beitrag Autor)

      was das video (2011) zu hartmann angeht, sollte es vor allem der info dienen, wer er ist, wofür er steht, wie er tickt…! kaum einer wusste doch bis gestern, was er bis dato so macht(e)…?! und schon damals sah er sich berufen, die “profis” auf links drehen zu wollen…

      // Besonders die Behauptung „keiner von den zugelassenen Kandidaten hat Interesse an dem Breitensport“ ist genaugenommen ziemlich dreist dahingeschrieben, denn zumindestens Hartmann wies das mit der ehrenamtlichen Tätigkeit „für Nüsse“ einige Zeit nach – //

      ich bleibe bei der these, denn es geht um die aktuelle kandidatur. selbstverständlich streite ich niemandem ab, eine echter e.v.-mensch zu sein…! alle sechs (?) bewerber haben das ganz klare (erste) ziel, einfluss auf die AG nehmen zu wollen. und das habe ich auch so geschildert.

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  9. HeLuechtHeLuecht

    Ein grundsätzliches Problem dieser Vorauswahl bleibt eben die nebulöse Rolle des Beirates. Der zwar medienwirksam einen Kriterienkatalog veröffentlicht, dann aber öffentlich eingesteht, dass dieser nicht in Stein gemeißelt sei, die Beiratsmitglieder in ihrer Entscheidung nicht an ihn gebunden sind und sehr wohl subjektive Gründe bei der Entscheidungsfindung eine Rolle spielten, es ferner in erster Linie darum ginge, Ruhe im Verein zu behalten und jemanden zu finden der kompatibel zu den beiden bereits gewählten Präsidiumsmitgliedern ist. (nachzuhören beim Volksparkgeflüster https://www.volksparkgefluester.de/2018/11/28/folge-004-berlin-im-sinn-beiratsarbeit-vor-augen/)

    Es fehlt wie üblich beim HSV an Transparenz. Aus meiner Sicht ein großer Fehler, nicht nachvollziehbar darzulegen warum wer zugelassen wurde und wer nicht. Die Gründe für die Nicht Zulassung sollen den abgelehnt Bewerbern ja noch nicht einmal mitgeteilt worden sein.

    Hunke konnte man natürlich nicht mir Nichts dir nichts ablehnen. Das hätte einen Sturm der Entrüstung nach sich gezogen. Und Unruhe sollte ja um jeden Preis verhindert werden. So traf es dann jene Kandidaten, von denen die geringsten Störfeuer zu erwarten waren.

    Dieser Beirat ist ein Witz und ein Ärgernis.

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    1. Karl-Heinz GrabowskiKarl-Heinz Grabowski

      Kandidaten von denen die geringsten Störfeuer zu erwarten seien? Höper? Dein Ernst? Der mit eigener Talkshow zwischen VW Golf und Passat im Showroom? Ferslev? Den nichts davon abhielt gleich eine eigene Anti Ausgliederungkampagne zu starten und immer sehr aktiv ist ?

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  10. GVGV

    ich finde die allerorten fortschreitende Verfilzung höchst beängstigend, ebenso wie schon immer und derzeit wie selten zuvor Demokratie an Seilschaften erhängt wurde und wird.
    Es gibt mir bei weitem zu viele Muttis und Björns und allerlei Korrumpierte, sodass es geradezu lächlich scheint, sich über Namensverballhornungen satirischer Art mehr aufzuregen denn über Zustände, die ermöglichen, dass ein Björn auf einem Cello sein absolutistisches Liedchen spielen kann ganz wie es ihm beliebt.
    Aber draussen in der übrigen Welt ist’s eben auch allerorten so und so ähnlich oder noch übler; und doch stillschweigend mehrheitlich hingenommen.
    Aber “Björn” ist ein Grund sich zu ereifern?
    Die geistige Nähe zur seltsamen Erregung bei jener GG PK des FC Bayern ist wohl doch unvermeidlich.

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  11. WORTSPIELERWORTSPIELER (Beitrag Autor)

    herzlich willkommen im wespennest…! *hummel-hummel-mors-mors*

    bis zum jetzigen zeitpunkt hat sich niemand – weder hier noch auf anderen asozialen plattformen – über das “adwendts”-wortspiel echauffiert, sondern lediglich an der namensverballhornung des heiligen VV gerieben. und damit ist der die mission erfüllt. alle klischees wurden bedient. die grobnotorik des HSV-kosmos’ wurde bedient.

    gerne will ich die frage des respektes, die man durchaus stellen kann und darf, mit einer gegenfrage beantworten: wie respektvoll war der kandidat “team hoffmann” – auch eine art der verballhornung – denn bei seiner machtergreifung in den vergangenen zwölf monate gegenüber der öffentlichkeit und seinen wählern…?

    btw: die einzige parallele zu “bernd höcke” sind die empörten reaktionen der hörigen anhänger und ganz sicher nicht die gesinnung…!

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  12. HeLuechtHeLuecht

    @Kalle #störfeuer

    Ob Höper da neben Corny sitzend rülpst oder furzt interessiert gelinde gesagt kein Schwein, schon gar nicht, wenn dies bei HH1 in einer Sendung geschieht die weniger HSV relevante Reichweite als die Rautenperle hat.

    Höper stand davon ab gar nicht mehr zur Debatte. Die Reaktionen von Ferslev (sehr moderat, die Entscheidung einfach akzeptiert) und Sattlmair (hat sich maximal bei einigen auf Nachfrage ausgeheult, dass ihr die Gründe nicht genannt wurden) bestätigen mich in meiner Einschätzung.

    Was für ein Gewese hätte es bei Hunke gegeben? Was für einen Terror hätte die Bild bei Jansen gemacht?

    Und da kommst du mit einem spinnerten Fleischverkäufer, der schon längst aus dem Rennen war, aber bezüglich der Sanierung und der dem entgegenstehenden Strukturen (siehe angesprochene Sendung) zumindest nicht gänzlich Unrecht hatte. Hör auf!

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  13. Krischan1887Krischan1887

    Abwendts – Ja, das habe ich auch vernommen. Aber es war passend zur Jahreszeit und dementsprechend fand ich dieses sogar amüsant. Ich sehe auch einen Unterschied ob ich es einmal,in der Überschrift und noch mal am Ende bringe oder eben durchgängzig im ganzen Artikel.

    Auch hier nochmal gerne: Ich bin kein Hoffmann-Jünger oder Anhänger. Die Art und Weise wie er jetzt wieder VV geworden ist, finde ich auch nicht gut.

    Es ist auch sehr interessant in diesem Zusammenhang, dass dieses immer wieder so vorgetragen und Bernd Hoffmann zur Last gelegt wird. Im April war man sich mit einem neuen VV handlungseinig. Dieser ist dann aufgrund sportlicher Erfolge im Verein wieder abgesprungen. Dann würde BH zum vorübergehenden VV ernannt. Im übrigen von Personen, die selbst skeptisch gegenüber BH waren.

    Wie geschrieben. Die Art und Weise finde ich absolut nicht gut.

    Zu der finanziellen Situation: Der HSV war 2013/14 finanziell in einem desaströsen Zustand. Natürlich kann man es faktisch nicht belegen, ob der HSV in die Insolvenz geschlittert wäre. Aber die Wahrscheinlichkeit war immens hoch. Gerade auch was die auslaufenden Kredite in kurzer Abfolge Betrag. Natürlich ist die jetzige finanzielle Situation mindestens genau so prekär.

    Aber was man hier Rebbe/Riekhoff unterstellt, finde ich schon echt abenteuerlich…

    Auch was die Arbeit des jetzigen Beirats Bezgl. der Auswahl vorwirft…

    Ich kann ja verstehen, dass man aufgrund der Vergangenheit immens misstrauisch geworden ist. Aber man sollte schon einfach mal bei den Fakten bleiben. Man hat Möglichkeiten zu handeln. Und in diesem Rahmen hat man sich bewegt.

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    1. Avatarder Coach

      Im April war man sich mit einem neuen VV einig der wegen des sportlichen Erfolgs abgesagt hat? Oh, das ist wohl komplett an mir vorbeigegangen, sowohl das mit dem VV wie auch mit dem sportlichen Erfolg. Wo kann ich denn mehr darüber erfahren?

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  14. Krischan1887Krischan1887

    @der Coach
    Der sportliche Erfolg hat was mit seinem Arbeitgeber zu tun. Nicht mit dem HSV.
    Das ist ja das Problem. Es wissen einige Journalisten. Und keiner hat darüber berichtet…

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  15. Avatarwoods

    lieber wortspieler,
    deine postings waren der einzige grund überhaupt, diese andere fan-boy-seite überhaupt zu konsumieren.Seit monaten habe ich nur gezielt nach deinen erwiderungen gesucht…
    selbst dort zu poaten wäre (und ist…) mir peinlich !
    danke für dein ‘geschreibsel’ und ich hoffe dich in zukunft iwo weiter zu lesen…
    -woods

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    1. WORTSPIELERWORTSPIELER (Beitrag Autor)

      danke für die blumen. ich sehe das ganze eher als sportliche herausforderung und erfreue mich an der offenlegung etwaiger widersprüche rund um die AOL-arena. in dinot frisst der teufel eben auch fliegen…

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  16. GVGV

    wortspieler, wenn Du mal wieder das Bedürfnis verspürtest, gerne etwas im Blog rautenperle zu bringen, das Du wegen der dämlichen Regelungen dort als Kommentar nicht könntest, kann ich Dir eine “Gastkommentar” Plattform anbieten.
    ich bräuchte dann nur den Text.

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    1. HeLuechtHeLuecht

      Du kannst dort ja ganz einfach verlinken.

      P. S. Gibt es dafür ein Essen beim Griechen?

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  17. GVGV

    Essen? Kaum, wortspieler hat ja noch nicht mal sein Bier bekommen…
    Verlinken geht natürlich, hab ich ja auch schon.
    Direkt Kopie ist allerdings deutlicher, wird von allen gelesen und transportiert zudem noch eine Botschaft; ein wenig Solidarność schadet nicht.

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  18. WORTSPIELERWORTSPIELER (Beitrag Autor)

    knapp 1,5% (!) der HSV-mitgliedschaft wählte am heutigen samstag nicht marcell jansen zu ihrem präsidenten, sondern wählte respektive kaufte – ein weiteres mal – hoffnung in die zukunft. doch obacht, denn diese ist endlich…

    p.s. the prognose becomes true…

    Meine Prognose: Hunke wird seine Kandidatur spätestens nach seiner Rede und vor der Wahl zurückziehen. Niemals wird JH das Opfer bringen, dem e.V. für drei Jahre zu dienen, um nochmal Profifußball-Luft zu schnuppern. Dass er ohnehin keine Chance hat, gewählt zu werden, weil das frühere SC-Stimmvieh längst weitergezogen ist, hat dabei nur unwichtigen Charakter.

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