Carl Edgar Jarchow – Wenn der Falsche Kritik übt!

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Der Aufschrei in der Fangemeinde war groß heute Morgen. Die Wellen schlagen hoch.

‘Gardinen Eddie’, ‘der mit der Goldkante’, ‘Schnarchow’ – der ehemalige, vor der Ausgliederung letzte Vorstandsvorsitzende, einer der (vermeintlichen) Totengräber des Hamburger SV hatte sich in einem Interview mit dem Hamburger Abendblatt nach langer Presse-Abstinenz zur derzeitigen Lage in seinem Verein geäußert und massive Kritik geübt.

“Ausgerechnet der so erfolgreiche Vorsitzende Carl Jachow meldet sich zu Wort und erteilt Ratschläge!”

“Jarchow, wer ist das eigentlich. Muss man dessen Blödsinn kommentieren? Nein! Den sollte man wenigstens im HSV Zusammenhang nicht mehr erwähnen.”

“Meine Meinung zum Jarchow Interview. Selbst nichts geschieten bekommen und dann klug kaggern.”

“Jarchow soll sein Maul halten. Eine Unverschämtheit, dass diese Blinse sich äussert. Nur Zeroperformer überall.”

So oder so ähnlich lauteten die meisten Kommentare.

Ginge es also danach, dürfte sich niemand mehr zu Wort melden, der sich jemals beim Hamburger SV in Amt und Würden befand.  – Das wäre zwar durchaus angesagt, bliebe jedoch ein frommer Wunsch –  Kein Jürgen Hunke, kein Dr. Klein, kein Ernst-Otto Riekhoff, ja nicht einmal ein Uwe Seeler dürfte sich jemals wieder zu Wort melden, denn sie alle haben, jeder auf seine Art und Weise, eklatante Fehler begangen, die den HSV an den Rand des finanziellen Ruins geführt haben. Genau wie Carl Edgar Jarchow selbst. Und auch ein Alexander Otto kann sich durch seine Campus Spende nicht von einer (Mit)Verantwortung für die Misere des HSV freikaufen. Aber das ist eine andere Geschichte.

Zu den eigentlichen Inhalten des Interviews, den (berechtigten) Kritikpunkten die Carl Jarchow anspricht, wird sich hingegen nicht oder kaum geäußert:

Da kommt der Mann hinter der Gardine ja ganz steil aus der Kurve und die Gardine bebt förmlich. Super Jarchow ist erschienen. Der Retter der Witwen und Waisen. Aber recht hat er leider auch.

Ist CEJ jetzt ein Pester!!! Zugegeben, aus seinem Munde klingt das jetzt zwar merkwürdig, aber letztlich fasst er nur jene Dinge zusammen, die für jeden nicht komplett Blinden längst offensichtlich sind und hier sowie anderen Ortes bereits längst und ausgiebigst kritisiert wurden.

Jarchow hat das Geld für die Campus Anleihe versenkt und auch sonst nicht wirklich etwas gebacken bekommen. Aber, das ist hier und jetzt auch egal, nicht weil die 17,5 Millionen im Vergleich zu dem, was seit der Ausgliederung (vorwiegend von Dietmar Beiersdorfer aber inzwischen auch von Heribert Bruchhagen) an Geld verbrannt wurde Peanuts wären, sondern weil es nichts daran ändert, dass ‘der ADO Mann mit der Goldkante’ inhaltlich richtig liegt. Nur weil der ‘Falsche’ die Kritik äußert, wird sie nicht falsch oder unberechtigt.

Was sind die Kritikpunkte?

  • Es wird immer weiter gewurstelt, immer neues Geld aufgenommen.
  • Der HSV ist von Kühne abhängig.
  • Kühne greift ins operative Geschäft ein
  • In der Konstellation finden sich keine strategischen Partner
  • Es wurden keine Schulden abgebaut, sondern neue gemacht.
  • Sportlich hat sich nichts verbessert
  • Es gibt keine solide Mannschaft mit Spielern aus dem eigenen Nachwuchs.
  • Spieler sind überbezahlt, werden wie Sauerbier angeboten, aber man bekommt sie nicht verkauft.
  • Das Gehaltsbudget liegt über 50 Millionen Euro und damit außerhalb der DFL-Vorgaben.
  • Viele Fans denken, wir werden schon irgendwie durchkommen. Es gibt ja wieder Geld von Kühne. Keiner fragt, wo das hinführt.
  • Die Anteile sind zu günstig veräußert worden, der HSV zu schlecht bewertet im Vergleich zu Hertha oder Stuttgart

um an dieser Stelle nur einige zu nennen.

Da kann man nur sagen: “Ja, der Mann hat recht!”.

Die entscheidende Frage aber ist doch, WARUM kommt dieser Mann gerade jetzt mit seiner Kritik aus der jahrelangen Deckung hervor und WARUM bietet ihm das Hamburger Abendblatt jetzt die notwendige Plattform?

Nun, da wird man recht schnell im Interviewtext fündig, nämlich bereits in der Überschrift. Es geht um die Besetzung des Aufsichtsrates.

Im Herbst stehen Aufsichtsratswahlen an und Carl Jarchow schickt sich schon einmal an klarzustellen, dass man mit den derzeit amtierenden Aufsichtsräten ja wohl kaum weitermachen könne. Insbesondere der Kühne Vertraute Karl Gernandt bekommt dabei sein Fett weg (nicht dass ich das als ungerecht empfinden würde in Anbetracht der Reihe von leeren Versprechnungen, die er während seiner Amtszeit gemacht hat). Er sei nicht mehr tragbar, wie überhaupt eigentlich niemand außer Dr. Peters, der ja erst später dazu gekommen sei.

Was also bezweckt Jarchow mit diesem Interview? Eröffnet er bereits jetzt den heißen Herbst im Vorfelde der Wahlen zumNeubesetzung des Aufsichtsrats? Ist das der Beginn einer neuen Bewegung, einer neuen/alten Opposition. Wer formiert sich da und bringt sich in Stellung?

Das sind die eigentlich entscheidenden Inhalte und Fragen dieses Interviews, nicht die läppischen Kritikpunkte aus dem Munde eines selber in verantwortlicher Position Gescheiterten.

8 Kommentare

  1. HetschfongHetschfong

    Was tatsächlich bezweckt wird ist mir und vielleicht auch eigentlich egal. Denn wir haben bisher alle Fraktionen in Verantwortung beim HSV scheitern gesehen. WIr hatten jetzt die letzten Jahre ein AR der dem VV und vor allem dem “Investor” folgte. Demzufolge kann es nichtmal verkehrt sein und etwas Natural Balance weider herzustellen, also eine Fraktion zu installieren , welche nicht Kühne hörig devot um Geld bettelt und ein “Weiter, Immer so Weiter” als einziges Konzept verkauft. Schauen wir zu dem BVB und haben Kloppos Interview der letzten Wochen mit Erwähnung des BVB und damaliger Situation im Kopf als er zu heutigen Transfers befragt wurde, dann wäre doch genau jetzt der Zeitpunkt gekommen mit jungen Wilden einen wirklich gemeinten Anfang zu starten als unbedingt ein Müller halten zu wollen. Genau an diesem Punkt muss man Harchow ausdrücklich Recht geben. Wurde es bereits in der Vergangenheit versäumt Spieler wie Tah zu halten, dann darf dies nicht wieder bei einem Arp passieren ohne diesem wirklich befriedigende und faire Chancen eingeräumt zu haben sich beweisen zu können. Aber…wenn ich 3 Mio Gehalt für Wood sehe, dann scheint der neue Struth Schützling ja eigentlich unabdingbar gesetzt zu sein als erster Stürmer oder wie will man solches Gehalt sonst rechtfertigen? Wohl nicht mit Platz auf der Bank! Deswegen ist weiterhin zu befürchten , das Arp und Co. die Local Player Regeln erfüllen aber nicht dauerhaft Ihre Chancen bekommen.

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    1. HeLuechtHeLuecht (Beitrag Autor)

      Es gibt hier eine Editierfunktion. Zumindest 5 Minuten lang kann man nach dem Absenden eines Kommentars auch noch das eine oder andere korrigieren. ;-)

    2. HetschfongHetschfong

      Ich halte es wie Bob Dylan, meist im ersten Take auch wenn es nicht perfekt ist und dann andere perfekt covern ! :-)

  2. WORTSPIELERWORTSPIELER

    Ich für meinen Teil brauch(t)e keinen Carl-Edgar Jarchow, der mir die Augen öffnete. Damit fängt das Elend dieses unfasslich unkritischen Interviews von Alexander Laux des Hamburger Abendblattes an. Die kritischte Stelle des Pamphletes begann mit

    Pardon, Sie haben das auch nicht geschafft während Ihrer Amtszeit

    Was für eine journalistische Farce. Wenn CEJ das als Pressemitteilung herausgegeben hätte, dann wäre das ja plausibel gewesen, aber offensichtlich hat CEJ zu einer Presserunde eingeladen. Es gibt jedenfalls weitere Interviews in anderen Medien zu dem Thema.

    Kein Wunder: Dass der Zeitpunkt von CEJ – wenige Wochen vor der der Bennenung der AR-Kandidaten – nun ganz sicher kein Zufall ist und nun als Anfang einer Medien-Offensive der Supporters-Clique zu verstehen ist, ist ein offenes Geheimnis. Da hat der ehemalige “Interims”-Vorstandsvorsitzende einmal soviel Verantwortung übernommen wie in allen jahren seiner Amtszeit nicht. Das nennt man wohl “Positionieren”.

    In diesem Zusammenhang Gruß an alle “Plusser”, die es ja nicht begreifen wollten, was für unfassliches Instrument dieser “Beirat” sein werde – nicht könnte.

    “Ja, hinterher kannst Du natürlich klugscheißen, WORTSPIELER. Typisch.”

    WORTSPIELER sagt:
    4. September 2013 um 15:12 [ bei “Matz ab” ]
    noch einmal: bei „HSVplus“ gibt es zwei statt einem rat. die anzahl der personen, die im aktuellen aufsichtsrat zurecht für zu hoch befunden wird, wird auf zwei gremien aufgeteilt, die zudem erneut nahezu ausschließlich von den fans (!) bestimmt / gewählt werden…! das elend wird nur verlagert und aufgebläht. ein zusätzliches gremium birgt zudem die alten gefahren wie „maulwürfereien“, klüngeleien und manipulationen aus gründen neids, missgunsts und/oder retourkutschen. dass zudem der SC-chef soviel einfluss erhalten soll, der den jetzigen sogar übersteigt, macht das ganze nicht erträglicher. die fans müssen raus aus allen entscheidungen der profiabteilung. DAS ist das problem. nichts anderes.

    […]

    dein wunsch nach qualifikation ist korrekt und richtig wie wichtig, nur wird er durch „HSV-plus“ nicht eher erfüllt als bei den bisherigen strukturen. im gegenteil: amateuer und SC haben mehr einfluss denn je und garantieren keineswegs „qualität“ und/oder „qualifikation“ durch ihre (aus-)wahlen. im gegenteil, denn „raute im herzen“ interessiert bei der arbeit in einem lizenspielerverein nur peripher. diese denke hat den HSV dort hingeführt, wo er gerade steht – und damit ist weniger der tabellenplatz gemeint.

    WORTSPIELER sagt:
    4. September 2013 um 15:45 [ bei “Matz ab” ]
    @bopsi (15:29 Uhr)
    die vernetzung zwischen EV und AG über den SC-chef und/oder über MV-gewählte leute ist doch auf alle (!) gremien verteilt. klüngel, ick hör dir trappsen…!

    WORTSPIELER sagt:
    3. September 2013 um 18:39 [ bei “Matz ab” ]
    […]

    „HSVplus“ ist also – nach ansicht des videos – nur eine verlagerung der entscheidungsgewalten seitens der fans…! mit „schwarz-weiß-blauem blut“ [ btw: erstaunliche aussage, wo die vereinsfarben doch „blau-weiß-schwarz“ lauten ] und der „raute im herzen“ sollen die protagonisten also auch in zukunft von den fans ausgewählt werden. dies wird aber auch auch in zukunft nicht dafür sorgen, dass tore geschossen werden und sicher auch nicht, dass spieler gekauft werden können, die dieses erledigen…!!! von europäischen ehren und meriten ganz zu schweigen.

    ich sehe jetzt nicht, dass der neue beirat – u.a. bestehend aus dem SC-chef sowie „ehren- / verdienstvollen HSVern“, die u.a. vom SC-chef (!) ausgewählt werden – vernünftigere entscheidungen treffen kann und wird als der jetzige AR, da sich die schlinge doch immer wieder um die PERSONEN, die die ämter bekleiden, ziehen wird. der einfluss des SC-chefes ist gemäß „HSVplus“ doch sogar vergößert, wenn der selbige sich mit dem „vorsitzenden der amateure“ und dem „ehrenratsvorsitzendem“ die vier weiteren protagonisten des siebenköpfigen beirates aussuchen darf. die macht des SC wird größer – nicht kleiner. vom davon ausgehenden klüngel ganz zu schweigen, denn die aussage im video ist ja selten lächerlich:

    „der hochkarätig (!) besetzte beirat und wahlausschuss stellt sicher (!), dass nicht irgendwer zur präsidentenwahl antritt, sondern männer und frauen mit sachverstand…“

    das „beileid“, äh, der beirat wachte zudem auch über die finanzen des vereins.

    es wäre ja auf amateurebene noch alles „okay“, aber warum dieser – nennen wir das kind beim namen – SC-präsident dann auch im AR der „HSV AG“ sitzen muss, macht das ganze doch wieder unglaubwürdig und vor allem nicht besser. vielleicht mag man so die SC-leute für sich gewinnen, aber es wäre halt nur ein reförmchen, weil noch immer mitglieder bzw. fans vielzuviel einfluss hätten, der ihnen nicht zusteht.

    die begründung für die ausgliederung von EOR und seinem team ist zudem irreführend, da es auch mit der „HSV AG“ keine garantie gibt, den „HSV professioneller in den internationalen fußball zu führen“ (o-ton). hier wird suggeriert, dass die ausgliederung das allheilmittel und fortan die CL an der sylvesterallee anklopfte…!

    ich selbst bin „pro: ausgliederung“, aber unter dem gesichtspunkt der besseren vermarktung und des ausbleibens von fan-bestimmung. so wie sich das EOR-projekt darstellt, wird der SC bzw. der SC-chef mindestens genauso viel einfluss – eher mehr als jemals zuvor – haben, wie es dem HSV schädlich ist, da der SC-chef einfluss auf sämtliche gremien des „neuen“ HSV haben wird. à propos „NEU“, die verknüpfung der ausgegliederten profiabteilung („HSV AG“) mit dem gesamtverein („HSV e.V.“) bringt letztlich nur ein gremium mehr, das mitentscheiden kann. die anzahl der räte würde nur auf beirat und aufsichtsrat verteilt. die anzahl an potenziellen gegnern bliebe letztendlich für die hauptverantwortlichen der profis gleich – und somit auch die gefahr für neid, missgunst und andere störfeuer aus den reihen des SC und der mitgliedschaft.

    ja, das video ist anschaulich und für viele greifbar, doch werden die probleme des HSV – allen voran das personal – damit nicht aufgefangen. und noch einmal: der SC bzw. SC-chef gewönne an macht, was nun einmal das grundübel des HSV ist, dass fans mitbestimmen und nicht profis.

    ergo mein vorschlag: ausgliederung mit 24,9% möglichen anteilsverkäufen ohne mögliche ausweitung aufs maximum (stichwort: „50+1“) ohne weitere satzungsänderungen. präsidium mit 4 personen: 2x wirtschaft. 2x sport, davon ein medienprofi, der die kommunikation innerhalb und außerhalb des HSV steuert. dazu einen AR mit 6 personen, dessen vorsitzender doppeltes stimmrecht bei pattsituationen hat. drei AR aus der MV-gewählt – von mir aus auch ein „supporter“-vertreter. zwei AR ergeben sich aus den anteilseignern. der letzte AR ist der jeweils letzte VV oder sein stellvertreter. die mitglieder / fans kümmern sich fortan um repräsentation des vereins und versuchen ihre ureigenen p(y)robleme in den griff zu bekommen.

    http://hsv-blog.abendblatt.de/2013/09/03/lasogga-van-der-vaart-rieckhoff-und-co/comment-page-1/#comment-849564

    Meine Haltung bleibt vom Inhaltlichen der CEJ-Thesen völlig unberührt. Ein derart gescheiterter Vorstandsvorsitzender sollte voller Demut, dass ihm eine – für mich nach wie vor nicht verständliche – Entlastung einer vollkommen paralysierten Mitgliedschaft zuteil wurde, lieber keine öffentlichen Äußerungen mehr tätigen.

    Ich bin zudem verwundert, dass nun diejenigen “Hurra” schreien, die sich beim ersten Interview von Dietmar Beiersdorfer oder den ehemaligen Wunderkickern à la Stefan Schnoor stets echauffieren, was sie denn zum Besten zu geben hätten, wobei sie selbst nichts uaf die Kette bekamen.

    Nun denn, man muss meine Haltung ja nicht teilen, aber das Goutieren und Beklatschen der CEJ-Aussagen wird abermals von Doppelmoral geprägt, die den HSV zu dem macht(e), was er ist…!

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    1. HeLuechtHeLuecht (Beitrag Autor)

      Es ging mir auch nicht darum, ob du jemanden brauchst, der dir die Augen öffnet, sondern darum festzustellen, dass ein großer Teil der Fans/Kommentatoren mit unterswchiedlichem Maß misst. Dass es den Meisten in erster Linie darum geht, wer etwas sagt und nicht darum was gesagt wird.

      Im Übrigen ja auch eine Erfahrung, die du regelmäßig machen durftest und darfst.

  3. ThomasToll

    Was will diese Pfeife uns erzählen, was selbst Kleindoofie mit Plüschohren längst erkannt hat?
    Zudem aufgrund seiner Amtszeit eigentlich nicht mehr berechtigt irgendetwas zum Besten zu geben, was den HSV betrifft. Es passiert natürlich trotzdem, weil Lobbies und Medien alles auf den Teller, was irgendwie nicht schmecken könnte. Man weiss ja nie wofür es mal gut ist.

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  4. ludewigo48

    Im Zusammenhang mit der von Herrn Jarchow vorgetragenen Thematik und den damit verbundenen Absichten verweise ich auf meinen Gastbeitrag ‘Der HSV braucht eine gute Verfassung’ und sage folgendes: Gäbe es eine solche Verfassung würden die in ihr festgelegten Anforderungsprofile in Sachen Amtsausübung für den HSV jedwede Initiative des ehemaligen Vorstandsvorsitzenden neue Ämter anzustreben unmöglich machen, da er die geforderten Voraussetzungen nicht erfüllen kann. Er besaß jene Qualifikationen, wie sie ein Vorstandsvorsitzender vor seiner Wahl oder Bestimmung auf der Grundlage einer geschriebenen Verfassung hätte vorweisen müssen, bereits seinerzeit nicht. So gesehen erfüllt eine rechtsverbindliche Verfassung eine Schutzfunktion, sie verhindert z. B. Missmanagement durch Fehlbestzung. Herr Jarchow wäre gut beraten, seine Wirkungsweise für den HSV kritisch zu hinterfragen und sich auf den Besuch von Spielen des Hamburger Sport-Vereins zu beschränken – damit würde er dem Verein einen guten Dienst erweisen, Einsicht ist der erste Weg zur Besserung, das gilt auch für all die anderen ‘Strategen’, die nach dem Wirken von Bernd Hoffmann und Katja Kraus die Geschicke des Vereins gelenkt haben. Scheinbar kannten sie die Gegend nicht und wurden glücklicherweise kurz vor dem Abgrund gestoppt. Für jene Herren um Jürgen Hunke und Carl-Edgar Jarchow sollte in leichter Abwandlung die These aus dem Boxsport Gültigkeit besitzen, die dann lautet: “Let them never come back!” Der HSV wird sich regenerieren. Ein langer, schwieriger Weg liegt vor dem Club, die ersten Meter hat der Verein bewältigt und die für die Konsolidierung so wichtige neue Saison liegt vor allen Verantwortlichen. Möge Gott den HSV davor bewahren, dass die Semiprofessionellen, die Hoffmann und Kraus die Loyalität schuldig blieben und sich von ihren Eitelkeiten leiten liessen, wieder zu einflussreichen Funktionsträgern werden und mit ihrem Dilletantismus den Club vollständig zu Grunde richten.

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  5. GVGV

    Moin, und morgen dann ein Didi-Interview, in dem dieser argumentiert: “Wenn in unveränderter Form meine Arbeit jetzt von einem Verwalter fortgesetzt wird – warum dann nicht wenigstens wieder vom Didi mit dem Rautenherzen und Stallgeruch?! Der hatte immerhin auch Visionen und einen großen Plan !”
    Zurück zu den Amateuren oder professionell verwaltet in den selben Abgrund; dem Abgrund ist’s doch gleich.

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