Damals hatte ich Peter Knäbel an meiner Seite!

Das ist nun nicht mehr der Fall. Nun ist Bruno Labbadia gänzlich alleine, im Stich gelassen auch von jenem Mann, der ihm eigentlich bis zum letzten Tag den Rücken stärken und mit ihm den Schulterschluss üben sollte. Dietmar Beiersdorfer hingegen trat zur gleichen Zeit als sich sien Trainer auf der Pressekonferenz den Fragen der zahlreich wie nie erschienenen Journalisten stellte bei Kühne & Nagel zum Rapport an. Angeblich zu einem turnusmäßigen Gespräch.

Doch zurück zu Bruno Labbadia und der heutigen PK. Es war ein schwerer Gang für den enteierten Coach, den er mit Bravour löste. Der Grund dieses Blogs ist es auch ausschließlich ihm hierfür Respekt zu zollen. Ich bin kein Freund von Bruno Labbadia, werfe ihm viele Fehler vor und mache ihn zu großen Teilen für das verantwortlich, was wir in den letzten Wochen auf dem Platz gesehen haben. Aber…es gibt eben auch immer eine menschliche Komponente und die gebietet ein Mindestmaß an Fairness.

Dieses Gesprür hatten heute auch die Pressevertreter, die zwar die unumgänglichen Fragen stellten, es aber unterließen Bruno Labbadia zu demontieren. Der Coach zeigte sich gut vorbereitet und souverän im Umgang mit den auftauchenden Fragen. Dabei wurde einmal mehr deutlich, dass Labbadia mit der Situation zwar professionell umgeht in dem er bei sich bleibt, versucht im Tunnel die notwendigen Maßnahmen zu treffen und Einfluss auf das zu nehmen, worauf er Einfluss nehmen kann. “Man begibt sich in einen Tunnel, das Gefühlsleben muss man rauslassen, das gehört zum Geschäft.”, er aber über einen Versuch die Mannschaft zu erreichen nicht mehr wirklich rauskommt. Entsprechend antwortete er auf die Frage ob er überhaupt noch eine Chance für sich sähe: “Darum geht es ja nicht, das nächste Spiel steht an. Wichtig ist dass die Mannschaft sich auf den Fussball konzentriert.” So spricht jemand, der weiß, dass seine Tage gezählt sind.

Auf die Frage, wie es ihm damit gehe bei dem Gespräch mit Kühne heute nicht dabei zu sein, bzw. nicht zu diesen Gesprächen eingeladen worden zu sein, entgegnete Labbadia, eer sei schon in relativ vielen Themen drin, da müsse er sich nicht auch noch um die Finanzen kümmern. Und just als ich das hörte, fiel mir sofort wieder Thomas Tuchel ein und sein ‘Ich sollte dort mehr als nur Trainer sein’. Bruno Labbadia war und ist noch beim HSV mehr als nur Trainer, er ist der Einzige der genügend Eier hat sich zu stellen, er ist lange Zeit an vorderster Front zur Stelle gewesen, wo andere sich versteckt haben, er war Pressesprecher, Buspräsentator, Trainer, Mutter der Kompanie und und und… er hat sich letztlich dabei verschlissen. So verschlissen, wie es vorhersehbar war und vorhergesagt wurde.

Ich möchte in diesem Zusammenhang einen älteren Kommentar vom Wortspieler aus dem Matz Ab Blog zur Verdeutlichung einstellen:

WORTSPIELER sagt:
13. September 2015 um 19:56

sehr geehrter herr labbadia,
sie sind ein tausendsassa. ein echtes zirkuspferd. die tanzen auf allen hochzeiten. gleichzeitig und das seit wochen und monaten. wie lange mag das noch gut gehen…? wird es wieder den labbadia’schen sinkflug-effekt nach einem halben jahr höhenflug geben oder wie wollen sie „the trend is your friend, tomorrow, my friend“ dieses mal stoppen…?

sie kümmern sich seit beginn ihres engagements als trainer um alles. von A bis Z sind sie der macher beim HSV. direktoren noch und nöcher, aber sie trainieren öffentlich und unter ausschluss der öffentlichkeit. sie betreuen und bedienen die fans und auerhähne. sie haben dem geist von malente neues leben eingehaucht. sie haben beim HSV lange vermisste basics geschaffen, die dem HSV jahre lang verlustig gingen: die „kompaktheit“ wurde reanimiert. eine „mannschaftliche geschlossenheit“ stand nicht nur auf dem papier – und das ganz ohne paddeltour in schweden. sie haben die sportlichen ressourcen genutzt, die es hier gibt und gab. die haben den fußball nicht (neu) erfunden, aber sie haben das geschaffen, was ein knappes dutzend übungsleiter zuvor nicht schaffte: glaubwürdigkeit.

sie wurden seit dem beginn ihres himmelfahrtskommandos sträflich alleine gelassen. die beklagten sich zu keiner zeit. immer wieder lebten sie einsatz, moral und „glaube, liebe, hoffnung“ vor. bis zum erbrechen. sie lebten ihre aufgabe. sie investierten unglaublich viel energie. sie waren kurz vor dem kollaps – und das nach nur wenigen spieltagen und einer kräftezerrenden relegation. sie schafften das unmögliche. und das ganz alleine. ihre oberen versteck(t)en sich stets hinter ihnen, sie aber kämpften an vorderster front. sie hatten einen plan. hierfür kann man nur den hut ziehen, denn pläne sind rar in hamburg.

nach erfolgreicher projektgestaltung (klassenerhalt) hätten sie urlaub verdient gehabt, doch sie wirbelten weiter. an allen fronten. auf allen kanälen. wieder wurden sie alleine gelassen. die mussten nicht nur sportliche stellschrauben neu justieren, sie umbruchten als erster HSV-verantwortlicher seit u(h)rzeiten…! sie machten zudem die gesamte öffentlichkeitsarbeit, weil alle anderen hierfür verantwortlichen protagonisten scheiterten. sie übernahmen die komplette kaderplanung für die neue saison, weil ihre vorgesetzten und (trainer-)vorgänger keinen plan, keine ideen hatten. sie mussten ihre vorstellungen nicht nur in den ring werfen, sondern auch durchboxen. trotz widerständen von „oben“ und von „ganz oben“…! sie waren zudem pressechef, sportdirektor und trainer in personalunion. doch sie sind doch noch längst nicht ausgelastet: sie werden nun auch noch als marketingmann an die front geschickt. sie übernahmen auf der PK die (notwendige) PR-arbeit bei der vorstellung des MANschaftsbusses. sie sind der schlechteste „nein“-sager der HSV-geschichte.

sie sind das gesicht des HSV 2015. alle anderen (hochbezahlten) kräfte benutzen sie. und ihre kräfte werden schwinden. diese schlagzahl können sie nicht halten. passen sie auf, dass die leute, die sie jetzt noch protegieren, nicht den schneid haben, sich selbst zu hinterfragen, sondern sie in frage stellen werden, wenn ihre (!) ureigene euphorie-welle abebbt. man wird ihnen anlasten, dass sie vom ursprünglichen konzept (nachwuchs & co.) abwichen. man wird ihnen anlasten, dass sie sich in zu vielen aufgaben verzettelten. man wird ihnen anlasten, dass sie nicht „nein“ sagen konnten. man wird ihnen anlasten, dass sie ihre eigenen vorstellungen über die des HSV stellen wollten. man wird ihnen nicht danken. sie werden nur bei den fans – selbst den kritischen und äußerst witzigen, die ihnen jetzt attestieren, sie hätten „gelernt“ – das erreicht haben, was sie sich durch „harte arbeit“ (gruß an „thofi“-fee & pietkühne) bewirkt haben: RESPEKT. sie sind ein ehrlicher arbeiter. sie sind das, was die vorstände und direktoren beim HSV nicht (mehr) sind. sie sind ein ehrlicher fußballer. sie schaffen identifikation – mehr als alle anderen zusammen.

mit sportlichen grüßen
WORTSPIELER

Nun, nach dem Bauernopfer Peter Knäbel, der damals noch loyal und unterstützend zur Seite stand ist jetzt das zweite Bauernopfer fällig, der Trainer muss weichen, damit der Vorstandsvorsitzende seinen Kopf noch einmal aus der Schlinge ziehen kann. Auf der vermeintlich letzten Pressekonferenz da die Contenance zu bewahren, die persönlichen Dinge bei allem verständlichen Schmerz und auch einer gehörigen Portion Wut beiseite zu lassen, ja das nötigt mir großen, größten Respekt ab. Dafür Danke Herr Labbadia und danke auch nachträglich an Peter Knäbel. der das Tat, was ein Sportdirektor tut. Zu seinem Trainer stehen, bis zur letzten Minute.

14 Kommentare

  1. Dylan1941Dylan1941

    da wird sich bruno freuen….aber du wandelst auf scholzen spuren mit deinen post rippen :-) war das macbook abgestürzt?

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    1. HeLuechtHeLuecht (Beitrag Autor)

      Es ist nun mal ein guter Kommentar von Worty, der heute exakt passt und auf den er vorhin im Chat ja auch nochmals hingewiesen hat. Was Herr Scholz gerippt oder gestrippt hat weiss ich nicht, ist mir jetzt auch egal, weil ich jetzt Pauli die Daumen gegen Olic drücke.

  2. ky

    Ganz groß, HL, so geht man mit guten Leuten um.
    Ich war ganz am Anfang mal ein “Fan” der Wiederverpflichtung von BL, weil ich mich sehr gut erinnern konnte, dass der HSV niemals besser gespielt hat als in der Hinrunde 2009/2010. Mit F. Rost, mit Elia, Petric, Guerrero etc. Aber vor allem mit dem besten 6er ever – Ze Roberto. Damals konnte man den amtierenden Meister – VFL Wolfsburg – in deren Stadion überzeugend 4:2 besiegen, die wiedererstarkte Borussia 4:1 aus dem Volkspark schiessen, und war bis Spieltag 13 punktgleich mit Leverkusen, als 2.ter in der BuLi… Dann wurde Elia in Mainz von Mile Noveski zusammen getreten, und Mladen Petric brauchte einen neuen, besser dotierten Vertrag… Das unwürdige 1:5 in Hoffenheim in der Rückrunde brachte Labbadia damals entgültig ins Straucheln, da spielte die Mannschaft gegen den Trainer, wie zuvor schon in Leverkusen geschehen (damals war der gesamte Spielerrat angeblich bei Callmund/Völler, um die Ablösung des Trainers zu verlangen). Bruno ist ein guter Motivator, aber seine taktischen Defizite kann ein Eddy Sözer nicht auffangen :-) Erinnert mich an die WM 2006, wo Klinsi die Sprüche machte, und Löw und Siegenthaler die Mannschaft einstellten.

    BL, alles Gute, und danke für die Rettung, aber Eddy Sözer mag ein guter Freund sein, aber als Co-Trainer nicht bundesligareif.

    Das ganze Unglück hat der Innenverteidiger mit HWP-Studium und KPMG-Assistenzjob angerichtet, der fränkische Zauderer, der ein netter Mensch sein mag, aber für eine Führungsposition in einem 100 Mio. Unternehmen so geeignet ist wie Stevie Wonder als Caddie von Martin Kaymer.
    Und der nicht einmal wirklich “Eier zeigt”, sondern wie ein Beamter an seinem Posten klebt – schade, vor allem für Alle, die glaubten, nach HSV+ und den unsäglichen Jarchows/Ertels würde ein spürbarer Ruck den Dino wieder mit Leben erwecken…

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  3. Aradia

    Guten Morgen.
    .
    Zu Bruno von mir so viel.
    Er kam als keiner wollte.
    Er motivierte gut.
    Er hat den HSV erhalten.
    .
    Aber:
    :
    Keine Fortschritte.
    Hatte bei Transfers Mitspracherecht.
    ( Oder Presse hat gelogen.)
    Hielt an einem System fest.
    Gegner hatten/konnten sich darauf einstellen.
    Auswechselungen waren Glücklos.
    Hilft nicht weiter, also weg.
    Hat genug Geld verdient und findet sicher einen anderen Verein.
    .
    Schuld hat für mich der Vorstand.
    Auch er macht die gleichen Fehler.
    Jetzt sucht er jemanden, keiner von den Guten will und
    Bruno muss demontiert, machen.
    .
    Schade das dadurch der Fussball…..Nebensache wird.

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  4. Hallo

    Klasse, HeLuecht, dass Du in Deiner sympathischen Ehrenrettung für den gescheiterten und allein gelassenen Trainer noch einmal den geradezu prophetischen WORTSPIELER-Post vom September 2015 in Erinnerung rufst. Dem kann ich (fast) vollständig zustimmen. Doch vielleicht ist auch der als Übeltäter gescholtene Vorstandsvorsitzende (+ Direktor Profifußball) ebenfalls ein von Rollenzwängen, Intrigen und Abhängigkeiten überfordertes Opfer des gnadenlosen Systems „Bundesliga“?

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  5. ThomasToll

    Fairer Umgang wird beim HSV ohnehin nicht groß geschrieben. Es ist schon grob unfair den Trainer jetzt nicht direkt zu entlassen, die jetzige Situation hat Herr Beiersdorfer zu verantworten. Nur ein Amateur würde auf die Idee kommen den bereits abgesägten Trainer noch für ein Spiel auf die Bank zu bitten. Heraus kommt dann sowas.

    Allerdings hält sich bei mir das Mitleid für Herrn Labbadia doch arg in Grenzen. Fachlich ist er unterirdisch und da würde ich auch kein Haar an ihm lassen. Es war wie vorhergesehen keine gute Idee ihn über seine Rettungsmission hinaus zu beschäftigen. Bei allen Trainerstationen war es dasselbe Bild, eine kurze Phase, die speziell durch Motivation geprägt und getragen war, danach kommen die Mängel zum Tragen. Das Märchen, dass er damals in seiner ersten Halbsaison einen hervorragenden Fussball einstudiert hat, trage ich nicht. Das lag schlichtweg an den herrausragenden Protagonisten im Team, die noch nicht durch den Trainer entnervt waren. Mann kannte seine Verbohrtheiten, man kannte seine unlogischen Winkelzüge bereits, man wusste um seine Schwächen Spiele zu lesen und zu entwickeln, Stärken und Schwächen der Spieler zu erkennen. Er hat genau das abgeliefert, was zu erwarten war. Er hat den HSV zur schlechtesten Buli-Truppe des Jahres 2016 gemacht. Niemand wird uns weismachen können, dass sie das auch ist.
    Es darf einem bereits Angst und Bange werden, weil die nächste Patrone wieder nicht sitzen wird.

    Antworten
  6. Aradia

    Moin,
    .
    Bruno hat schon wieder verloren!
    Alle haben ihn lieb. ( Zumindest, die Medien. Fast alle meinen,
    dass man so einen lieben Bruno doch nicht raus schmeissen kann.
    Er hat doch nur 0 : 1 verloren!…….schnüff… )
    Hi….hi…geschieht den Medien recht.
    Sie müssen bestraft werden, für ihre Mitleids Kommentare.
    Schmeisst ihn raus.
    .
    Für die Fans, die Bruno so gern haben, schlage ich vor,
    dass er am Haupteingang an der Arena, zum abknutschen,
    hingestellt wird.
    .
    Zur sportlichen Situation.
    Es muss verändert werden.
    Unsere Stürmer zu zusehen schreckt ab.
    Was hat man da blos eingekauft.
    Ein Wood reicht nicht.
    Habe ich vor vielen Monden gesagt.
    .
    Man verlässt sich einfach darauf was die Berater anbieten.
    Und wenn die, der Meinung sind….die Können….werden
    sie verpflichtet.
    Ja und dann treffen die noch nicht mal ins Tor
    bzw. kommen noch nicht mal in die Nähe… :mrgreen:
    .
    Es ist wie im Theater.
    Vorhang auf…für die Didi- Aufführung.
    Dann:…nur der HSV.
    Vorhang fällt.
    Alle klatschen.
    Tschaka.

    Antworten
  7. ky

    Liebe “kleine Hexe”,

    wohl wahr.
    In einem anderem Zusammenhang – “Trump-Wahlkampf” – fiel irgendwo der Ausdruck emotionale Irrationalität.
    Bedeutet, dass starke Emotionen jedes faktische Argument überlagern.

    Alle HSV-Fans wollen ihren Verein wieder “siegen” sehen, aber die Wenigsten erkennen, was dafür notwendig ist.
    In einem einfachen Satz: Der Leistungsgedanke muss in die Vereinskultur wieder eingebracht werden, und zwar von ganz oben bis ganz unten (Zeugwart). Dafür sind andere Charaktere gefragt als Didi, Launi Wolff etc.

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  8. Aradia

    Moin ihr Lieben am Tag 1……nach Bruno.
    .
    Nun ist er da, der Neue.
    Frisch, erholt, und nach dem Motto…” Mal sehen ” ausgestattet.
    Einer, der die Jugend kennen soll und gerne mit ihnen arbeitet.
    Naja……
    Bruno hätte bestimmt auch gerne mit jungen Leuten gearbeitet
    wenn es sie gäbe, die jungen Ronaldos, Messis und Pirlos. :-)
    Aber die angespannte Situation der Tabelle lies es in Brunos Augen nicht zu
    das er experimentiert.
    Und so wird es Gisdol ähnlich ergehen.
    Auch er wird bewährtes spielen lassen.
    Natürlich wegen des kennen lernens. :-)
    .
    Bruno hat aufgezeigt, dass er mit den neuen Transfers nix anfangen kann.
    Er zeigte es mit seinen Aufstellungen.
    Das dies aber der falsche Weg war sei mal dahin gestellt.
    Die Alten brachten es ja auch nicht.
    Und so bleibt hängen, war sein System falsch?
    War das Training falsch?
    .
    Wir werden es jetzt bald sehen.
    .
    Und da neue Besen :lol: gut kehren wird es hoffentlich besser
    oder wird in einem Chaos enden.
    So oder so…….man ist auf den Titelseiten.
    .
    Gegen Bayern war es ein ganz gutes Spiel.
    Mir ist aufgefallen, dass gegen Gegner mit Spielsystemen
    als da wären, Dortmund, Gladbach usw. wir besser aussehen
    als die Kampfmannschaften die eng stehen und nur kontern.
    Das heisst wir sind nicht flexibel genug uns darauf ein zu stellen.
    Also alles Trainersachen.
    Oder können unsere Jungens das nicht?
    Hoffentlich wird das nun besser.
    .
    Moin ky,
    es heisst ja auch ” Liebe macht blind ”
    So geht es vielen HSV Anhängern und Schreiberlingen. :mrgreen:

    Antworten
  9. Mick

    Ahoi, ich hoffe ihr verzeiht mir, dass ich meinen Kommentar von gestern morgen aus dem Matz-ab-Blog hier auch vorstelle. Hier ist er wenigstens gleich zu sehen, dort muss ich gecheckt werden, weil ich keinem Verein angehöre und kein Smartphone (Fuckphone) besitze. Und Aradia sprach ja auch schon die Flexibilität an.
    Mick sagt 25. September 2016 um 10:20:
    Eine Sache ist auch nach dem Bayern-Spiel gleich geblieben: die Mannschaft des HSV richtet sich immer nach dem Gegner, anscheinend oft genug auch unbewusst. Ein guter Gegner macht sie besser, ein schwacher macht sie schwächer. Das heißt, diese Mannschaft hat kein Selbstbewusstsein! Und da spricht man von Herrn Labbadia als „Motivator“! Unfug. Diese strukturelle Unterwerfung schon mit dem Anpfiff ist die Grundursache des jetzigen Tabellenplatzes. Natürlich muss man sich auf den Gegner einstellen, aber das scheint ja den Spielern freigestellt zu sein, siehe Videoanalysen. Eine Einstellung auf den jeweiligen Gegener heißt eben, die Schwächen des Gegners aufzuzeigen und unsere Stärken zur Geltung zu bringen, sie auf dem Platz zu zeigen. Das ist während der Saison das Tagesgeschäft des Trainers, mindestens 80% des gemeinsamen Trainings muss dafür draufgehen, der Rest für immer wieder brauchbare Spielzüge. Gerade das gestrige Spiel zeigt, dass der Trainer absolut nicht imstande ist, aus der Mannschaft wirkliche Qualität, geschweige denn Das Beste herauszuholen.
    *
    Also das Dringendste ist ein neuer Trainer. Das kann schnell gehen.
    *
    Die verfahrene Vorstand-Aufsichtsrat-„Gönner“-Situation lässt sich nicht so schnell lösen. Die Aktionäre sind nur Besitzer der Fußball-AG. Nur? Ja, nur! Sie sind nicht die Bestimmer der Geschäfte. Ein Vorstand, der sich auf diese Art von „Beratung“ einläßt, die offenbar Herr Kühne installiert hat, hat seinen eigentlichen Job längst aufgegeben und ist zum Beamten geworden. Die wichtigste Eigenschaft eines Vorstandes ist Kreativität hinsichtlich des zu verantwortenden Geschäfts. Wenn er die nicht hat, oder sie nicht ausüben kann (oder will, vielleicht gefällt’s ihm ja so?), dann ist er fehl am Platz. So ein Job ist extrem schwierig, weil man sich die Regeln seines Handelns selbst erschaffen muss – und wir uns fast alle daran gewöhnt haben, nach bestehenden Regeln zu arbeiten. Man muss im Grunde nicht nur den richtigen Weg gehen, man muss diesen Weg selbst erst mal herstellen. Das in aller missverstehbaren Knappheit dazu. Die Konsequenz: wir werden noch viel Geduld haben müssen. Nicht mit den Phrasen eines Herrn Labbadia oder dem „Rumgeeiere“ eines Herrn Beiersdorfer, sondern mit der Situation, die sich leider nicht von heute auf morgen ändern lässt.
    *
    Aber wenigstens ein neuer Trainer lässt sich morgen installieren. Und das o.a. Grundproblem würde ein Herr Gisdol wohl besser angehen als es unser jetziger Trainer tut (tat).

    Antworten
    1. ky

      Mick,
      das ist eben der Unterschied u.a. zum BVB, wo ein HJ Watzke selbst Unternehmer ist (Brandschutzkleidung), und Herr Beiersdorfer nach einem HWP-Dünnbrettstudium (habe nebenan an der Uni HH studiert und kenne die HWP und deren “Leistungsfeindlichkeit” bestens) und einem Praktikum bei der KPMG (übrigens die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft des HSV…) nun mehr meint, er wäre ein erfahrener Manager… und sich u.a. immer drückt, wenn es unangenehm wird.

  10. HeLuechtHeLuecht (Beitrag Autor)

    Ach ky, elitäres WiWi Bunker Geschwätz. Der Bunker hat nur beschränkte Fachidioten hervorgebracht. Wenn die Leute trotzdem was taugen, haben sie das woanders her.

    Antworten
    1. ky

      Dann warst Du wohl auch an der HWP? :-)
      Im Ernst, HL, was qualifiziert Herrn Beiersdorfer für den Vorstandsvorsitz eines 100 Mio.+ Unternehmens? Welche Erfahrung hat er mit der Führung von über 350 Leuten? Welche Erfahrung mit der dringend notwendigen Sanierung eines mit 93 Mio. Euro Verbindlichkeiten belastenten Unternehmens?
      Reicht es da, Innenverteidiger gelernt zu haben und später mit einem “minderwertigen” Aufbaustudium (Geld für eine Eliteuni hätte Herr Beiersdorfer sicher wohl gehabt) und einer Assistenz-Stelle bei der HSV-Wirtschaftsprüfungsgesellschaft sich die ersten Zusatz-Qualifiktionen zu verdienen?
      War er nicht in seiner erfolgreichen Zeit mit BH und Katja Kraus auch dadurch bevorteilt, ein hervorragendes Netzwerk vorzufinden (u.a. mit Bernd Legien als Scout BeneLux)?
      Was war danach? Wie lange und wie erfolgreich hat er in Salzburg und St. Petersburg gearbeitet? Das sind die Fakten.
      Und gucke ich mir sein Wirken seit Juni 2014 hier an, dann sehe ich keinen Ansatz zu sagen, irgendetwas wäre besser geworden.
      Ganz im Gegenteil – die Verbindlichkeiten sind gestiegen (nominal gleich hoch, aber es wurden knapp 14% der Anteile verkauft).
      Die Geschäftsstelle hat neue Direktoren bekommen (u.a. auch Schnittstellen-Manager, Legendenbetreuer…), 5 Trainer und 1 Spodi verschlissen…
      Und der Fußball, der hier in den letzten 2 Jahren gezeigt wurde, ist genau so dürftig wie zuvor. Ach ja, die Eintrittspreise wurden erhöht, und der Zuschauerschnitt sinkt. FAKTEN; FAKTEN; FAKTEN…

    2. HeLuechtHeLuecht (Beitrag Autor)

      Nee, war im Bunker ;-)

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