Der (etwas andere) Wochenrückblick – No. 10

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Zehn Wochen der etwas andere Wochenrückblick. Zehn Wochen in denen leider irgendwie nichts anders geworden ist, jedenfalls nicht beim Hamburger Sportverein. An diesem Wochenende hatte ich das “Vergnügen” dreimal mit dem HSV über die volle Distanz von 90 Minuten zu gehen. Samstag um 12 Uhr live bei Nieselregen und Gegenwind in Norderstedt mit der U19, dann um 15:30 wenigstens warm und trocken bei einem guten Burger die Profis im Champs in Schnelsen und heute nachmittag um 14 Uhr bei ungemütlichen 5 Grad an der Hagenbeckstraße die U23 mit “Starbesetzung”.

“Das Leben könnte so schön sein, müsste man sich jetzt nicht noch mit einem leidigen Thema beschäftigen, dem HSV. Dem Hamburger Sportverein und allen für ihn Verantwortlichen stünde ein derart kraftvolles Erwachen und der daraus resultierende Aufbruch ebenfalls gut zu Gesicht. Aber das bleibt Wunschdenken. Eher fallen noch Ostern und Pfingsten auf einen Tag.”
schrieb ich eingangs des letzten Wochenrückblicks nach einem Sonntag voller Sonnenschein, weil ich mich quälte überhaupt etwas über diesen (meinen?) HSV zu schreiben. Dummerweise, geht es mir nach den Erlebnissen dieser Woche und speziell dieses Wochenendes nicht anders.

Nun, es hat das Erwachen nicht gegeben. Warum nicht? Na, erwartungsgemäß sind Ostern und Pfingsten nicht auf einen Tag gefallen und der kollektive Dornröschenschlaf beim HSV hat sich fortgesetzt. Von Frühlingserwachen keine Spur, eher schon von vorgezogener Frühjahrsmüdigkeit.

Dennoch, noch hat der Patient HSV nicht das Zeitliche gesegnet. Insofern gilt mein

+ + + Dank an die unermüdlichen Helfer, die dem HSV die Illusion verschaffen, er sei noch am Leben

“Ohne Schützenhilfe wird dieser Hamburger SV in diesem Jahr die Klasse nicht halten können.” schrieb ich ebenfalls in der letzten Woche, nachdem ich bereits einen Dank nach Bremen und einen nach Leverkusen geschickt hatte. Mit dem heutigen Wochenrückblick, möchte ich gleichzeitig eine Tradition einführen, von der ich sehnlichst hoffe., sie möge bis Saisonende Bestand haben: Es ist die Tradition des “Schützenhilfe-Dankes-Schreibens”.

Bereits das zweite Dankeschön erhalten die Pharmazeuten aus Leverkusen. Da macht sich doch die alte Hamburg-Connection trotz aller Irritationen zwischen den Hanseaten und den Rheinländern positiv bemerkbar. Danke für ein freitägliches 4:0 gegen die Schwaben!!!

Letzte Woche konnten sie trotz zweier Tore von Alex Meier nicht in den Genuß meines Dankes kommen. In dieser Woche ist es aber soweit: der Dank geht an die Frankfurter Eintracht für ein klares 4:0 gegen Paderborn. Ein spezieller Dank an den “Hamburger Jung” Alex Meier, der mit seinem 1:0 die Schaaf-Truppe auf die Siegerstrasse brachte.

Dank Nummer 3 haben sich die Autobauer aus Wolfsburg verdient, die aus lauter Verbundenheit zum Ex-Verein ihres Meisertrainers Felix Magath einen weiteren Kontrahenten des HSV auf Distanz hielten. Das 3:0 gegen Freiburg hilft, obwohl ich zugeben muss, dass es mir für Freiburg leid tut, nicht nur wegen Christian Streichs Pressekonferenzen.

Am nächsten Wochenende können die Frankfurter in der “Schützenhilfe-Dankes-Schreiben-Rangliste” zu Leverkusen aufschliessen, sofern sie denn die Stuttgarter auswärts erfolgreich bekämpfen. Die Hoffenheimer dürfen sich für die an diesem Woche geschenkten drei Punkte im Spiel bei Paderborn erkenntlich zeigen. Und für die momentan etwas schwächelnden Augsburger sollte der Ausblick auf ein Dankesschreiben von mir genügend Kräfte freisetzen, um den Freiburgern in ihrem Dreisam(en)stadion die Suppe ordentlich zu versalzen.

An diesem Wochenende hat der HSV dank der Schützenhilfe jedenfalls nicht nur nicht an Boden verloren, sondern torverhältnismäßig sogar an Boden gewonnen. Unterm Strich haben also alle “Schützenhelfer” an diesem Wochenende hervorragende Arbeit geliefert.

+ + + Wenn der Elfmeter….oder mit HW4 0:1, ohne HW4 0:3…

Das kann man leider von den Hamburger Bundesliga-Akteuren wieder einmal nicht behaupten. 0:3 in Hoffenheim. Wieder einmal hat es eine deftige Niederlage gegeben, die auch in dieser Höhe völlig verdient ausgefallen ist. Es gibt nichts schönzureden. Den Elfmeter muß man so geben. Kein Vorwurf an Drobny, der am Ende einer Fehlerkette lediglich der Dumme war. Nach dem 1:0 war das Spiel in meinen Augen gelaufen, denn in der Vergangenheit war der HSV schon nicht in der Lage den Ball gefährlich nach vorne zu bringen, wie sollte dies erst mit einem Mann weniger gelingen. Die Entscheidung Joe Zinnbauers am Ende der Partie beim Stande von 0:1 noch einmal alles daran zu setzen ein Unentschieden zu erzielen halte ich persönlich für richtig, selbst auf die Gefahr hin, dann höher zu verlieren. So kam es dann ja auch.

Nun, der Trainer ist von den Medien ja bereits seit geraumer Zeit so positioniert worden, dass er nunmehr – nach einer Niederlage gegen Hertha – endgültig zum Abschuß freigegeben werden kann. Soweit dies gut zu heißen oder zu frodern möchte ich nicht gehen. Dennoch komme selbst ich nicht umhin mich einige Dinge zu fragen:

Wie kann man nach einem Platzverweis den einzigen Mann vom Feld nehmen, der in der Lage ist einen gescheiten Vertikalpass in die Spitze zu spielen (Mo Gouaida) und dafür einen ehemals Verbannten ohne Spielpraxis (Ivo Ilicevic) auf dem Feld lassen?

Wie kann man einen Spieler in den Kader berufen, der nach Ansicht der Ärzte nicht spielfähig ist? Ähnlich ist in dieser Hinsicht auch der Einsatz Valon Behramis in der letzten Woche zu bewerten?

Wie kann man einen Spieler in den Kader berufen, der sich in der letzten Woche in der U23 empfehlen sollte, in dem Spiel aber durch Alibiaktionen im Joggingtempo dafür sorgte, dass die U23 quasi 90 Minuten lang mit einem Mann weniger spielte (Julian Green)? Wie weit reicht da Klinsmanns Arm?

Ja, das wären nur einige der Fragen, die ich dem Trainer des HSV Josef Zinnbauer einmal gerne stellen würde, dennn davon auszugehen, dass die hochgeschätzten Hamburger Sportjournalisten auf eine derartige Idee kommen, ist ja müßig.

Joe Zinnbauers Plan gegen Hoffenheim ist nicht aufgegangen. Tief stehen und überfallartig in eins zu eins Situationen den Torabschluss zu suchen, wie dies im Training geübt wurde, hat nicht erst nach dem Feldverweis in der 20 Minute nicht geklappt. Der HSV ist in seiner Entwicklung stehen geblieben. Eine Entwicklung im Offensivbereich hat nach dem Trainingslager in Dubai und nach nun 8. Spieltagen in der Rückrunde im Wettkampf nicht stattgefunden. Dieses Manquo hat der Trainer zu verantworten. Selbst wenn im Training Ansätze vorhanden sein sollten, so gelingt es dem HSV nicht sich gegen andere Gegner als die eigenen Spieler durchzusetzen. Es ist an der Zeit einmal die Methodik zu überdenken, nach der den Spielern bestimmte Inhalte vermittelt werden sollen. Wenn eines klar ist, dann, dass die bisherige Methodik nicht gegriffen hat und darauf zu warten, dass der Knoten im vorletzten Spiel endlich platzt und bis dahin die “Schützenhelfer” die Arbeit machen zu lassen, wäre eine Kamikaze-Aktion.

Gegen Hertha müssen nicht nur drei Punkte her, sondern es muss auch eine Entwicklung sichtbar werden. Wenn nicht, muss gehandelt werden. So leid es mir persönlich für Joe Zinnbauer tut. Oder aber, man kommuniziert klar, dass man mit Joe auch in die 2. Liga geht und dort zusammen mit ihm einen Neuaufbau beginnen will.

+ + +Beschäftigungs- und Fitneßprogramm für einen unterbeschäftigten Direktor Profifußball

Peter Knäbel, der ja während der Transferperiode II weitestgehend arbeitslos war, weil die entscheidenden Telefonate und Gespräche vor den getätigten Transfers vom Vorstandsvorsitzenden des HSV geführt wurden und er lediglich die Verträge mit Ashton Götz und Gideon Jung verlängern durfte, hat ein neues Betätigungsfeld zugewiesen bekommen.

Da Berhard Peters ja fast allen Trainern der U-Mannschaften die Zusammenarbeit zum Saisonende aufgekündigt hat, gibt es momentan ja einen akuten Trainermangel beimm HSV. Zukunftsplanung läßt sich mit Menschen, die weggehen, nicht realisieren. So trifft es sich gut, dass Peter Knäbel einen Trainerschein besitzt und sich um das Perspektivspielertraining kümmert. Angeblich soll das sogar dabei helfen, die Kaderplanung für die U23 voranzutreiben. Schade ist es dann nur, wenn die Spieler, die eine wirkliche Perspektive hätten, weil sie das Potenzial mitbringen und dies auch jede Woche in der zweiten Liga beweisen, vom Radar verschwinden und nicht zur Chefsache gemacht werden. Ach, ich vergaß, Chef ist ja ein anderer. Na, und der Vorstandsvorsitzende hatte ja im letzten Jahr immerhin mal eine SMS geschickt.

+ + +Karriere aus dem Chaos…

Das Chaos beim Hamburger SV kann für zwei Spieler allerdings das ganz große Glück bedeuten. Ashton Götz und Mo Gouaida haben beide von der chaotischen Entlassung und der anschließenden Berufung Zinnbauers profitiert und sind zu Bundesligaeinsätzen gekommen. Diese Einsätze haben nun die Begehrlichkeiten zweier Nationaltrainer geweckt.

Ashton Götz ist in den Fokus von Jürgen Klinsmann geraten und soll demnächst die US Boys auf der rechten Defensivseite verstärken. Mohammed Gouaida könnte demnächst für die tunesische Nationalelf um Afrika-Meisterschaften spielen oder gar bei Weltmeisterschaften antreten.

Beide wissen, dass sie dies ausschließlich Joe Zinnbauer zu verdanken haben. Ein anderer Trainer hätte sie wohl kaum bei den gezeigten Leistungen so schnell in das Bundesligageschehen geworfen. Wie auch immer es für Joe Zinnbauer beim HSV ausgehen wird. Diesen Erfolg für “seine Jungs” kann er auf jeden Fall verbuchen.

Ich wünsche den beiden, dass sie auf dem Boden bleiben und nicht abheben und natürlich wünsche ich ihnen auch viel Erfolg und eine tolle Nationalmannschaftskarriere.

+ + + und sonst so?

Sonst war es ein eher durchwachsenes Wochenende ohne Sieg für den Hamburger Sportverein:

Die U17 hat in der B-Junioren Bundesliga Nord/Nordost einen weiteren Achtungserfolg mit dem 1:1 beim Tabellendritten aus Wolfsburg feiern können und verbleibt damit mit 39 Punkten aus 21 Spielen auf Platz 4 in der Tabelle. Das Tor zum 1:1 Ausgleich für die Truppe von Trainer Thorsten Judt erzielte der kurz zuvor erst eingewechselte Nikita Bondar in der 74. Spielminute. So spielte die U17: Jakob Golz (T), Jonas Behounek, Niklas Thiel, Stephan Kofi Ambrosius, Christoph Schimming (74. Luca Brügmann), Florian Rogge (65. Nikita Bondar), Semih Halavurta, Christian Stark, Nikola Kosanic, Mats Köhlert, Khaled Mohssen.

Einen weiteren Beweis, dass die U19 des Hamburger SV in der A-Junioren Bundesliga Nord/Nordost gegen die starken Teams Siege einfährt und gegen Gegner aus den unteren Tabellenregionen Niederlagen kassiert, erbrachte das Spiel gegen den drittletzten Hansa Rostock. Die Rostocker tauchten in der 1. Hz dreimal vor dem Hamburger Tor auf und machten 2 Tore (8. und 45. Minute (Handelfmeter). Die Hamburger konnten gegen die konsequent im 4-4-2 kompakt und geschickt verteidigenden Rostocker keine ernsthaften Chancen erarbeiten und waren lediglich bei Freistößen und Eckbällen einigermaßen gefährlich. In der 2. Halbzeit erhöhten die Hamburger zwar den Druck, erzielten auch nach einem an ihm selbst verursachten Foulelfmeter von Melvin Krol in der 59. Minute den Anschlußtreffer, konnten aber aus ihrer Feldüberlegenheit auch nach zahlreichen Auswechselungen kein Kapital schlagen, so dass es am Ende bei einer 1:2 Niederlage blieb. (Ein ausführlicher Spielbericht gibt es hier).

Die U23 hatte an diesem Wochenende die Eintracht aus Braunschweig zu Gast und auf dem Papier bis auf Mo Gouaida wieder die Erfolgstruppe aus der Hinrunde auf dem Platz: Brunst, Götz, Kim, Adomah, Marcos, Steinmann, Mende, Derflinger, Arslan, Charrier und Brüning. Die Formation ließ einiges erwarten, enttäuschte aber erneut auf ganzer Linie. Insbesondere jene Spieler, die zuletzt mit den Profis trainierten, wußten (mich) am heutigen Tage nicht zu überzeugen. Zuviele Abspielfehler, keine klaren Aktionen und eine Menge Stockfehler (HW4 läßt grüßen) hätten gegen einen halbwegs starken Gegner zweifelsohne für ein erneutes Debakel gesorgt. Die Braunschweiger nahmen die GGeschenke allerdings nicht an und vergaben mehrfach kläglich, so dass es am Ende zu einem mageren 0:0 kam. Diese Remis bedeutet allerdings den ersten Punktgewinn überhaupt in der Rückrunde für die “Zwote”. Ob mit diesem Punktgewinn, die Talfahrt des Nachwuchsflaggschiffs allerdings gestoppt ist, wage ich in Anbetracht der vor nur 250 Zuschauern gezeigten Leistung zu bezweifeln.

Es war ja beim HSV zuletzt die Rede davon, eine Spielphilosophie zu etablieren und Joe Zinnbauer sagte noch in dieser Woche, dass man davon bereits in den einzelnen Mannschaften etwas sehen kann. Nun ich habe in der Tat in den drei Spielen, die ich an diesem Wochenende live und am Fernseher verfolgt habe erstaunliche Parallelen feststellen können. Torhüter, die lange Bälle nach vorne kloppen, Pässe, die nicht ankommen, Spieler, die sich nicht den Hintern aufreissen und nach einer Niederlage den Platz verlassen als wäre das alles überhaupt nicht interessant, Mannschaften, denen gegen mit einfachsten Mitteln verteidigende Gegner nichts einfällt, Spieler, die den Ball ins Tor tragen wollen anstatt auch einmal aus der Distanz abzuziehen, Spieler, die physisch schwach sich nur durch dumme Fouls auf Kosten von gelben Karten zu helfen wissen….

Die Art von Spielphilosophie war aber ja bestimmt nicht gemeint. Nun, ich möchte ja nicht zu negativ werden. Gut Ding will eben Weile haben und deshalb:

Zum Schluss noch die gute Nachricht des Tages: Der HSV steht auf keinem Abstiegsplatz und hält nach wie vor souverän Platz 15. Also…wir steigen nicht ab!

12 Kommentare

  1. SchbaggnSchbaggn

    Sehr geehrter Herr Luecht,

    Sie sollten ihrem gewählten Namen mehr Ehre dar bieten, in dem Sie mehr Gerüchte streuen und weniger Fakten bringen.

    Stichwort: „Schützenhilfe“ (+ + + Dank an die unermüdlichen Helfer, die dem HSV die Illusion verschaffen, er sei noch am Leben)

    Die Tradition des “Schützenhilfe-Dankes-Schreibens” aufrecht zu erhalten, grenzt an Blasphemie und Zynismus (je nach Weltregion frei wählbar). Ich bin, ob der gewählten Formulierung, zutiefst erschüttert.

    Stichwort „+ + + Wenn der Elfmeter….oder mit HW4 0:1, ohne HW4 0:3…“
    Stellvertretend, sehr geehrter Herr Luecht, möchte ich einen Satz in dem von Ihnen geschriebenen Absatz heraus picken. Ich zitiere: „Wie kann man nach einem Platzverweis den einzigen Mann vom Feld nehmen, der in der Lage ist einen gescheiten Vertikalpass in die Spitze zu spielen (Mo Gouaida) und dafür einen ehemals Verbannten ohne Spielpraxis (Ivo Ilicevic) auf dem Feld lassen?“

    Auch hier, geehrter Autor, verpassen sie ihren eigens verliehenen Nickname!!!

    Ich will mich nicht mit Ihnen streiten, mir geht es mehr um das CI (Corporate Identity). Auf dieser Ebene haben SIE eindeutig versagt.

    Hüstel…. inhaltlich jedoch muss ich Ihnen recht geben.

    Seit nun geraumer Zeit sehen wir keine spielerischen Verbesserungen. OK… die Defensive ist stabiler geworden (siehe Hoffenheim… krääächzzz…). Wenn der HSV zurück liegt (den Platzverweis lassen wir mal aussen vor… es geht hier um das Grundsätzliche), dann kann man das Stadion oder Lokal getrost verlassen. Der HSV bringt nach vorne NICHTS auf die Kette (gestatten Sie mir bitte diese Floskel).

    Die „Verbesserung“ des Kaders hat nur wenige Euronen gekostet … ‘tschulligung… ich habe gerade einen Hustenreiz… Hüstel…. aber nur wenig durchschlagenden Erfolg.

    Ich möchte mich hier nicht auf einzelne Positionen einlassen … z.b. würde ich „nie nicht“ über DD’s Hoolywoodreife Einwürfe diskutieren wollen. Gefühlte 2 Minuten dauert es immer, und die Einwürfe sind zwar weit, aber nicht verwertbar, oder kommen sogar direkt beim Gegner an.

    Überhaupt, wie schnell die Bälle verloren gehen, geht auf keine Kuhhaut, oder auf kein Spielsystem…. oh… ich verlasse gerade den ursprünglichen Tenor meines Kommentars.

    Was war der noch mal?
    Ach ja CI !!!!

    Sie, geehrter Herr Luecht, Sie machen Ihrem Namen keine Ehre, weil Sie die Wirklichkeit beschrei …Moment bitte, da fällt mir noch was ein…

    … wenn gegen Hertha nächsten Freitag kein DREIER eingefahren wird, dann ist JZ Geschichte!!!!

    So, was wollte ich noch sagen? Irgendwatt mit CI…. interessiert eh’ keine Sau.

    Antworten
    1. HeLuechtHeLuecht (Beitrag Autor)

      Nun Herr Schbaggn, ein He Lücht ist ja in dem Sinne kein “Lügner”, sondern eher ein Geschichtenerzähler, der ab und an mal ein wenig übertreibt und in seinen Übertreibungen dann nicht immer der Wahrheit so ganz verpflichtet ist.

      In der Tat wäre es durchaus verlockend, ab und an auch mal das eine oder andere Gerücht zu streuen. Das könnte durchaus interessant sein und auch eine “bevrijende” Wirkung haben. Dazu wäre allerdings ein Medium wie Twitter oder Facebook besser geeignet. Im Übrigen ist HeLuecht auch dort vertreten und wird dort künftig kurze News posten, die hier im Blog nicht erscheinen werden. Also ruhig mal bei “HeLuecht folgen” klicken (oben rechts!) und natürlich teilen und liken ;)

      Ich überlege aber auch noch…. HeLuechts Gerüchteküche??? … Hmmh, klingt eigentlich gar nicht so schlecht.

      + + + Heute CL-Achtelfinal Rückspiel HSV – Real Madrid
      Der Einzug in das Viertelfinale dürfte für die Hamburger nur noch Formsache sein, nach dem klaren 4:0 Hinspielerfolg durch den frühen Treffer von Heiko Westermann in der 3. Minute nach einem fulminanten Spurt und einer feinen Einzelaktion von Dnnis Diekmeier sowie dem lupenreinen Hattrick von Pierre-Michel Lasogga, der die Königlichen innerhalb von nur 8 Minuten abschoss. Dabei profitierte der Ex-Herthaner 2 mal von den genialen Pässen, des in überragender Spiellaune befindlichen Rafael van der Vaart, der seinen dritten Frühling bei den Hamburgern zu erleben scheint….

      Cool, das macht wirklich Spaß soetwas zu schreiben!!!

  2. Hallo

    Danke wieder für den aktuellen Wochenrückblick und auch dafür, dass Du in der vorigen Woche Deine Antwort zum Thema Nachwuchsspieler noch mit weiteren interessanten Informationen ergänzt hast. Prima, wie aufmerksam Du die HSV-Junioren verfolgst. Auf den angekündigten ausführlichen Spielbericht zur U19 freue ich mich schon.

    Antworten
  3. Totti61

    HeLuecht,

    danke für den Wochenrückblick. Wie immer super.
    Wenn der HSV nur annähernd so eine gute Leistung bringen würde wie Du hier, dann wären wir aus dem Gröbsten raus.

    Totti

    Antworten
    1. HeLuechtHeLuecht (Beitrag Autor)

      Dann sollte der HSV vielleicht auch vermehrt auf Amateure setzen. Die scheinen ja häufig die professionellere Einstellung zu besitzen. ;-)

  4. Flambo

    Danke HL, hast mir ja in manchem wieder so richtig aus der Seele gesprochen. Dabei hatten wir uns über das Spiel nicht mal unterhalten. ;) Und einen Sonderpunkt an Schbaggn! :)

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  5. HeLuechtHeLuecht (Beitrag Autor)

    Flambo, in der derzeitigen Lage braucht man sich schon gar nicht mehr unterhalten, um einer Meinung zu sein. Eigentlich heißt es ja, geteiltes Leid sei halbes Leid. In punkto HSV gilt allerdings wohl eher “geteiltes Leid ist doppeltes Leid”! So ist es schon nachvollziehbar, dass mehr und mehr Anhänger versuchen auf Distanz zu gehen. Schließlich hat man ja auch noch eine Verantwortung seiner Gesundheit gegenüber. Wir müssen ja nicht zusammen mit dem HSV untergehen. Es wäre schade um UNS.

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  6. ky

    Moin HeLuecht,

    mal wieder ein grossartiger Wochenrückblick – mit viel Akribie und Details, mit Substanz…

    Du hast recht – vielleicht sind engagierte Amateure doch besser als “satte” Profis, insbesondere bei den HH “Sportjournalisten”.
    Die Fragen bei der wöchentlichen PK könnten auch 10jährige Schüler stellen…. aber die würden – wie die meisten Kinder – eben auch noch nachhaken, wenn ihnen die Antwort nicht einleuchtet…

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    1. HeLuechtHeLuecht (Beitrag Autor)

      Moin ky,

      die Frage die sich mir stellt ist, wieso die Profis beim HSV “satt” sind?!

      Wenn ich mir die Äußerungen von Sebastian Schweinsteiger anschaue (http://www.focus.de/sport/fussball/focus-interview-schweinsteiger-jeden-tag-

      ueberrede-ich-philipp-zum-comeback_id_4347707.html), bleibt mir nur festzustellen, dass in Hamburg eine andere Spezies von “Profis” am Werk zu sein scheint. Andererseits sagte Schweini, dass Titel Hunger auf Titel machen. Abstiegskampf verdirbt offenbar den Appetit derart, dass man es vorzieht, gar nichts mehr zu essen.

      Ich wünsche Dir am Freitag trotzdem einen schönen Abend im Stadion. Unabhängig vom Spiel ist es toll mit 3 Generationen etwas zusammen zu machen. Das kann auch der HSV nicht trüben.

  7. ky

    Lieber HL,
    vielen Dank für die Wünsche zum Freitag. :-)

    Zum Thema”Satt” habe ich im September/Oktober 2014 mal einen ausführlichen Beitrag im HA-Blog geschrieben, er lautete “Schönste-Stadt-der-Welt-Virus”.
    Quintessenz war, dass es seit über 30 Jahren keine Leitkultur im HSV gibt, die wirklich kompetitiv ist. All die ganzen Sprüche und ihre Handlungen dazu.
    Anders ausgedrückt:
    Wir sind die 2.grösste Stadt Deutschlands, haben eine große Wirtschaftskraft und int. Unternehmen wie Philips, Unilever, Beiersdorf, Tchibo etc. in HH. Von den Standort-Faktoren könnten wir uns mit München messen, nicht mit deren Erfolgen in der Vergangenheit und Gegenwart, aber zukünftig. Man muss das nur als Ziel ausgeben: 2020 spielen wir mit BM und BVV um die Deutsche Meisterschaft. Punkt.
    Tja, und wenn die Werksclubs wie Wolfsburg und Leverkusen jedes jahr zig Millionen da reinballern (Schürrle in der Winterpause für 32 Mio. – unfassbar), dann würde ein starker HSV mit einem starken VV und einem starken Spodi und einem gewieften Mediendirektor da auch ständig an das Financial Farplay mahnen, denen auch mal gezielt Spieler wegkaufen, bessere Sppnsoren suchen, die Einzel-Vermarktung TV angehen (dann stünden Partien wie Wolfsburg – Hoffenheim mit einem 1/50-Wert einer Partie HSV-Werder).

    Aber erstmal muss ein Umdenken her. Credo: “Ich betreibe Leistungssport, weil ich mich mit anderen messen will, und ich will gewinnen, immer. Das das nicht immer sein kann/wird, ist mir klar, aber ich will es immer versuchen, immer.”
    Solange man sich mit “dabei sein ist auch ganz schön” zufrieden gibt, wird das nix.

    In München gibt es diese Denke, in Dortmund meistens, aktuell und schon seit Jahren bei Athletico Madrid (guter Artikel über D. Simeone heute sport1.de). Geil auf Erfolg sein, das wäre mal was, aber nicht Dino und Uwes Eisenfuß und Lotto mit Pape’s Klampfe, nee, nee, nee…
    “Tradition ist die Weitergabe des Feuers, nicht die Anbetung der Asche”. Gustav Mahler

    Antworten
    1. HeLuechtHeLuecht (Beitrag Autor)

      “Schönste-Stadt-der-Welt-Virus”. —- Ja, ich erinnere mich und glaube auch damals schon darauf hingewiesen zu haben, dass es der 2. größten Stadt Deutschlands in der Vergangenheit nie gelungen ist Spitzensport zu etablieren. Trotz der Wirtschaftskraft und der hier ansässigen renommierten Unternehmen.

      Geld wäre genug da, aber es wird lieber in andere Dinge investiert oder “gesteckt”. Unterm Strich ist es da häufig auch besser aufgehoben.

      Speziell der HSV hat es aber nicht geschafft vorhandene Spitzenleistungen dauerhaft und nachhaltig zu etablieren. Das war damals bei den Handballern so (jetzt mit dem gekauften Bad Schwartau Team ja auch schon wieder), setzte sich mit den Volleyballern fort (die erfolgreich wie kein zweites Team waren, Frank Mackerodt kann ein Lied davon singen) und geht über den Fußball weiter.

      So lange gestümpert wird, wird niemand sein Geld hergeben in Hamburg und selbst dann ist es in der Provinz wahrscheinlich wesentlich leichter, Gelder zu generieren.

      Erfolgreicher Fußball in Hamburg geht über die Neugründung eines Vereines à la RB Leipzig. 7 – 10 Mitglieder und dann geht es mit einem Plan los, der nicht wieder zerredet wird, sondern, der durchgezogen werden kann, weil man sich einig ist und professionell präsentiert.

      Erfolg ist geil! Beim HSV ist es schon geil, wenn man die Flaschen auf der PK öffnen darf. Alles eine Frage des Anspruchs. Meiner ist offensichtlich – wie immer – zu hoch. Aber ich bin ja auch nur ein Amateur (womit sich der Kreis wieder schließt ;-) )

  8. cool downcool down

    Auch von mir: Daumen hoch für auch diesen Wochenrückblick. Er regt zum Nachdenken an und bewahrt in meinen Augen genug Distanz = das Wort aus Kiel ;)
    Prima, dass nun auch andere user diesen wertvollen blog entdecken.

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