Der (etwas andere) Wochenrückblick – No. 11

+ + + Die „Schützenhilfe-Dankes-Schreiben“ der Woche

Kaum habe ich die „Schützenhilfe Dankes-Schreiben“ zur Tradition ausgerufen, schon will meinen Dank niemand mehr haben. Der Dank an die unermüdlichen Helfer, die dem HSV die Illusion verschaffen, er sei noch am Leben, fällt in dieser Woche entsprechend spärlich aus.

Mein Dank geht an Hoffenheims Torhüter Baumann, der seinem Team nach dem Platzverweis von Bicakcic in der 65. Minute mit tollen Paraden den Kasten sauber hielt und damit verhinderte, dass an diesem Wochenende auch der SC Paderborn neben den Freiburgern noch am HSV in der Tabelle vorbeizog.

Die Frankfurter Eintracht zeigte sich dieses Mal überfordert. Offensichtlich ist der Substanzverlust zu hoch, den Hamburger SV Woche für Woche retten zu müssen. Die schwäbischen Bayern aus Augsburg zogen es an diesem Spieltag vor, regionale Schützenhilfe für die Badenser zu leisten, anstatt den Dino aus dem Norden Tribut zu zollen.

Und so nimmt das Schicksal für den Hamburger SV seinen Lauf.

+ + + Tschüß Joe… ich hätte es Dir so gegönnt!

Die 0:1 Niederlage am Freitagabend gegen Hertha BSC zeigte noch einmal deutlich auf, woran es beim Hamburger SV in dieser Saison hapert. Die Mannschaft ist verunsichert und harmlos. Sie ist komplett berechenbar und ohne offensive Durchschlagskraft. Die wenigen Chancen, die man sich erarbeitet werden kläglich vergeben.

So ist es einfach vorherzusagen, wie ein Spiel mit Beteiligung der Hamburger aussehen wird. Zu Beginn treten die Hamburger engagiert und zumeist geordnet auf. Sie setzen zumindest in Ansätzen das um, was während der Trainingswoche eingeübt wurde. Erzielen die Phase jedoch keinen Treffer, bekommt der Gegner mehr und mehr Zugriff auf die Partie. Erzielt jetzt der Gegner einen Treffer, bricht der HSV auseinander. Ansonsten erlahmen die Angriffsbemühungen zusehends. Mit zunehmender Spieldauer kehrt die Angst ein, man könne nicht einmal mehr ein Unentschieden erreichen oder den (selten erzielten) Vorsprung über die Zeit retten.

So auch gegen die Hertha. Damit ist zum Spiel alles gesagt. Die Art und Weise wie der Trainer Joe Zinnbauer sich vor, während und nach dem Spiel präsentierte, legten Nahe, dass dieses Spiel sein Schicksalsspiel sein würde.

Nach der Niederlage war nicht mehr die Frage ob Joe Zinnbauer entlassen wird oder nicht, sondern lediglich, wer sein Nachfolger werden würde. Für Joe Zinnbauer tut es mir irgendwie leid und das empfinde ich erstaunlicherweise nicht alleine so. Wohl noch nie ist in Hamburg ein erfolgloser Trainer derart glimpflich in den Bewertungen von Fans und Presse davon gekommen.

Jetzt soll es also Peter Knäbel als Interimscoach richten. Der Direktor Profifussball, der in den letzten Wochen bereits ab und an die Perspektivspieler trainierte. Ich muss momentan mächtig an mich halten, hier nicht vom Leder zu ziehen, denn auch Peter Knäbel hat wie alle seine Vorgänger eine faire Chance verdient seine Fähigkeit oder Unfähigkeit nachzuweisen.

Die Tatsache, dass es jetzt Peter Knäbel für die verbleibenden 8 Spiele machen soll wirft natürlich Fragen auf. War die Führung des HSV wieder einmal komplett überrascht und ahnungs- bzw. planlos? Sind andere Trainer kontaktiert worden und haben dankend abgewunken, weil sie sich den Namen beim HSV nicht ruinieren wollen? Ist für die nächste Saison bereits ein Trainer verpflichtet worden?

„Ich wünsche der Mannschaft, Peter Knäbel und dem Verein alles Gute für den Saisonendspurt.“ lauteten Zinnbauers Worte. Das klingt nach Abschied. Die mögliche Rückkehr in die U23 sollte damit vom Tisch sein.

„Wir sind überzeugt, dass es in dieser Situation die beste Option für uns ist. Peter kennt die Mannschaft und die Umstände am besten und ist in der Lage, sofort zu handeln.“ meint Dietmar Beiersdorfer.

Souverän und professionell wirkt auch dieser Trainerwechsel nicht auf mich. Wie bereits beim Wechsel von Slomka auf Zinnbauer herrscht bei mir der Eindruck von Rat- und Orientierungslosigkeit vor. Die Zukunft wird es weisen. Ich sehe schwarz! Und mehr verkneife ich mir hier heute aus gutem Grunde.


+ + + „Uns Uwe“ fast pleite!?

In einer an Peinlichkeit kaum noch zu überbietenden Kampagne packt HSV-Idol Uwe Seeler den Hammer aus. Ob er damit den Trainer, den Sportchef oder den Vorstandsvorsitzenden erschlagen will ist nicht bestätigt. Möglicherweise will er damit auch lediglich das Hamburger Tor vernageln und mit dieser Maßnahme für 8 Punkte aus den verbleibenden 8 Spielen dieser Saison sorgen. Fraglich allerings, ob 33 Punkte ausreichen würden.

„Uns Uwe“ gibt jedenfalls wieder einmal alles für unseren HSV. Nichts aber auch gar nichts ist ihm zu peinlich um die finanzielle Situation seines Vereines aufzubessern oder benötigt er inzwischen selber eine kleine Finanzspritze? Kann Uwe sich sonst sein sonntägliches Frühstücksei nicht mehr leisten, weil er seine ganzen Ersparnisse in die Campus-Anleihe gesteckt hat? Steht „Uns Uwe“ kurz vor der Privatinsolvenz?

Wie sonst ist seine Aktion zu erklären? Aber seht selbst:

+ + + und sonst so?

Sonst? Sonst war es ein rabenschwarzes Wochenende ohne Sieg für den Hamburger Sportverein! Wo man hinschaut nur Niederlagen!

Die U17 und die U19 hatten an diesem Wochenende spielfrei, deswegen fällt die Gesamtbilanz nicht ganz so desaströs aus.

Bei der U23 war Gideon Jung erstmals seit seiner Verletzung wieder im Einsatz. Die Defensive der Zwoten präsentierte sich dennoch nicht stabiler als in den vorangegangenen Partien in der Rückrunde. Bereits nach 17 Minuten stand das Endergebnis fest.

Der BSV Schwarz-Weiß Rehden hatte den Hamburgern bereits nach einer guten Viertelstunde mit zwei Treffern ordentlich eingeschenkt, weil sie von Beginn an aggressiv und offensiv zu Werke gingen. Bereits nach wenigen Minuten netzte Rehdens Abu Bakarr Kargbo ein. Sein Tor wurde allerdings aufgrund einer Abseitsposition nicht gegeben. In der 8. Minute konnten die rund 500 Zuschauer zum ersten Mal jubeln. Rehdens Kapitän Kevin Artmann überwand HSV Keeper Alexander Brunst. Nur knapp 10 Minuten später traf Artmann gar zum 2:0.

Der HSV erspielte sich in der 1. Halbzeit noch einige Halbchancen durch Brüning und Charrier, wusste aber zu keinem Zeitpunkt zu überzeugen und fand in der zweiten Halbzeit kaum noch Zugriff auf das Spiel. Rehden war dem 3:0 näher als die Hamburger dem Anschlusstreffer. Alexander Brunst musste mehrfach eingreifen um eine höhere Niederlage zu verhindern. In der Rückrundentabelle verbleiben die Hamburger damit auf Platz 18 mit lediglich einem Punkt aus 8 Spielen bei 6:19 Toren. Die U23 bleibt also weiter auf Rekordjagd: Hinrunde ohne Niederlage! Rückrunde ohne Sieg?

Schaut man dabei auf die Aufstellung, muss man sich verwundert die Augen reiben und sich fragen, wie so etwas nur angehen kann. Was ist aus den Himmelsstürmern nur geworden??? Von Trainer Petrowsky hört man auch nur noch ratlos wirkende Äußerungen: „“Rehden hat sehr stark begonnen. Leider konnten wir unsere Chancen heute nicht nutzen“

So haben sie gespielt: Brunst- Götz – Jung – Adomah – Marcos – Arslan – Steinmann – Mende – Derflinger – Charrier – Brüning.

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Schlimmer als die U23 hat es die „Zwote“ der B-Junioren in der Regionalliga Nord getroffen. Die U16 musste beim Bundesligaabsteiger und Tabellenführer VfL Osnabrück antreten und kam dort nach dem zwischenzeitlichen Ausgleich zum 1:1 durch Aaron Opoku letztlich noch mit 5:1 unter die Räder. Die Mannschaft des momentan von Bernhard Peters intensiv gecoachten Roberto Pätzold bleibt nach 16 Spieltagen auf Rang 3 der Tabelle mit 33 Punkten bei 43:25 Toren, vor dem VfL Wolfsburg, der als Tabellenvierter allerding bei besserem Torverhältnis ein Spiel weniger aufweist.


Zum Schluss noch die gute Nachricht des Tages: Der HSV steht auf keinem direkten Abstiegsplatz. Es bleibt noch Zeit genug, Elfmeterschießen zu üben! Der „kleine Engel“ wird also noch gebraucht.

P.S. Es gibt für mich noch eine gute Nachricht, nämlich die, dass Patrick Rahmen freigestellt wurde.

16 Kommentare

  1. cool downcool down

    HeLuecht, das mit dem Hammer ist der Hammer. Armer Uwe. Musste das sein? 😉
    Deine gute Nachricht, dass P.Rahmen raus ist, unterschreibe ich.
    Für die Zukunft sehe ich zwar nicht so schwarz wie Du, allerdings kann ich auch nicht erraten, wie Herr Knäbel – der ja nah dran ist – nun den Bock umstossen will.
    So fällt mir wieder ein: “ Himmelfahrtskommando “ – Ich wünsche Knäbel gutes Gelingen – Liga 2 wäre der Super-Gau. Allein die Arbeitsplätze in der HSV-Geschäftsstelle.
    Ich ende mit – ohne auf den kleinen Engel einzugehen – mit: Glaube – Liebe – Hoffnung.

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    1. HeLuechtHeLuecht (Beitrag Autor)

      Cool, ob das sein musste, musst Du Uwe fragen, nicht mich!

  2. cool downcool down

    HeLuecht: schon klar … vielleicht hilft nur die Hammer-Methode 😉
    Vielleicht gibt es einen Sonderpunkt für den HSV der mal sehen müsste, was Du hier für einen Aufwand betreibst.
    Auch wenn ich heute “ zeitnah “ links und Vermeldungen postete:
    Im Grunde bin ich im “ Abwarten-Modus “ und versuche, ruhig zu bleiben. Allein – die Hoffnung wird nicht reichen.
    Danke für Dein Engagement.

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    1. HeLuechtHeLuecht (Beitrag Autor)

      Ich kann mir nicht vorstellen, dass der HSV über mein“Engagement“ begeistert wäre. Schließlich betreibe ich hier des Öfteren „Majestätsbeleidigung“ 😉

  3. cool downcool down

    Immer freundlich – immer fair 😉

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  4. Totti61

    Danke HeLuecht!

    Mir ist übel ob der Situation … da kannst Du aber nichts für ….

    wie immer sehr sachlicher Blog …. und Uwe 🙂

    LG

    Totti

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  5. Hallo

    Das Hammer-Video passt doch wunderbar zu der desaströsen Woche. Was wird denn nun mit Zinnbauer beim HSV – gar nix mehr?

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    1. Hallo

      Hab gerade bei „Matz ab“ gelesen: … noch Bedenkzeit.

    2. HeLuechtHeLuecht (Beitrag Autor)

      Was wird mit Zinnbauer beim HSV? Das ist eine gute Frage, die nur Joe Zinnbauer beantworten kann.

      Zunächst ist es ja so, dass er bis Saisonende freigestellt ist, aber einen Vertrag beim HSV bis 2016 besitzt. Ihm soll angeboten worden sein zur U23 zurückzukehren. Auch dies würde im Laufe der Rückrunde keinen Sinn machen, weil man ansonsten den jetzigen Trainer Daniel Petrowsky desavouieren würde. Mit ihm wird beim HSV im Gegensatz zu den anderen U-Trainern allerdings auch in der nächsten Saison geplant und zwar als verantwortlicher Chefcoach in der U19.

      Zinnbauer macht jetzt erst einmal Urlaub und erholt sich, ißt wieder regelmäßig und nimmt Gewicht auf. Nebenbei will er in Italien und England hospitieren und sich weiterbilden. Ich denke, dass er in dieser Zeit auch noch einmal eingehend in sich gehen wird und überprüft, ob es Sinn macht zum HSV in die U23 zurückzukehren.

      Aus meiner Sicht macht das nur dann Sinn, wenn man sich von Joe Zinnbauer wirklich „im Guten“ getrennt hat und ihn grundsätzlich für den richtigen gehalten hat bzw. für den richtigen hält im Nachwuchsbereich nachhaltig Dinge zu bewegen. Selbst dann bleibt noch die Frage, ob Zinnbauer nicht auch bei der U23 verbrannt ist als jemand, der es oben nicht geschafft hat. Auch und gerade bei jenen Spielern, die er hochgeholt hatte und die zum Ende hin von ihm wieder in die U23 „verbannt“ wurden (Marcos, Götz aber auch Mende).

      Die Aussagen Zinnbauers unmittelbar nach der Entlassung (Ich wünsche dem Verein viel Erfolg!) deuten für mich eher darauf hin, dass das Kapitel HSV für Zinnbauer beendet ist, weil er nicht wieder ins zweite Glied zurück möchte. Dafür erscheint er mir zu ehrgeizig. Ergo ist das Kapitel Zinnbauer für den HSV erledigt.

      Es ist schade. Ein Sympathieträger mehr, der verbrannt wurde. Nicht zuletzt schon durch die Art und Weise, wie er zum Trainer gemacht wurde. Müßig darüber zu spekulieren, ob es für den Verein besser gewesen wäre, ihn als Trainer bei der U23 zu belassen. Auch unter einem Trainer Zinnbauer hätte die U23 ihren Einbruch erlitten. Ich denke allerdings, dass er „seine Jungs“ aus diesem Tal wieder herausgeholt hätte, denn die folgten ihm im Gegensatz zu einigen sogenannten „Leitwölfen“ bei den Profis.

  6. Hallo

    Du hast Recht, es ist müßig darüber zu spekulieren. Aber als sein bis 2016 laufender Vertrag nach dem Aufgabenwechsel angepasst wurde, wird doch wohl auch etwas zu einer Beendigung des Vertrags festgelegt worden sein, oder?

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    1. HeLuechtHeLuecht (Beitrag Autor)

      Schon wieder eine gute Frage 😉 ! Eine, die ich ebensowenig wissend beantworten kann, da mir das Vertragswerk nicht vorliegt. Verträge beim HSV sind allerdings so eine Sache. Das hat zumindest die Vergangenheit gezeigt und mir ist nicht bekannt, dass die Vereinsjustitiare gewechselt wurden.

      Damals wurde kolportiert, dass Joe Zinnbauer zur U23 zurückkehren könne. Dies dürfte auch vertraglich fixiert sein. Dennoch stellt sich für beide Seiten ja die Frage, ob ein derartiger Schritt Sinn machen würde. Fakt ist, dass man sich diesbezüglich noch einmal zusammensetzen will. Fakt ist ebenfalls, dass eine Rückkehr von JZ zur U23 noch in der laufenden Saison ausgeschlossen wurde.

      Dies macht insofern Sinn, als mann Daniel Petrowsky, auf den man auch in der nächsten Saison als U19 Trainer setzt, nicht vor den Kopf stoßen möchte und kann.

      Auf der gestrigen PK wurde von Seiten der HSV-Führung ja noch einmal deutlich gemacht, dass man Zinnbauers Engagement, seine Loyalität dem Klub gegenüber, seinen Arbeitseifer sehr schätzt und die Trennung bedauert. Auf mich wirkt das sehr glaubwürdig. Vor diesem Hintergrund kann ich mir vorstellen, dass man Joe Zinnbauer gerne beim HSV behalten und ihn in eine nachhaltige Nachwuchsarbeit einbinden möchte.

      Aber wie gesagt, ich spiele hier auch nur den „Heiligen Spekulatius“!

  7. Hallo

    Und wieder eine gute Antwort auf eine eher naive Frage!

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  8. FlamboFlambo

    Ich wollte mich noch kurz bedanken, für Deinen wieder mal gelungenen Rückblick! Allerdings muss ich Dir in einem widersprechen: das Zinne „zu ehrgeizig“ ist, um wieder die Zweite zu betreuen. Sollte der denn wirklich glauben, dass er mit dieser Visitenkarte als gescheiterter Erstliga-Trainer irgendwo nen neuen Job bekommt? Das wird nicht mal in der 2. Liga passieren, darauf würde ich wetten.

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    1. HeLuechtHeLuecht (Beitrag Autor)

      Ich bin was Joe anbelangt nicht der richtige Ansprechpartner, denn ich bin voreingenommen. Ich habe einen „Narren“ an ihm gefressen. Das nehme ich schon mit Belustigung zur Kenntnis, denn rational finde ich so gut wie gar keine Erklärung dafür.

      Als der gescheiterte Erstliga-Trainer dürfte er jedoch nicht in die Historie eingehen. Das bleibt Peter Knäbel vorbehalten.

      Im Mopo Interview von heute hat Joe Zinnbauer verlauten lassen, dass er sich eine Rückkehr zur U23 vorstellen könnte. Ich würde ihn dort gerne wieder sehen. Schafft er es dort dann wieder die/eine Truppe auf Vordermann zu bringen, wäre er auch insgesamt rehabilitiert.

      Die „Erste“ des HSV gilt inzwischen eh als untrainierbar und der VV hat ja auch „Defekte“ ausgemacht. Da er dieses Wort mehrfach wiederholte, ist auch davon auszugehen, dass er es so meinte. Charakterliche „Defekte“ nicht nur Defizite. Defizite könnten man ausgleichen. „Defekte“ kann man nur austauschen. Angeblich ist man ja dabei.

  9. ky

    HL, sehr gute Erwiederung. Defekte, Defizite, Debilismus,Desinformation – gibt schon starke D-Worte….
    JZ ist gescheitert an dem, was er übernehmen musste, und an dem, was ihm zugeflüstert wurde.
    Es ist ein großer Unterschied – und ich spreche aus eigener Erfahrung – ob Du in einem „renommierten“ Unternehmen von Außen dazu geholt wirst, und erstmal alle Seilschaften und Antipathien erkennen und beseitigen musst, oder ob Du Dein eigenes Unternehmen von Null aufbaust, und willige Gefährten nach eigener Nase dazu holst.
    Letzteres war der Wiederaufbau der U23 nach Desaster und vielen Abgängen, und ein gelungenes Casting von 40+-Spielern, ersteres ist die seit Jahren anhaltende „Schöne-Stadt-Hamburg-Virus“ – Platte der 2 Mio+-Verdiener.

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    1. HeLuechtHeLuecht (Beitrag Autor)

      Woran JZ gescheitert ist? Letztlich an den unter ihm nicht geholten Punkten. Inwieweit er fremdbestimmt war, sich selber und seinem „Leistungsprinzip“ untreu wurde, die Spieler ihn (deshalb) zum Schluss nicht mehr ernst genommen haben oder ob sie dies von Anfang an aufgrund seiner Vita von vornherein nich taten, werden wir wohl nie genau erfahren. Olaf Kortmann hatte ja bereits vor längerer Zeit seinen Eindruck kundgetan, dass JZ die Mannschaft nicht mehr richtig erreichen würde und diese ihm nicht bedingungslos folgt.

      Das ist vor ihm beim HSV schon ganz anderen Trainerkalibern widerfahren und wohl auch eines der, wenn nicht das Grundproblem(e) des derzeitigen HSV(-Kaders).

      Womit sich der Kreis zu den „Defekten“ und auch zum „Schöne-Stadt-Hamburg-Virus“ schließt. Mit „Geld zugeschissene Charakterschweine“ wohl nicht unbedingt, aber so ähnlich.

      Peter Knäbel ist wohl auch nicht zuletzt deshalb als beste Option angesehen worden weil er „sowohl die positiven als auch die negativen Einflüsse oder Kriterien oder Charakterausprägungen unserer Spieler kennt“ [DB auf der PK am 23. März 2015] und als Dirktor Profifussball den „Charakter-Kandidaten“ schon mal auf dem Platz andeuten kann, was passieren wird, wenn sie ihre Macken weiterhin ausleben.

      Na, ich bin schon wieder auf der Suche nach dem Positiven 😉

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