Der (etwas andere) Wochenrückblick – No. 12

HeLuecht's etwas anderer Wochenrückblick No. 12/2015

Länderspielpause. Eine Woche nach der zweiten Trainerentlassung beim Hamburger SV. Die Lage ist ernst. Inzwischen macht auch aus Kreisen der HSV-Verantwortlichen das Wort “Krise” die Runde. Die 2. Liga wird, wenngleich vom Vorstandsvorsitzenden nicht in den Mund genommen, als mögliches, realistisches Szenario in den Planungen berücksichtigt. In Zeiten wie diesen etwas Positives zu finden, was sich über den HSV berichten ließe, ist nicht einfach und dennoch gibt es sie – diese Lichtblicke!

+ + + Lichtblick Eins: HSV Nationalspieler in der EM-Qualifikation erfolgreich

Die U17 Nationalelf traf sich vom 17. – 27. März in Wetzlar um sich auf die entscheidenden 3 Partien in der Qualifikation zur EM-Endrunde in Bulgarien vorzubereiten. In dem von Coach Christian Wück benannten 18köpfigen Kader mit dabei, der Hamburger Linksaußen Mats Köhlert, der als derzeit größtes Talent im HSV-Nachwuchs gilt.

Der im Mai 1998 geborene Köhlert kam 2013 über die Stationen Sperber Hamburg und Eintracht Norderstedt vom Stadtrivalen FC St. Pauli zu den U16 der Rothosen und gehört in dieser Saison in der B-Junioren-Bundesliga Nord/Nordost zu den auffälligsten Spielern. 10 Tore aus dem Feld und 5 Assists stehen für ihn bereits zu Buche.

Mats Köhlert bestritt bereits 8 Länderspiele für die U16 Nationalmannschaft und steht jetzt auf dem Sprung sich einen Stammplatz in der U17 zu sichern. Gleich in seinem ersten Spiel für die U17 Auswahl am 10. September letzten Jahres konnte der 16jährige einen Treffer zum 3:3 gegen die Auswahl der Niederlande beitragen. Er muss seinen Trainer überzeugt haben, denn es folgte die Einladung zum Algarve-Cup im Februar, bei dem Mats Köhlert gegen Portugal und gegen England zwei von drei Partien bestreiten durfte.

In dieser Woche musste er im ersten Qualifikationsspiel in der Gruppe 8 beim 3:0 gegen die Slowakei noch die Bank drücken, stand dann aber gegen die Ukraine (3:0) und gegen Italien (2:2) jeweils in der Startelf. Gegen Italien wurde er allerdings nach 55 Minuten ausgewechselt. Im untenstehenden Video “huscht” der Hamburger Hoffnungsträger mit der Nr. 11 durchs Bild und über den Platz. Mit dem in Unterzahl erzielten Unentschieden gegen die Italiener sicherte sich die deutsche U17, den Gruppensieg in ihrer Qalifikationsgruppe.


+ + + Lichtblick Zwei: HSVer feiert sein Nationalmannschaftsdebüt in Asien

Mohamed Gouaida feiert sein Nationalmannschaftsdebüt für Tunesien im Freundschaftsspiel gegen Japan.

Mohamed Gouaida feiert sein Nationalmannschaftsdebüt für Tunesien im Freundschaftsspiel gegen Japan.

Seit dem 27. März 2015 ist der Hamburger SV um einen weiteren Nationalspieler reicher. Der zu Saisonbeginn aus der Zweiten des SC Freiburg zur U23 des HSV gewechselte Straßburger Mohamed Gouaida bestritt sein erstes Länderspiel für Tunesien. Beim 0:2 seiner Equipe gegen Japan wurde der 21jährige Gouaida in der 69. Minute beim Stande von 0:1 für den Berliner Ben-Hatira eingewechselt, konnte die verdiente Niederlage allerdings auch nicht verhindern.

Mohamed Gouaida wird es verschmerzen können, ging mit seinem 21minütigen Einsatz doch ein Traum in Erfüllung, den er vor kurzem nicht einmal zu träumen gewagt hätte. In Freiburg hochtalentiert aufgrund seines Umfeldes gescheitert, erhielt er in Hamburg in der neuzusammengestellten U23 des HSV eine Chance, sich fernab der Heimat wieder auf den Fußball zu konzentrieren. In der Regionalliga Nord entwickelte sich Gouaida unter Joe Zinnbauer, dermaßen gut, dass dieser ihn nach seiner Ernennung zum Cheftrainer im September 2014 mit zu den Hamburger Profis hochzog, wo er inzwischen auf 11 Einsätze in dieser Saison gebracht hat. Ohne Joe Zinnbauer keine Nationalelf – Mohammed Gouaida wird ihm, seinem Trainer auf ewig dankbar sein für diese Chance.

Inwieweit das auch auf andere Spieler aus dem Kader des Hamburger SV zutrifft, werden wir wohl erst in Zukunft oder auch nie erfahren.


+ + + Joe Zinnbauer – der sich mit dem Dino einließ

Joe Zinnbauer beim HSV ist Geschichte. In einer persönlichen E-Mail, verabschiedete er sich in dieser Woche von den HSV-Mitarbeitern und drückte sein Bedauern aus, es nicht geschafft zu haben.
Er hat gewußt, worauf er sich einlässt: “Als Trainer muss man sich in der Bundesliga immer wieder aufs Neue beweisen. Aber irgendwann ist die Halbwertszeit eines Trainers abgelaufen. So ist das Fußballgesetz.” sprach er einst.

Nun hat es ihn – sehenden Auges – nach dem 26. Spieltag der Saison 2014/15 erwischt. Seine Halbwertszeit beim Hamburger Sportverein ist abgelaufen. Ein Blick auf die nackten Zahlen zeigt warum.

Die Spiele unter Joe Zinnbauer als HSV Trainer

Spieltag Heim Gast Ergebnis
4. Hamburger SV Bayern München 0:0
5. Borussia Mönchengladbach Hamburger SV 1:0
6. Hamburger SV Eintracht Frankfurt 1:2
7. Borussia Dortmund Hamburger SV 0:1
8. Hamburger SV TSG Hoffenheim 1:1
9. Hertha BSC Hamburger SV 3:0
10. Hamburger SV Bayer Leverkusen 1:0
11. VfL Wolfsburg Hamburger SV 2:0
12. Hamburger SV Werder Bremen 2:0
13. FC Augsburg Hamburger SV 3:1
14. Hamburger SV FSV Mainz 05 2:1
15. SC Freiburg Hamburger SV 0:0
16. Hamburger SV VfB Stuttgart 0:1
17. Schalke 04 Hamburger SV 0:0
18. Hamburger SV FC Köln 0:2
19. SC Paderborn Hamburger SV 0:3
20. Hamburger SV Hannover 96 2:1
21. Bayern München Hamburger SV 8:0
22. Hamburger SV Borussia Mönchengladbach 1:1
23. Eintracht Frankfurt Hamburger SV 2:1
 24. Hamburger SV Borussia Dortmund 0:0
 25. TSG Hoffenheim Hamburger SV 3:0
 26. Hamburger SV Hertha BSC 0:1

 

Platzierungen des HSV unter Joe Zinnbauer in der Saison 2014/15

8 mal Stand die Null hinten, 11 mal stand sie vorne. Das verdeutlicht die Misere. In nur einem einzigen Spiel unter Joe Zinnbauer konnte der HSV drei Tore erzielen, dreimal gelangen immerhin zwei Treffer pro Partie und in sechs weitern Begegnungen durften die Hamburger Fans wenigsten einern Treffer ihrer “Lieblinge” beklatschen. Zuwenig um die Klasse vorzeitig zu sichern. Die Verunsicherung der Mannschaft, die Zinnbauer nie wirklich abstellen konnte zeigt sich speziell in der Auswärtsbilanz. Dort stehen lediglich zwei Auswärtssiege (3:0 gegen Paderborn, 1:0 in Dortmund) sowie ganze 6 Tore in der Fremde. Der HSV ist damit die schlechteste Auswärtsmannschaft der Liga.

Tore und Gegentore unter Joe Zinnbauer

Tore und Gegentore unter Joe Zinnbauer

Joe Zinnbauer ist es gelungen, die Defensive zu stabilisieren und die Jungs zum Laufen zu bringen. Für Durchschlagskraft in der Offensive hat er nicht sorgen können. Ob es an ihm oder an den von Dietmar Beiersdorfer unter der Woche angesprochenen “Defekten” in der Mannschaft lag, wird die Zukunft zeigen. In der Rangliste der Trainer rangiert Joe Zinnbauer auf jeden Fall nicht ganz vorne. Lediglich van Marwijk, Slomka und Oenning rangieren vom Punkteschnitt her noch hinter ihm.

Joe Zinnbauer in der Rangliste der HSV Trainer

Rang Trainer Spiele S U N Punkteschnitt
1. Martin Jol 34 19 4 11 1,79
2. Huub Stevens 49 23 15 11 1,71
3. Thomas Doll 79 36 20 23 1,62
4. Bruna Labbadia 32 12 12 8 1,50
5. Klaus Toppmöller 33 14 5 14 1,42
6. Armin Veh 26 11 4 11 1,42
7. Kurt Jara 69 26 20 23 1,42
8. Frank Pagelsdorf 142 51 46 45 1,40
9. Thorsten Fink 64 21 18 25 1,27
10. Joe Zinnbauer 23 6 6 11 1,04
11. Bert van Marwijk 15 3 3 9 0,80
12. Mirko Slomka 16 3 3 10 0,75
13. Michael Oenning 14 1 6 7 0,64

Und dennoch, hinterläßt Joe Zinnbauer bei und nach seinem Abschied einen positiven Eindruck. Wohl selten ist ein Trainer beim Hamburger SV mit so wenig Schimpf und Schande vom “Hof gejagt” worden wie Joe Zinnbauer. Er hat sich reingehängt, er hat alles gegeben. Es hat nicht gereicht! Aber er ist in der Art und Weise wie er gegagen ist, wie er sich verhalten hat, wie er vom HSV spricht (“Der HSV ist ein geiler Verein”) ein Sympathieträger für diesen geschundenen Verein. Der HSV hat davon nicht mehr viele von daher wäre zu wünschen, dass er dem Verein künftig wieder für die Nachwuchsarbeit in einem nachhaltigen Konzept zur Verfügung stünde.


+ + + Der Abschied…

Wie sehr die Hamburger nach Sympathieträgern lechzen, wurde am vergangenen Samstag bei der Abschiedsgala für David Jarolim in der Imtech-Arena deutlich. 32.000 Menschen jubelten beschwingt dem Mann (sowie seinen Mitspielern) zu, der wie sonst nur Heiko Westermann polarisiert hat. Jaro ein limitierter Fußballer, allerdings mit einer vorbildlichen, professionellen Einstellung, der sich immer reingehängt hat für den Hamburger SV, für seine Mannschaft auf dem Platz. Damit taugt er als Identifikationsfigur und befriedigt ein tiefes Bedürfnis der Identifikation der Fans mit ihrem Verein. Jene Identifikation, die gänzlich abhanden gekommen zu sein scheint.

David Jarolim - Eine Identifikationsfigur nach der sich die Fans sehnen.

David Jarolim – Eine Identifikationsfigur nach der sich die Fans sehnen.

Wann hat es zuletzt eine dermaßen heitere, unbeschwerte und beschwingte Atmosphäre im Hamburger Volkspark gegeben. Kein Vergleich zu dem Zuschauerverhalten in den letzten Heimspielen. Die Sehnsucht nach einer derartigen Stimmung ist riesig. Ein klein wenig mehr Fußballkultur im Spiel des jetzigen HSV würde reichen, um die ausgehungerte Masse mit fröhlicheren Gesichtern herumlaufen zu sehen.


+ + + Mit dem Mute der Verzweifelung …

ist nun Peter Knäbel ins kalte Wasser des Haifischbeckens Bundesliga gesprungen und bereits nach wenigen Tagen erkennen dürfen, dass er ein Himmelfahrstkommando übernommen hat. Der Offenbarungseid beim 0:0 gegen den 12. der 3. Liga, den VfL Osnabrück zeigt deutlich, dass die Mannschaft, wenn man denn von einer reden kann, nicht in der Lage ist zu begreifen und umzusetzen, was von ihr erwartet und verlangt wird. Der Kader stimmt in seiner Zusammensetzung nicht, die mentalen Blockaden können da nur bedingt als Argument für andauernd schwache Leistungen herhalten.

Es sind in der Tat die angesprochenen “Defekte”, die es zu beseitigen gilt, nicht nur um eine Chance zu haben einen Trainer Tuchel realisieren zu können, für den der HSV nach den heutigen Aussagen des Aufsichtsratsvorsitzenden Gernandt gar bereit ist einen Spagat zu machen.

Ein Teil dieses Spagats ist sicher auch die jetztige klare An- und Aussage, dass die Verträge mit Rafael van der Vaart, Marcel Jansen, Ivo Ilicevic und Gojko Kacar nicht verlängert werden, wodurch zum einen Gehaltseinsparungen von rund 9 Mio Euro realisiert werden, zum anderen ein klares Signal an potenzielle Trainerkandidaten gesendet wird, dass der HSV bereit ist sich kadermäßig entscheidend zu verändern.

Es wurde darüber spekuliert, ob der Zeitpunkt der richtige war, die Trennung von jenen Spielern bekannt zugeben. Ich denke ja. Es ist ein klares Signal und die vier genannten, werden dem HSV in der jetzigen Phase eh nicht weiterhelfen. Bei Kacar hätte ich es mir noch vorstellen können, aber er wird spätestens dann, wenn Diaz zurückkehrt keine Rolle mehr spielen.

Knäbel jedoch geht volles Risiko und ob die Verpflichtung von Peter Hermann als erfahrenem Co- und verkapptem Cheftrainer letzlich den Hals retten wird, wage ich zu bezweifeln. So werden auch die nächsten Wochen für jeden HSV-Fan Wochen der Sorge und der Angst sein. Gelingt der Klassenerhalt (wie auch immer) oder kann die Stadionuhr endlich abgeschaltet, der Dino beerdigt werden?


Zum Schluss noch die gute Nachricht des Tages: Der HSV steht auf keinem direkten Abstiegsplatz. Es sind noch 24 Punkte zu vergeben, noch 8 Spiele zu spielen und noch hat es der HSV in den eigenen Füßen, Händen und Köpfen dafür zu sorgen, dass die Fans auch nächstes Jahr noch Erstligafußball in der Hansestadt live erleben können.

13 Kommentare

  1. cool downcool down

    Lieber Hoffnung, als Sorge und Angst.
    HeLuecht – wieder einmal sehr sorgfältig und hintergründig geschrieben – danke.
    und nun: gib Gas, Aradia ;)

    Antworten
  2. Aradia

    @ Boa eh…..he Luecht, ist jetzt schwer zu schreiben weil du vieles angesprochen
    hast.
    .
    Guten Morgen ihr Lieben und, cool immer dieser Druck. :wink:
    .
    Die Nationalelf hat bewiesen das es auch ohne Westermann geht.
    Ein tolles Spiel, wo der Gegner dagegen hielt und wir, naja
    2 Törchen sind dabei herausgesprungen.
    .
    Raffa fehlte gegen die Türkei und promt gab es ein 1:1 der Holländer. :grin:
    Er Raffa geht ja nun zum Ende der Saison.
    Ähnlich wie Jaro, in seiner Glanzzeit ein klasse Spieler.Leider
    wurde seine Form durch eine persönliche Krise gemindert und er wollte
    es nicht wahr haben.
    Ist menschlich.
    .
    Ja und dann war die Führung noch beim NDR. Für mich leider eine späte
    Sendung da ich ja meinen Schlaf brauche.
    Aber es soll ja ordentlich getuchelt haben.
    Ehrlich gesagt ist es mir egal weil es Zukunftsmusik ist.
    Was mal sein wird wenn es soweit ist……vielleicht kommt Bruno. :wink:
    Es ist weiter spannend wenn…..Leverkusen besiegt wird.
    Dieses Thema ist bei den Hamburger Medien ab Morgen auf Vorlage.
    Es sei denn wir schiessen im Training Tore.
    Diese Sensation verdrängt natürlich alles.
    .
    Ja und da sind wir bei einem der grössten Rätsel.
    Wie schaffe ich es einer Gazelle das springen ab zu gewöhnen
    und das trippeln bei zu bringen.
    Ich stelle mir das gerade bildlich vor….grins…
    Was geht in der Gazelle vor.
    An sich müsste sie verzweifelt sein und Tag und Nacht versuchen
    wieder zu springen.
    .
    Es sind einzelne Spieler, manchmal nur 2 die eine Mannschaft
    nach vorne bringen.Vergangenheit, Horsti und Manni zum Beispiel.
    Der eine ist ein Flankengott, der Andere hat die Birne dafür.
    Entschuldige Horst. :wink:
    .
    Nochmal kurz zu Raffa, ich bin immer noch der Meinung, dass wenn
    wir uns besser freilaufen würden unsere Altstars
    nützlich sind.
    Aber dann müssten wir nicht so eng spielen.
    Daher behaupte ich, dass finksche Spielsystem hat alle schlecht gemacht.
    Zu sehen auch bei der Nati.
    Ein Pfiff von Jogi erinnert daran den Rechtsaussen an zu spielen sonst
    würden sie sich nur den Ball zu spielen.
    Das muss wie ein Zwang sein wo man schwer rauskommt.
    .
    So das wars erst mal.
    Einen schönen Tag wünsche ich euch.
    Ich muss jetzt erst mal die schwere Rechenaufgabe lösen.
    Schaffe ich es nicht….ätsch.. dann könnt ihr mich nicht lesen. :mrgreen:

    Antworten
    1. HeLuechtHeLuecht (Beitrag Autor)

      Schwere Rechenaufgaben lassen sich durch Registrierung ganz einfach umgehen. Hat selbst der Kieler geschafft ;-)
      .
      Ansonsten, checke bitte mal E-Mail auf dem angegebenen Account.

  3. HeLuechtHeLuecht (Beitrag Autor)

    Sorry, falls ihr kurzzeitig Probleme hattet hier im Blog heute früh Seiten aufzurufen.

    Ich hatte mir kurzzeitig meine WordPress Installation zerschossen und musste erst mal ein Backup installieren.

    Solltet Ihr noch irgendwo auf Probleme stoßen, lasst es mich bitte umgehend wissen.

    Antworten
  4. Totti61

    Schöner Rückblick (wie immer) HeLuecht – Danke!!

    kannst Du mal das Gespenst aus dem Bild rausnehmen … einige (inkl. myself) können schlaecht schlafen :-)

    Grüße,

    Totti

    Antworten
  5. ky

    Moin zusammen, besser, Mahlzeit…
    Wie immer excellente Aufarbeitung der Geschehnisse um unseren HSV, HL.
    Auch der Blick in die U-Mannschaften findet in dieser Form in keinem anderen Medium statt – einzigartig, bdankt.
    .
    Wie man gestern bei der Nati bewundern durfte, geht es eben nur im Kollektiv. Wenn da zu langsam gespielt wurde, weil sich die Mitspieler nicht freilaufen, kam ausser Ballbesitz gar nix herum. Und dieses “abgestimmte Gas-Geben” fehlt unserem HSV leider völlig. Defensiv laufen sie viel (und gut), aber offensiv scheint dann die Puste oder der Wille zu fehlen, die wichtigen Sprints/Meter zu machen, um anspielbar zu sein.

    Der ballführende Spieler beim HSV ist die “ärmste Sau”, weil er keine Anspielstationen findet, und dann unter Druck irgendetwas versuchen muss, was dann in der Regel schief geht. Peter Hermann,bitte lassen sie dieses Freilaufen bei Ballbesitz trainieren, und das muss ein Dirigent auf dem Platz dann auch umsetzen (siehe Kroos).
    Ein Spielaufbau über Behrami etc. funktioniert leider nicht, und da bin ich wieder bei Goijko Kacar – sorry, dass ist der einzige 6er (neben Diaz), der technisch und taktisch in der Lage ist, einen Spielaufbau auch zu betreiben…

    Antworten
  6. FlamboFlambo

    Wieder mal sehr schön. VIELEN DANK!! :)

    Antworten
  7. Aradia

    @ Guten Morgen ihr Lieben.
    .
    Wenn du als Fussballer, Hamburger Gebiet, zu Lande, Wasser und
    Luft betrittst, musst du damit rechnen, auseinander genommen zu werden.
    Dafür zuständig ist das Amt für “Ballsportüberwachung”.
    Die Hamburger Zeitungen holen sich dort ihre Infos her…um sie zu verbreiten.
    .
    Nun kann man lesen, dass der HSV einen Plan hat und im Falle eines
    Nichtabstiegs den Trainer Tuchel gerne hätten.
    Und das Tolle ist, man hat sogar für den Abstieg eine Wunschalternative.
    Herr Breitenreiter soll es sein.
    Die grau Jacken Träger von uns sollten ihn noch kennen, weil er beim
    HSV gewesen sein soll.
    Und das wirklich grandiose ist, Herr Didi würde auch bei einem Abstieg
    bleiben, weil sein langfristiger Plan auch Tiefen beinhaltet.
    Edgar äusserte sich ja ähnlich.
    .
    Ich finde das als etwas besonderes und freue mich das wir so treue
    und aufopferungswürdige Menschen in den Spitzen unseres Lieblingsvereins haben.
    Und dazu passend ist ja das Gastspiel unseres Sportdirektors.
    Vorbei sind die Zeiten eines Ertels der immer in der Presse stand.
    Nun werden abendliche Sendungen auf NDR genutzt um sich zu erklären.
    Dem “Amt für Ballsportüberwachung” kann man ja nicht immer glauben
    weil dort Übertragungsfehler sein können.
    Aber im TV liest man doch von den Lippen ab.
    .
    Nun, wo wir im Abstiegskampf stecken und der Trainer morgens die
    Spieler zählt (nächtliche Wadenkrämpfe oder falsch liegen) und sich
    freut wenn viele erscheinen, wird jetzt mit einem Fachmann trainiert.
    Endlich.
    Obwohl, der Ersatztrainer noch keinen gültigen Passierschein besitzt.
    Er ist wie all seine Fachlehrer vor im auf Bewährung da.
    Aber man meint, dass er uns rettet weil er ja nicht billig ist.
    Und bei Tuchel ist endlich der Bann gebrochen.
    Sollte er kommen, wird er mit Geld zu geschüttet.
    .
    Es war mir immer klar, das Hoffi,s Schatulle im Archiv stand.
    Nur wer hat sie gefunden?
    .
    Endlich hat man mit Zinnbauer Geld gespart um Tuchel zu holen.
    Was für eine tolle Führung!
    Seht ihr….man muss nur die Richtigen wählen.
    Ich wünsche euch heute am stürmischen Tag, standfestigkeit. :wink:

    Antworten
    1. ky

      @aradia:
      Wenn es nicht so traurig wäre, würde man es für Satire halten.
      Die “Öffenlichkeitsarbeit”, genannt Medienpolitik unseres Vereines, ist seit Jahren die grösste Lachnummer der Republik.
      Für relativ bescheidenes Geld könnte man das mit einer professionellen PR-Agentur beheben, aber dafür fehlt den Excellenzen die Einsicht über die Notwendigkeit.
      Bestes Beispiel war die Übernahme des Trainerpostens durch PK, der ja eigentlich in den Urlaub wollte, obwohl doch vorher “Vertragsgespräche” mit den Spielern in der Länderspielpause angekündigt waren – wollten die alle zusammen in Urlaub fahren?
      .
      Hätte Hertha nicht das eine Tor gemacht, wäre Joe noch Trainer, und PK im Urlaub…
      Gibt es da einen Plan oder gibt es da nur noch wirren Aktionismus, der als “Plan” verkauft wird?
      Man weiss es nicht, aber anhand der bekannten Fakten darf und muss man sehr zweifeln.

    2. HeLuechtHeLuecht (Beitrag Autor)

      Die Führung ist gut! Das merkt man schon alleine daran, dass alle an einem Strang ziehen. Wann hat es das jemals zuvor beim HSV gegeben. Und ansonsten kann einem doch das ganze Image-Gelaber auf den Keks und am Allerwertesten vorbei gehen. Knäbel wird’s schon richten mit seinem Co-Messias an der Seite. Da werden Laufwege quasi über Nacht einstudiert und vor allem behalten und dann werden wir sehen, wie blind der Zinnbauer war und auch die anderen. Wie hießen die noch gleich? Slomka, van Marwijk, Fink, Veh….
      Der Fink hat sich anlässlich von Jaros Abschiedsspiel schon selbst wieder mächtig gefeiert. Schließlich ist er mal Siebter mit dem HSV geworden. Nun, aus heutiger Sicht, schaut man auf die Tabelle, war er wohl in der Tat “erfolgreich”. Kann man den nicht noch irgendwo wieder in den Verien einbinden?

  8. der Coach

    Ja, der Herr Breitenreiter wäre als HSV-Spieler wohl völlig in Vergessenheit geraten, wenn da nicht dieser Tag im Februar ’96 gewesen, wo er ein Tor zum 2:1 gegen die Bayern beitrug (das andere erzielte Uwe Jähnig, kennt den noch einer?). So ist das mit den persönlichen Erinnerungen – einiges bleibt irgendwie haften. Das Tor für die Bayern schoss übrigens Mehmet Scholl, den der damalige Bayern-Präsident Beckenbauer ins Team gedrängt haben sollte – der Anfang vom Ende des Herrn Otto Rehhagel in München. Vor dem Spiel waren die Präsidenten Beckenbauer und Seeler im Studio gebeten worden die Aufstellungen an eine Wand zu pinnen – während Franz das ganz akkurat machte sagte Seeler nur “Wir wollen heute offensiv spielen” und steckte alle Bildchen bis auf den Torwart in den Sturm. Da führte der HSV nach Sympathie schon mal mit 1:0. So, genug in Erinnerungen geschwelgt.

    Antworten
    1. Aradia

      Was du alles weisst Coach. :wink:
      Dann ist er ja ein verdienter Spieler gewesen der Breitenreiter.
      .
      Ja Ky….es war Satire…leider…die Sprache der Armen. :wink:
      .

    2. HeLuechtHeLuecht (Beitrag Autor)

      Der Coach ist ein ganz Schlauer, das ist mir auch aufgefallen. Was macht eigentlich mein “Lieblingsdurchgeknallter” der Schorsch der Volkert, hatte der nicht auch einen Trainer- oder nur einen “Jagd”-Schein?

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