Der (etwas andere) Wochenrückblick – No. 14

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Nun, ich muss zugeben, dass ich die Woche über versucht habe, mich dem Thema HSV aus Selbstschutzgründen eher distanziert zuzuwenden. Zu armselig war das Bild, welches der HSV mit seiner “Mannschaft” in Leverkusen abgegeben hatte und zu armselig auch und gerade die Äußerungen des Interimscoaches Peter Knäbel nach dem Spiel und dann – nach einer Kehrtwende – auch unter der Woche. Inzwischen hat es auch die erwartete Niederlage gegen den VfL Wolfsburg gegeben. Der HSV ist nicht abgeschossen worden, hat sich aber dennoch fast selbst zerlegt. Paderborn und Stuttgart konnten ihre Heimspiele gewinnen und sind am HSV vorbeigezogen, der nun wieder die Rote Laterne innehat wie zu Saisonbeginn unter Mirko Slomka, der nun fordert Tuchel müsse jetzt kommen.

verlassen?! – auf wen? – oder von allen guten Geistern?

Offengestanden blieb mir der Mund ebenso als ich vernahm, dass Peter Knäbel nach dem Leverkusen Spiel nun endlich wusste, auf wen er sich verlassen kann und auf wen nicht. Das überraschte insofern, als er ja immer ganz dicht an der Mannschaft dran war und ja auch in permanentem guten Austausch mit dem vor ihm verantwortlichen Joe Zinnbauer.

Nun, die Kinnlade klappte noch weiter nach unten und das Erstaunen stieg ins Unermessliche als endlich ersichtlich wurde, wie das mit dem “verlassen” denn gemeint war. Das Resultat ließ sich ja prima am Kader ablesen. All jene Spieler, die nicht eingesetzt wurden oder eingewechselt wurden, entpuppten sich also demnach als unzuverlässig, während all jene, die entweder nicht fit, aufgrund von Verletzungen noch mit Trainingsrückständen behaftet waren sowie bereits auf dem sportlichen Abstellgleis befindliche Spieler sich als verlässlich herausstellten.

Wie erwartet fanden die “Youngster” unter Peter Knäbel keine Berücksichtigung mehr. Ashton Götz durfte als Aufbaumaßnahme immerhin noch auf der Bank platz nehmen für den Fall, dass sich einer der erfolgreichen Altvorderen verletzen würde. Ansonsten verließ man sich ja auf einen noch nicht wieder fitten Diaz, einen halbinvaliden Behrami, einen lahmenden van der Vaart sowie einen … (ich erspare mir das an dieser Stelle) … Lasogga.

Das Ergebnis ist bekannt. Der Schuss ging nach hinten los und dies nicht (nur) wegen des brasilianischen Dribblings in der 9. Minute. Diesen Fehler hätte man noch 81. Minuten lang ausmerzen können. Die Mannschaft ist nach dem Führungstreffer nicht zusammengebrochen. Das ist doch schon mal etwas! Oder? Nee, die Wolfsburger haben nicht Ernst gemacht. Die haben das Ding verwaltet und locker nach Hause geschaufelt und dem HSV und seinem verantwortlichen Trainer(gespann) fiel auch nichts ein um das zu ändern.

Nun wird ja seit Wochen immer fleißig trainiert. Schon unter Joe Zinnbauer wurde akribischam Umschaltspiel gearbeitet, wurde im Training permanent korrigiert, bekamen die Spieler “Einzelunterricht”. Am Spieltag ist davon jedoch nie etwas zu sehen.

+ + + schlagende Taktikargumente – der Anfang vom Ende

Unterm Strich bleibt festzuhalten, dass die Hamburger Spieler durch die Bank nicht die “Hellsten” sind. Bei der Auswahl ihrer fahrbaren Untersätze, ihrer Frisuren oder Tattoos mögen sie es vielleicht noch sein; dies ist ja schließlich Geschmackssache. Auf dem Platz sind sie jedenfalls “strohdoof”. Sie zeigen keinerlei taktische Flexibilität, es mangelt an taktischem Verständnis, an Handlungsschnelligkeit – schlicht an Spielintelligenz.

Da dem Hamburger SV nun in der Schlussphase dieser Saison die Zeit wegzulaufen droht, hat man offensichtlich eine neue, eine andere Methode ausprobieren wollen. Man möchte sich die Taktik jetzt gegenseitig einprügeln. Besonders eindrucksvoll haben sich in dieser Disziplin ja am vergangenen Samstag die Schweizer Nationalgardisten Behrami und Djourou hervorgetan. Mit durchschlagendem Erfolg, wie man in der zweiten Halbzeit deutlich erkennen konnte, in der sich die HSV-Truppe zwar nicht abschlachten ließ, es aber vorzog, sich selbst zu zerlegen.

Dem verantwortlichen Trainer und seinem Vorgestzten möchte man an dieser Stelle auch gerne einprügeln, dass es ein Unding ist, dermassen dämliche Ankündigungen wie dies “Verlassensankündigungen” von sich zu geben und einen Spieltag später, die Spieler, die Fehler im Spiel gemacht haben, öffentlich hinzurichten. An dieser Stelle verlasse ich diese unwegsame Terrain lieber…

+ + + die kommenden Gegner

…und widme mich der Zukunft, also den Dingen, die den HSV wohl in Kürze erwarten werden. Das sind Gegner wie Holstein Kiel, die aufstrebende Macht im Norden. Ich ahtte an diesem Wochenende das Vergnügen, mit einer kleinen schlagkräftigen Delegation dieser Bloggemeinde einem Spiel der Kieler Störche beizuwohnen. Schließlich muss man sich ja schon mal vor Ort umsehen und schauen wie die Gegebenheiten sind, wie teuer Bier, Bratwurst und Katenschinkenbrötchen sind, ob es genügend Fluchtwege gibt und so weiter und so fort.

Nun, Kiel ist und war eine Reise wert. Der Gegner wird dort allerdings – zumindest momentan – gerne im Regen stehen gelassen. Der Gästeblock ist nämlich nicht überdacht. Das könnte sich in Liga Zwo dann allerdings ändern.

Holstein Kiel - Die neue Fußballmacht im Norden

Holstein Kiel – Die neue Fußballmacht im Norden

Ach ja, der KSV Holstein Kiel spielt übrigenz gegen Mainz 05 II und gewann 1:0 durch einen Elfmeter kurz vor der Pause. Was der HSV von den Kielern lernen kann: Zum einen wie man mit wenig Toren gaaaanz viele Punkte holt, wenn man zum anderen kompakt verteidigt, geschickt verschiebt, die Ordnung nicht aufgibt und im Zweifel einen Ball auch mal auf das Tribünendach drischt. Ach…und als Mannschaft auftritt natürlich.

Holstein Kiel ist sechs Spieltage vor Ende der Saison Tabellenzweiter mit lediglich 3 Punkten Rückstand auf jene Bielefelder, die gerade die Gladbacher bezwungen haben, die gerade Dortmund weggehauen haben. Ich drück die Daumen für die Kieler und wenn es mir mit dem HSV gar zu bunt wird, dann brauche ich in diesem Blog lediglich einen Buchstaben austauschen: HeLuecht’s KHSV Blog ;-)


+ + + U23: tunesischer Nationalspieler führt den HSV Nachwuchs zum ersten Sieg des Jahres

Nachdem Leverkusen Spiel sprach HSV Cheftrainer Knäbel ja davon, er wisse nun auf wen er sich verlassen kann und auf wen nicht. Ganz offensichtlich zählt Mohamed Gouaida zur letzten Gruppe (und das, obwohl er gar nicht gespielt hatte). Für die tunesische Nationalmannschaft gut genug, für die “Versager” in der Bundesliga nicht, offenbarte sich Mohamed Gouaida für die Zwote wieder einmal als Glücksfall.

Die U23 trat in mit Ausnahme von Ashton Götz wieder in Bestbesetzung bei Hannover 96 an. Trotzdem gelang in einer in der ersten Hälfte zerfahrenen Partie kein Zugriff auf die Partie. Ahmet Arslan erzielte mit einem schönen Freistoß in der 32. Minute zwar das 1:0 gegen die 96er und damit seinen 15. Treffer in dieser Saison. Die Hamburger konnten in der Folge aus ihrem optischen Übergewicht allerdings kein Kapital schlagen und mussten in der 62. Minute durch einen Foulelfmeter den Ausgleich und nur 8 Minuten Später gar den Rückstand von 2:1 hinnehmen.

So sehen Sieger aus- mit Mo Gouaida kehrt das Glück zurück!

So sehen Sieger aus- mit Mo Gouaida kehrt das Glück zurück!

Im Gegensatz zu den letzten Spielen, kamen die Rothosen nach einem Rückstand allerdings wieder in die Spur und konnten wie in den guten Zeiten in der Rückrunde – angetrieben durch Mo Gouaida – zurückschlagen. Ein Doppelpack in der 73. Minute (feine Einzelleistung von Mo Gouaida) und in der 75. Minute (Abstauber nach Arslan Solo von Francis Adomah) besiegelte den 3:2 Endstand für die Hanseaten. Die Hannoveraner hatten nach der gelb-roten Karte gegen Wilton in der 81. Minute nichts mehr entgegenzusetzen.

So feiern die Hamburger im zweiten Spiel unter Trainer Cardoso ihren ersten Sieg, der gleichzeitig der erste Sieg in der gesamten Rückrunde ist. Damit ist der HSV als Tabellendritter mit 5 Punkten Rückstand auf Werder Bremen und 4 Punkten auf den VfL Wolfsburg durchaus noch in Schlagdistanz um sich Hoffnungen auf einen eventuellen Aufstieg zu machen. Voraussetzung ist allerdings, dass die im Mai nachgeholte Partie gegen Werder Bremen gewonnen wird und die U23 jetzt auch insgesamt an die alten Hinrundentugenden anknüpft. Dank Peter Knäbel sollte dies allerdings zumindest von der personellen Besetzung her möglich sein.

+ + + Aufstiegsspiele zur 3. Liga

Inzwischen ist die Aufstiegsrunde von den Regionalligen in die 3. Liga ausgelost worden. Am 27.5.2015 (Hinspiel) und am 31.05.2015 (Rückspiel) kommt es zu folgenden Begegnungen

  • Regionalliga Südwest B – Regionalliga Bayern [momentan: 1. FC Saarbrücken – Kickers Würzburg ]
  • Regionalliga Nordost – Regionalliga Südwest A [momentan: 1. FC Magdeburg – Kickers Offenbach]
  • Regionalliga Nord – Regionalliga West[momentan: Werder Bremen U23 – Bor. Mönchengladbach U23]

+ + + HSV U19 unterliegt Hannover 96 mit 1:3 (0:1

Bei bestem Fußballwetter fanden sich über 200 Zuschauer an der Hagenbeckstraße ein, um zu sehen, was die Hamburger U19 gegen den Spitzenreiter aus Hannover zustande bringen würden, der die letzte Niederlage am 9. Spieltag ausgerechnet im Heimspiel gegen den HSV einstecken musste.

Von Beginn an zeigten die Hannoveraner die reifere Spielanlage und eine geschlossene Mannschaftsleistung. In einer chancenarmen ersten Hälfte kamen die Niedersachsen zu einer Reihe guter Gelegenheiten nach Standardsituationen (Freistößen und Eckbällen) bei denen die Zuordnung der Hamburger oft nicht stimmte und auch Torhüter Kreidl nicht immer souverän agierte. Hannover störte ansonsten früh und geschickt und der HSV fand keinen Zugriff auf Spiel, was vor allem auch daran lag, dass die Elf von Otto Addo in vielen Phasen einfach die notwendige Handlungsschnelligkeit vermissen ließ. 96 hatte so leichtes Spiel und orientierte sich imer wieder geschickt gestaffelt nach vorne ohne dabei allerdings die Defensive zu vernachlässigen.
Als die Hamburger sich schon mit dem 0:0 in der Pause wähnten, schlug Hannover eiskalt zu. Das 0:1 durch Patrick Jahn fiel quasi mit dem Halbzeitpfiff. Unmittelbar nach dem Treffer bat Schiedsrichter Simon Rott zum Pausentee.

Direkt nach Wiederanpfiff gleich die nächste kalte Dusche. Das 0:2 gegen noch im Tiefschlaf befindliche Hamburger durch Louis Diedrich besiegelte früh das Schicksal für den HSV an diesem Tage. Die Hamburger zwar anschließend bemühter, aber ohne klare Linie im Spielaufbau, so dass 96 leichtes Spiel hatte und immer wieder zu gefährlichen Kontern ansetzen konnten. Nach einem diesen schön vorgetragenen Konter vollendete Noah-Joel Sarenren-Bazee gar zum 0:3 gegen den chancenlosen Kreidl (58.). Das Spiel schien nach knapp einer Stunde gelaufen. Innerhalb der nächsten 5 Minuten brachte Otto Addo mit Porath, Mundhenk, Feka und Ronstadt gleich vier neue Akteure, die das Hamburger Spiel sichtlich belebten. (Warum erst so spät???). Dieser Maßnahme sowie der Tatsache geschuldet, dass Hannover nun einen Gang zurücksteckte, gelang Dren Feka in der 70. Minute der Anschlusstreffer zum 1:3. In der Folge erarbeiteten sich die Rothosen noch einige ordentliche Chancen, die allerdings leichtfertig vergeben wurden. Auch das zehnminütige Überzahlspiel nach Platzverweis von Hannovers Teichgräber änderte daran nichts.

Fazit: Hannover jederzeit Herr im fremden Haus, mit der besseren Spielanlage, fährt mit einem verdienten Sieg nach Hause und bleibt Tabellenführer. Der HSV rangiert nach wie vor mit 28 Punkten auf Platz neun mit 10 Punkten Abstand auf einen Abstiegsplatz. Bei noch vier verbleibenden Spieltagen, sollte der Klassenerhalt damit gesichert sein.

So hat der HSV gespielt: Kreidl (TW) – Hoeling (59. Porath), Tikvic, Lindenberg, Safo-Mensah, Branco, Krol, Jacobsen (65. Feka), Crudo (59. Mundhenk), Kwatu, Dittrich (65. Ronstadt)


Zum Schluss noch die gute Nachricht des Tages: Es kann nur noch aufwärts gehen. Der HSV steht endlich auf Tabellenplatz 18 und braucht keine Angst mehr zu haben abzurutschen. Jetzt können sämtliche Kräfte gebündelt werden, um wieder nach oben zu kommen und das Saisonziel Nicht-Abstieg zu erreichen. Ein bei einem Transfereinsatz von bummeligen 33 Millionen Euro allerdings schwer zu realisierrendes Ziel. Dennoch: Es sind noch 6 Spiele zu spielen und 18 Punkte zu vergeben. Noch ist Polen nicht verloren!

11 Kommentare

  1. claus1955

    Die verbale Kreuzigung von Beiersdorfer und seinem Anhang hier kam ja bereits,historisch passend, bereits vor einer Woche zu Ostern in fast allen Foren….

    Die Hinrichtung kam, spätestens mit dem jetzigen Tabellenplatz 18 am heutigen Tag…

    Ein Vorstandsvorsitzender, der Masse statt Klasse einkaufte, ein Sportdirektor, der als Trainer schlimmer ist als sein Vorgänger, und dazu ein filmender Hockeytrainer, der nix gebacken bekommt…
    Dazu eine Mannschaft, die nie eine war, immer noch keine ist und auch vermutlich nie eine wird…

    Allein, an eine Auferstehung und die damit verbundene Himmelfahrt glaubt zur Zeit wohl niemand mehr, trotzdem ist noch alles möglich, es müßte nur mal gehandelt werden…

    -Der VV muß endlich (richtig) handeln…

    -Knäbel sollte umgehend das Weite suchen und den Job eines Trainers Leuten überlassen, die von dem Geschäft auch was verstehen und die nicht zuletzt vor 15 Jahren gerade mal mal einen schweizer Drittligisten trainiert haben…
    -Die Mannschaft muß endlich mal kapieren und verinnerlichen, es ist auch ihr Name, der mit einem eventuellen Abstieg auf ewig verbunden sein wird …

    Zu Knäbel, ein Trainer, der seine Spieler, die wenigstens mal den Mut haben, 1:1 zu gehen, auch wenn es vielleicht gestern die falsche Entscheidung von Cleber war, öffentlich zu brandmarken, der darf sich nicht wundern, wenn demnächst keiner mehr etwas wagt….
    Die Abwehr ist ein Trümmerhaufen, das Mittelfeld ein ideenloser Haufen und der Angriff nicht einmal ein laues Lüftchen, so kommt man da unten nicht heraus….
    Auch auf die Spieler, denen jetzt schon klar ist, daß sie keine Zukunft mehr beim HSV in der nächsten Saison haben, sollte man jetzt endgültig verzichten….
    Hier mal eine Aufstellung, auf die ich in den nächsten Spielen setzen würde:

    ————-Adler
     
    Götz—–Cleber/Kacar—-Rajkovic—Ostrzolek

    —-Diaz/Kacar—-Stieber/Holtby—–Jirazek——

    Müller/Beister—-Rudnevs/Lasogga—-Olic/Stieber/Gouida

    Also ein 4-3-3, wobei Abschottung und offensive eine gewisse Wertschätzung eingeräumt wurde…

    Auf einigen Positionen habe ich bewußt die entsprechenden Alternativen eingesetzt, da bedingt durch gelbe Karten mal Auswechslungen anstehen könnten, ansonsten nur mal als grobe Formation, mit der ich gegen den drohenden Abstieg kämpfen würde…
    Die Loser der Vergangenheit möchte ich jedenfalls nicht mehr sehen, die haben allesamt bewiesen, daß sie es nicht bringen (wollen)….
     
    Daher wäre ein letzter, mutiger Schritt in Richtung Aufstellung wohl die allerletzte Patrone im Lauf, ansonsten nehmen halt die Dinge ihren Lauf….

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  2. ky

    “Schöner” Rückblick, HL, wie wahr, wie traurig.
    Seit Januar haben wir uns die Finger wundgeschrieben, dass das Wintertrainingslager eine Rotationsfarce gegen unterdurchschnittliche Gegner mit noch unterirdischeren Leistungen war; haben auf die Notwendigkeit einer Stamm-Formation mit Teamgeist/Charakter hingewisen, auf Teambuildingmassnahmen wie Trainingslager unter der Woche hingewiesen, haben die Vorschläge gemacht, einen Jupp Heynckes oder Othmar Hitzfeld für 3 Monate als Berater für JZ zu installieren, haben Tickets für Heimspiele gekauft, um die Mannschaft zu unterstützen, waren immer wieder verwundert von der Nicht-Berücksichtigung von fitten, spielstarken Spielern wie Gojko Kacar oder Slobodan Raijkovic, waren noch verwunderter über Linksverteidiger, Rechtsverteidiger und 6er HW4, über unfitte Lasoggas et al.
    Klar, wir sind nur einfache Fans und haben ja keine Ahnung…
    aber die hochdotierte Führung dieser HSV AG, die hat ja Ahnung, die macht das schon mit ihren chaotischen Entscheidungen u.a. hätte Hertha nicht das 0:1 kurz vor Schluß geschossen, wäre Knäbel ja in Urlaub gefahren in der Länderspielpause, wo er doch eigentlich mit den Spielern/Beratern sprechen wollte…
    Genau, Sympath-Knäbel, der allen in den Rücken fällt, die nicht schnell genug in Deckung gehen. Wird der eigentlich jetzt auch von B Peters gefilmt bei den Ansprachen an die Mannschaft?
    Und gibt es dazu Nachbesprechungen? Was passiert eigentlich mit den Peters-Videos über und mit JZ? Darf der diese behalten oder lagern die im Archiv mit den Congerton-Mappen und den Viduvic-Tankbelegen?
    Mit 16 geschossenen Toren absteigen – geiler Rekord, DiDi, und danke Jungs, die ihr unser Trikot getragen habt, danke für Nix.

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    1. HeLuechtHeLuecht (Beitrag Autor)

      Es fällt in diesen “schweren” Tagen nicht leicht, die notwendige Distanz zu wahren, um in seinen Betrachtungen einigermassen sachlich zu bleiben, zumal inzwischen ja auch von allen Seiten polemisierend draufgeschlagen wird und nicht nur von jenen, die von Anbeginn an gewarnt hatten.

      “Scorsese”-Peters mit seinem “Hey Joe-Thriller” ist so ein Ding, das sich verselbstständigt hat, der Sache aber nicht gerecht wird.

      Viele Dinge, die im HSV derzeit passieren, sind für einen Aussenstehenden schwer oder gar nicht nachvollziehbar, dazu gehören sicherlich in erster Linie auch die Personalentscheidungen auf dem Feld, speziell der Einsatz eines in dieser Saison permanent verletzten oder unfitten Pierre-Michel Lasoggas. Jetzt, wo Peter Knäbel das Zepter schwingt, hat sich nichts geändert, was im Nachhinein vermuten lassen könnte, dass JZ bereits nach Knäbels Vorgaben aufstellte.

      Ich vermag das heute noch nicht zu glauben. Finanziell hat JZ das alles eh nicht nötig, sollte er sich für seinen großen Traum derart verbiegen lassen, dass er sich Vorschriften vom Direktor Profi-Fußball machen ließ? Oder gibt es nicht vielleicht eher vertraglich geregelte Dinge, die schon eine bestimmte Aufstellung vorgeben? Auflauf- und Einsatzgarantien (für Behrami?)? Die vertraglichen Regelungen beim HSV sind ja zum Teil abenteuerlich, siehe Olic und Wolfsburg.

      Egal, die Wahrheit liegt auf dem Platz, die Tabelle lügt nicht und verantwortlich ist Dietmar Beiersdorfer für die aktuelle Misere. Er hat Slomka entlassen, er hat Zinnbauer entlassen – zu einem denkbar ungünstigen Zeitpunkt – und er hat auch die Inthronisierung von Peter Knäbel zu verantworten unter dem die Mannschaft zuletzt nicht nur fußballerisch schwach sondern auch vollends blutleer aufgelaufen ist. Also noch mindestens eine Klasse schlechter als unter Joe Zinnbauer.

      Die Führung (Didi) ist genauso gelähmt, wie die Mannschaft. Der von der Mannschaft geforderte Mut, wird nicht von oben vorgelebt. Wie soll das etwas werden?

      Meine Hoffnung ist gestorben und dennoch sind noch 6 spiele zu absolvieren, von denen der HSV keines verlieren muss. Abgerechnet wird nach dem 34. Spieltag. Dann werden so oder so Köpfe rollen müssen.

  3. ky

    Was befähigt eigentlich ehem. Profi-Fussballer zu anderen Ämtern in leitenden Funktionen nach ihrer Karriere auf dem Platz? Der Stallgeruch? Das Kicken-Können? Die jahrelangen Verhandlungen mit Vereinen und Beratern über das beste Salär?
    Warum ist ein Nerlinger bei Bayern 2 Jahre von Uli Hoeness angeleitet worden, um nach einem weiteren Jahr “allein” dann doch wieder zurück gestuft zu werden? Vielleicht reichte es einfach nicht…
    .
    Wieviele Maschinen-Schlosser sind heute Vorstand in Maschinenbau-Unternehmen? Wieviele Schiffsführer heute Reeder? Wieviele Streifenpolizisten Polizei-Präsidenten? Alles ehrenwerte Berufe, mit jeder Menge Praxis-Erfahrung. Aber – reicht das für die höchste Management-Position? Es mag Ausnahmen geben, aber in der Regel sind Unternehmen mit 9 stelligen Umsätzen etwas komplexer.
    .
    Für den reset in Liga 2 sollte auch das zu Konsequenzen führen, und “Excellenz” auch in allen Bereichen des Management des HSV Einzug halten.

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    1. der Coach

      Eine sehr interessante Frage. Die gleiche Frage habe ich mir vor einigen Tagen auch gestellt. Tatsächlich ist es doch so, dass ehemalige Fußballer an der Spitze einer Führung eher die Ausnahme bilden (und das wohl aus gutem Grund). Die große Ausnahme ist seit den 90ern Bayern München, wo Beckenbauer, Rummenigge (und schon seit 79 Hoeneß) in vorderster Linie Verantwortung tragen. Allerdings darf man nicht vergessen, dass immer auch andere (Wirtschafts-)Experten dort beteiligt waren und die dürften eine große Rolle spielen auch wenn sie öffentlich im Hintergrund agieren. Und die Fußballer, welche in der Lage sind (mit Hilfe anderer Fachleute) einen Verein zu führen dürften rar gesät sein. Ein Hoeneß, Beckenbauer vielleicht Bierhoff, Magath, oder ein paar wenige Andere können das vielleicht, wohl auch durch ihre Persönlichkeit bedingt. Im Großen und Ganzen sind die Klubs aber gut beraten die Führung in die Hände von Fachleuten zu legen, solchen aus der Wirtschaft und nicht vom grünen Rasen. Wenn man sich Schweinsteiger als Bayern-VV vorstellen kann, dann besteht immerhin die Chance deren Vormacht zu brechen ;)

  4. Rauten-HannesRauten-Hannes

    Moin, Moin,
    .
    bereits aus der letzten Saison gewöhnt, beschäftigt man sich zum Ende hin mehr mit den unmittelbaren Tabellennachbarn des HSV. War es in der letzten Saison noch so, dass keiner der drei Abstiegsaspiranten den Relegationsplatz auf Grund sportlicher Leistungen verdient hätte, scheinen in dieser Saison zumindest Paderborn und der VFB zeigen zu wollen, dass der sportliche turnaround doch noch möglich scheint. Einen ähnlichen “Gleichschritt” der Erfolgslosigkeit und somit die wiederholte Möglichkeit der Relegation wird es für den HSV daher nicht geben.
    Jetzt, nach diesem Wochenende ist es klar, dass der HSV es selbst in die Hand nehmen muss. Torlose unentschieden werden dabei nicht helfen und mit dem miserablen Torverhältnis wird der, scheinbar unmögliche, Klassenerhalt zusätzlich erschwert. Ob es dabei hilft, dass ein Spieler wie Gouaida die Aufstiegsmöglichkeit der U23 am Leben erhält, erscheint nicht nur mir, mehr als fraglich. Sollten die Aussagen zu einer Verpflichtung Tuchels für die nächste Saison, durch den Aufsichtsratsvorsitzenden, als Ablenkung von den aktuell ungenügenden Leistungen von Mannschaft und Trainerteam gedacht worden sein, kann man deutlich feststellen, dass dieser Schuss mehr als nach hinten los gegangen ist. Denn wenn Tuchel, so wie es sich medial verdichtet, in der neuen Saison, unabhängig von der Spielklasse, den HSV als Trainer übernehmen sollte, werden genau diese Medien ihn schon jetzt als einen Trainer aufbauen, der den Verein schon im Stich gelassen hat, bevor er überhaupt verpflichtet wurde. Das lassen die Aussagen im Doppelpass am Sonntag und einige Berichte am Wochenende zumindest vermuten, da gerade medial ein Soforteinstieg Tuchels, Vertrag Mainz hin und Heidel her, als logische Maßnahme auf die desolate Vorstellung der Mannschaft erachtet wird.
    Man kann es drehen und wenden wie man will der Verein wurde durch ungenügende Planung, fragwürdige Entscheidungen, Panikkäufe von Spielern und der sträflichen Vernachlässigung der Entwicklung innerhalb der laufenden Saison, zu Gunsten Einer mittel- bis langfristigen Planung, im wahrsten Sinne des Wortes gegen die Wand gefahren.
    Die Verhinderung des drohenden Abstiegs, oder aber ein direkter Wiederaufstieg, erscheint zumindest mir, unter dieser laschen, auf die aktuelle Entwicklung nicht nachhaltig reagierende Führung, inklusive Aufsichtsrat und sportliche Leitung, nicht möglich.

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  5. Hallo

    Danke für einen – aus Selbstschutzgründen distanzierten – Wochenrückblick, in dem Du nun auch mal wieder die U23 loben kannst!

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    1. HeLuechtHeLuecht (Beitrag Autor)

      Nun ja, loben ist wohl etwas zuviel gesagt, aber immerhin hat es mal wieder einen Sieg gegeben. Es ist jammerschade zu sehen, wie der einzige Lichtblick des Vereins in den letzten Wochen ruiniert wurde und sich selbst Knüppel zwischen die Beine geworfen hat.

      So wenig Hoffnung wie ich auf einen Verbleib in der 1. Liga habe, so gering ist meine Hoffnung, dass die U23 noch die Aufstiegsspiele erreichen wird. Allerdings ist auch hier rechnerisch noch alles möglich. Ein Jammer, wie hier in Hamburg die wenigen sich bietenden Chancen auf sportlichen Erfolg vertan werden.

      Man hofft ja auf Herrn Tuchel und sein Team, die so scheint es ja ein möglichst “leeres Blatt” übernehmen wollen. Vor dem Hintergrund wird es natürlich erklärbar, dass in vielen Bereichen U23/U17 noch keine Entscheidungen bezüglich der Trainer für die kommende Saison gefallen sind. Sinn macht das Ganze für mich trotzdem nicht. Es ist ein hochrisikoreiches Vabanque Spiel auf allen Ebenen. Der HSV hängt an einem seidenen Faden. Und Tuchel – sollte ihn das ganze Szenario wirklich reizen? Kommt er dann, so muss er zum Retter des HSV werden, sonst ist er für den Rest des Lebens als Trainer verbrannt und wird als jemand in die Geschichte eingehen, der unter einem Topmanager Heidel eine zeitlang passable Erfolge bei einem Provinzverein feiern durfte.

    2. Hallo

      Ah ja, womöglich will Herr Tuchel auch im Nachwuchsbereich mitbestimmen, und der HSV hält in vorauseilendem Gehorsam schon mal alle Optionen offen. Passt doch!

  6. Totti61

    Alle Kommentare sowie der Wochenrückblick (wie immer) super … dem ist nichts hinzuzufügen, außer der Leitung der Akteure.

    Danke,

    Totti

    Antworten
  7. ky

    so, so, die Hamburger Journaillie treibt eine neue/alte Sau durchs Dorf – der Magier Quälix soll es richten…
    Ganz ehrlich: FM weiß, wer kicken kann, und wer ein Stinkstiefel ist. Und mehr Erfahrung und Respekt hat er als PK.
    Und besser artikulieren kann er sich eh als die meisten (inkl. DB). Lasst es ihn versuchen, schlimmer kann es nicht werden.
    Und solllte FM das Unmögliche schaffen, den Dino in der Liga zu halten, dann darf er auch gern danach weiter arbeiten – als VV, und Didi wird Sportdirektor, und PK kümmert sich um den Nachwuchs – von St. Pauli…
    Traummodus aus. Diese Größe hat DB nicht, und daher werden wir absteigen – zurecht, leider…

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