Der (etwas andere) Wochenrückblick – No. 2

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Und auf geht es in die 2. Ausgabe des etwas anderen Wochenrückblicks, auf eine Woche, die klar im Zeichen des Trainingslagers in Dubai stand, welches – in der ansonsten eher langweiligen “Saure Gurken Zeit” der Saisonvorbereitung – durchaus die eine oder andere nette Geschichte parat hielt.

HeLuecht’s Rückblick auf die KW3

+ + + Mopo Reporter in Dubai von “Moskito” gestochen. Innocent unschuldig!

“Innocent Emeghara – das klingt für deutsche Zungen ja ein wenig sperrig. Der Neue ist ja recht klein und drahtig, nennen wir ihn doch einfach „Moskito“. Und hoffen darauf, dass er richtig zusticht.”

So weit die bemerkenswerte Aussage, die Simon Braasch in seinem Mopo-Dubai-Ticker zu Anfang der Woche tickerte. Man darf getrost fragen, ob es die wohl Mittagssonne in Dubai war, die ihm einen derartigen STich versetzt hat und aus ihm einen derart ver(w)irrten Moskito machte, dass seine Zunge des plötzlich des Hörens mächtig wurde. Zwei Dinge sind klar: 1. Innocent ist an diesem verwirrten Geisteszustand völlig unschuldig. und 2. Meine “deutsche Zunge” kann jedenfalls nicht hören! Mir klinge(l)n da nur mächtig die Ohren.

Vielleicht hätte Simon Braasch es ja auch einmal mit Schwyzerdütsch probieren können. Da gibt es jedenfalls keine Probleme bei der Aussprache des Namens des Nigerianers mit Schweizer Pass, (wie nebenstehendes Video beweist)

Der 25-jährige Schweizer Mittelstürmer, der auch auf RA und LA eingesetzt werden kann, ist zur Zeit vertragslos. Er spielte bisher beim FC Zürich (U18/II), dem FC Winterthur, den Grashoppers Zürich, dem FC Lorient sowie bei Robur Siena, dem AS Livorno. Er bestritt 8 Einsätze für die U21 (5 Tore) sowie 9 Einsätze für die Nationalmannschaft der Schweiz (letztes Spiel am 23.03.2013 gegen Zypern). Zuletzt spielte Emeghara drei Monate beim aserbaidschanischen Klub Qarabag Agdam, wo er fünf Tore in acht Ligaspielen erzielte. Seinen dortigen Vertrag löster er aber auf Wunsch seiner Familie auf. Er hielt sich in der Zwischenzeit beim FC Winterthur fit.

Innocent Emeghara sprintet für einen Vertrag (screenshot instagram)

Innocent Emeghara sprintet für einen Vertrag
(screenshot instagram)

Jetzt trainiert und spielt Innocent Emeghara, der im September auch vom SC Freiburg heiss umworben war, also beim HSV mit und hinterläßt einen durchaus positiven Eindruck. Einsätze in beiden Testspielen sowie die Tatsache, dass Emeghara bis zm Ende des Trainingslagers dabei bleiben wird, deuten darauf hin, dass der HSV diesen blitzschnellen, robusten Konterspieler verpflichten möchte und wird. “Emma”, wie Innocent inzwischen von allen genannt wird, würde sicher gerne kommen. Einzig Herr Braasch bleibt nach wie vor stur bei seinem “Moskito”, nun – lassen wir ihn!


+ + + „Fly Zinnbauer“ – Joe geht ab wie eine Rakete

Und scheißt seine Leute lautstark zusammen. Das HSV Virus scheint sowohl hitze- als auch kälteresistent zu sein. Unabhängig von klimatischen Bedingungen bewegt es sich immer gleich träge. Diesen Eindruck musste man auch in Dubai haben. Immer wieder fuhr Trainer Joe Zinnbauer aus der Haut und mahnte mehr Engagement, mehr Schnelligkeit und mehr Einsatz an. Und das zumeist sehr lautstark.

Bild, wie immer technisch bestens ausgestattet undseit Jahrzehnten mit einem loudness meter auf Europas Trainingsplätzen unterwegs, stellte fest: “Noch nie war ein HSV-Trainer lauter auf dem Platz als Zinnbauer!”

Zinne auf Zinne

Zinne auf Zinne

Nachdem diese lauten Ansagen nach dem ersten Tag nicht fruchteten, drohte Joe seinen Zöglingen gar an, sie zum Kamelreiten schicken zu wollen, wenn sie seine Anweisungen nicht verstünden. Nun, soweit ist es nicht gekommen. Ob die Spieler allerdings plötzlich die Anweisungen des Trainers kapiert hatten und seine Forderungen umsetzten oder aber ob Kamelrennen, eine äußerst anspruchsvolle und schwere Sportart, sie noch mehr überforderte, ist nicht kolportiert.

Fakt ist, die Spieler zogen im weiteren Verlauf des Trainingslagers alle gut mit, sofern sie nicht dem neuen Freizeitspass der Hamburger, dem “Hau den Lukas” zum Opfer fielen, der daraus bestand Mitdpieler im Zweikampf zu verletzen. Unangefochtener Leader in dieser neu eingeführten Disziplin ist übrigens Ashton Götz, der in der Vorbereitung bereits Pierre-Michel Lasogga und Mathias Ostrzolek geschafft hat. Dass nenne ich mal echten Einsatzwillen und richtigen Biss. Gratulation Götz!

Nun, die übrig gebliebenen, nicht verletzten Spieler zogen hernach derart gut mit, dass in Dubai sogar eine rekordverdächtig lange Einheit gab: nach 2 Stunden und 44 Minuten beendete Joe Zinnbauer das Morgendtraining am Freitag. Die U23 Akteure werden sich an ihre Saisonvorberitung im Sommer erinnert haben.


Gloria Victoria – HSV hat neuen Super-Knipser!

Drei Tore in 23 Minuten. Ob das ein Drmic geschafft hätte?

Mit einem – wie es ein Kommentator im Nachbarblog bei Matz Ab! so schön ausdrückte – “lupenunreinen” Hattrick, brachte der ehemalige Victorianer Nils Brüning die U23 des Hamburger SV beim gestrigen Spiel gegen den Hamburger Oberligisten Altona 93 auf die Siegerstrasse.

Lange Zeit hatte es nach der nächsten Niederlage für die U23 ausgesehen. Altona führte durch zwei frühe Tore von Sachs (11.) und Niemeyer (19.) und hatte durchaus Chancen auf weitere Tore. Allein Nils Brüning hatte an diesem Tage etwas gegen einen Sieg der 93er und glich bis zur Pause zum 2:2 aus (27. und 39. Minute).

Jubel bei der U23 (Foto: Benno Hafas)

Jubel bei der U23
(Foto: Benno Hafas)

Nur 5 Minuten nach dem Seitenwechsel gar der Führungstreffer durch Brüning, der ja auch in der Regionalliga Nord knapp hinter Ahmet Arslan zu den Toptorjägern gehört. Nach dem zwischenzeitlichen Ausgleich durch Altonas afghanischen Nationalspieler Mustafa Hadid zum 3:3, traf Merphi Kwatu zum 4:3 Endstand für den HSV. Die U23 kann also doch noch gewinnen.

Nach diesem Testspiel, geht es für die Jungs der “Zwoten” am Mittwoch ins Trainingslager ins türkische Belek, wo weitere Testspiele gegen die U23 aus China und aus Singapur anstehen.

Finnische Medien vermelden einen (wahrscheinlichen) Neuzugang beim HSV. Es wird gemunkelt Matias Ojala kehre aus Finnland zu HSV zurück. Der offensive Mittelfeldspieler war in der Saison 2013/14 bereits bei den Hamburgern auf Leihbasis im Einsatz. Eine Kaufoption wurde damals nicht gezogen, also ging Matias nach Leihende zurück nach Finland. Der aktuelle U21 Nationalspieler der Finnen würde dem Team nach dem Aderlass Richtung erste Mannschaft sicher gut tun.


+ + + Paulianer im HSV-Aufsichtsrat feiert!

Ein alter Paulianer, aber auch Ex-Herthaner und Lübecker, vor allem aber Urgestein des Hamburger SV, der vierfache Nationalspieler und ehemalige Rowdie (Tampa Bay) Peter Nogly feierte am Mittwoch seinen 68. Geburtstag. Herzlichen Glückwunsch nachträglich.

Réne Adler jetzt 30 (Quelle: screenshot instagram)

Réne Adler jetzt 30 (screenshot instagram)

Überhaupt war es die Woche der Geburtstage:

  • am Dienstag (14.01.2015) feierte Artjoms Rudnevs, er wurde 27. Jahre alt
  • am Mittwoch (15.01.2015) folgte Réne Adler, der ab jetzt 30 Lenze zählt
  • am Sonntag (18.01.2015) schraubte Johan Djourou sich auf stolze 28
  • und auch Sven Mende durfte heute feiern; er wurde 21, Jahre alt

♫♪♫ Happy Birthday to you!
♫♪♪♪♫ Happy Birthday liebe Leute! ♫♪♫
♪♪♫ Happy Birthday to you!♫♪♫


+ + + und sonst so?

Sonst gab es noch die Vertragsverlängerung mit Gideon Jung. Der junge Defensivspieler wurde bis 2018 an den HSV gebunden. Erfreulich, dass sich per Option ebenfalls die Verträge von Ronny Marcos und Mohamed Gouaida verlängert haben, die beide allerdings noch mit Regionalliga-Verträgen ausgestattet sind, währen Jung ja bereits zum Lizenzspielerkader zählt, wie auch Ashton Götz und Matti Steinmann.

Und dann gab es ja noch zwei Testspiele, von denen man zumindest das gegen Frankfurt live im Fernsehen verfolgen konnte (zum Spielbericht). Das heutige Spiel den FK Astana aus Kasachstan endete 0:0 und war wohl eher ein müder Kick. Auffallend nach beiden Spielen scheint mir, dass die Kombination mit Rudnevs, Beister und Ahmet Arslan offensichtlich am durchschlagskräftigsten und offensiv am gefährlichsten ist. Dies zeigte sich in der ersten Halbzeit gegen Frankfurt und auch heute wieder, als Ahmet Arslan in der 12. Minute mit einem Pfostenschuß die größte Möglichkeit zu einem Treffer besaß.

Zum Anschluß noch ein scheeler Blick zurück: HSV-Vorstandsmitglied Oliver Scheel räumte nach 6 Jahren sein Büro. “Es war unterm Strich eine wirklich geile Zeit”, sagte er zum Abschied. Nun, das mögen andere anders sehen. Für sie beginnt die “geile Zeit” vielleicht erst jetzt, wo er weg ist. Eine geile Zeit dürften auch alle HSVer wieder auf der anstehenden Mitgliederversammlung am 25. Januar 2015 im Hamburger CCH haben. Ich bewundere all jene, die sich das immer wieder antun, bin aber in solchen Momenten immer wieder froh, dass ich nur ein einfacher, distanzierter “Fan” bin.

In diesem Sinne allen eine schöne und erfolgreiche neue Woche!


P.S. Zum Abschluss noch die gute Nachricht der Woche: Wir sind immer noch “noch immer 14″. ;-)

4 Kommentare

  1. Kieler HSV-Fan

    Ein schöner Rückblick – vielen Dank @ HeLuecht ;)

    Antworten
    1. HeLuechtHeLuecht (Beitrag Autor)

      @Kieler
      Danke, freut mich, dass es gefallen hat. So soll es sein ;-)

  2. Totti61

    HeLuecht,

    auch hier sehr unterhaltsam, bedenkt man gerade jetzt die “saure Gurkenzeit”.

    Top!!!

    Grüße,

    Totti

    Antworten
  3. FlamboFlambo

    Moin, HeLuecht! Der Text ist noch besser als letzte Woche. Einfach klasse, wir haben uns sehr amüsiert! Bis (hoffentlich) bald!

    Antworten

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