Der HSV braucht eine gute Verfassung…

Trainingsauftakt beim Hamburger SV. Wie üblich steht zunächst der Laktattest an, der einen ersten Eindruck über den Fitnesszustand der Akteure gibt. Trainer Markus Gisdol weiss, dass er wieder extrem auf die Fitness seiner Spieler achten muss, er muss den HSV körperlich in eine Topp-Verfassung bringen damit man in der kommenden Saison bestehen kann.

Eine gute Verfassung benötigt der HSV auch allgemein und da sah es in der Vergangenheit nicht immer, genaugenommen sogar selten danach aus. Unser Leser ludewigo48 hat sich da mal so seine Gedanken gemacht, wie der HSV zu einer und in eine Verfassung kommen kann, die ihn künftig in die Lage versetzt, sich erfolgreich im Bundesligageschäft und darüberhinaus zu bewegen.

Sein Gastbeitrag soll Denkanstoß und Diskussionsgrundlage gleichermaßen sein:


+ + + GASTBEITRAG von ludewigo48 + + +


Der HSV braucht eine gute Verfassung

Viele vermissen beim Hamburger Sport-Verein ein tragfähiges, in die Zukunft weisendes Konzept, einen Leitfaden oder Masterplan, der Orientierung auf dem Weg zur wirtschaftlichen Konsolidierung und zum sportlichen Erfolg bietet.

Im angelsächsischen Sprachraum geben sich Sportvereine, Unternehmen und andere Organisationen, zumal wenn sie international aufgestellt sind, häufig eine Verfassung.

Eine schriftliche Grundlage dieser Art, die u. a. das Selbstverständnis, die kaufmännischen Verpflichtungen und die ethische Positionierung verbindlich definiert, könnte dem HSV den Weg in eine segensreiche Zukunft weisen.

Es folgen 18 Punkte, die bezüglich des Inhalts einer für den Hamburger SV zu schreibenden Verfassung Denkanstöße geben können. Auf eine detaillierte Ausarbeitung der folgenden Gedanken wurde bewusst verzichtet, denn eine solche obliegt, so sie denn gewollt wird, dem Verein. Dieser Beitrag erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit, er möchte lediglich in die Zukunft weisend inspirieren, nicht mehr – aber auch nicht weniger!

01.:
Das Selbstverständnis des Vereins

02.:
Die Beschreibung von verbindlichen Umgangsnormen für die Mitglieder

03.:
Die von allen Mitgliedern zu beachtende Art und Weise der Präsentation des Vereins nach auß

04.:
Definition der Ziele des Vereins im Breitensport

05.:
Definition der Ziele des Vereins im Profisport

06.:
Darstellung der Anforderungen, die der Verein zum Zwecke des Erreichens gesetzter Ziele von allen daran Beteiligten erwarten darf und kann.

07.:
Beschreibung der Anforderungsprofile, die alle Mitarbeiter, Sportler und Offizielle vom Greenkeeper bis zum Aufsichtsratsvorsitzenden zu erfüllen haben, um ihre entsprechenden Funktionen ausüben zu dürfen.

08.:
Auflistung der Grundsätze zur Finanzierung und Bewirtschaftung des Amateursportbetriebs

09.:
Auflistung der Grundsätze zur Finanzierung und Bewirtschaftung des Profisportbetriebs

10.:
Verbindliche Beschreibung der Art und Weise der vom Club zu leistenden Öffentlichkeitsarbeit nebst deren Präsentation

11.:
Beschreibung der Selbstverpflichtungen aller im Profisportbereich engagierten Sportler

12.:
Definition der für den Profisportbereich geltenden Regeln bzgl. des erfolgsorientierten Leistungsprinzips

13.:
Beschreibung der Parameter für eine zukunftsweisende Nachwuchsförderung im Breiten- und Profisport

14.:
Darstellung der verbindlichen Grundsätze für das Scouting im Profisportbereich

15.:
Traditionspflege und öffentliches Engagement – hier:

a: Förderung und Unterstützung sportlicher Initiativen von und in Schulen, Betrieben und öffentlichen
Einrichtungen

b: Verleihung einer Medaille durch den Verein an einen Menschen, der mit seinem Tun einen wertvollen
Beitrag zur friedfertigen Entwicklung der Zivilgesellschaft geleistet hat.

c: Förderung des Wissens um die Vereinsgeschichte durch eine wöchentliche Sendung im vereinseigenen
TV-Programm unter Mitwirkung von Geschichtswissenschaftlern und Zeitzeugen

d: Pflege des Anspruchs ein erfolgsorientierter Sportclub zu sein, in dem im vereinseigenen TV-Programm
wöchentlich an einem festen Sendeplatz Dokumentationen über siegreiche Sportler und Mannschaften aus
allen Sparten des Clubs gezeigt werden

16.:
Zum Zwecke der Pflege nationaler und internationaler Beziehungen und der Nachwuchsarbeit veranstaltet der Verein ein jährlich im August stattfindendes Fußballturnier. Anlässlich seines bevorstehenden Geburtstages spielen 7 A-Jugendmannschaften renommierter Clubs aus der ganzen Welt mit dem A-Jugendteam des Hamburger Sport-Vereins um den von der Hamburger Hafenwirtschaft gesponserten Hamburger-Hafen-Pokal. Nach der Siegerehrung findet am und im ‚Volksparkstadion‘ Jahr für Jahr die HSV-Geburtstagsparty statt.

17.:
Realisierung eines Konzepts* zur Schaffung eines vereinseigenen Kapitalstocks, mit dem der Club zukünftige Aufgaben selbstständig und bankenunabhängig finanzieren kann – so zum Beispiel eine Vermögenssituation, die alle fiskalischen Voraussetzungen erfüllt, z. B. als Mitglied einer zukünftigen Europaliga in Frage zu kommen.

18.:
Gründung und Erhalt einer Abteilung ‚Control‘, die einzig und allein die Aufgabenstellungen zu erfüllen hat, die geschriebene Verfassung des HSV zu pflegen, weiter zu entwickeln, die Einhaltung derselben zu kontrollieren und gegebenenfalls diese anzumahnen und den Werdegang im Breiten- und Profisport weltweit zu sichten, Trends zu erkennen und aufzugreifen, bzw. selber solche, so denn möglich, zu setzen.

*Eine nähere Beschreibung des unter Punkt 17 erwähnten Konzepts erfolgt zu einem späteren, jedoch zeitnahen Datum, da momentan eine Prüfung der Machbarkeit stattfindet.

Hier enden zunächst meine Gedanken zum Thema Zukunftsfähigkeit des HSV, diese hier im Blog fort zu führen, zu vertiefen, zu optimieren und in den Club zu tragen, kann spannend sein und nützliche inspirative Wirkungen entfalten. Das HSV-Emblem, die Vereinstracht, der Name ‚Volkspark-Stadion‘ und ein ab der Saison 2017/18 von Jahr zu Jahr immer erfolgreicher Fußball spielender Hamburger SV sind allerdings die unbedingten Voraussetzungen für eine zukünftige gute Verfassung des Clubs.

Mit freundlichen Grüßen verbleibt

— ludewigo48 –

22 Kommentare

  1. der Coach

    Wieso sollte der Name “Volksparkstadion” unbedingte Voraussetzung sein? Erschließt sich mir nicht.

    Antworten
    1. ludewigo48

      Mir sagt der Name Volkspark-Stadion mehr als eine Bezeichnung der Spielstätte des HSV nach einem Wirtschaftsunternehmen. So wie das Vereinsemblem und die Tracht des Hamburger SV vermittelt auch der Name Volkspark-Stadion Ursprünglichkeit. AOL, HSH-Nordbank und Imtech sind bereits in Vergessenheit geraten, der Name Volkspark beinhaltet Identität, die bewahrt werden sollte. In diesem Zusammenhang erinnere ich an Dr. Peter Krohn und seine Auffasung über den Erhalt des Stadions an der Rothenbaumchaussee. In Sachen Volkspark-Stadion möchte ich einen weiteren Gedanken erwähnen: Der HSV verdient mit dieser Namensgebung Geld ohne seine Geschichte für einen Begriff preisgeben zu müssen, der mit dem Werdegang des Clubs in keiner Weise etwas zu tun hat – so gesehen trägt der Verein in dieser Frage seine Tradition nicht zu Markte. Wenn diese Masse – die Raute, die Tracht und der Stadionname – nicht verhandelbar sind, bewahrt sich der Club sein Erscheinungsbild, in dem sich alle, die dem HSV nahe stehen, wiederfinden können, ganz gleich ob jung oder alt, männlich oder weiblich und wo auch immer auf der großen weiten Welt zuhause. Weisses Hemd, rote Hose, die wunderschönen schwarz-weiss-blauen Stutzen, das Emblem, das ohne Zahl- und Schriftzeichen geometrisch präzise zum Ausdruck bringt, wer man ist und das Hamburger Volkspark-Stadion verstehe ich als eine Einheit, die es unbedingt zu erhalten gilt, will man Erstligafußball spielen. In dieser Einheit verkörpert für mich das Volkspark-Stadion die Heimat des HSV, damit kann sich der HSVer identifizieren. Mit einer alle paar Jahre den Namen wechselnden XYZ-Arena fällt es einem schwer. Wie würde der Brite sagen: “Anfield Road bleibt Anfield Road!”

  2. WORTSPIELERWORTSPIELER

    leitbild…verfassung…campus…so viele hüllen, so wenig inhalte. so lange niemand prüft, ob die eigenen ideale eingehalten werden, ist alles makulatur. hierfür wäre stetes personal in den führungsgremien unabdingbar. dass ein ruheständler als “übergangslösung” somit nicht weiterhilft, bleibt kein geheimnis…

    Antworten
    1. ludewigo48

      Ich werde morgen auf die Zuschriften, die bislang eingegangen sind und auf einige Punkte meines Beitrages antworten bzw. näher eingehen. Hinter mir liegt eine arbeitsreiche Woche und noch ist der Feierabend nicht in Sicht. Ich würde mich über eine rege und ernsthafte Diskussion zum Thema Verfassung sehr freuen, denn ich bin der Auffassung, dass das Fehlen einer solchen die bestehenden Schwierigkeiten erst möglich gemacht hat. Ein Beispiel: Wenn es zur Zeit der ‘Sammlungsbewegung Campus’ eine geschriebene Verfassung gegebe hätte, die eine Zweckentfremdung gesammelten Kapitals zur Vermeidung von ‘Mißverständnissen” verbietet, wäre das, was passiert ist unmöglich gewesen. Daher ist eine im Interesse des HSV geschriebene Verfassung, so sie denn den Verein vor Schaden schützen soll, eine Vorsorge – sie legt Regeln fest, an die sich im Zweifelsfalle alle zu halten haben, der Greenkeeper ebenso wie der Aufsichtsratsvorsitzende und das macht die Sache so spannend.

  3. WORTSPIELERWORTSPIELER

    01.: Das Selbstverständnis des Vereins
    >>> #nurderHSV

    02.: Die Beschreibung von verbindlichen Umgangsnormen für die Mitglieder
    >>> ♫ heute so, morgen so ♫

    03.: Die von allen Mitgliedern zu beachtende Art und Weise der Präsentation des Vereins nach außen
    >>> ♫ blau-weiß-schwarze invasion ♫

    04.: Definition der Ziele des Vereins im Breitensport
    >>> ruhm und ehre für hamburgs amateure.

    05.: Definition der Ziele des Vereins im Profisport
    >>> ♫ …europapokal, europapokaaal… ♫

    06.: Darstellung der Anforderungen, die der Verein zum Zwecke des Erreichens gesetzter Ziele von allen daran Beteiligten erwarten darf und kann.
    >>> scheiß auf schule & arbeit.

    07.: Beschreibung der Anforderungsprofile, die alle Mitarbeiter, Sportler und Offizielle vom Greenkeeper bis zum Aufsichtsratsvorsitzenden zu erfüllen haben, um ihre entsprechenden Funktionen ausüben zu dürfen.
    >>> ♫ …eins kann mir keiner nehmen. und das ist der hass auf werder bremen… ♫

    08.: Auflistung der Grundsätze zur Finanzierung und Bewirtschaftung des Amateursportbetriebs
    >>> koan kommerz.

    09.: Auflistung der Grundsätze zur Finanzierung und Bewirtschaftung des Profisportbetriebs
    >>> der HSV ist ein sanierungsfall.

    10.: Verbindliche Beschreibung der Art und Weise der vom Club zu leistenden Öffentlichkeitsarbeit nebst deren Präsentation
    >>> elphi und der HSV – minus mal minus gibt plus.

    11.: Beschreibung der Selbstverpflichtungen aller im Profisportbereich engagierten Sportler
    >>> pro: tatoos. // pro: drittwagen // pro: dokusoaps

    12.: Definition der für den Profisportbereich geltenden Regeln bzgl. des erfolgsorientierten Leistungsprinzips
    >>> montags ist ruhetag.

    13.: Beschreibung der Parameter für eine zukunftsweisende Nachwuchsförderung im Breiten- und Profisport
    >>> was du heute kannst besorgen, bilde nicht aus für morgen.

    14.: Darstellung der verbindlichen Grundsätze für das Scouting im Profisportbereich
    >>> SC-outing aller aufsichtsräte. die „supporters“ müssen enttarnt werden.

    15.: Traditionspflege und öffentliches Engagement – hier:
    a: Förderung und Unterstützung sportlicher Initiativen von und in Schulen, Betrieben und öffentlichen Einrichtungen
    b: Verleihung einer Medaille durch den Verein an einen Menschen, der mit seinem Tun einen wertvollen Beitrag zur friedfertigen Entwicklung der Zivilgesellschaft geleistet hat.
    c: Förderung des Wissens um die Vereinsgeschichte durch eine wöchentliche Sendung im vereinseigenen TV-Programm unter Mitwirkung von Geschichtswissenschaftlern und Zeitzeugen
    d: Pflege des Anspruchs ein erfolgsorientierter Sportclub zu sein, in dem im vereinseigenen TV-Programm wöchentlich an einem festen Sendeplatz Dokumentationen über siegreiche Sportler und Mannschaften aus allen Sparten des Clubs gezeigt werden
    >>> tradition fair-pflicht. Es gibt nichts gutes, ausser man tut es…!

    16.: Zum Zwecke der Pflege nationaler und internationaler Beziehungen und der Nachwuchsarbeit veranstaltet der Verein ein jährlich im August stattfindendes Fußballturnier. Anlässlich seines bevorstehenden Geburtstages spielen 7 A-Jugendmannschaften renommierter Clubs aus der ganzen Welt mit dem A-Jugendteam des Hamburger Sport-Vereins um den von der Hamburger Hafenwirtschaft gesponserten Hamburger-Hafen-Pokal. Nach der Siegerehrung findet am und im ‚Volksparkstadion‘ Jahr für Jahr die HSV-Geburtstagsparty statt.
    >>> geburtstag im september. Turnier & siegerehrung im august. #HSV-terminplanung

    17.: Realisierung eines Konzepts* zur Schaffung eines vereinseigenen Kapitalstocks, mit dem der Club zukünftige Aufgaben selbstständig und bankenunabhängig finanzieren kann – so zum Beispiel eine Vermögenssituation, die alle fiskalischen Voraussetzungen erfüllt, z. B. als Mitglied einer zukünftigen Europaliga in Frage zu kommen.
    >>> fan-anlaien sind die grundvoraussetzung für eine solide basis.

    18.: Gründung und Erhalt einer Abteilung ‚Control‘, die einzig und allein die Aufgabenstellungen zu erfüllen hat, die geschriebene Verfassung des HSV zu pflegen, weiter zu entwickeln, die Einhaltung derselben zu kontrollieren und gegebenenfalls diese anzumahnen und den Werdegang im Breiten- und Profisport weltweit zu sichten, Trends zu erkennen und aufzugreifen, bzw. selber solche, so denn möglich, zu setzen.
    >>> https://www.youtube.com/watch?v=e5aFZpRFfws

    *Eine nähere Beschreibung des unter Punkt 17 erwähnten Konzepts erfolgt zu einem späteren, jedoch zeitnahen Datum, da momentan eine Prüfung der Machbarkeit stattfindet.

    Hier enden zunächst meine Gedanken zum Thema Zukunftsfähigkeit des HSV, diese hier im Blog fort zu führen, zu vertiefen, zu optimieren und in den Club zu tragen, kann spannend sein und nützliche inspirative Wirkungen entfalten. Das HSV-Emblem, die Vereinstracht, der Name ‚Volkspark-Stadion‘ und ein ab der Saison 2017/18 von Jahr zu Jahr immer erfolgreicher Fußball spielender Hamburger SV sind allerdings die unbedingten Voraussetzungen für eine zukünftige gute Verfassung des Clubs.

    Antworten
    1. ludewigo48

      Hallo Wortspieler, die Art und Weise mit der Du auf meinen Beitrag geantwortet hast, hat mich, obwohl die einzelnen Sachverhalte eher traurig denn lustig sind, zum Lachen gebracht. Deine Bemerkung zu Punkt 12 ist witzig und das trifft auch auf manch andere Deiner Anmerkungen zu, so auf jene zu den Punkten 02 und 11. Allerdings sei mir ein Hinweis gestattet: Sofern wir in Sachen Hamburger Sport-Verein an einer wirtschaftlichen Konsolidierung und der Wiedereinstellung sportlicher Erfolge wahrhaft interessiert sind, ist die gegenwärtige und zukünftige Verfassung des Clubs elementar wichtig und um auf diesem Weg Verbindlichkeit gewährleisten zu können, bedarf es exakt formulierter Regeln. So gesehen erwähne ich z. B. Punkt 16 meines Entwurfs einer möglichen HSV-Verfassung. Selbstverständlich – der HSV hat im September Geburtstag. Man kann also eine anläßlich eines angedachten und jährlich im August stattfindenden Turniers vorgezogene Geburtstagsfeier im und am Volkspark-Stadion mit Deinen Worten – hier Geburtstag im September, Turnier und Siegerehrung im August, HSV-Terminplanung – kritisieren, aber wir sollten auch weiter denken. Im September läuft bereits die jeweils neue Saison, eine bereits im August stattfindende Geburtstagsfeier mit internationaler Beteiligung zum Ende der Sommerpause kann man vertreten, zumal diese am wirklichen Geburtstag im September mit einem offiziellen Event ihren Abschluß finden könntte – alles eine Frage einer durchdachten Konzeption und Kommunikation. Mir ist folgender Ansatz sehr wichtig. Sportlicher Wettkampf der A-Jugend mit internationalen Spitzenteams, Regeneration, Aufbau und Pflege von Beziehungen zu Spitzenclubs des Weltfußballs, effizientes Scouting im Rahmen des Turniers, weltweit wahrnehmbares angenehmes Erscheinungsbild des HSV via TV, Internet, Presse etc. und hochinteressante Marketingperspektiven vor Ort, auf dem Kontinent und in Übersee. Mit diesen Gedanken will ich es für heute bewenden lassen, denn wie sagte einst der ‘Knurrer’ aus Kerkrade: “Es gibt wichtigere Dinge im Leben als Fußball!” In diesem Sinne wünsche ich allen ein schönes Wochenende – bis Montag.

  4. bopsi

    Der HSV braucht keine Verfassung, sondern fähige Leute!
    Die Struktur, das Leitbild, Verfassung … alles scheißegal, wenn nur Blinde am Werk sind.

    Antworten
    1. ludewigo48

      In einem Punkt stimme ich zu: Der HSV braucht fähige Leute. In diesem Zusammenhang verweise ich auf Ziffer 07 meines Beitrags ‘Der HSV braucht eine gute Verfassung’.Ein klar definiertes Anforderungsprofil verhindert, dass, wie Du Dich ausgesprochen hast, nur ‘Blinde am Werk’ sind. Ohne die Erfüllung der Voraussetzungen des Anforderungsprofils – eindeutig in einer Verfassung beschrieben und gefordert – erfolgt keine Anstellung. Hätten derartige Regeln in den letzten Jahren als Bedingung gegolten, wäre dem HSV sehr viel Schaden erspart geblieben oder, um mit Deinen Worten zu sprechen, weniger ‘Blinde’ sondern mehr Befähigte am Werk gewesen oder aber noch am Werk. Die Begründung einer Verfassung für den HSV macht daher Sinn, eine solche ist überfällig.

  5. der Coach

    Und wenn der HSV mit einem anderen Namen mehr verdienen könnte? Tradition hatte der HSV mit seiner Spielstätte am Rothenbaum. Der Name Volksparkstadion ist nicht wichtig. Wenn dieser Punkt unverhandelbar sein sollte erübrigt sich die Diskussion. Namen können keine solche Wichtigkeit haben, vor allem letztlich völlig unbedeutende Benennungen nach dem Standort. Was Raute und Tracht angeht sieht es anders aus, denn diese Dinge sind von Anfang an schon festgelegt in der Satzung und bestimmen gerade die Marke und den Wiedererkennungswert – aber auch hier wurde ja schon, jedenfalls an der Tracht immer wieder verändert. Himmelblau, rosa – oder der Verzicht auf rote Hosen oder die wunderbaren Stutzen.

    Antworten
  6. Aradia

    Ich schliesse mich bobsi an.

    Antworten
    1. ludewigo48

      Hallo Aradia, ich habe auf die Anmerkungen von ‘bopsi’ geantwortet. In Anbetracht der eklatanten Schwierigkeiten, die der HSV seit Jahren zu bewältigen hatte und noch hat und die nach meiner Auffassung fast alle “hausgemacht” sind, macht es durchaus Sinn, über Qualitätsnormen, die in einer Verfassung niedergeschrieben sind, nachzudenken. In diesem Zusammenhang lohnt sich die Beantwortung nachstehender Frage: “Wie viele der Funktionsträger nach dem Ende der ‘Amtszeiten’ von Bernd Hoffmann und Katja Kraus hätten ihre Tätigkeiten ausüben dürfen, wenn die Erfüllung eines sach- und fachbezogenen Anforderungsprofils Bedingung für deren Anstellung oder Kandidatur Voraussetzung gewesen wäre?

  7. ky

    Mal etwas über den Zaunrand hinaus…
    Bei mir selbst habe ich in den letzten Jahren einen “Abnutzungskampf” erleben dürfen – das hat auch mit privaten und geschäftlichen Ent-täuschungen zu tun, aber zu allererst mit der “performance” meines HSV auf und neben dem Platz.
    Ja, ich gucke immer noch alle Spiele, aus alter Verbundenheit, aber selten mehr als 3-4 pro Saison live im Stadion. Entweder in der Kneipe mit den Kumpels, da sind die Kumpels meistens wichtiger als das Spiel, und die Kommentare dort sind in der Regel eher Ironie bis Sarkasmus…
    Betrachte ich das Engagement in den “großen” 3 HSV-Blogs fällt mein Urteil ähnlich aus.
    .
    Der Matz-Ab-Blog verabschiedet sich in die Bedeutungslosigkeit (Inhalt und Anzahl der Kommentare), und verspricht auch keine Perspektive zum Besseren.
    Wird wahrscheinlich bald von einem 500-Euro-Volontär weiter geführt.
    .
    Ulrich Hetsch hat zwar immer noch – gelegentlich – Tiefgang und Häme, aber außer ein paar treuen “Jüngern” folgt dem “Meister” kaum noch jemand.
    Klar, wer über viele Jahre alle “Andersdenkenden” als Amöben, Einzeller, Psychos , etc. tituliert, und deren Kommentare gar nicht erst freischaltet, darf sich nicht wundern, wenn er nur noch in der eigenen Soße badet… Aber sein “359-Grad-Feindbild” wird ihn weiter machen lassen, denn auch wenn er kein Geld mit seinem Blog generiert, sein Ego braucht die Bestätigung – gib dem Affen Zucker…
    .
    HL ist auch deutlich weniger präsent – hat er ja angedeutet, mehrfach, dass private Verpflichtungen und auch eine “gewisse Lähmung” sein Engagement reduzieren.
    Würde mich aber sehr freuen, hier weiterhin über die U-Mannschaften, deren Ergebnisse, Talente und Trainer informiert zu werden, denn hier ist er immer noch besser als alle Anderen, inkl. der HSV-Homepage…
    .
    Dann gibt es noch den “Vierten Mann”, einen ausgewiesen Taktik-Experten, der nur noch 1-2 mal JÄHRLICH etwas zum HSV schreibt.
    .
    Eine Ausnahme ist sicherlich Daniel Jovanovs, der als “junger” Journalist und Blogger für goal.com sich seine Meriten verdienen will und das auch tut.

    Aber alles in allem sinkt das Interesse am HSV. Belegen auch die Zuschauerzahlen, wenn auch (noch) nicht in dem Masse, wie es eigentlich notwendig wäre und absehbar ist.
    .
    Tja, quo vadis, HSV?
    Es gibt genügend Analysen, wo die Kernprobleme liegen (finanzielle Situation, geschönt und ausgenutzt durch KMK), mangelnde Kontinuität und Professionalität im Management, eine “satte” Geschäftsstelle, ein ungenügendes “scouting”, einen Kader, der verdient wie Tabellenplatz 5, aber immer nur gegen den Abstieg spielt, etc.
    .
    Eine wichtige Rolle aber sehe ich auch in dem permanent zunehmenden Angebot an Live-Spielen, jetzt wird schon Bayernliga – 1860 gegen Memmingen – live übertragen (und alle U-Turniere dazu).
    Und dann fällt eben immer weniger “Aufmerksamkeit” auf die Spiele des HSV, zumal diese in der Regel eben auch keine Feinkost sind.
    Eurosport überträgt jetzt auch (45 Spiele), und bei den 3 Freitagspielen an den ersten 5 Spieltagen des HSV (danke sehr, DFL…) braucht es nun erneut neue Abos…
    .
    Die Wahnsinnssummen für Transfers (dank England, aber auch Milan, Juve und immer noch China) tragen ein übriges dazu bei, das das ganze “Theater” immer zirkusreifer wird.
    Und das spüren die “Fans”.
    Der Profi-Fussball ist am Punkt absoluter Überhitzung angekommen – er wird nicht wie eine Blase zusammenbrechen, dazu ist sein gesellschaftlicher Stellenwert zu hoch, aber er wird nicht weiterwachsen, sondern eher schrumpfen, wie bei allen Geschäftsmodellen, die sich überhitzen.
    .
    Der HSV wäre gut beraten, sich von “Zero-Performern” zu verabschieden. Lasogga, Diekmeyer, etc. mögen bitte aus allen Kadern verbannt werden – Gegenleistung ist bei denen ein Fremdwort.
    Es braucht eine Vision, wie der Phoenix aus der Asche kommen kann – mit weiteren Kühne-Darlehen und Heribert Bruchhagen und Jens Todt wird das nicht geschehen. Und eine Verkleinerung der Geschäftsstelle wäre auch dringend angeraten, aber das ist ja leider unbequem.
    .
    Der Abstieg des HSV in die Bedeutungslosigkeit ist noch lange nicht zu Ende. Leider.
    .
    Irgendwie (siehe oben) ist die Begeisterungsfähigkeit bei vielen bereits erlahmt; eine Vorfreude auf die neue Saison ist hier und in meinem Umfeld jedenfalls nicht zu spüren – was meint Ihr?

    Antworten
  8. ludewigo48

    Der von ky vorgetragene Beitrag trifft den Kern. In der hiesigen Region zwischen Bremerhaven und Cuxhaven, in der viele Anhänger des HSV zuhause sind, spricht man mittlerweile von einer Übersättigung, wenn vom Angebot der Medienlandschaft in Sachen Fußball die Rede ist. Die bedingungslose Kommerzialisierung des Fußballsports vom Nachwuchsbereich bis in die Leistungsspitze hat seit langem bereits die unterklassigen Ligen erfasst und hält viele begabte Jugendliche davon ab, sich dem Vereinsfußball zuzuwenden. Sie lehnen die ihrem Kreativpotential feindlich gegenüberstehenden drillartigen Trainingsmethoden des Systemfußballs ab und kicken lieber mit Freunden just for fun auf der grünen Wiese. Mir schwant, dass die von den Funktionären eingeschlagene Entwicklung, die im Übrigen von der Politik getragen und unterstützt wird, in die Gründung einer Euro-Liga münden wird, aus der die ‘Vereine’, die in jener ‘Eliteklasse’ spielen werden, nicht mehr absteigen können, da man sich mit dem ‘Einkauf’ ein Dauerrecht erworben hat, das erst erlischt, wenn die ‘Firma’ Konkurs geht. Derlei Entwicklungen, die längst in vollem Gange sind, zu hinterfragen, wäre zum Beispiel die Aufgabe des Blogs ‘Matz ab’. Es passiert aber nicht und das läßt tief blicken. Lieber pflegt man die ‘Fünf Minuten Terrinen’ und treibt jeden Tag eine andere … durchs Dorf. Lediglich der Erfolg und der Niedergang findet Interesse, Die Entwicklung neuer Ideen, die der Substanzpflege und -anreicherung dienen, das Einhalten von Qualitätsnormen, Leistungsbereitschaft und – wir sprechen vom Fußballspiel – die Zelebration von Spielfreude finden kaum noch oder gar keine Berücksichtigung mehr. Derlei Betrachtungen stammen nicht von mir, sondern von jungen Menschen aus dem Freundeskreis meines Sohnes, alle zwischen 20 und 30 Jahre alt und voller Optimismus, was die Gestaltung ihrer Gegenwart und Zukunft anlangt. Sie sind es, denen überbordene Werbeblöcke bei Sky auf den Geist gehen und die das austauschbare ‘Gesabbel’ der Offiziellen und der Medienvertreter nicht mehr hören wollen und den Ton abdrehen oder aber das Abo abbestellen.Auch jene Erfahrungen haben mich veranlasst, die Idee einer Verfassung für den HSV an dieser Stelle zu publizieren und ich wünsche mir, dass die hier entstanden Diskussion noch lange vorhält. Wo wenn nicht an Orten wie diesen ist die freie Rede noch möglich? In der ‘Mopo’, dem ‘Hamburger Abendblatt’ oder im ‘Sportclub’ beim NDR wohl kaum. Dafür sorgt schon bei der Gesprächseröffnung, so sie denn, weil es zum Gespräch kommt, überhaupt möglich ist, der Hinweis: “Fassen Sie sic bitte kurz, wir haben nicht so viel Zeit.” In diesem Sinne – ein herzliches Damkeschön an He Lücht für den ‘Sendeplatz’ und allen Leserinnen und Lesern ein schönes Wochenende. Mich ruft die Arbeit, doch habe ich damit kein Problem, ich arbeite gerne.

    Antworten
  9. der Coach

    Tipp gegen Übersättigung: Man muss nicht alles konsumieren. Einfach mal (wusste schon Peter Lustig): Abschalten.

    Antworten
  10. ludewigo48

    Wenn der Coach meint, dass man nicht alles konsumieren muss, hat er recht – muss man nicht. Alle dings stellte ich mir in Sachen HSV eine Frage: “Warum schimpfen die meisten Anhänger des Vereins j a h r e l a n g über Mißstände, anstatt konstruktive Vorschläge zum Zwecke der Behebung derselben zu machen und diese Ideen an die Verantwortlichen des Clubs heranzutragen. Einer der wesentlichsten Kritikpunkte ist das Scouting. Unter Punkt 14 des in diesem Blog vorgestellten Verfassungsentwurfs wird jenes Thema angesprochen. Es wäre schön, von den Kritikern ihre Vorschläge in Sachen Scouting zu vernehmen – hier im Blog besteht die Möglichkeit, solche zu unterbreiten.

    Antworten
    1. HeLuechtHeLuecht (Beitrag Autor)

      Das ist einfach. Schimpfen geht schnell und gefahrlos und ein jeder vermag festzustellen, dass es nicht oder nicht wie gewünscht läuft.
      .
      Das mal eben zu schreiben ist einfach. Hier allerdings konkret aufzulisten, wie erfolgreiches Scouting in der heutigen Zeit auszusehen hat, darzulegen, dass ein Scouting a la Heidt oder Legien in der heutigen Zeit kaum noch den gewünschten oder erhofften nachhaltigen Erfolg bringen dürfte und dies entsprechend nachvollziehbar zu begründen.

      Deine Verfassung beschäftigt sich ja auch nicht wirklich konkret mit “Lösungen“ und muss sich von daher einer gewissen Kritik stellen.

      Ja, es braucht Geld und fähige Leute und ja, es wäre schön, wenn es da klare Anforderungsprofile gäbe und zwar solche, die substanzieller sind als jene nichtssagenden und wenig bedeutenden Anforderungsprofile die sich zuhauf in der vielgerühmten freien Wirtschaft finden. Papier ist geduldig. Wichtig wird immer sein, wie die Dinge mit Leben gefüllt werden.

      In diesem Sinne, auf eine gelungene Party im Campus.

  11. ludewigo48

    Ich wünsche geradezu kritische Anmerkungen bezüglich meines Gastbeitrages mit dem Titel “Der HSV braucht eine gute Verfassung”. Auch die Ablehnung einer Verfassung ist ein Standpunkt, den man sicherlich nachvollziehbar begründen kann. Mein Ansatz in dieser Frage ist aber folgender: Die öffentlich vorgetragene Kritik am Zustand des HSV dauert seit Jahren an und schlägt zeitweise in Häme um und gibt den Verein der Lächerlichkeit preis. Sollten die vorgetragenen Kritikpunkte – hier Finanzchaos, bundesligauntauglicher Kader, schlechte Nachwuchsarbeit, mangelhaftes Scouting, inkompetente Führungskräfte, schlechte Trainer und dergleichen mehr – wirklich zutreffen, hilft weder ein ‘weiter so wie bisher’ noch die Fortsetzung sich ständig wiederholender Kritiken. Wenn es wirklich so schlimm oder vielleicht noch schlimmer um den Hamburger Sport- Verein stehen sollte oder gar steht, hilft nur eine konkrete Bestandsaufnahme des Ist-Zustandes und ein daraus resultierendes Konzept, um die Probleme zu beheben. Dieses Konzept kann nach meiner Auffassung eine geschriebene Verfassung sein, die auf Grund ihrer Regeln Verbindlichkeit und Kompetenz einfordert und somit Fehlentwicklungen, wie jene, die beim HSV in der Vergangenheit eingerissen sind, zukünftig verhindert. Selbstverständlich hat ‘He Lücht’ recht, wenn er anmerkt, dass sich mein Entwurf nicht mit konkreten Lösungen beschäftigt, das war aber auch nicht meine Absicht. Ich möchte lediglich ein paar Denkanstösse geben, z. B. welche Punkte eine solche Verfassung aufweisen kann. Nach meiner Auffassung müssen viele Anregungen einiger kompetenter Menschen in ein solches Werk einfliessen und letztlich muss der Wille, derartiges zu verfassen aus dem Verein kommen. Ernsthafte Anregungen von außen sind sinnvoll, aber die Entscheidung und die Inhalte müssen die einzelnen Zirkel des HSV treffen bzw. implantieren und implementieren. Last but not least: Möge man die Feste feiern wie sie fallen, so auch auf welcher Party im ‘Campus’ auch immer – ich bin kein Partygänger, ich sitze in meiner freien Zeit lieber am Wasser, zum Beispiel an der ‘Alten Liebe’ in Cuxhaven und danke Gott für den schönen Tag. In diesem Sinne bis morgen, ich bin noch die Erläuterung von Punkt 17 meines Verfassungsentwurfs schuldig. Bis dann.

    Antworten
    1. ky

      @ludewigo48:

      Du irrst Dich, wenn Du auf eine “Weichenstellung von innen” setzt – genau da liegt doch der Hase im Pfeffer, dass trotz Ausliederung die Vereins-Meierei (Hafen-Meier, Dr. Peters, etc.) weiter geht, die Personalquantität in der Geschäftstelle übermässig und die Personal-Qualität unterirdisch ist.
      Das Postengeschacher geht doch munter weiter, da holt Beiersdorfer noch in den letzten Amtstagen den schon früher beim HSV gescheiterten Spezi Jens Todt, der noch an keiner Stelle irgendwas bewegt hat.

      Und selbst wenn es irgendwie gelänge, eine gute Verfassung zu erstellen, was machst Du, wenn die handelnden Personen sich nicht daran halten? Gelbe Karten verteilen?

      Der Einzige, der neben den Mitgliedern richtig Druck machen könnte, wäre KMK. Dazu müsste dieser aber einen nachhaltigen Plan haben, und sich nicht Berater wie Laber-Calli oder Spielerverticker-Struth suchen, sondern mal Herr Uli Hoeness konsultieren und danach eine externe Task Force einsetzen, den Laden auf den Kopf zu stellen, kräftig durchzuschütteln und komplett schlank, qualifiziert und motiviert aufzustellen.

      Ohne Insolvenz oder 51% Kühne habe ich die Hoffnung verloren, dass sich wirklich etwas beim HSV ändert – von allein schon mal sowieso nicht, ob mit Verfassung oder ohne.

  12. ludewigo48

    Hallo ky, ich möchte ein Mißverständnis aufklären. Deiner Einschätzung in Sachen Vereinsmeierei stimme ich zu. auch Deiner Einschätzung bzgl. Personalqualität und Postenschacherei kann ich Folge leisten, aber Änderungen greifen nur von innen und das macht die Regeneration des Vereins so schwer. Allerdings haben wir Möglichkeiten. Man muss jene Kräfte im HSV stärken, die ebenfalls die Wiederherstellung von Qualitätsstandards favorisieren. Jenen Kräften müssen Argumente an die Hand gegeben werden, die von den jetzt Verantwortlichen nicht vom Tisch gewischt werden können.
    So gesehen gibt es die Möglichkeiten unterschiedlichster Kommunikationsweisen, um wirklich Gehör zu finden ohne Aufsehen zu erregen – in der Ruhe liegt die Kraft. So gesehen wage ich, um beim Vokabular des Fußballs zu bleiben, einen weiten Pass in den freien Raum: Füllen wir den hier angedachten Verfassungsentwurf mit Leben, nutzen wir unsere Lebenserfahrungen und unser Wissen und erarbeiten einen Masterplan – Arbeitstitel ‘Verfassung des Hamburger Sport-Vereins von 1887′, Umfang ca. 100 Seiten, professionell lektoriert, gestaltet, gedruckt und gebunden – und senden 12 Exemplare an Herrn Kühne, Herrn Otto und andere, die sich mit eigenen Initiativen engagiert haben und laden am Tag der Übersendung zu einer Pressekonferenz, Motto ‘HSVer für den HSV – der Verein braucht eine gute Verfassung!’
    Ich kann auch nicht im Vorfeld sagen, was dabei heraus käme, aber eines weiß ich. Wenn die Qualität, die geliefert wird, stimmt und die Rahmenbedingungen der Präsentation ein angenehmes Bild vermitteln, erreicht dieser Impuls den Kern des Vereins und Herrn Kühne. Vielleicht findet dann eine Läuterung statt, die eine Mitwirkung des Herrn aus Bayern überflüssig macht. So, jetzt habe ich einfach meinen Gedanken freien Lauf gelassen und eine Vision geäußert, die durch Deinen Beitrag initiiert worden ist. Nichts für ungut, es gibt schlimmeres auf dieser Welt. Eigentlich wollte ich heute zum Punkt 17 des Verfassungsentwurfs nähere Ausführungen machen, sei’s d’rum, morgen ist auch noch ein Tag und übermorgen auch.

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  13. ludewigo48

    Ich bin noch die Erläuterung von Punkt 17 meines angedachten Verfassungsentwurfs schuldig. Der Beitrag folgt am Samstag dieser Woche, also übermorgen – er ist etwas umfangreicher und im Moment fehlt mir aus beruflichen Gründen die Zeit für eine sorgfältige Abfassung des Inhalts, sorry.

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  14. ludewigo48

    Zu Punkt 17 meines angedachten Verfassungsentwurfs möchte ich konkreter werden. Ohne Kapital kann ein Fußballverein heute nicht mehr existieren. Jenes war zu meiner Jugendzeit auch nicht möglich, aber die Dinge bewegten sich in einem vernünftigeren Rahmen. Ein Beispiel: Anno 1958 betrug der monatliche Vereinsbeitrag für einen Spieler in der Kategorie Knaben 0,50 Pfennige, die Pflege der Trikots und der Fußballschuhe oblag dem Spieler bzw. seinen Eltern. Zu den Auswärtsspielen fuhr das Team mit seinem Trainer mit öffentlichen Verkehrsmitteln und Werbung auf den Sportstätten und am Spieler fand nicht statt – sie war untersagt. Wer mit ungeputzten Fußballschuhen zum Training oder zum Spiel erschien, wurde suspendiert und diejenigen, die im Spiel mit dem Schiedsrichter ‘palaverten’, erhielten eine Zeitstrafe von 10 Minuten – der Begriff Rudelbildung war vor 59 Jahren im Fußballsport unbekannt und im Kampf um den Ball war nur das Rempeln mit angelegtem Arm während des Laufduells laut Regelwerk gestattet. Zur damaligen Zeit war die Eigenleistung der wesentliche Bestandteil, um seinem Fußballclub zu unterstützen. Auf diese Weise entstanden Vereinsheime, wurden Vereinszeitungen hergestellt und hätte damals einer die heutige Situation im deutschen Profifußball vorausgesagt, er wäre verlacht worden. Und nun? Nun ist ‘Neymar’! Wie ein Verein wie der HSV mit dieser Entwicklung umgehen könnte, ohne sich und seine Selbstständigkeit aufzugeben, vielmehr diese sogar wiedergewinnen und festigen könnte, ist morgen um 11:00 an dieser Stelle nachzulesen, bis dann – für heute ist Feierabend.

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  15. ludewigo48

    Hier die Fortsetzung meines Beitrags vom gestrigen Abend um 19:44: Für einen professionell aufgestellten Fußballclub wie der HSV einer ist sind die Möglichkeiten der Realisierung von Kapital begrenzt. Gleichwohl eher einem Unternehmen ähnlich können wirtschaftliche Aktivitäten nur in einem sehr begrenzten Rahmen wahrgenommen werden. Sich dieses weite Feld zu erschliessen beinhaltet die Lösung und jene kann folgendermaßen aussehen: Der Club schafft die rechtliche Grundlage, sich als Initiator und Förderer an Unternehmensgründungen, so bezeichneten ‘Start ups’, zu beteiligen und konzentriert sich dabei auf die Unterstützung von Firmengründerinnen und Firmengründern, die ihre Produktideen realisieren und im Markt platzieren wollen. Von der Bereitstellung von Räumlichkeiten über die Rechtsberatung bis zur Abwicklung patentrechtlicher Notwendigkeiten stellt der HSV kompetenten, kreativen Menschen gleich welchen Alters die Rahmenbedingungen für deren unternehmerische Aktivitäten zur Verfügung. Als Gegenleistung beteiligen die Unternehmen den Club langfristig an erzielten Gewinnen. Lange Rede, kurzer Sinn: Geht aus einem solchem ‘Campus Zukunft’ ein Unternehmen wie SAP hervor hat der HSV die seine gewonnen. Bevor nun dieser hier vorgetragene Gedanke bzgl. einer eigenständigen Kapitalrealisierung vorschnell abgelehnt oder gar in Grund und Boden gestampft wird, könnten Spezialisten die Idee auf Herz und Nieren hinterfragen und ihre seriöse Umsetzungschancen prüfen – sollte dieses geschehen, darf man auf das Ergebnis gespannt sein.

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