Der Tag danach… der Tag des Grauens [Happy Halloween]

Der Tag danach…
Sprachlosigkeit, blankes Entsetzen, Kopfschütteln!!!

Und ja, ich muss es zugeben, eine zunehmende Tendenz, sich abzuwenden um dem Grauen zu entgehen.
Längst ist alles Wesentliche mehrfach gesagt, die Verantwortlichen für die Misere benannt ohne dass die notwendigen Konsequenzen gezogen werden. Der HSV taumelt unter Dietmar Beiersdorfer von Negativrekord zu Negativrekord. Das hat inzwischen auch der Letzte erkannt. Ein Trost kann das allerdings nicht sein, nicht mal ein schwacher.

Es geht mir hier und heute auch nicht darum draufzuhauen. Nicht auf den Vorstandsvorsitzenden, nicht auf den Trainer, nicht auf die Mannschaft und auch nicht auf irgendeinen einzelnen Spieler. Ich wüsste ohnehin nicht, wo ich beginnen und wo ich enden sollte.

Viel schlimmer allerdings: Ich habe keinen blassen Schimmer, wer, wie dafür sorgen sollte und könnte den HSV aus diesem Schlamassel zu befreien.

Entscheidend ist auf dem Platz und da gibt der HSV über 90 Minuten gesehen ein absolut desolates Bild ab. Nun bildet man sich in Hamburg ja ein, man hätte gestern in Köln knapp 60 Minuten gut mitgespielt und dagegen gehalten, blendet dabei allerdings eine zwischenzeitliche Zweikampfquote von 39% aus, von der nach wie vor unterirdischen Passquote mal ganz zu schweigen.

Am Leben gehalten wurde der HSV lange Zeit lediglich durch die Unfähigkeit der Kölner, allen voran jener von Modeste, den berechtigten Elfmeter (dumme Aktion von Ashton Götz!) im Hamburger Kasten zu versenken.

Man mag entgegnen, der HSV hatte ja auch seine Möglichkeiten….aber hallo, wir spielen Bundesliga, das ist das Mindeste, was man erwarten darf, dass eine Mannschaft auch mal in Strafraumnähe gelangt und zumindest versucht, das Tor zu treffen.

In der zweiten Hälfte gelang nicht einmal das mehr und zwar nicht erst nach dem Platzverweis von Bobby Wood, der mit einer an Dummheit nicht zu übertreffenden Aktion, dafür sorgte dass der HSV sich selber dezimierte und damit selber abschoss. Jetzt zu lamentieren, der Kölner Höger hätte vorher aufgrund eines taktischen Fouls Gelb-Rot sehen müssen und dann wäre das Spiel anders gelaufen, geht völlig am Kern der Sache vorbei.

Woods Ellenbogencheck war unverzeihlich. Allerdings zieht ein Platzverweis nicht zwangsläufig und logischerweise ein Gegentor nach sich. Beim HSV schon. Wo waren eigentlich die taktischen Maßnahmen, direkt nach dem Platzverweis erst einmal für defensive Stabilität zu sorgen???

Dass der HSV auf die Verliererstraße gerät, war unmittelbar nach dem Platzverweis klar. Klar, weil es unmittelbar an der Körpersprache der Spieler abzulesen war. Das Gebilde ‚HSV-Mannschaft‘ ist derart fragil, dass es beim kleinsten Rückschlag auseinanderbricht. Niemand (!) glaubt ernsthaft noch daran, dass man dann noch etwas reißen könnte. Es ist jener Teufelskreis der Verunsicherung dessen Mechanismen ich bereits vor knapp zwei Jahren im Dezember 2014 zu beschreiben versuchte.
Genau an jener Stelle ist der HSV wieder angelangt. Die Mannschaft ist instabil, zutiefst verunsichert und ohne Selbstvertrauen. Dummerweise ist das eine Zustandsbeschreibung direkt und unmittelbar nach einem Trainerwechsel. Man muss konstatieren, dass die Mannschaft unter Bruno Labbadia lediglich partielle Auflösungserscheinungen zeigte, unter Gisdol hingegen inzwischen komplette.

360 Minuten ohne Tor, 1 (glücklicher) Punkt gegen die ‚Elfmeterversager‘ aus Gladbach hinterlassen einen zunehmend ratlos wirkenden Trainer, dem es eben im Gegensatz zu Bruno Labbadia zu Beginn seiner Amtszeit nicht gelungen ist, die Truppe zu emotionalisieren und zusammenzuschweissen. Wie gesagt, selten verpuffte ein Trainerwechseleffekt schneller.

Wer dem HSV momentan zusieht (muss natürlich ein Masochist sein), kann letztlich nur zu der Erkenntnis kommen, dass dieser Verein nichts, aber auch gar nichts in der 1. Bundesliga zu suchen hat. Wen soll man hier überhaupt noch schlagen können, gegen wen punkten?

Durchhalteparolen! Hoffen auf die Winterpause, eine komplette Vorbereitung unter Gisdol als Möglichkeit zur Trendwende (wenn es bis dahin nicht längst zu spät ist)? Hoffen auf den Edelfan Kühne, dass er noch einmal seine Schatulle öffnet und in der Wintertransferperiode ordentlich nachgebessert wird? Warum sollten ausgerechnet in der Transferperiode II, in der die qualitativ guten Spieler idR. ohnehin nicht auf dem Markt verfügbar sind, durch eben jenen Mann, der bisher in 5 Transferperioden nicht für eine ausgewogene Kaderzusammenstellung sorgen konnte, bessere Transfers als in der Vergangenheit getätigt werden. Wunschdenken, reines Wunschdenken.

Letztlich sind sich momentan alle einig. So, in dieser Form und Verfassung hat der HSV im deutschen Fußballoberhaus nichts verloren. Das facht natürlich die Diskussion an, ob ein Abstieg nicht unter Umständen ein probates Mittel wäre um den HSV endlich in die Lage zu versetzen die erforderlichen Zäsuren vorzunehmen, die in den letzten Jahren vor und vor allem mit Dietmar Beiersdorfer ausgeblieben sind.
Ich persönlich tendiere dazu, dass es die letzte Chance für den Hamburger SV ist. Ein Weiter So! in Liga 1 wird nirgendwo hinführen, da wird nur so weitergewurschtelt und geflickschustert. Klar, eine Garantie, dass dies in der 2. Liga (oder womöglich weit darunter) besser werden wird, gibt es nicht, aber dann ist es wenigstens endgültig. Lieber ein Ende mit Schrecken, als ein Schrecken ohne Ende!

Und nun komme mir bitte niemand mit den Fernsehgeldern etc. pp und damit, dass der Weg nach Europa dann endgültig verbaut wäre. Freunde des gepflegten Lederballes und Kurzpassspiels, das ist er ohnehin, Europa ist eine Illusion. Zumindest für den HSV. Selten gab es jemals mehr Realitätsferne zu bestaunen als bei den Fans des Hamburger SV. Kleiner Gernegroß am Abgrund.

Ach, was reg ich mich auf…heute ist Halloween, da kann man sich wenigstens am Grauen erfreuen. Happy Halloween


P.S. Leider gab es an diesem Wochenende auch vom Nachwuchs wenig Erfreuliches zu berichten.
Die U21 erwies sich gegen den SV Meppen als zu grün und verlor mit 1:3.

Die U19 wurde mit 0:3 von den Roten Bullen aus Leipzig aus dem Stadion gefegt und rangiert mit 12 Punkten und 15 Punkten Rückstand auf Tabellenführer Hertha weit abgeschlagen auf Rang 7 (mit lediglich 4 Punkten Abstand auf einen Abstiegsplatz)

Lediglich die U17 konnte beim 4:1 bei Union einen Dreier verbuchen. Jann-Fiete Arp traf dreifach (2 Elfmeter). 20 Punkte nach 10 Spielen bedeuten Rang 3 (hinter Werder und RB Leipzig)-

23 Kommentare

  1. PaderbornerPaderborner

    Ich glaube du triffst es ganz gut, das Kind war schon vor langer Zeit in den Brunnen gefallen. Durch den mehr als glücklichen 10. Platz und die Pinken Trikots, hatten es aber viele noch nicht mitbekommen.

    Generell wäre ich auch mittlerweile dafür das man einen Neustart in einer unteren Liga anfängt und den Verein komplett neu aufstellt. Aber das müsste wirklich mit neuen Leuten passieren, von Hoffmann, Hoogma, Magath, Hrubesch & Co. muss man die Finger lassen, keine Ex-HSVer mehr!!!

    Na ja, ich habe diese Saison eigentlich schon abgeschrieben, wüsste nicht was den HSV noch in der 1.Liga halten soll, ein neuer Sportdirektor der im Winter 40-50 Millionen ausgeben darf? Ich glaub nicht!

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  2. slobocop plusslobocop plus

    http://www.kicker.de/news/fussball/bundesliga/startseite/663620/artikel_beiersdorfer-spricht-von-ergebniskrise.html — wenn man diesen realitätsfernen, selbstverliebten stuss unseres ehrenwerten vorsitzenden liest, muss man vermuten, dass er selbst bei einem abstieg noch meint, er hätte exzellente arbeit geleistet. noch schlimmer ist es übrigens, wenn er dieses oder ähnliches gefasel live in eine kamera spricht, wobei “sprechen” in diesem zusammenhang ein wohlwollender euphemismus ist. untragbar der typ, auf allen ebenen.

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    1. HeLuechtHeLuecht (Beitrag Autor)

      Es ist letztlich weniger die Form als vielmehr der Inhalt, der Fatales ausdrückt. Sicher wäre es schöner einen dynamischen Vorturner zu haben, einen der bereits rein äußerlich durch sein Auftreten mitreißt und eine Aufbruchstimmung erzeugt.
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      Letztlich wussten aber alle, die für HSV plus gestimmt haben, dass sie in der Konstellation so einen Mann nicht bekommen würden.
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      Selbstkritik liegt dem Herrn Beiersdorfer offensichtlich fern, aber woher sollte die auch kommen, scheint der AR doch auch mit seiner Arbeit zufrieden zu sein (mit der Beiersdorfers sowie seiner eigenen). Der AR hat genauso versagt wie der VV.
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      Wollte man tatsächlich noch einmal in so etwas ähnliches wie eine Erfolgsspur kommen, scheint mir die nur durch radikale Einschnitte möglich.
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      Bei den alten und neuen Seilschaften im und um den HSV wohl ein frommer Wunsch. Eine Utopie – selbst im Abstiegsfalle. Aber, es ist die letzte Chance…ansonsten wird es ein Armenbegräbnis geben.

    2. Prof. VitzliputzliProf. Vitzliputzli

      Klarer Fall von Schizophrenie = Positivsymptom. Wie lange wohl die Mitglieder des AR – Gernandt mal ausgenommen – diese Haltung/Vorgänge noch für tragbar halten. Vielleicht gibt es ja noch einen Rest von Verantwortungsgefühl und sei es nur um ein Zeichen zu setzen und von sich aus zurückzutreten, um eigene Fehler einzugestehen und zugleich öffentlich auf diesen Selbstzerstörungskurs hinzuweisen. Aber das wird wohl nicht passieren. Ist wahrscheinlich auch alles schon viel zu spät…

  3. Reinhard1954Reinhard1954

    Ganz Fußball-Deutschland macht sich lustig über uns. Aufwand und Ertrag klaffen bei keinem Verein so auseinander wie bei uns. Alles schreiben Pietkunz und ich schon seit zwei Jahren. Bei Beiersdorfer wiederhole ich meinen Spruch “Wie der Chef so die Orga”.

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    1. HeLuechtHeLuecht (Beitrag Autor)

      So so, pietkühne & du…
      .
      Na, exklusiv habt und hattet ihr die ‘Aufwand/Ertrag’ Erkenntnis ja nun weiß Gott nicht. Auch vor zwei Jahren nicht.
      .
      ‘Herr Lehrer, ich weiß was!’ und ‘Ich hab’s zuerst gewusst!’-Parolen bringen übrigens nichts. Ebensowenig übrigens wie an die AG gerichtete Kritik auf nicht mehr wahrnehmbar besuchten Mitgliederversammlungen des eV, der im Übrigen ausser den eingekauften Beachvolleballerinnen auch keine sportlichen Erfolge vorweisen kann. Dieser gesamte Laden ist ein einziges wandelndes Armutszeugnis, passt in dieser Form allerdings prima in die SpottSport- und Hansestadt Hamburg.
      .
      Ja, ich weiß, du hast immer gemahnt und dies auch öffentlich getan. Das ehrt dich ohne Frage.
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      Ich hoffe allerdings, dass du bezüglich des Engagements von Kühne anders denkst, als dein hier als kongenial zitierter Partner pietkunz, der in dem ‘Nussknacker’ je den selbstlosen Gönner von Format sieht.

  4. PaderbornerPaderborner

    Beim HSV wird also ein neuer Sportdirektor gesucht? Nicht nur das diese Stelle beim häufiger vakant ist, sie bleibt auch gefühlt nur beim HSV ständig ein Vakuum über längere Zeiträume. Übermütige dürfen sich in der Doppelfunktion austoben und die Nachfolger scheitern dann danach daran, den Scherbenhaufen wieder aufzuräumen (einfach Grotesk).

    Beiersdorfer und Gernandt suchen jetzt also eine Nachfolger, also die Blinden unterhalten sich schon wieder über die Farben … möchte man meinen:

    Beiersdorfer:
    Der will Heldt holen, ja das wäre wirklich eine typische Beiersdorfer Aktion. Heldt hätte tatsächlich das Potential zum Einäugigen unter den Blinden, der könnte evtl. wirklich den ein oder anderen fähigen BuLi Profi in der Winterpause holen, vorausgesetzt natürlich das Kühne so 20-30 Mio springen lässt. Aber Heldt ist auch wieder genau der Typ der es nicht schafft, langfristig ein homogenen Kader zusammen zustellen und nachhaltig die Kaderplanung voran zu treiben. Auch ebenfalls wie Gisdol ein zuletzt gescheiterter (genau die brauchen wir ja jetzt).

    Gernandt:
    Will Hoogma, denn der hat zuletzt mit wenig Mitteln bei Almelo in der Tulpenliga irgendwie was erreicht. Gernandt scheint sich also ganz gut mit dem Niederländischen Fußball auszukennen und kann die Erfolge gut einordnen, oder ist es wieder viel mehr so das er im Spiel ist, weil er ein ex-HSVer ist? Das scheint ja im Moment wieder in Mode zu sein und es ist erstaunlich, das die Heilsbringer immer wieder die ehemaligen sein sollen (83er und so)!
    Denn wenn es um gute Modelle in anderen Ligen geht, hätte man ja z. B. auch mal nach Midtyjlland im Norden schauen können, die spielen mit dem Moneyball Prinzip und relativ wenig Mitteln ganz oben mit (zur Erklärung, beim Moneyball geht es wesentlich um statistische Fakten: Also wenn man nach 60 Minuten Spielzeit nur 39% gewonnen Zweikämpfe hat, dann heißt das “Houston we have a PROBLEM!” und nicht “Wir haben bis dahin ganz gut gespielt, bis der Schiri …”). Vielleicht gibt’s da ja auch gute verantwortliche die man holen könnte, aber klar, keine ex-HSVer (abgesehen von vdV als Freizeitkicker).

    Es ist einfach er erbärmlich was sich beim HSV abspielt, man kann nur weiterhin Fassungslos zuschauen.

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  5. Horst Schlau

    Frage – Rieckhoff`s Packet war doch nur zu bekommen, wenn Herr Kühne, bzw. seine rechte Hand, Herr Beiersdorfer “mitbringen kann ?!?!

    Im Umkehrschluss bedeutet dass, dass der HSV nur Geld bekommt, wenn Herr Beiersdorfer von Sankt Petersburg kommt !!!

    Und Herr Beiersdorfer liebt ja sein”Baby” HSV !!! Und Geld ist dann ja auch wieder im Kessel !!

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  6. Horst Schlau

    Richtig ???

    :-)

    Antworten
  7. Aradia

    Moin………….Horst wo du es jetzt sagst……es stimmt.
    Kühne hat sich so…laut Medien……geäussert.
    Und Medien lügen ja nicht. :-)
    Michi hat Didi angeschleppt.
    Nun soll er ihn auch versenken.
    .
    Sportchef ….ich denke an einen Schweizer.
    War jedenfalls im Blick zu lesen.
    .
    Der Eine wurde entlassen von den Tiefenarbeitern.
    Der Andere lässt seinen Verein im Stich und biedert sich an.
    .
    Was sind das nur für Leute!
    Und der Aufsichtsrat guckt zu. :-(

    Antworten
    1. Horst Schlau

      Morgen Aradia,

      es stimmt – leider! Und da ja Herr Rieckhoff zu Zeiten von HSV plus ordentlich Werbung gemacht hat, konnte ich auch mit ihm darübersprechen.

      Hier ist ein Gruß an Reinhardt 1954 !!!

      Und jetzt die Quizfrage !!! Kann ein Milliardär, hier Herr Kühne, seine Fehler zugeben ???
      Denn wenn er, bzw. seine rechte Hand Herr Gernandt den Vorstandsvorsitzenden entlässt, gesteht er gleichzeitig seinen Fehler – Herr Beiersdorfer wäre der richtige Mann um das Schiff HSV wieder flott zu machen – ein !!!

      Ein Erfolgsmensch wie Herr Kühne ??? Der immer nur einen Weg kennt, und der der geht steil nach oben !!!

      Nie im Leben !!!

      Also gibt es zwei Möglichkeiten !!

      Gruß und einen schönen Tag !!!

      Gruß horst

  8. bopsi

    Ich hatte in Erinnerung, Kühne wollte Magath, hatte auch alles bereits soweit geklärt.
    Es gab allerdings eine interne Koalition gegen Magath, besonders auch EOR & friends, der Kompromiss hieß Beiersdorfer. Auch stand Kühne anfangs keineswegs an der Seite von HSVPlus, das ergab sich erst als klar wurde, es wird nach HSVPLus ausgegliedert.
    Leider wird hier die Wahrheit mal wieder etwas “gedehnt”.

    Antworten
    1. Horst Schlau

      Hallo bopsi,

      Herr Rieckhoff wollte mit HSV plus eine veränderung – wir wir alle !

      Doch dass dies nur mit einem – oder mehreren Geldgebern klappen kann, war auch klar !

      Dass es dann nur ein Geldgeber wurde, traurig aber wahr. Hatte der Eine doch auch noch Auflagen gemacht !

      Zu der Auflage gehörte Option 1: Herr Magath, oder eben Herr Beiersdorfer.

      Und dass die Option 2 sich bei weitem besser verkaufen lassen konnte, wußte Herr Rieckhoff nur zu gut.

      Aber sei es drum.

      Die Kernfrage ist doch viel mehr, wie geht Herr Kühne mit seinem Fall “Beiersdorfer” um !!!!

      Wie eben gesagt, es gibt zwei Varianten !!! :-)

      Gruß horst :-)

  9. bopsi

    @Reinhard1954
    Die Kritik an Beiersdorfer hast du wahrlich nicht exklusiv.
    Was sich aber bei dir geändert zu haben scheint, dass wohl doch die Köpfe entscheidend sind und nicht die Struktur. Und gerade in diesem Punkt hast du mir über Monate vehement widersprochen.
    Heute wissen fast alle alles besser, man streitet nun über die Konsequenzen.
    Und wenn der VV von einer “Ergebniskrise” spricht, dann hat er diese Welt bereits verlassen und lebt nun in seiner eigenen.

    Antworten
  10. Horst Schlau

    Und noch mal zum mitschreiben: Herr Beiersdorfer wird niemals freiwillig seinen “Stuhl” räumen !!!!

    Warum auch ???

    Der Mann weiß genau was er sagt, da seid euch mal sicher !!!

    Antworten
  11. ky

    Moin zusammen,

    ich wiederhole mich nur ungern, aber ich habe bereits vor mehreren Monaten mehrfach geschrieben, dass mir die “Strategie” des Investments von Herrn Kühne unklar ist – vielleicht könnte der “Spiegel” mal ein Interview mit ihm machen?
    Denn entweder ist es
    1. das Hobby eines HSV-Fans, ab und zu ein paar Millionen zu geben, um seinem Verein zu “helfen”, besseren Fußball zu produzieren? Also ein Spielzeug, welches man mal lieber hat und manchmal missachtet.
    Herr Kühne hat übrigens einige solche Spielzeuge, sein Hotel auf Mallorca oder jetzt das “Fontenay”, das neue Luxushotel an der Alster, wo früher die Spielbank und das Interconti waren…
    Dann sind wir in den Händen eines launischen Milliardärs, wie die TSV 1860 mit Herrn Ismaik… oder aber:

    2. Herr Kühne verfolgt ein langfristig strategisches Ziel wie Herr Mateschitz mit RB Leipzig, und das heisst die Gesamtübernahme des HSV. Da dieses (noch) nicht möglich war bei der Ausgliederung, weil nur 24,9% der Anteile zunächst frei gegeben wurden, haben er und sein Adlatus Gernandt einen ziemlich miesen Plan ausgeheckt. Man wusste von der Unfähigkeit eines Herrn Beiersdorfer (in Leipzig und St. Petersburg nach wenigen Monaten gescheitert), und hat ihn mal schön “machen” lassen. Immer mehr Schulden, Liquiditätsengpässe, Anteilsverkäufe an “Kartoffelbauern und Weinhändler”, noch mehr “Direktoren” einstellen, etc.
    Man muss jetzt nur abwarten, bis der HSV erneut am Rande der Zahlungsunfähigkeit stehen wird. Das wird passieren. Dann kommt ein wichtiges Puzzle-Teil hinzu: Der Präsident des HSV e.v. ist Jens Meier, seines Hauptberufes nach der GF der Hamburg Port Authority. Dessen grösster Kunde ist der Logistik-Konzern Kühne & Nagel…

    Jens Meier wird demnächst auf der MV am 8. Januar 2017 seinen “Krisen-Plan” vorstellen. Alle anwesenden Mitglieder sind schockiert wegen Tabellenplatz 18 und der desolaten wirtschaftlichen Lage. Sie werden dem Krisenplan von Jens Meier mit großer Mehrheit zustimmen. Dieser beinhaltet: Verkauf weiterer Anteile bis 49,9% – die Herr Kühne sofort erwirbt, und dann auch die Anteile seiner Strohmänner Kartoffelbauer und Weinhändler (bzw. deren Erben, denn beide sind verstorben) – die Einnahmen werden sofort in die Mannschaft und bessere Manager investiert, Herr Meier wird VV der AG (besser dotiert als sein jetziger Job).

    Alle hoffen noch, den Abstieg verhindern zu können.

    Parallel dazu wird Herr Kühne dann vor dem Europäischen Gerichtshof gegen 50+1 klagen, mit dem Hinweis, dass das in England, Frankreich, Spanien, Italien etc. nicht so ist. Und 50+1 wird fallen (dazu gibt es diverse Quellen und Rechtsgutachten im Internet, macht Euch selber schlau). Dann übernimmt Herr Kühne in 2017/2018 den HSV komplett.

    Das sind die beiden denkbaren Szenarien.
    Aus eigener langjähriger Berufserfahrung mit Milliardären (Herz, Haub, Dommermuth) kann ich nur sagen, dass diese Menschenspezies nichts zu verschenken hat, jeden Groschen dreimal umdreht, und immer einen Plan hat.

    Und wenn der HSV mal mit 230 Millionen Euro bewertet wurde, ergo die Veranstaltung gegenwärtig 230 Millionen Investment kostet, dann ist das gegenwärtig nur ein “Lacher”, aber mittel- bis langfristig werden die TV – und Sponsoreneinnahmen weiter steigen, und vielleicht ist eine gesunde, wirtschaftlich erfolgreiche HSV AG in 2027 500 Millionen Euro wert?
    Dann freut sich der Investor…

    Antworten
    1. der Coach

      Na, kann er denn einfach mal so vor dem EuGH klagen? Muss er vorher keinen Instanzenweg beschreiten? Und wie lange dauert sowas? Angesichts seines Alters fraglich, ob er selbst noch viel davon hat. Und dann die Frage – will man als HSV das Spielchen tatsächlich mitspielen? Gäbe es nicht andere Möglichkeiten?

  12. ky

    Coach, bei internationalen Angelegenheiten kann man dort direkt klagen, kein Umweg über Bundesgerichte. Und es wird nicht so lange dauern, wie Du befürchtest. Die DFL hat die Wettbewerbsverzerrung durch ihre Ausnahmen Leverkusen, Wolfsburg, Hoffenheim, Hannover und Leipzig selbst verschuldet.

    Und es gibt keinen HSV – nur Fraktionen und Machtspielchen, Partikularinteressen… das hat schon Tradition hier, seit der letzte echte Präsident (Dr. Wolfgang Klein) von Bord ging. Seitdem graben und gruben die Hunkes, Wulffs, die Ertels, Scheels etc. immer ihren eigenen Vorteilsweg. Leider sind 90% der Mitglieder nicht daran interessiert, das zu hinterfragen.

    Antworten
  13. ky

    Danke für Eure Antworten, Konsumenten…

    Antworten
    1. HeLuechtHeLuecht (Beitrag Autor)

      Hattest du eine Frage gestellt?

  14. bopsi

    @Horst Schlau
    Es bringt ja nun nix, wieder alles um HSVPlus durchzukauen. Fraglos wünschte sich EOR was Anderes, als das was letztlich passierte. Aber dafür war HSVPlus einfach nicht gut genug gemacht, Kritiken an diesem Modell gab es ausreichend.
    Und es ist ja blanker Hohn, wenn ausgerechnet Hoffmann heute davon spricht, der e.V. müsse gestärkt werden, um dem “Mindereigentümer” gegenüber zu treten.
    Für Beiersdorfer sprach gar nix, zu schlecht seine Performance bei RedBull. Aber die Plusser waren der festen Überzeugung, sie bräuchten ihn, um letztlich reüssieren zu können. Ein schlimmer Denkfehler, denn das Ding war durch, bereits vor dem Mai.
    Beiersdorfer ist entmachtet, daran wird es wohl keinen Zweifel geben. Ich kann mir nur noch vorstellen, dass man an Beiersdorfer festhält, damit vorallem Gernandt sein Gesicht nicht verliert, der Beiersdorfer als den Weltbesten der Fußballexperten lobpreiste.
    Ich möchte nicht in Verschwörungstheorien abgleiten, daran glaube ich einfach nicht. Viel eher denke ich, sie wissen wirklich nicht, was sie tun. Und da Beiersdorfer von “Ergebniskrise” spricht, darf ich wohl annehmen, damit nicht so falsch zu liegen.
    Gruß
    Steffen

    Antworten
  15. ky

    Moin Steffen,
    Du meinst tatsächlich, Herr Kühne weiß nicht, was er tut?
    Dem muss doch bei jedem Gespräch mit Didi aufgefallen sein, wie inhaltslos das alles ist. Und trotzdem gibt er dem Typ Milionen zum verprassen? Das kann ich mir nicht vorstellen. Und mein Szenario 2 ist keine Verschwörungstheorie, sondern nur eine mögliche Strategie dahinter. Ob dem so ist? Eines Tages werden wir alle schlauer sein – in Liga 2,3, oder 4…

    Antworten
  16. bopsi

    Ja ky, ich denke tatsächlich, Kühne ließ sich blenden und wird nun von Struth ausgenommen, bzw. lässt sich seine weniger gut “verkäuflichen” Spieler teuer von Kühne bezahlen.
    Mir ist es mittlerweile ziemlich egal, ob der HSV in Liga 2 oder 3 neu startet, Hauptsache er wird NEU aufgestellt mit Typen, die ähnlich wie Rangnick plan- und sinnvoll den Weg nach oben bestreiten wollen.
    Wobei ich immer noch davon ausgehe, dass der HSV gar nicht absteigt, zu schlecht sind einfach FCI und D98.
    Rangnick ist zwar ein Kotzbrocken, aber er weiß sehr genau, wie er Underdogs noch oben zu bringen hat, siehe Ulm, H96 und nun RBL. Dass Rangnick dann allergrößte Probleme als Trainer mit wirklichen Stars wie z.B. Balakov hatte, ist nun ja egal, denn er ist ja jetzt der Manager.

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