Desaströse Rückrunde

0:0 in Bochum. Der Kreis schließt sich. Zeit für den finalen Vergleich zwischen Christian Titz und Hannes Wolf.

Hannes Wolf ist angetreten worden, damit sich signifikante Verbesserungen einstellen sollten. Das Ziel Aufstieg war unter Christian Titz nach Meinung des Verantwortlichen Bernd Hoffmann in Gefahr, der seinen Schergen, Sportvorstand Becker, losschickte, das Problem Titz endgültig zu lösen. Doch ich will an dieser Stelle nicht weiter polemisieren.

Schauen wir uns den ‚direkten‘ Vergleich von den ersten zehn Spielen der Hinrunde (unter Christian Titz) und jenen der Rückrunde unter Hannes Wolf einmal an:

Sieht in vielen Bereichen für Hannes Wolf gar nicht einmal schlecht aus. So hat man in den besagten Spielen 25% mehr Torschüsse als unter Christian Titz zu verzeichnen und ja, man scheint auch stabiler zu stehen. Zumindest konnte die Zahl der zugelassenen Großchancen um ein Drittel reduziert werden. Eigene Großchancen hat man sich zwar nicht erarbeitet, aber die Chancenverwertung, die Effektivität ist im Vergleichszeitraum unter Hannes Wolf deutlich besser geworden. Während man unter Titz noch knapp drei Viertel seiner Hochkaräter verballerte, nutze man unter Hannes Wolf mehr als die Hälfte. Auch die Zweikampfquote hat sich verbessert, bleibt allerdings knapp im negativen Bereich. Wobei diese Zahlen ja ohnehin (alle) mit Vorsicht zu genießen sind. So standen unter Titz gegen Sandhausen lediglich 39,7% gewonnene Zweikämpfe auf der Haben Seite, das Spiel wurde dennoch mit 3:0 gewonnen.

Letztlich hat sich aber nicht wirklich Gravierendes getan. Geschossene und kassierte Tore halten sich die Waage. Tja, wenn man dann allerdings auf die Punktausbeute schaut, dann punktet Hannes Wolf augenblicklich eben nicht wirklich. 18 Punkte für Titz in den 10 Spielen (1,8 PpS) stehen lediglich 14 für Hannes Wolf entgegen.

Nicht, dass ich hier eine Trainerdiskussion lostreten möchte oder gar eine Ablösung von Wolf fordern würde. Ich möchte an dieser Stelle lediglich abschließend noch einmal darauf hinweisen, dass ich die damalige Entlassung für einen Fehler hielt und halte und darauf, dass man beim HSV offenbar mit zweierlei Maß misst, wie ein Blick auf die jeweiligen Tabellen noch einmal anschaulich verdeutlicht:

Die Titz Tabelle (10 Hinrundenspiele)

Die Titz Tabelle (10 Hinrundenspiele)

Die Wolf Tabelle (10 Spiele der Rückrunde)

Die Wolf Tabelle (10 Spiele der Rückrunde)

Für mich bleibt am Ende des Tages festzuhalten, dass ich mit der – vor allem spielerischen- Entwicklung des HSV momentan alles andere als zufrieden bin. Nun bin ich es ja durchaus gewohnt, dass die Spiele in den letzten Jahren eher Augenkrebs als alles andere verursachen. Aber, es gab einmal eine Zeit, das spielte der HSV so etwas wie Fußball. Davon ist aus meiner Sicht derzeit nicht viel zu sehen. Ja, das mag für Taktik-Nerds alles ganz toll und prima sein. Ich möchte mich am Spiel erfreuen, möchte Spektakel und dann am Ende Erfolg, wenn er sich aus dem Spektakel ergibt.

Aufstieg hin, Aufstieg her. Spaß sieht für mich anders aus und deshalb: erst mal für das leibliche Wohl sorgen und dann geht es um die Ecke auf den Dorfplatz! Schönen Sonntag!

37 Kommentare

  1. GVGV

    In der BL Restrückrunde 17/18 spielte man mit Titz öfter richtig Fußball; in der zweiten Liga nur noch ein oder zwei mal.
    Wolf praktiziert wieder den Gisdol Style.
    Titz Idee war für mich die bessere, doch gibt es im Gesamtdefekt HSV dafür nicht die nötigen Voraussetzungen; Titz selbst hatte offenkundige Probleme, seine Idee von Fußball so zu vermitteln, dass sie verstanden und umgesetzt werden konnte.
    Dass auch die Version vom Simplex Kicken gut und relativ erfolgreich entwickelt werden kann, zeigt Fortuna D’Dorf mit einem ‚Zweitligakader‘ (unter 30 Mio.!) in der BL.
    Es liegt eben ursächlich weder am Trainer noch an einzelnen Spielern oder Mannschaftsteilen.
    Es liegt am Gesamtpaket. Und das ist beim HSV einfach qualitativ gesehen eine einzige Katastrophe in jeder Beziehung und auf allen Ebenen.

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    1. HeLuechtHeLuecht (Beitrag Autor)

      Es ist ja in der Tat so, dass mit der Entlassung von Titz nicht mal eben nur der Trainer der 1. Mannschaft gewechselt wurde. In dem zurecht als solches betitelten Gesamtdefekt HSV gab es mit dem Ansatz von Peters über Titz quasi von unten nach oben so etwas Ähnliches wie eine ‚Philosophie‘. Klar überteuert eingekauft, wie alles andere auch (jetzt noch), aber immerhin nach Jahren mal mit einer gewissen Ausrichtung bezüglich Nachwuchsarbeit und Durchlässigkeit.
      Unter der derzeitigen Führung ist davon nicht mehr viel übrig geblieben.

      Ja, natürlich habe ich auch teilweise die Augen verdreht bei dem Fussi unter Titz in dieser Saison, weil die Spieler mutlos hintenrum, statt mutig nach vorne gespielt haben. Wenn ich das allerdings mit dem jetzigen Gepöhle vergleiche, war mir das dann doch lieber. Aber wie gesagt, ein weiteres Mal wird alles kaputtgekloppt und die Vision für einen realistischen Neuaufbau und deren kleinschrittige Umsetzung fehlt.

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  2. Avatarky

    Sehr schöne Fleißarbeit, HL. Fakten, Fakten, Fakten….

    „Der vierte Mann“ – Trapper – hat eine sehr lesenswerte Analyse zum gestrigen Spiel in seinem Blog veröffentlicht. link ist ja bekannt, denke ich.

    Wir haben ein eklatantes Problem im Spielaufbau, und das liegt an Bates, van Dronghelen und Pollersbeck. Sobald die IV’s angelaufen werden – unter Druck geraten – spielen diese unsaubere Kurzpässe, und bringen den angespielten Spieler oder Torwart damit noch mehr unter Druck. Etliche Szenen gab es – nicht nur gestern – davon.

    Einen Hummels kannste Dir nicht schnitzen, aber wenn dem Trainer das auch bekannt sein sollte, müssen Bates und van Dronghelen sofort 30m – Pässe zur Mittellinie aussen linear spielen (nicht diagonal, zu viel Risiko), um die 4-5 Anläufer aus dem Spiel zu nehmen und über Jatta oder Narey zumindest die Chance zu eröffnen, einen Spielzug nach vorne zu initiieren.

    Oder Pollersbeck wirft lang ab – eine Variante, die ich viel zu selten sehe. Grandios konnte das u.a. mal ein Toni Schumacher – kann man erlernen, wenn man „Extra-Schichten“ macht…

    Menschlich sind mir Bates und v. Dronghelen beide sehr sympathisch, aber ihre technischen Defizite in der Ballbehandlung verhindern leider vieles, wahrscheinlich auch die nötigen Erfolge.

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    1. HeLuechtHeLuecht (Beitrag Autor)

      Ja, den Text von Alex kenne ich. Kann im Prinzip damit aber nicht so viel anfangen. Das ist eine nette taktische Beschreibung, die mich offengestanden wenig interessiert. All das erklärt nämlich eines nicht, nämlich, warum man auf nicht verlieren anstatt auf gewinnen spielt. DAss das geht, dass man wenn man will Gas geben kann, war z.B. gegen Darmstadt am Ende zu sehen. Die Passungenauigkeit bleibt die gleiche. Zudem stelle ich fest, dass die Entwicklung in der Rückrunde eben nach hinten und nicht nach vorne geht. Und wenn ein Trainer vorlebt mit einem 0:0 in Bochum zufrieden zu sein, weil man dann ja Pokalviertelfinale spielt, dann ist das für mich auch das gänzlich falsche Signal. Dieser HSV stagniert nicht nur, er entwickelt sich gerade zurück. Wieder einmal und schon wieder und noch einmal auf noch niedrigerem Niveau und darüber täuscht auch ein 2. Platz und ein größerer Abstand auf Platz 3 nicht drüber hinweg.

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  3. AvatarTrapper Seitenberg

    Wie ky schon anmerkte: Schöne Fleißarbeit.
    Ehrlich gesagt frage ich mich, was Behauptungen sollen, wie Wolf lasse Gisdol-Fußball spielen. Das ist, mit Verlaub, nichts als polemischer Quatsch und zeigt nur, dass jemand die berühmte Handschrift eines Trainers allein deswegen nicht erkennt, weil er einfach nicht lesen kann, nicht weil sie nicht vorhanden wäre.
    Gisdol hat zwar auch auf das Gegenpresssing gesetzt, im Aufbauspiel aber fast nur noch mit langen, nach vorne gebolzten Bälle spielen lassen. Das ist so bei Wolf nicht der Fall. Nachprüfbare Tatsache! Auch hat Wolf, wer „lesen“ kann ist bekanntlich klar im Vorteil, inzwischen diverse Systeme mit der Mannschaft eingeübt und auch spielen lassen. Vom 4-1-4-1, über 5-2-3-1 und jeweils davon abweichenden, gegnerangepassten Varianten mit eingerückten AVs, oder asymetrisch agierenden AVs (Santos hoch, Sakai tiefer) etc.pp. Unter dem Strich ist die Mannschaft taktisch flexibler geworden, auch wenn zweifellos der große spielerische Durchbruch bislang nicht gelungen ist. Das sieht man aber nicht durch eine Quantitative Analyse wie der hier von dir vorgelegten. Dazu muss man die Analyse qualtitativ erweitern. Deswegen ist die hier geäußerte Kritik an der mangelnden spielerischen Entwicklung für mich nachvollziehbar und auch grundsätzlich berechtigt. Teilweise teile ich sie sogar ausdrücklich.
    Dennoch bleibt zu beachten, dass die Mannschaft unter Titz damals spielerisch ebenfalls stagnierte UND es eine Ergebniskrise gab. Profifußball ist aber vor allem Ergebnissport. Dass Du Spektakel willst, sei dir unbenommen, ich aber möchte zunächst, dass der HSV aufsteigt. Weil er es muss! Notfalls eben auch mit hingewürgten 1:0-Siegen.
    Titz stand seinerzeit außerhalb der Aufstiegsränge, Wolf ist derzeit drin. Fakt. Ob das alles gerecht ist, ist eine müßige Fragestellung, eben so wie die Frage, ob nicht auch unter Titz ein Ergebnisaufschwung eingesetzt hätte. Müßig, weil es keiner beweisen kann.
    Fakt scheint mir, dass oft schon im Aufbauspiel die Sekunden(bruchteile) verdödelt werden, die in der Summe dann eben entscheiden, ob ein Spieler im entscheidenden Moment Raum vorfindet, bspw. die Außen, oder ob dieser bereits zugestellt ist. Desgleichen wird so bereits „entschieden“, ob ein Spieler einen kontrollierten Pass spielen kann, der dann auch ankommt, oder ob das zum Lotteriespiel wird, wie bim HSV leider viel zu oft. Beide Trainer aber sind dazu verdammt, mit einem arg limitierten Mittelstürmer spielen zu lassen, weil der als fast einziger die Bude trifft. Außerdem wird er aufgrund des Größennachteils im Mittelfeld als zusätzlicher Kopfballspieler bei gegnerischen Standards benötigt. Das führt letztich dazu, dass egal mit welchem Trainer oder Ansatz, das Spiel über außén forciert werden muss, damit dann das laufschwache Bärchen in der Mitte zum Abschluss kommt. Tore aus der 2. Reihe? Beim HSV Mangelware. Tore durch Standards ohne Hunt? Fehlanzeige. Tore durch schnelles Kombinationsspiel durch die Mitte? Kaum. Wie auch, wenn der Mittelstürmer technisch bestenfalls nur Durchschnitt ist. Jatta, Ito schießen auch zu wenig Tore. Einzig Narey liefert hin und wieder. Arp ist eine einzige Enttäuschung und daher leider keine Alternative, Hwang und Hunt verletzt. Auch das muss man im Auge behalten.

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    1. HeLuechtHeLuecht (Beitrag Autor)

      Ja, wir sind noch in den Aufstiegsrängen und wie wir andernorts damit bereits gestgestellt haben, ist der HSV insofern ein 2. Liga Spitzenteam.

      Und ja, die Zahlen sind natürlich eine Spielerei und sie bleiben quantitativ. Was nütz mir eine 99% Zweikampfquote, wenn ich den entscheidenden immer verliere.

      DAs mit dem Zeitverdödeln, sehe ich ähnlich. Ist halt auch eine Frage der Handlungsschnelligkeit, wobei die dann auch wieder tagesformabhängig zu großen Teilen eine mentale Geschichte ist. Mir ist ja grundsätzlich zu wenig Bewegung im Spiel. Nicht dass Jatta nicht die Außenbahn rauf und runter rennt oder Narey um sich dann wieder im 1 gegen 1 zu verszetteln. ES fehlt mir an Angeboten. Das hat mMn auch etwas mit der grundsätzlichen Einstellung Gas zu geben zusammen. Es ist ja immer schwer zu beurteilen, ob ein verhaltenes Spiel wie gestern in Bochum in der Schlußphase Traineranweisung ist oder aber ob die Spieler letztlich nicht genug Mut haben.

      Auffällig ist in jedem Fall, dass ein Hunt der Mannschaft fehlt. Dass ich das noch einmal feststellen würde (muss), hätte ich auch nie gedacht. Es verdeutlicht aber dann auch, wie bescheiden es dann am Ende um diesen (dann eben doch nach wie vor und immer noch hoffnungslos überteuerten) Kader bestellt ist.

      Bleibt meine abschließende Frage, warum Paderborn es z.B. schafft mit seinen Leuten attraktiveren Fußball zu spielen. Sind die Spieler tatsächlich handlungsschneller und haben ein größeres Potenzial?

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      1. AvatarTrapper Seitenberg

        Natürlich kann man den Kader unverändert als zu teuer bewerten. Aber dann sollte man fairerweise auch mit berücksichtigen von welch astronomisch hohem Ausgangsniveau aus dieser Kader zusammengestellt wurde. Mal eben so auf Paderborn oder FCSTP runter, das klappt nur beim Computerspiel. Auch ist dieser Kader im Vergleich zu normalen Zweitligisten ein sehr junger. Dabei sind viele Spieler, deren Leistungs- und Entwicklungshöhepunkt erst in 4-5 Jahren zu erwarten ist. Es fehlt ohne Hunt auch an Routine, an Erfahrung, die andere mit günstigeren aber älteren Spielern wie z.B. Bochum in der jeweiligen Truppe haben.
        Nimm allein Lasso mit seinem irrwitzigen Vertrag aus der Rechnung (hoffentlich ab Sommer, bidde, bidde!) und schon sieht das mit den Kosten deutlich besser aus.
        Bei anderen Vereinen hast Du z.T. gewachsene Mannschaften. Diese HSV-Elf ist vor der Saison erheblich verändert worden (und wird auch nach dieser Saison weiter erheblich umgebaut werden). Bis sich so etwas findet, das benötigt normalerweise Zeit. Allein die Hierarchie-Frage, die muss sich entwicklen. Sie von außen implementieren zu wollen, wie damals z.B. mit Behrami oder Spahic, kann schnell nach hinten losgehen.

      2. HeLuechtHeLuecht (Beitrag Autor)

        Wenn ich den Kader nicht als zu teuer bewerten würde, müsste ich die gezeigten Leistungen ja noch mehr kritisieren. Sicherlich leidet man unter den Altlasten in finanzieller Hinsicht. Ich gehe allerdings einen Schritt weiter: nicht nur in finanzieller, sondern auch in sportlicher. So gesehen ist die Trennung von Holtby konsequent, die von Lasogga und all jenen Spielern, die maßgeblicher Teil des sportlichen Niedergangs der letzten Jahre waren, ebenfalls. Dazu zähle ich insbesondere Sakai aber auch Hunt. Du wirst mit diesen Spielern keine Siegermentalität auf den Platz bringen. Das zeigt diese Saison doch sehr deutlich. ES ist wohl in der Tat so, dass die MAnnschaft und dieser Verein das Siegen erst wieder lernen müssen. Die Voraussetzungen dafür sind allerdings denkbar schlecht. Bei einem doch (immer noch) sehr wahrscheinlichen Aufstieg, wird es in erster Linie wieder darum gehen, möglichst erst einmal nicht zu verlieren. ABer gut, es ist wie es ist und die Zukunft wird’s zeiigen. Der Ball ist rund und das Runde muss ins Ecke! Phrasenschwein voll, wie die Stuttgarter Hütte!

    2. GVGV

      Mag sein, sie üben variablere Systeme und -Wechsel. Doch auch Umstellungen noch während des jeweiligen Spiels bringen nur die gleichen Ergebnisse. Das ist eigentlich eher nur akademisch, nicht effektiv wirksam auf dem Platz.

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  4. AvatarTrapper Seitenberg

    Im Übrigen ist anzumerken, dass endlich wieder Stille Reserven gebildet werden, indem man auf junge, entwicklungsfähige Spieler setzt, die eben noch Zeit benötigen, aber dann hoffentlich an Wert gewinnen anstatt auf überteuerte Altstars zu setzen, bei denen man zuschauen konnte, wie der Marktwert verfiel und das Geld durch den Schornstein ging.
    Und wann gab es das zuletzt, dass 2, wenn nicht gar 3 Spieler schon jetzt fix sind, obwohl noch nicht mal geklärt ist, in welcher Klasse man nächste Saison antreten wird?! Ich jedenfalls freue mich schon auf die Neuen, auch wenn so ein Gewürge wie gestern natürlich schwer zu verdauen ist.

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    1. GVGV

      Stille Reserven bilden? Ein frommer Wunsch.
      Die nötige Geduld ist genausowenig vorhanden wie das Geld, diese Spieler lange genug zu halten.
      Die Entwicklungsarbeit funktioniert zudem nicht.
      Und schließlich wäre ganz einfach jedes vielversprechende Talent schneller weg, als als beim HSV gearbeitet wird, ob der HSV es nun gerne halten wollte oder nicht.

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  5. AvatarTrapper Seitenberg

    Wenn noch ein Linksverteidiger kommen sollte, dann dürfte auch für Sakai der letzte Gong geschlagen worden sein.

    Eins ist aber sicher: Das Ziel nächste Saison in der BULI könnte nur Klassenerhalt sein. Es wäre allenfalls zu hoffen, dass mit den Neuen noch mehr Tempo in das Spiel kommt und man vielleicht überperformed und positiv überrascht. Aber selbst dann sollte man sich um himmelswillen nicht blenden lassen und glauben, der sportliche turnaround sei bereits erledigt.

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  6. AvatarDirk

    Kann aus der Ferne auch keine spielerische Entwicklung erkennen….

    … und der Elfzeh ist zwar nur 3 Punkte besser – hat aber annähernd doppelte so viele Tore gemacht – ist also i.d.R. dem Gegner deutlicher überlegen, als es der Punktabstand zu euch glauben macht.

    Pollersbeck ist ne Granate – den würd ich direkt gegen Horn tauschen – aber ansonsten sehe ich keinen einzigen Spieler, den ich bei uns in der ersten 11 sehen würde. Santos ist sicher gut – aber nicht besser als Hector – mit dem er das „Schicksal“ teilt, eh besser gesehen zu werden, als er tatsächlich ist.

    Was Jatta in Liga 1 soll, weiß wohl nur Becker – Narey ein zu großer Egoist und Lasogga zu limitiert…
    …. frage mich, wie ihr diesen „Stamm“ – bei dem notwendigen Transferüberschuss – so verstärken wollt, dass es in Liga 1 – so es denn so kommt (da bin ich aktuell noch nicht wirklich von überzeugt) – kein einziges Desaster wird.

    Leihen à la Eintracht sind nicht so einfach hinzubekommen – zudem ist Hütter ein ganz anderes Kaliber als Wolf.

    Nun denn – wir werden sehen – ich bin echt gespannt – wird noch spannend…
    … und bin gespannt ob Hoffmann bis Saisonende die Nerven behält.

    … hätte mir auch gewünscht, dass Titz nicht das erste Hoffmann-Opfer wird. Kann mir nicht helfen, aber sympathisch find ich euren Vorstand nicht – und mit Jansen als Präsi-Azubi hat er auch nen genialen Move hingelegt….

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    1. HeLuechtHeLuecht (Beitrag Autor)

      Nun es geht ja hier um den HSV von daher nicht darum, ob der #effzeh in seinem Vorstand symüathischer aufgestellt ist oder nicht. In Hamburg jedenfalls weint man eine Veh keine Träne nach.

      Bezüglich der Einschätzung der Qualität der Spieler, sind wir uns, wie du ja weißt, im Großen und Ganzen einig.

      Ich hatte ja bereits gesagt, dass ich damit rechne, dass man 10 Jahre brauchen wird, um wieder einigermaßen auf die Füße zu kommen, halbwegs intelligente Entscheidungen in der Zeit vorausgesetzt. Und genau da beginnen aufgrund der Erfahrungen aus den letzten Jahren ja bereits die ersten großen Zweifel. Ich sehe den HSV als Fahrstuhlmannschaft in den kommenden Jahren und es wäre gut, wenn die Verantwortlichen dieses nicht nur ähnliche sehen, sondern auch so kommunizieren würden, dass diese Gefahr besteht. Es wird darauf hinauslaufen, dass man seinen Kader mit 2. und 3. Ligaspielern best+ckt. Das ist ja auch das derzeitige Niveau des Gros der Spieler.

      Und klar bleibt es spannend, wir sind schließlich in HAmburg. Ein Sieg am Dienstag in PAderborn und wir sind schon Pokalsieger, eine Niederlage und dann hängt der Haussegen hier komplett schief, denn das die Leistungskurve nach unten zeigt ist unverkennbar.

      Ich persönlich könnte gut mit einer weiteren Zweitligasaison leben, denn ich glaube, es geht dem Club immer noch nicht schlecht genug, die notwendigen einschneidenden Maßnahmen vorzunehmen und die Kostenseite endlich massiv in Angriff zu nehmen. Einige Altlasten werden wir auf jeden Fall ja so oder so noch durch die nächste Saison schleppen müssen.

      We’ll see.

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      1. AvatarDirk

        Veh ist nicht im Vorstand…
        … aber das weißt du sicherlich.

      2. HeLuechtHeLuecht (Beitrag Autor)

        Ja, in der Tat und doch ist er für mich das Pendant zu Becker und damit Vergeichsperson auf der nach unten offenen Sympathieskala. Letztlich geht es aber darum ob die ‚Unsympathen‘ gute Arbeit ableisten oder nicht.

  7. Avatarky

    In HH wird viel zu wenig trainiert. Leider schon seit Happel/Zebec. van Marwyk verpisste sich nach Holland, Veh nach Augsburg, etc.

    Santos kann sehr gute Standards schiessen (hat er doch die beste Technik), aber wenn die Mitspieler nicht wissen, wo sie zu stehen haben, ergibt das eben „gar nichts“.

    Hannes Wolf mag einer der besseren Übungsleiter sein, aber er muss die Hamburger Krankheit kurieren – viel zu früh zufrieden mit zu wenig….

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  8. HeLuechtHeLuecht (Beitrag Autor)

    Wer nach einem 0:0 nach einem Grottenkick zufrieden auf der PK in die Kameras lächelt, wird an der ‚Zufriedenheit mit zuwenig‘ wenig ändern, befürchte ich.

    Zum Training: zunächst mal eine oft wiederholte These, die lediglich so in den Raum gestellt, lediglich populistisch wirkt.

    Es geht doch schon da los:
    – Kann ich das vom Sofa aus beurteilen?
    – Kann ich das von sporadischen Trainingseindrücken beurteilen?
    – Bin ich – mit Hand aufs Herz und wirklich ehrlich sein – in der Lage, das was dort im Training auf dem Platz passiert (und drumherum mit Datenauswertung etc., HAusaufgaben, ‚Kraftraum‘ usw usf überhaupt zu verstehen und einzuordnen?
    – Trainieren andere Mannschaften, die erfolgreicher (im Sinne von spielerisch besser) spielen, häufiger, länger oder anders?

    Ich bin dann und wann beim HSV Training und schaue auch hin und wieder bei St. Pauli vorbei. Auf mich wirkt das immer irgendwie, wie soll ich sagen, zuwenig, nicht intensiv genug, lockere Daddelei. Aber gut, ich war es im Sport ja auch gewohnt, dass ‚ordentliches Training‘ nur dann war, wenn man hinterher nur noch kotzen wollte. Ob dadurch bessere Leistungen erzielt werden können, hielt ich schon damals für fragwürdig.

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  9. Avatarky

    HL, ich meinte mit „ordentlich“ nicht zwingend Kondition bolzen bis zum Kotzen… Fit scheint unsere Truppe ja zu sein, aber die ganzen techn. Defizite, die Abstimmung der Laufwege, die Verbesserung der Standards – all das kan man trainieren, ohne sich übergeben zu müssen.

    In den meisten anderen Profi-Sportarten, in denen sehr viel Geld verdient wird – Tennis, Golf, NBA, NFL, NHL – ist das Training und die Anzahl der Wettkämpfe deutlich höher. Auch scheint dort das Bewusstsein, sich permanent verbessern zu wollen, stärker ausgeprägt.

    Wann siehst Du Fussball-Spieler individuell trainieren? Um z.B. weitere und präzisere Einwürfe zu trainieren? Liverpool hat dafür extra einen Trainer eingestellt. Wann trainiert Pollersbeck weite Abwürfe? Immer und immer wieder?

    „Zu früh zufrieden mit zu wenig“ ist leider ein Virus, den Trainer, aber auch Mitspieler auf ihre Mannschaftskollegen übertragen. Reicht ja auch so, um ein gutes Leben zu haben. Legendär der Ausspruch von Diekmeyer zu (ich meines es war Holtby), als dieser nach dem Mannschaftstraining noch mit Kollegen Freistöße üben wollte: „So was machen wir hier in Hamburg nicht.“

    Die Punkte- und Tore-Prämien sind im Verhältnis zum Grundgehalt doch nur noch ein Bonbon. Und nach dem Bosman-Urteil streiken sich Spieler auch gern weg – Calhanoglu lässt grüssen.
    Die Macht der Vereine, leistungsunwilligen Spielern „Beine zu machen“, ist sehr begrenzt.

    So entstehen eben „Wohlfühloasen“ und „Gesamtdefekte“. Beim HSV ist dieser Virus auch auf die Geschäftsstelle übertragen worden, denn die können nicht mal mehr vernüftige Trainingslager organisieren, ohne eine Agentur damit zu beauftragen.

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    1. HeLuechtHeLuecht (Beitrag Autor)

      Man kann sich natürlich an einer Diekmeier Aussage aufhängen und daraus eine Allgemeingültigkeit erklären, die sich dann einbrennt und verselbständigt wie die Meinung, Magath würde seine Spieler losschicken um Käse zu kaufen mit dem sie ihre Wehwehchen behandeln sollen. Fakt ist allerdings, dass es immer wieder Spieler gibt, die im Anschluss an Trainings Freistöße oder Ecken üben.

      Und wenn der Virus auf der Geschäftsstelle eingezogen ist, weil man eine Agentur mit der Organisation von Trainingslager und Testspiele beauftragt, na dann gibt es diesen Virus auch auf Schalke, in Frankfurt, Wolfsburg, in Porto Eindhoven oder bei Ajax und dem FC St. Pauli um nur mal eine kleine Auswahl zu nehmen und zu nennen. Sie alle arbeiten nämlich mit Match IQ.

      Natürlich kann man sich da fragen, ob das Sinn macht, ob es nicht auch anders ginge. Aber das ist dann halt ein anderes Thema.

      Du hast mir ausser subjektivem Empfinden (welches ich eigentlich durchaus teile) argumentativ nichts schlüssiges anzubieten, KY.

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      1. HeLuechtHeLuecht (Beitrag Autor)

        Und wenn man vom Teufel spricht. FCSPgoesUSA und wer organisiert? Richtig,, Match IQ. Wohlfühloase Kiez 😉

        Die Kiezkicker werden auf der mit Unterstützung von Match IQ organisierten Reise zwei Spiele absolvieren. Am 23. Mai treffen die Braun-Weißen auf New York Cosmos (Rocco B. Commissio Stadium), am 25. Mai geht es dann gegen den FC Buffalo (Robert E. Rich All-High Stadium).

        https://www.fcstpauli.com/news/kiezkicker-treten-nach-saisonende-in-new-york-und-buffalo-an/

  10. Avatarky

    HL, wir haben schon vor Jahren Zahlenspiele gemacht, was die Anzahl der Mitarbeiter in den Geschäftsstellen der Bundesligisten angeht. Beim HSV macht die Vermarktung auch noch Largadere (Ex-S5), was gut 8Mio. pro Jahr kostet, und der HSV spielt seit Jahrenden nicht europäisch, was ggf. zusätzliche Mitarbeiter erfordert. Vergleiche dazu mal z.B. Mönchengladbach oder Frankfurt. Die sind deutlich schlanker aufgestellt…

    Und dann passieren trotzdem solche Pannen wie das Trainingslager in Österreich, wo kurzfristig umgezogen werden musste, weil der Platz durch eine Studenten-Meisterschaft anschließend unbespielbar war…

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    1. HeLuechtHeLuecht (Beitrag Autor)

      Ja, die Ärzte WM die konnte ja auch keiner vorhersehen.
      Aber mein Gott, das passiert in Glücksburg auch.

      Hab ja auch nicht und nie behauptet, dass beim HSV alles in Ordnung wäre. Trotzdem und auch gerade deshalb sollte man in der Lage sein, die Dinge konkret zu benennen un möglichst auch Vorschläge machen können, wie es besser gehen könnte. Sonst bleibt es halt Stammtischgefasel. Das hat sicher auch seine Berechtigung, ist aber ehrlicherweise nicht wirklich ernst zu nehmen.

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      1. Avatarky

        Stammtischgefasel? Danke.
        Wenn Du mich kennen würdest, und meine 700+ Blog-Beiträge gelesen hättest, bei Matz-Ab – dem irren Dieter – dann wüsstest Du, das ich sehr fern vom Stammtischgefasel bin.

        Aber diese Art der Diskreditierung scheint Dir zu gefallen. Arm, sehr arm….

        Und trotzdem kriegt U.Hetsch auf die Schnautze. Warum? Weil er es verdient hat.

    2. HeLuechtHeLuecht (Beitrag Autor)

      Ich lass deinen Post von 4:43 mal als abschreckendes Beispiel hier im Blog stehen. Letztlich ist es ja deine Entscheidung wem du wann und wo auf die Schnauze hauen willst und ob du dich mit derartigen Äußerungen hier zum Gespött der Leute machen willst.

      Ich habe dich über die Jahre hinreichend kennengelernt. Von deinen 700+ Beiträgen waren sicher etliche lesenswerte dabei. Leider in schöner regelmäßigkeit auch solche, die – um es freundlich auszudrücken – nicht waren.

      ‚Irrer Dieter‘ ‚Auf die Schnauze‘ – mehr Beweis für vor- oder spätpubertäres Stammtischniveau gefällig?

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  11. GVGV

    Also, wenn man schon mal ein paar dieser Trainingseinheiten vor Ort erlebte, die Berichte von anderen Beobachtern liest, selbst schon mal gekickt hat, sich die Spiele aufmerksam anschaut und nicht völlig auf den Kopf gefallen ist, dann ist es nicht völlig ausgeschlossen, auch vom Ergebnis, also dem Ernstfall Punkt- bzw. Pokalspiel, und der Art und Weise des Zustandekommens auf die Trainingsinhalte und/oder die Intensität dabei rückschließen zu können.
    Somit ist es keineswegs immer zwingend erforderlich ein Eingeweihter mit internen Kenntnissen, mit Trainerschein und sportwissenschaftlichem Abschluss zu sein, um dies in etwa beurteilen oder wenigstens einschätzen zu können.

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    1. HeLuechtHeLuecht (Beitrag Autor)

      HSV hat mit 3er Kette gespielt, Tor nach Standard erzielt, Körpersprache stimmte….also wurde das alles trainiert???

      Die 3er/5er Kette schon mal nicht, laut Aussagen von Wolf jedenfalls nicht auf dem Platz.

      Aber wie dem auch sei, du magst das aus der Ferne beurteilen können. Ich kann das bei meinen Trainingsbesuchen dann letzlich nicht. Trotzdem habe ich natürlich Eindrücke, die dann auch zu Einschätzungen und Meinungen führen. Die versetzen mich aber nicht in die Lage etwas babsolut behaupten und belegen zu können.
      So verkommt dann eben doch vieles zu reinem Populismus.

      Ich könnte z.B. folgendes Zitat bringen:

      Ich schieße mit dem Innenspann und mit Zug. Zweieinhalb Schritte Anlauf, recht direkt zum Tor, nicht abgewinkelt wie Beckham. Eher Messi-Style, nur fester. Ich übe das, seit ich denken kann. Nach jedem Training mindestens eine Viertelstunde, oft länger.

      https://www.11freunde.de/interview/vincenzo-grifo-ueber-treue-italien-und-christian-streich/page/1

      und dann lamentieren, so müsse man das machen, da sollte sich der HSV mal eine Scheibe von abschneiden.

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      1. GVGV

        ich behaupte nichts absolut. Allerdings geben Hinweise und Indizien Anlass, einiges dringend annehmen zu können.
        Also keine absoluten Behauptungen sondern begründbare Annahmen.
        Sollten die Indikatoren zum Überdenken Anlass geben, dann werde ich das entsprechend korrigierend tun.
        Beispielsweise habe ich den Eindruck, dass Du gerne mal Annahmen und Meinungen radikalisierst, um sie besser anzweifeln oder widerlegen zu können.
        („Eindruck“!)

  12. Avatarky

    HL, Du versuchst Dich zu recht, Dich vom Populismus zu entsagen. Viele Deiner Beiträge sind sehr ordentlich recherchiert, und sind guter Journalismus. Aber: Wie Du hier einige Beitragende abkanzellst, ihnen Dinge unterstellst, die diese niemals erwähnt oder gemeint haben, das ist „nicht gut“.

    Wie Du weisst, schätze ich Dich sehr. Es würde von „Größe“ zeugen, leicht Andersdenkende nicht zu disqualifizieren. Der arme Ulrich Hetsch sollte uns allen warnendes Beispiel sein, wie es nicht geht.

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    1. HeLuechtHeLuecht (Beitrag Autor)

      @ky Mir geht es nicht darum, ob und dass jemand anders denkt. Wenn du jedwede Kritik an Deinen Kommentaren als abkanzeln betrachtest, dann scheint mir das Problem doch eher auf deiner Seite zu liegen.
      Ich stelle lediglich fest, dass vieles an Formulierungen und Kritik (von dir vorgetragen und da nehme ich mich letztlich auch nicht aus, durchaus im Sinne von GVs Post) über Stammtischniveau nicht hinauskommt.

      Und auch jetzt sind wir schon wieder dabei uns hinter Formen zu verschanzen, wo es um Inhalte geht.

      Und nein, ich sage mich nicht vom Populismus los, das ist durchaus ein Stilmittel. Ich bin mir dessen bewußt, negiere das aber auch nicht.

      Wenn es wieder um Inhalte geht, gerne mehr.

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      1. GVGV

        Inhalte? Gerne! Es stellt sich die Frage, wie sich die Intensität der Trainingseinheiten und -Inhalte oder auch in Spielen sachlich messen ließe.
        Offenbar liegt die Problematik nicht zuletzt hierin begründet.
        Quantitativ lässt sich das recht einfach vergleichbar darstellen.
        Gerade Lerneffekte und Haltungsfragen sind dagegen doch schwerer im einzelnen zu erfassen bzw. festzumachen.

  13. Avatarflashbax

    Ich mag mir gar nicht vorstellen wie viel Arbeit in so einem Blog, gespickt mit Fakten, steckt. Als Konsument kann ich mich einfach nur darüber freuen und Danke sagen.
    Bitte Weiter so!

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  14. HeLuechtHeLuecht (Beitrag Autor)

    @GV 6. April 2019 um 9:44

    In der Tat wird vieles von dem, was unter der Woche trainiert wurde und dort vergleichsweise gut geklappt hat im darauffolgenden Spiel nicht umgesetzt. Aus welchen Gründen auch immer. Andererseits dagegen werden Dinge – wie die 3er/5er Kette – z. B. in einem Pokalspiel gegen den SC Paderborn umgesetzt obwohl sie nicht (auf dem Platz) trainiert wurden.
    Ich denke, dass hier sogenannte ‚Haltungsfragen‘, wie heiß bin ich, wie hoch ist die meine Motivation und die der Mannschaft, hier eine nicht unwesentliche Rolle spielen. Wer heiß (nicht übermotiviert ist) ist idR. wacher und damit auch handlungsschneller, dann gelingen Dinge und…
    Ich bezweifle, dass da tatsächlich jemand gegen Sandhausen ins Spiel geht und sich sagt: Ach, die erledigen wir mit angezogener Handbremse. Und doch wird man unterschwellig anders in so ein Spiel gehen, wie in ein Stadtderby oder ein Vieterlfinale im Pokal.

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    1. GVGV

      Das sehe ich auch so. Allerdings ist es keineswegs ausgeschlossen, sich selbst des eigenen Handelns, der eigenen Einstellung bewusst zu werden und zu lernen, entsprechend reflektieren zu können.
      Sowas benötigt sicher auch Anleitung, Begleitung, Unterstützung.
      Überdies sind es quasi zwei Ebenen von Haltung.
      Die eine betrifft die Motivation vor und bei einem Spiel, kann kurzfristig deutlich hochgefahren und wirksam werden, insbesondere, wenn es um „Highlights“ wie Pokal oder Derby geht(beim HSV sind es schon nur noch die Highlights für Arme, nicht mehr „Bremer Wochen“, Europaspiele …).
      Die andere Ebene betrifft die grundsätzliche Haltung,die eigene Rolle im Leben/Beruf,
      also das Selbstverständnis, die grundsätzliche Leistungseinstellung, Visionen und Ziele, das Ausmaß der Bereitschaft, was man dafür investieren möchte und kann.
      Die Gesamtheit dieser Haltungen prägen einen Fußballclub in seiner Identität. Dies wirkt dann auch umgekehrt auf jeden, der sich mit diesem Verein zusammentut, nachrangig dabei für wie lange.
      Stimmen Identität und Realität nicht überein, wirkt sich auch dies logischerweise eben auf alle in und um diesen Verein aus.
      Dann sieht man es auch von außen in allen Handlungen, Entscheidungen und Konsequenzen, auf und neben dem Rasen sowie in den Teppichetagen.
      Vermutlich auch beim Training

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  15. AvatarWaltero

    Hi,
    hier sind ja etliche „Matz-Abber“ und diskutieren wie eh und je 😉 Fein!
    Beste Grüße,
    Waltero

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    1. GVGV

      Moin, wie nett. Da kannst Du Dir Dein Bier auch hier abholen.

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    2. Avatarder Coach

      Hier sind keine Matz-Abber, hier sind SpelunkenJunx.

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