Die Bruno “Laber Diva” Show?

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Er schlug die erwartet hohen Wellen, der Auftritt von Bruno Labbadia bei Alexander Bommes im Sportschau-Club nach der gestrigen Pokalpartie zwischen Bayern München und dem BVB.

Jener Bruno Labbadia, der nur den Spielerfrauen nachsteigt, ein Sturkopf ist, keine Ahnung, immer und überall die Spieler innerhalb kürzester Zeit gegen sich aufbringt…jetzt auch noch ein Nestbeschmutzer ohne jedwede Form der Selbstkritik. Das ganze dann noch inszeniert von einem Grün-Weißen, der dem HSV nur schaden will und ihn am liebsten in den Abgründen der2. Liga verschwinden sehen will.

Das Urteil ist schnell gefällt, da braucht man sich mit Inhalten und Aussagen gar nicht weiter auseinander zu setzen. Wenn so einer wie Bruno, die ‘Laber-Diva’ den Mund aufmacht, was soll da schon heraus kommen?

Nun, es kam Erstaunliches heraus. Nichts wirklich Neues indes, aber das war auch nicht wirklich zu erwarten. Ebensowenig wie zu erwarten war, dass Alexander Bommes an den entscheidenden Stellen wirklich einmal nachhaken und -bohren würde. Darauf schien man sich – wie üblich – bei den Vorgesprächen zur Sendung bereits geeinigt zu haben.

Schauen wir doch mal auf einige der gestern getätigten Aussagen:

“Wenn ich über den HSV nachdenke, kommt bei mir eher Traurigkeit auf, weil ich weiß, dass wir auf einem wahnsinnig guten Weg waren, dass wir 1 1/2 Jahre a) das Unmögliche möglich gemacht haben aber auch b) dem Verein ein Stück stabilisiert haben, aber dann zu schnell an Dinge ran wollten, die…man kann nicht Dinge aufholen, die man fünf, sechs Jahre einfach schlecht gemacht hat. Das wird nicht funktionieren, dass man das in 1 1/2 Jahren alles wegbekommt. Was mitschwingt…dass man eine sehr sehr große Chance vertan hat.”

In der Tat, Labbadia hat das scheinbar Unmögliche möglich gemacht, hat den hoffnungslos darniederliegenden HSV wieder zum Leben erweckt und mit ihm glücklich die Klasse gehalten. Er hat den HSV nach einer relativ ruhigen Saison letztlich auf Rang 10 geführt, in einer Saison, in der der HSV zwar auch immer um den Klassenerhalt spielte, aber selten in den absoluten Niederungen der Tabelle festhing.

Der nächste logische Schritt wäre laut Labbadia gewesen:

“Wir machen nochmal ein Jahr, wo wir diese Mannschaft und den Verein vor allen Dingen stabilisieren , um dann schrittweise wieder nach vorne zu kommen.”

Hier tun sich offenkundige Meinungsunterschiede zur sportlichen Führung in Persona Dietmar Beiersdorfer auf, der in seiner gesamten Amtszeit immer den Fokus auf Europa zu haben schien und koste was es wolle investiert hat um dieses Ziel zu erreichen. Er ist daran gescheitert, wie wir wissen und an diesem von ihm geschnürten Investitionspaket wird der HSV noch lange zu knabbern haben.

Deutlich wird bei dieser Aussage Labbadias aber auch, dass es um die Strukturen im Verein nach wie vor nicht um das Beste bestellt war (ist), dass auch hier Stabilisierung auf einem bundesligatauglichen Niveau erst noch notwendig ist.

“Das Entscheidende war, dass es im letzten Sommer einen Bruch gab. Wir haben absolut unterschiedliche Meinungen gehabt, was die Transferpolitik betraf. Das war 6 Wochen lang ein harter Kampf!”

“Der ENDGÜLTIGE Bruch” von dem Bruno Labbadia sprach, kam also in dieser Zeit, was impliziert, dass es bereits vorher erhebliche Meinungsverschiedenheiten gegeben haben muss. Meinungsverschiedenheiten, die wohl auch daher rührten, dass der Trainer immer im Fokus stand und permanent für den Gesamt-‘Verein’ die Kastanien aus dem Feuer holen musste, sei es bei der Präsentation des neuen Mannschaftsbusses oder oder oder. Labbadia war DER HSV Fels in der Brandung und genau das, was Tuchel in Hamburg nicht sein wollte, nämlich mehr als nur ein Trainer.

Von ihm selbstkritische Töne zu erwarten, wäre natürlich zu viel verlangt. Er hätte aufhören können, sagt er und man hört förmlich, wie er in Gedanken nachschiebt: “Aber ich bin doch nicht blöd und verzichte nach all den Strapazen auf Geld, während sich andere die Taschen vollstopfen!”

Er habe eigentlich für sich selber die Entscheidung getroffen aufzuhören, weil er in der Vorbereitung gespürt habe, das wird nicht gutgehen. (“Wir sind so weit auseinander, es geht absolut in die falsche Richtung.”) Er habe dies im Kreise seiner Familie und seiner engsten Vertrauten thematisiert, sei dann aber geblieben, weil er die Mannschaft nicht im Stich lassen wollte, für die er 1 1/2 Jahre der absolute Bezugspunkt war. Und in der Tat, die Mannschaft und sämtliche Spiele standen bis zum Schluss zu und hinter Bruno Labbadia. Er war die einzige verlässliche Konstante in einem orientierungslos vor sich hinschlingernden Gebilde HSV.

Bruno Labbadia wirft sich in diesem Punkt inzwischen mangelnde Konsequenz vor. Mangelnde Konsequenz, die man in diesem Punkt auch wieder einmal dem Zauderer Beiersdorfer vorwerfen muss, der mit einem Trainer in die Saison geht, mit dem keinerlei Übereinstimmung in sportlichen Dingen mehr bestand.

Nun, sowohl Beiersdorfer als auch Labbadia sind beim HSV inzwischen Geschichte. Was bleibt ist die mangelnde Stabilität und die Tatsache, dass der jeweilige HSV Trainer immer noch mehr ist als lediglich Trainer, sondern jemand, der sich um elementare Dinge wie Sprachkurse etc. kümmern muss. Das mag mit der Verpflichtung von Bruchhagen und Todt weniger geworden sein, ist aber immer noch der Fall.

Und noch etwas ganz Entscheidendes ist geblieben: Klaus-Michael Kühne und die Abhängigkeit von ihm bzw. seinem Geld.

“Wenn man jemanden reinnimmt, der viel Geld gibt, muss man sich im Klaren sein, dass nicht alles immer schön ist, d.h. man ist von ihm abhängig.[…]Dann geht es darum, wie steure ich das Ganze, was lasse ich zu.”

wusste Ex-Coach Labbadia über das Kühne Engagement zu berichten.

Wie genau und in welcher Form Klaus-Michael Kühne nun Einfluß auf den HSV nimmt, ließ Labbadia offen. Denkt man an das Konstrukt Callmund, Struth, Kühne zurück, bedarf es dafür allerdings keiner sonderlich großen Phantasie.

Das soll an dieser Stelle aber gar nicht der Punkt sein. Deutlich aus dieser Aussage Labbadias ist zu entnehmen, dass Dietmar Beiersdorfer seiner Meinung nach jedenfalls nicht in der Lage war, ‘das Ganze’ entsprechend zu steuern und offensichtlich zuviel Einflußnahme zuließ.

Dem Dilemma des Klaus-Michael Kühne zwischen Segen und Fluch wird sich auch Heribert Bruchhagen nicht entziehen können. Schmerzlich hat er bereits diese Erfahrung sammeln müssen, denn ohne das Geld von Kühne geht beim HSV gar nichts mehr. Ohne sein Geld ist der HSV nicht einmal in der Lage die Bedingungen für die Lizenzerteilung zu erfüllen. Eine Tatsache, die Bruchhagen, äußerlich professionell und gelassen, nur zähneknirschend zur Kenntnis nehmen dürfte. In dem Wissen, dass es ohne Herrn Kühne nicht geht, muss der Vorstandsvorsitzende, dem ‘edlen Gönner’ auch schon das eine oder andere Mal öffentlich Honig um den Bart schmieren, da kommt auch Adlatus Gernandt wieder aus der Deckung und pousaunt hinaus, dass sein Chef zu Weiteren finanziellen Akten zum Wohle des HSV bereit wäre.

Armer HSV! Am Ende dürfte Bruno Labbadia froh sein, dass seine Tage hier gezählt sind und dass sich Markus Gisdol nun mit den ganzen Problemen herumschlagen muss.

Die gestrige Bruno Show war dem Format entsprechend seicht, aber dennoch weit entfernt von einer ‘Laber-Diva’ Show, dazu waren weite Passagen ganz einfach zu nachdenkenswert, auch wenn man zu unterschiedlichen Schlüssen kommen mag.

P.S. Wer die ‘Show’ noch einmal nachschauen möchte: Bruno Labbadia bei Alexander Bommes (die interessanten Passagen zum HSV von Minute 9:30 bis 21:30)

14 Kommentare

  1. Aradia

    Hallo, ihr Lieben.
    Ja der Bruno, hat uns gerettet.
    Es war ein Freudentag …..so wie ihn gestern die Dortmunder erlebten.
    Aber wir kamen nicht weiter und der Versuch mit einem neuen
    Trainer war immerhin für einige Punkte gut.
    Aber nun sind wir wieder da wo ein Bruno sich fragt…..und?….
    Na und da ist das Ende der Saison in Sicht mit immer frei werdenden Jobs.
    Bruno sagt….hrrmm..Hallo…..ich würde soooo gern wieder…..habe voll Bock.
    Und so findet der grosse Wolf bestimmt eine……Grossmutter…… :mrgreen:
    .
    Gisdol hat nun alles probiert und erleben müssen, dass streicheln,
    bellen und beissen nicht hilft.
    Diese Zweibeiner wollen einfach nicht hören.
    Und Stöckchen holen funktioniert auch nicht.
    Und Leckerlis spucken sie aus.
    Mit gesenktem Kopf und mit Blicke die innere Leere zeigen verlassen sie
    die Spielwiese um spurlos zu verschwinden.
    Sie haben alles gegeben……..aber es reicht nicht.
    .
    Es fehlt ein Krieger, der nach vorn rennt und einfach einnetzt.
    Die gegn. Abwehr wird erstarren vor Schreck.
    Jeder kennt das, wenn der Mund trocken wird, die Beine ungesteuert
    ins Gras hauen und im Nachhinein einem Sekunden fehlen.
    .
    Es ist die Zeit wo die heilige Maria mit Sternenstaub einen Spieler
    bestäubt und dieser über sich hinaus wächst.
    Ja letztes mal war es Kruse.
    Versteht ihr, Sternenstaub kann man nicht kaufen.
    Nur Persönlichkeiten kommen in den Genuss.
    Ja und die haben wir nicht.
    .
    Und zu Bayern……………………….Der Herr gab…..Der Herr nahm… :mrgreen:
    Der HSV gab ihnen das Gefühl des Übermächtigen.
    Und sie glaubten es……….lach……..
    .
    .

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  2. flashbax

    TOP,
    vor allem so kurz nach der Ausstrahlung, auch wenn du sicher weisst, dass ich bruno ein wenig kritischer gesehen habe. Ein wenig mehr Selbstkritik wäre wünschenswert gewesen, zumal man im interview überhaupt nicht auf die sportliche Entwicklung einging. Und die war katastrophal. Schon zum Ende der vorigen Saison.

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  3. WORTSPIELERWORTSPIELER

    da ich so unwahrscheinlich gerne recht habe nochmal (m)ein kleiner auszug aus dem jahr 2015…

    WORTSPIELER sagt:
    13. September 2015 um 19:56
    sehr geehrter herr labbadia,
    sie sind ein tausendsassa. ein echtes zirkuspferd. die tanzen auf allen hochzeiten. gleichzeitig und das seit wochen und monaten. wie lange mag das noch gut gehen…? wird es wieder den labbadia’schen sinkflug-effekt nach einem halben jahr höhenflug geben oder wie wollen sie „the trend is your friend, tomorrow, my friend“ dieses mal stoppen…?

    sie kümmern sich seit beginn ihres engagements als trainer um alles. von A bis Z sind sie der macher beim HSV. direktoren noch und nöcher, aber sie trainieren öffentlich und unter ausschluss der öffentlichkeit. sie betreuen und bedienen die fans und auerhähne. sie haben dem geist von malente neues leben eingehaucht. sie haben beim HSV lange vermisste basics geschaffen, die dem HSV jahre lang verlustig gingen: die „kompaktheit“ wurde reanimiert. eine „mannschaftliche geschlossenheit“ stand nicht nur auf dem papier – und das ganz ohne paddeltour in schweden. sie haben die sportlichen ressourcen genutzt, die es hier gibt und gab. die haben den fußball nicht (neu) erfunden, aber sie haben das geschaffen, was ein knappes dutzend übungsleiter zuvor nicht schaffte: glaubwürdigkeit.

    sie wurden seit dem beginn ihres himmelfahrtskommandos sträflich alleine gelassen. die beklagten sich zu keiner zeit. immer wieder lebten sie einsatz, moral und „glaube, liebe, hoffnung“ vor. bis zum erbrechen. sie lebten ihre aufgabe. sie investierten unglaublich viel energie. sie waren kurz vor dem kollaps – und das nach nur wenigen spieltagen und einer kräftezerrenden relegation. sie schafften das unmögliche. und das ganz alleine. ihre oberen versteck(t)en sich stets hinter ihnen, sie aber kämpften an vorderster front. sie hatten einen plan. hierfür kann man nur den hut ziehen, denn pläne sind rar in hamburg.

    nach erfolgreicher projektgestaltung (klassenerhalt) hätten sie urlaub verdient gehabt, doch sie wirbelten weiter. an allen fronten. auf allen kanälen. wieder wurden sie alleine gelassen. sie mussten nicht nur sportliche stellschrauben neu justieren, sie umbruchten als erster HSV-verantwortlicher seit u(h)rzeiten…! sie machten zudem die gesamte öffentlichkeitsarbeit, weil alle anderen hierfür verantwortlichen protagonisten scheiterten. sie übernahmen die komplette kaderplanung für die neue saison, weil ihre vorgesetzten und (trainer-)vorgänger keinen plan, keine ideen hatten. sie mussten ihre vorstellungen nicht nur in den ring werfen, sondern auch durchboxen. trotz widerständen von „oben“ und von „ganz oben“…! sie waren zudem pressechef, sportdirektor und trainer in personalunion. doch sie sind doch noch längst nicht ausgelastet: sie werden nun auch noch als marketingmann an die front geschickt. sie übernahmen auf der PK die (notwendige) PR-arbeit bei der vorstellung des MANschaftsbusses. sie sind der schlechteste „nein“-sager der HSV-geschichte.

    sie sind das gesicht des HSV 2015. alle anderen (hochbezahlten) kräfte benutzen sie. und ihre kräfte werden schwinden. diese schlagzahl können sie nicht halten. passen sie auf, dass die leute, die sie jetzt noch protegieren, nicht den schneid haben, sich selbst zu hinterfragen, sondern sie in frage stellen werden, wenn ihre (!) ureigene euphorie-welle abebbt. man wird ihnen anlasten, dass sie vom ursprünglichen konzept (nachwuchs & co.) abwichen. man wird ihnen anlasten, dass sie sich in zu vielen aufgaben verzettelten. man wird ihnen anlasten, dass sie nicht „nein“ sagen konnten. man wird ihnen anlasten, dass sie ihre eigenen vorstellungen über die des HSV stellen wollten. man wird ihnen nicht danken. sie werden nur bei den fans – selbst den kritischen und äußerst witzigen, die ihnen jetzt attestieren, sie hätten „gelernt“ – das erreicht haben, was sie sich durch „harte arbeit“ (gruß an „thofi“-fee & pietkühne) bewirkt haben: RESPEKT. sie sind ein ehrlicher arbeiter. sie sind das, was die vorstände und direktoren beim HSV nicht (mehr) sind. sie sind ein ehrlicher fußballer. sie schaffen identifikation – mehr als alle anderen zusammen.

    mit sportlichen grüßen
    WORTSPIELER

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  4. Dylan1941Dylan1941

    Mir kommt hier Bruno zu gut weg und wird freigesprochen um in erster Linie die anderen Akteure allein unter Feuer zu nehmen. Schuld sind alle Beteiligten und wenn man hier den 10. Platz von Bruno erwähnt, sollte man auch drauf hinweisen, dass 4 Spieltage vor Saisonende der HSV einem Punkt von späteren Absteiger VfB entfernt war. Diese Saison war alles andere als sicher und stabil, halbwegs guten Fußball könnte man eh nicht sehen. Das wir jetzt noch hinten drin hängen ist u.a. auch Brunos Punkteausbeute bis zu seiner Entlassung geschuldet. Da kam ja nichts und in der ersten Runde des Pokals rettete ihn der Spieler vor dem Aus nach Einwechslung welchen er hat nicht haben wollte. Stattdessen favorisierte er einen Spieler der in HH jahrelang beiden hatte, dass er nicht weiß wie man als Außenverteidiger spielen muss und man froh war als er zu Schalke ging. Neustädter kann auch nicht gerade überragend zum Zug. Dem sollte er aber auch haben. Wer glaubt den ernsthaft dass der HSV sich mit aogo und Neustädter sinnvoll verstärkt hätte?

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  5. slobocop plusslobocop plus

    kein wort zum grottenfußball, der unter bruno auch in der vermeintlich “ruhigen” saison gekickt wurde? man könnte fast meinen, dass nicht bruno als trainer für das phasenweise unsägliche gekicke und planlose anlaufen verantwortlich war, sondern alle anderen. klar fehlten bruno zwei vernünftige IV und ein DM, weil der schlumpf stattdessen nen überschätzten und überteuerten LV aus brasilien, ein hochveranlagtes, aber leider divenhaftes OM-talent und ein one trick pony für den flügel für unfassbare 15 mios anschleppte. nur selbst mit der ihm zur verfügung stehenden truppe, war die performance nach einer langen vorbereitung zum saisonauftakt einfach nur unterirdisch. und unter bruno spielten am anfang bis auf die IV exakt dieselben spieler, die jetzt immer noch spielen. und die IV mit spahic und djourou war sogar schon länger eingespielt und zwar von herrn labbadia höchstselbst. das leistungsprinzip gab es unter bruno nicht und offensichtlich auch wenig bis keinen zusammenhalt im team. gisdol brauchte dann auch erst mal fünf spiele, um dies zu erkennen und die faulen äpfel auszusortieren. der emir, den bruno ja toll fand, wurde nicht umsonst beurlaubt. wer ist also jetzt schuld daran, dass man einen mickerigen punkt und 2:10 tore gegen ingolstadt, leverkusen, leipzig, freiburg und buyern holte, wobei man gegen letztere sogar noch ein recht starkes spiel ablieferte und mal nicht unterging? und wenn ich dann höre, dass bruno aogo (ich musste laut auflachen) und neustädter wollte, frage ich mich, was er denn mit denen anders und besser gemacht hätte. bruno ist ne laber-diva vor dem herrn und HL fällt voll drauf rein.

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    1. HeLuechtHeLuecht (Beitrag Autor)

      Wenn du lesen würdest, hättest du mitbekommen, worum es in dem Blog geht, stattdessen setzen automatisierte Beissreflexe ein. Es ging nicht darum Labbadias Arbeit und ihn als Person zu bewerten, sondern Teile seiner Aussagen in Relation zu den Verhältnissen im Verein zu setzen. Dafür ist es unerheblich, welche Graupen er verpflichten wollte. Die Führung hatte sich von ihm trennen müssen, das Problem Kühne und Trainer als Mädchen für alles wäre damit allerdings auch nicht erledigt gewesen, genau wie sich diese durch die Entlassung Beiersdorfers nicht gelöst haben.

  6. Dylan1941Dylan1941

    Ich schreibe kein Kommentar mehr um halb drei Uhr Nachts mit Handy und Autokorrektur. Aber Ihr versteht mich ja eh Junx! :-)

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  7. Prof. VitzliputzliProf. Vitzliputzli

    Die emotionalen „Spielkulturzerstörer“ des HSV erfreuten sich an einem „Ergebnishoch“ und einzelne Medienvertreter hatten sogar das Gefühl vermittelt bekommen, dass man jetzt auch „befreiter“ (HA-Henrik Jacobs) aufspielen könne. Nur wer sich ehrlicher und intensiver mit der „(Vereins-?) Spielphilosophie“ des HSV und dem Gesamtkonstrukt seit der Thorsten-Fink-Ära auseinandersetzt, weiß, woran der HSV extrem schwächelt. Seit Thorsten Fink ist der HSV nie auf einem „wahnsinnig guten Weg“ gewesen. Das sind Wahnvorstellungen, weil „emotionalisierte“ Plätze wie 7 oder 10 die Sinne vernebelten…

    Nun hat sich Herr Labbadia einen sehr „günstigen“ Zeitpunkt ausgesucht, um sich Luft zu verschaffen. Hätte es nicht auch die Winterpause sein können? Medial zu unbedeutend gewesen? Und bis vor 2 Wochen wäre so ein Auftritt wahrscheinlich negativer betrachtet worden als jetzt, weil der HSV sich ja schon auf dem Jacobsweg befand…

    Der Fußball unter Labbadia war z.T. gruselig und auch vom Glück begünstigt. Da war das taktisch völlig verpeilte Spiel in Stuttgart. Oder ich erinnere nur an das Spiel gegen Freiburg, wo Kacar in der Nachspielzeit der unverdiente Ausgleichstreffer gelang, wo ein klares Foul gegen den Torwart vorausging. Schon da wäre der HSV auch Mental mausetot gewesen. Am letzten Spieltag war man sogar auf Schützenhilfe von anderen Vereinen angewiesen, um nicht direkt abzusteigen, während man vor eigenem Publikum die völlig indisponierten Schalker mit der „Lame Duck“ Di Matteo auf der Trainerbank bezwang. Die Relegation war ein Graus. Das Hinspiel wäre bei vernünftiger Chancenverwertung des KSC mit 1:3 ausgegangen. Und dann wäre wohl auch schon Schicht gewesen. Das Rückspiel ist wohl als Glücksscrabble zu bezeichnen: GräfeDiazTor. Die darauf folgende Saison war ein Mix aus zähem Ballgeschiebe, viele schlimme Partien und kleine helle „emotionale“ Momente. Platz 10 am Ende war trügerisch, war doch für eine kurze Zeit wieder „Tuchfühlung“ auf die Abstiegsränge.

    Labbadia gewährt jetzt medienwirksam einen Einblick in sein Seelenleben und lässt die Vorgänge nochmal öffentlich Revue passieren, was eh schon alle vermutet haben bzw. offensichtlich war. Dass Beiersdorfer ein völlig überschätzter Vorstandsvorsitzender bzw. Sportdirektor/Manager ohne Führungsstärke ist und Kühne nachhaltig Einfluss auf Personalentscheidungen nimmt, weiß inzwischen jeder interessierter Fußballanhänger. Dass er von sich aus nicht hingeworfen hat, weil er die Mannschaft nicht in Stich lassen wollte, ist sehr fragwürdig. Der gesunde Menschenverstand kam bei Labbadia durch und hat an die Abfindung gedacht. Ganz legitim und verständlich. Denn er musste auch für Dinge den Kopf hinhalten, für die er nur bedingt was konnte.

    Ein anderer HSV-Trainer kokettierte ja auch angeblich damit, aus freien Stücken das Feld zu räumen:

    http://www.spiegel.de/sport/fussball/mirko-slomka-haette-beim-hsv-im-juli-zuruecktreten-muessen-a-1023785.html

    Ob sich unter Bruchhagen, Todt & Co tatsächlich etwas ändern wird, darf aktuell bezweifelt werden. Kühne gibt unmissverständlich weiterhin die Richtung vor. Die offensive Herangehensweise mit der Verpflichtung bzw. Vertragsverlängerung von Papa und Wood, dokumentiert das aus meiner Sicht ganz klar. Das Preisleistungsverhältnis stimmt aus meiner Sicht nicht, und zwar aus unterschiedlichen Gründen (Verletzungsanfälligkeit, überschätzter Status, konstante Form). Warum möchte der HSV nicht aus seinen Fehlern lernen? Weil er zu diesen überteuerten Verpflichtungen getrieben wird? Oder doch „ein Defizit an Durchblick?“ ;-)

    Vielleicht wollte Labbadia mit seinem Sportschau-Club-Auftritt nochmals eindringlich auf die Unzulänglichkeiten im Verein hinweisen. Eine Art Freundschaftsbeweis, weil der HSV ihm so am Herzen liegt…

    Antworten
  8. Dylan1941Dylan1941

    @Prof. Dein Kommenatr hätte der Blog sein können. Sehr gut geschildert! Das Bruchhagen und Todt an Wood und Papa so hängen kann unterschiedliche Gründe haben. Einer, den vermute ich , ist die Planlosigkeit wen man stattdessen verpflichten könnte. Wenn hier wieder bei beiden in Verhandlungen zu Gehalt und auch Ablöse im Fall Papas wiedermal All in gegangen wird, darf doch bezweifelt werden das unter dem neuen Vorstand ausser der Kommunikation mit der Presse großartig aus Fehlern der Vorgänger gelernt wurden und es aufwärts geht.

    Antworten
  9. ky

    Labbadia hat erneut aufgezeigt, welches sein größtes Problem ist: Starrsinn/Sturheit.
    Wie kann man nur arbeitssuchend sein, und sich alle potenziellen Türen so zuschlagen?
    Den nimmt doch oberhalb Liga 3 niemand mehr.

    Vielleicht kommt mal einer seiner Freunde auf die Idee, Bruno zu coachen. Und ihn auch dringend anzuraten, sich einen modern ausgebildeten Co-Trainer zu suchen, der Manns genug ist, auch Bruno mal eine eigene Meinung entgegen zu halten.

    Aogo und Neustädter wollte er? Wie sieht denn die Frau von Neustädter aus?
    Die von Aogo ist ja ne glatte 10 auf der Bruce Willis Fingerskala…

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    1. HeLuechtHeLuecht (Beitrag Autor)

      Und was hat das Ganze mit den Aussagen zu tun und dem Kernproblem der Führungsschwãche beim HSV?
      .
      Was scheren mich die Inhalte? Ich weiss doch es geht nur um die Spielerfrauen… Herrje… erinnert in der Armseligkeit an Didis kindische Reaktion auf Labbadias Auftritt.

  10. ky

    Ach, HL, da gibt man sich Mühe, eine der Schwächen des BL aufzuzeigen (Eddy Sözer u.a.), und beendet das Ganze mit einem “bonmot”, welches DU selber in Deinem Artikel verwendet hast, und wird dafür angegriffen… Dann bleibt mal unter Euch. Tschüß.

    Antworten
  11. Greer

    Sehr gut getroffen. Klar lief es auch unter Labbadia am Ende nicht mehr gut, aber ich fand sein Interview authentisch und ehrlich. Und ihn deshalb zu verurteilen ist der falsche Ansatz. Eine so hochbezahlte Truppe wie der HSV dürfte sich dadurch nicht aus dem Tritt bringen lassen.

    Antworten
  12. ky

    Endlich geht es runter – ohne Relegation, diese “Mannschaft” holt keinen Punkt mehr. Endlich sind Dino, Uhr, Hymne Vergangenheit.
    Und vielleicht besinnen sich dann die Alt-Vorderen auf das Kerngeschäft – gute Spieler zu bezahlbaren Preisen zu maximaler Leistung anzutreiben.

    Gegen Darmstadt zuhause verloren, in Augsburg nur dank Tom Mickel nicht fast 0:7 verloren; was erlauben diese “Mannschaft”?

    Wer diese Söldner und Nichtskönner noch anfeuert, muss blind oder gestört sein.
    Mein lieber HSV, ich begleite Dich seit 48 Jahren, aber die letzten 6 Jahre sind eine Zumutung sondergleichen. Ein Trainer, der den Tanzbären noch einwechselt, hat nichts begriffen. Ich gehe lieber mit Porath, Arp, etc. in Liga 2 als mit den Multi-Mio-Pussys; und ganz persönlich: Michel Lasogga, ich hoffe inständig, das Geld reicht für Dich und Deine Muddi bis ans Lebensende, denn niemand mehr wird Dich unter Vertrag nehmen…

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