♫ Ein Loch ist im Timer, lieber „Herri“ ♫♪

[– GASTBEITRAG VOM WORTSPIELER –]


Zum besseren Verständnis meines (Gast-)Blogs folgt ein kurzer, aber sehr einprägsamer Witz mit einem wahrlich reichhaltigen Angebot, den Sinn und metaphorischen Inhalt auf den HSV zu projizieren, was nachfolgend dann auch geschehen soll, denn neben dem klassichen „Hätte, Hätte, Fahrradkette“ und dem dinoesken Weltbild, dass doch gefälligst alles in den Schoß des Urgesteins der Bundesliga zu fallen habe, sticht in dem zitierten Jux vor allem der Faktor „Timing“ hervor, welches dem Hamburger Sport-Verein – im übrigen beim e.V. genau wie in der AG – vollkommen verlustig gegangen zu sein scheint…!

„Lieber Gott, bitte lass mich im Lotto gewinnen.“

Am nächsten Tag betet er wieder:
„Herr, bitte mach, dass ich im Lotto gewinne.“

So geht das Tag für Tag. Nach einem Jahr betet der Mann immer noch:
„Lieber Gott, bitte lass mich auch mal im Lotto gewinnen.“

Nichts passiert.

Der Mann betet tapfer weiter, dann erhellt sich plötzlich der Raum und eine tiefe, laute Stimme spricht zu ihm:

„Lieber Mann, gib mir eine Chance, kauf dir endlich einen Lottoschein!“

Seit Jahren wird als einer der Gründe für den Niedergang im Volkspark, den zwar immer noch einige Fans und Verantwortliche leugnen mögen und/oder einen Aufwärtstrend herbeizureden versuchen, über die „Wohlfühloase“ beim HSV diskutiert. Zurecht.

Es gibt keinen anderen Verein, bei dem über ein so langen Zeitraum Aufwand und Ertrag in einem so krassen Missverhältnis stehen.

Es gibt keinen anderen Verein, bei dem die Gehaltszahlungen und Ablösesummern so exorbitant über dem Markewert bezahlt werden und bei dem die unerträglichen Abfindungszahlungen an der Tagesordnung stehen und eben nicht die Ausnahme bilden.

Es gibt keinen anderen Verein, bei dem die (offensichtlich) anspruchslosen Fans einbeinig hüpfend und einarmig klatschend und sogar mit Kn(a)ebel im Mund supporten nur um des supporten Willens und um sich selbst zu feiern und gemeinsam zu leiden. Sekt(e) oder Selters – frei nach Gottfried (Tabellen-)Keller: „Leider machen Leute“.

Es gibt keinen anderen Verein, bei dem diese krasse Misswirtschaft und der über drei Jahrzehnte ausbleibende Erfolg so wohlwollend von der „Journaille“ begleitet wird. Dabei muss man ja nicht einmal blind draufhauen, aber es reichte ja seit Jahr und Tag nicht mal für ein wirklich kritisches Hinterfragen.

Dabei bieten sich über all die Jahre so viele Angriffsflächen, dass sich ein investigativer Journalist nur so die Finger danach lecken müsste, aber: Fehlanzeige. Immerhin hat man was mit dem HSV-Angriff gemein. Der Grund ist relativ simpel, denn in allen – nicht nur – regionalen Redaktionen, die sich mit dem Bundesliga-Fußball in der Hansestadt beschäftigen, sitzen ausnahmslos HSV-Sympathisanten und HSV-Fans an den Schreibmaschinen. Wann immer die „unabhängigen“ und „überparteilichen“ Schreiberlinge über den Hamburger SV schreiben und sprechen, ist das „WIR“ nicht weit. Und damit sind sicherlich nicht Kennzeichen und Marken wie „Uns Uwe“ gemeint. Sich „mit der Sache gemein machen“, mag im (Sport-)Journalismus nicht verboten sein, aber – soviel steht fest – ohne kritische Distanz kann nichts Substanzielles in der Berichterstattung herumkommen, was den Verein (AG) einmal aus dem Trott der Selbstherrlichkeit oder besser: Selbstgerechtigkeit herausbringt, die vor allem der Vorstandsvorsitzende im Wochenrhythmus so hervorragend vorlebt.

Und das bringt mich dann auch (endlich) zum Blogtitel, denn dem Hamburger SV mangelt es an so vielen Dingen, aber vor allem mangelt es ihm an der Gabe, die richtige Entscheidung respektive Maßnahme zur richtigen Zeit zu treffen. Darauf kommen will ich nach dem weinerlichen Auftritt von Heribert Bruchhagen, der den „fehlenden Respekt“ der Öffentlichkeit bemängelte und nonchalant einforderte, mindestens genauso gut behandelt zu werden wie der 17. und 18. der Tabelle. Was für ein Timing, lieber Herr Bruchhagen…?! Statt öffentlich zu klagen und zu jammern, wäre es unter Umständen eine Idee gewesen, den Zeitpunkt des Interviews zu verschieben und die gewonnene Zeit zu nutzen, an den Ursachen der Häme zu arbeiten. Mit dem Respekt verhält es sich ähnlich wie mit dem Neid: Beides muss man sich erarbeiten und nicht etwa einklagen. Mitleid und Häme sind dagegen kostenlos abrufbar, wobei so ganz ohne Kosten respektive Schulden dann ja auch nicht…

Doch das ist nur die Spitze des Time-Berges, denn ♫ „Ein Loch ist im Timer, lieber Herri“ ♫♪ lässt sich auf quasi jede Entscheidung und Maßnahme der letzten Jahre herunterbrechen – natürlich auch bereits weit vor Bruchhagens zweiter Amtszeit.

Das fängt bezeichnenderweise bei der „Dino-Uhr“ an, die vor knapp fünf Jahren ihren Geist aufgab und irreparabel [ http://www.bild.de/sport/fussball/hsv/ewige-bundesliga-uhr-fuer-immer-kaputt-27176932.bild.html ] schien, dann aber durch eine Umfrage unter echten „HSVern“ zur  Wunderheilung getrieben wurde. Statt die Gunst der Stunde zu nutzen, die Uhr ins Museum zu befördern, stimmten die Grabenkämpfer für den Erhalt. Zeitpunkt verpasst.

Die mangelnde zeitliche Koordination beim HSV hat jedoch noch wesentlich weitreichendere Bereiche und Konflikte als eine defekte Uhr.

Die wichtigste Entscheidung nach dem richtigen Verkauf von Thomas Doll  im Jahr 1991 war sicherlich die Ausgliederung, aber der Zeitpunkt war schon wenigstens ein halbes Jahrzehnt zu spät. Zeitpunkt verpasst. Was dann noch daraus gemacht wurde, spottet jeder Beschreibung, denn auch hier waren Timing und Umsetzungszeitpunkte eher unterirdisch, denn ohne eine echte Vorbereitung [ Stichwort: „strategische Partner“ ] kannst Du weder auf noch neben dem Platz etwas gewinnen. Die Ausgliederung in ihrer Hauruckaktion war löchriger als die Defensive unter Thorsten Fink.

Ein weiteres Beispiel ist der gefeierte „Campus“, dessen Fertigstellung bekanntlich mit reichlich Verzögerung vollzogen wurde. Während der HSV nun auf dem Niveau pendelt, das die meisten Konkurrenten bereits seit Jahren pflegen, haben die Top-Vereine längst die nächste Generation ihrer Nachwuchsleistungszentren eingeläutet. Ob der BVB oder die 1899-Akademie (Stichwort: Footbonaut), der FCB – mit einem vielfachen Einsatz an Mitteln – und vor allem die sehr erfolgreiche „Knappenschmiede“ auf Schalke sind meilenweit voraus. Und die örtliche (St. Pauli) sowie die regionale Konkurrenz in Kiel (Philosophie) und Wolfsburg (Geld) sind ja auch keine Laufkundschaft. Vor einigen Jahren wäre der HSV mit dem Projekt der Verzahnung von Profis und Amateuren durchaus glaubhaft und am Puls der Zeit gewesen. So wurde abermals der Zeitpunkt verpasst.

À propos, Nachwuchs: Der aktuelle Hype um die Typen hat vor allem zwei Väter. Nicht etwa Bernhard Peters und Christian Titz, sondern Komissar Zufall und das Verletzungs“pech“ der Dauerrekonvaleszenten Ekdal, Hunt & Co. sind die Ursachen, warum die Jugend derzeit in aller Munde ist. Bis vor wenigen Wochen hat kein Hahn (sic!) nach Spielern wie Arp, Knöll, Ito & Co. gekräht, weil die Transfer-Philosophie vom „tragischen Trio“ (Bruchhagen, Todt, Gisdol) eine ganz andere war. Hätte man sich nach Ablauf der Saison dahingehend klar und deutlich positioniert, wäre auch glaubhaft gewesen, dass man einen Umbruch plane und dem eigenen Nachwuchs das Vertrauen schenke. „Besser spät als nie“ mag man nun denken, aber das wäre zu kurz gehüpft, denn es ist ein weiters Beispiel für das schlechte Timing. Hierbei kommt es nicht von ungefähr, dass ein Jann-Fiete Arp, dessen Berater Jürgen „Raute im Herzen“ Milewski einst Hasan Salihamidzic zu den Bayern lotste, eben noch keinen langfristigen Vertrag beim Hamburger SV unterschrieben hat. Auch mit Tatsuya Ito hat man den Zeitpunkt verpasst, frühzeitig für Klarheit zu sorgen. Im Moment des größten Hypes kommt Jens Todt auf die grandiose Idee von „guten Gesprächen“ zu sprechen und der Öffentlichkeit vorzugaukeln, dass alles nur noch Formsache sei. Genau so wie die Tatsache, dass der Kader bis zum Beginn des Trainingslagers steht. Oder genau so überzeuegend wie die Tatsache, dass ein weiterer Linksverteidiger noch vor Saisonbeginn verpflichtet werden würde. In quasi allen Fällen, die der vermeintliche „Sportchef“ anpackte, wurde der zukunftsweisende wie glaubwürdige Zeitpunkt verpasst.

Inmitten (!) eben dieser Transferperiode kamen die HSV-Verantwortlichen auf die Idee, mal bei Klaus-Michael Kühne vorstellig zu werden, um über mögliche Finanzierungen zu beraten. Das war zu dem Zeitpunkt, als viele Bundesliga-Konkurrenten bereits ihre Planungen abgeschlossen und wenigstens die ersten Transfers in trockenen Tüchern hatten. Die Verantwortlichen des Hamburger SV kamen Wochen nach dem Klassenerhalt auf den Trichter, sich mit „Plan B“ zu beschäftigen, nachdem man „Plan A“ mangels Masse gar nicht erst in Betracht zog. Was die sportliche Führung um Jens Todt ein halbes Jahr – neben dem Beten auf den Lottogewinn; siehe oben – (er)arbeitete, bleibt eines best-gehüteten Geheimnisse in und um Hamburg. Zeitpunkt verpasst.

Noch vor der sommerlichen Transferperiode lag die Vertragsverlängerung mit Markus Gisdol zu dem wohl unpassendsten Zeitpunkt, den man wählen konnte. Natürlich, man wollte ein Zeichen setzen, nach Außen hin und gegenüber der Mannschaft Vertrauen schenken. So weit so gut, doch dieses Zeichen kam imho zu spät, um glaubwürdig zu sein, zumal der Vorstandsvorsitzende wochen- und monatelang gebetsmühlenartig äußerte, dass man sich nicht treiben ließe, um sich dann doch vom (zaghaften) Mediendruck beeinflussen zu lassen. Ein echtes Zeichen durch den Vorstand wäre eine Verlängerung im Winter gewesen – und eben branchenüblich. So galt mal wieder der verpasste Zeitpunkt mit dem immensen Risiko, dass ein Abstieg wenige Wochen später dann zur Folge gehabt hätte, dass diese Verlängerung sehr, sehr teuer (Stichwort: Abfindungsweltmeister) geworden wäre, das Trainer Gisdol in der 2. Liga nie im Leben tragbar gewesen wäre.

Dass die Verlängerung zu doppelten Bezügen mit Bobby Wood durch das „Berater-Gönner-Trainer“-Geflecht vollkommen unnötig zu einer weiteren Unzeit erfolgte und den HSV ebenfalls sehr viel Geld kostete, lässt jeden Amateur-Manager zusammenzucken, zumal ja auch die Möglichkeit der gewinnbringenden Veräußerung „verschleppt“ (Begriff nicht zufällig gewählt!) wurde. Die Fehleinschätzung, nicht auf den US-Nationalspieler verzichten zu können, war eine vollkommene Fehleinschätzung, denn im Jahr 2017 findet der nach Sven Schipplock zweitbeste Anläufer des HSV bekanntlich nicht mehr statt. Die Periode der Torflaute überschreitet die Effektivität aus der Hinrunde 2016/17 um ein Vielfaches. Konnte ja keiner wissen, sagen die „Grauen Herren der Zeitsparkasse“. Und „business as usual“ sagen die mittlerweile gar nicht mehr so wenigen HSV-Realisten.

Die „guten Gespräche“ mit Nicolai Müller in Sachen Vertragsverlängerung lasse ich besser unkommentiert, da der Nike-Werbestar mit seiner „Air Berlin-Pirouetten-Tragik“ genug gestraft ist und zudem so oder so ausgesorgt hat. Dass der HSV sich von seinem vermeintlich besten Angreifer allerdings so vorführen ließ, um ein Zeitfenster später angekrochen zu kommen, dass man sich quasi einig sei, lässt das „Timing-Konto“ des HSV nicht besser aussehen.

Und auch im sportlichen Bereich hat der Trainer sein „Timing“-Päckchen zu tragen, denn statt die laaange Vorbereitung zu nutzen, entsprechende Spielsysteme undtaktische Kniffe einzustudieren, kommt der Übungsleiter inmitten der Saison auf die Idee, mal eben neue Spielsysteme zu installieren. Womit er letztes Saison (Gruß von Djourou) vollends auf die Fresse flog, mögen dieses Mal gegen die Bayern 2-3 Trainingseinheiten à 60min genutzt haben, sich nicht abschießen zu lassen, als ein Ruhmesblatt in Sachen „richtiger Zeitpunkt“ kann man das aber nicht sehen, zumal ja nicht „3er- / 5er-Kette“ den Erfolg brachte, sondern erneut die Mentalität und Einstellung zum Spiel gegen den Rekordmeister, der alleine in der Schlussphase fünf Buden hätte machen können/müssen.

Es sind nur einige von zahlreichen Beispielen rund um den „ewigen Bundesligisten“. Btw: Wer den Blog-Titel nicht versteht, dem sei der Klassiker („Ein Loch ist im Eimer“) empfohlen, der die Problematiken des HSV in geradezu metaphorischer Genauigkeit darstellt: https://www.youtube.com/watch?v=Zs63f6jTcPc

Mit sportlichen Grüßen

WORTSPIELER

11 Kommentare

  1. slobocop plusslobocop plus

    es wäre auch sinnvoll, ja geradezu unabdingbar, sich JETZT um einen fähigen übungsleiter zu bemühen. ein tuchel ist JETZT frei. ein koeman wurde GERADE frei. macht man aber nicht, weil man vertrauensvoll miteinander umgeht. im winter bricht dann bei gleichbleibender punkteausbeute und andauerndem grottenfußball plötzlich panik aus und man entlässt gisdol notgedrungen, hat aber keinen plan B. dann wird entweder ein titz über nacht zum chef-coach befördert, ein doll wird bekniet oder ein gelangweilter veh darf es erneut versuchen, weil zwei hervorragende optionen, die JETZT zu haben wären, eventuell schon wieder vom markt sind. zeitpunkt verpasst.

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    1. HeLuechtHeLuecht

      Man bemüht sich hinter den Kulissen doch bereits und sondiert die Lage, ob Hunke oder seine Schergen bei Doll oder andere in China. Das mag dann zwar rechtzeitig, aber dennoch das falsche Timing sein.

  2. der Coach

    Beim HSV muss sich viel mehr ändern – einfach mal Trainer oder Sportdirektor ersetzen fur sich bringt auf Sicht wenig – nahezu egal wer da kommen würde. Der HSV muss sich komplett neu aufstellen – personell, strukturell und konzeptionell.

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  3. Aradia

    Richtig Coach, nur so gehts.

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  4. slobocop plusslobocop plus

    hat er doch vor nicht allzu langer zeit erst, coach. neuer VV, neuer spodi, neuer trainer, neuer AR-vorsitzender. trotzdem ist nichts besser geworden.

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    1. der Coach

      Nee, hat er nicht. Er hat zwar etwas Personal getauscht – aber weder strukturell noch konzeptionell wirklich etwas verändert. Das ist alter Wein in neuen Schläuchen – eine Pseudo-Revolution. Und dann auch noch so hingemurkst, ohne Plan, ohne Vision – nichts aus einem Guss eher hingepfuscht wie bisher so ziemlich alles.

  5. slobocop plusslobocop plus

    HL, wenn an den gerüchten um doll und/oder schmidt wirklich was dran ist, so ist das timing dabei völlig egal, weil beide keine guten kandidaten sind. sie könnten genau so gut auch bei von heesen oder veh vorfühlen. was sollen wir mit denen? ein tuchel hingegen könnte uns sehr wohl helfen. ob der will, ist eine andere frage. man müsste ihn nur wenigstens (noch) mal fragen.

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    1. HeLuechtHeLuecht

      Nur ein Zauberer brächte diesen HSV noch voran. Finanziell ausgeblutet und am Anschlag, sportlich wieder am Rande des Abgrunds. Da hilft auch der Nachwuchs nichts. Das kann man am Beispiel Bremen ja wunderbar nachvollziehen.

  6. Arminus

    Sehr guter Beitrag, Daumen hoch! Bis auf eine kleine Anmerkung bezüglich der Verlängerung mit Gisdol. Eine Verlängerung schon im Winter wäre vielleicht branchenüblich, aber auch nicht billiger gewesen, wenn der Verein abgestiegen wäre. Denn Gisdol wäre doch so oder so nicht zu halten gewesen. Oder liege ich da falsch?
    Aber davon ab: Meiner Meinung nach die Misere sehr treffend (und im Gegensatz zu anderen weit unpolemischer) auf den Punkt gebracht.
    Allein es bleibt die Frage, wie dieser Verein jemals wieder die Kurve kriegen soll, bei all den Stümpereien und Fehlentscheidungen der letzten Jahre und Monate.

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    1. WORTSPIELERWORTSPIELER (Beitrag Autor)

      danke fürs (positive) feedback. was die verlängerung mit gisdol angeht, liegst du natürlich richtig, aber ich kritsiere ja eigentlich nicht die verlängerung als solche, sondern den zeitpunkt. btw: mir ist es egal, wer als übungsleiter beim HSV am spielfeldrand steht, so lange die vereinspolitik so läuft wie sie läuft, ist es eh egal.

      aber in bezug auf das „timing“ wollte ich exponieren, dass bruchhagen wider seiner getätigten aussagen eben doch getrieben wurde und sich mit seinen öffentlichen aussagen und seinem handeln abermals komplett widersprochen hatte. seine glaubwürdigkeit habe ich somit angeprangert und nicht die verlängerung des vertrages als solches.

      und wenn man das dann in den HSV-kontext mit gisdols vorgängern labbadia und slomka zieht, wird einem klar, dass der HSV es schafft, quasi immer den falschen zeitpunkt für verlängerungen und kündigungen zu ziehen. hätte ich natürlich noch ergänzen können, aber dafür sind hier ja nachfragen erlaubt…

      deine andere frage nach der „kurve“ habe ich bereits vor über drei jahren als einer der ersten [ damals bei „matzab“ und somit nachlesbar ] deutlich beantwortet: nur ein abstieg kann das problem lösen. natürlich ist mir klar, dass dann auch die lizenz in gefahr und die finanziellen einschnitte gewaltig wären, aber nur ein abstieg kann ein umdenken ALLER (inkl. fans, presse, verantwortliche, …) möglich machen, um den „dino-status“ mit all seinem blendwerk in die ewigen jagdgründe zu befördern…!

  7. Martin R

    so oder so… die Zeit für Loddar ist gekommen. Der bringt sportlich zwar auch nichts, aber es macht mehr Spaß

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