Ein modernes Märchen

Es gab eine Zeit, in der sich die Menschen nicht mit Kino oder Fernsehen von den Strapazen des Alltags erholen und Ablenkung und Zerstreuung finden konnten. Es gab auch keine Konzerte, Sportveranstaltungen oder andere Events um der abendlichen Langeweile zwischen dem harten Arbeitstag und dem Schlafengehen zu entkommen. Also setzte man sich zusammen und erzählte sich Geschichten. Es bildeten sich Sagen, Legenden und Märchen. Es gab beispielsweise Geschichten von Kindern die einer alten Frau das Haus wegknabbern und sie anschließend im Ofen verbrennen oder von Igelpäärchen, welche durch gemeine List einen Hasen beim Rennen betrügen und diesen zu Tode hetzen.

Heute ist das natürlich anders, man kann abends gemütlich vorm Fernseher hocken und ganz entspannt zuschauen wie sich vermeintlich „Prominente“ an Känguruhklöten oder Schnabeltiersperma laben oder wie ein bräsiger Bauer seine Herzdame sucht. Und wen das nicht so interessiert, der schaut eben Leuten beim Pfeilewerfen zu oder lässt sich die Vorteile einer Keramikpfanne erklären. Für Unterhaltung ist jedenfalls ausgiebig gesorgt und zur Not gibt es bestimmt auch noch irgendwo einen „Tatort“.

Märchen gibt es natürlich immer noch, lediglich die Erzählform hat sich über die Jahre geändert. Wenn heute der Begriff Märchen benutzt wird, so geschieht dies zumeist in der Weise, dass etwas unbeschreiblich schönes und außergewöhnliches damit zum Ausdruck gebracht werden soll, wie in Märchenhochzeit oder Sommermärchen. Moderne Märchen erzählen zumeist „vom Tellerwäscher zum Millionär“-Geschichten und ein solches Märchen wird gerade in den Medien rund um den HSV erzählt. Da hört ich die Geschichte dann ungefähr so an:

Es war einmal ein junger Bursche namens Bakery Jatta, der lebte in Gambia. Von dort flüchtete er viele Tausend Kilometer weit, er durchquerte die Wüste Sahara und zog immer weiter, bis ihn sein Weg nach Deutschland führte. Bakery ist erst 17 Jahre alt und hat noch in seinem Leben in einem Verein gespielt, lediglich in einer Fußballschule konnte er bis dahin kicken. In Deutschland kam er dann zu Lothar Kannenberg in dessen Akademie, eine Jugendhilfe- und Bildungseinrichtung. Dort erkannte man das außergewöhnliche Talent des jungen Bakery und so stattete man ihn mit Beratern aus und ließ ihn bei Werder Bremen vorspielen.  Aber in Bremen war man nicht bereit die Forderungen Jattas und seiner Berater zu erfüllen. Einen Profivertrag wollte man ihm dort nicht geben. Also ging es zum HSV, hier durfte der Junge bei den Profis mittrainieren und hinterließ einen guten Eindruck, der HSV zeigt Interesse an einer Verpflichtung. Trainer Labbadia wird zitiert mit den Worten „Bakery hat eine große Spielintelligenz gute Anlagen“. Nun legen die Medien richtig los, vom Supertalent ist die Rede und die HSV-Fans freuen sich, ein Hoffnungsträger ist da – Bakery Jatta, der 17-jährige Flüchtling ist in aller Munde…

Ja, natürlich träumen die HSV-Fans bereits davon wie die Geschichte weitergeht. Verpflichtung des Wunderkinds, nur 120.000 € Gehalt im Jahr, ein Schnäppchen für so ein Megatalent. Und den weiteren Verlauf des Märchens stellt man sich dann ungefähr so vor: Bakery Jatta schießt den HSV in die Champions-League bevor er dann für mindestens 50 Mio zu Manchester City wechselt.

Ja, so läuft ein modernes Märchen und wir stehen gerade an dessen Anfang. Allerdings ist das mit den Märchen so eine Sache. Spätestens seit Charles und Diana (oder für die Jüngeren: seit Sarah und Marc) wissen wir, dass Märchenhochzeiten kein Happy-End versprechen und auch das Sommermärchen hat in letzter Zeit ja ein paar Kratzer abbekommen. So ist das eben mit Märchen, sie sind eben Geschichten, welche erzählt werden um die Menschen zu unterhalten. Das wahre Leben ist eben nicht Märchenhaft. Hier laufen die Dinge anders. In Hollywood erzählt man den Menschen Märchen mit bewegten Bildern, doch mit der Realität hat das wenig zu tun, es soll eben unterhalten. Im wahren Leben hätte der von Richard Gere gespielte reiche Geschäftsmann der von Julia Roberts verkörperten Prostituierten höchstens noch das Geld fürs Taxi gegeben und sie dann rausgeworfen – aber im Märchen, auch im Modernen gibt es aber (fast) immer ein Happy-End. Im echten Leben kommt dies seltener so vor, gerade in Geschichten die so märchenhaft beginnen, aber manchmal, ja manchmal geschieht es dann doch.  Wie wird es bei Bakery Jatta sein?

Nun, was aus ihm wird, wie die Geschichte weitergeht, dass wissen wir im Moment nicht. Wenn man allerdings das Ganze etwas genauer betrachtet und hinterfragt, dann kann man zu dem Schluss kommen, dass die ganze Story gar nicht so märchenhaft ist, wie es einem derzeit suggeriert wird.

Denn bei Lichte betrachtet scheint die Story vom 17-jährigen Flüchtling und Supertalent so gar nicht den Tatsachen zu entsprechen.

Da ist zunächst mal das Alter des jungen Mannes. Er sei 17 Jahre alt hieß es, geboren am 6.6. 1998, doch ein Blick auf den Spieler ließ Zweifel aufkommen, wohl zurecht. Eine Untersuchung im UKE ergab, dass Jatta bereits ausgewachsen sei, „seine biologische Entwicklung ist beendet“, hieß es dort. Es lässt sich derzeit nicht genau bestimmen wie alt Jatta tatsächlich ist, sicher ist wohl nur – 17 ist er nicht. Zwischen 20 und 22 Jahren ist der Mensch ausgewachsen, wobei man eher von 22 als von 20 ausgehen kann. Also wäre Jatta wohl mindestens 20 Jahre alt. Gerade diese drei Jahre können von enormer Bedeutung sein, was die fußballerische Entwicklung angeht. Der hier im übrigen gern als Einwand erwähnte „Fall Yeboah“ taugt nicht wirklich zum Vergleich. Yeboah wurde ebenfalls am 6.6. geboren aber einige Jahre früher. Zunächst wurde beim Fußballer Yeboah 1964 als Geburtsjahr angegeben, später dann 1966. Yeboah hat sich also auch „jünger gemacht“. Allerdings erst im höheren Alter und nach eigenen Angaben hatte er sich zunächst „älter gemacht“ um Spielberechtigungen zu erhalten und später dann mit 1966 sein tatsächliches Geburtsjahr wieder eintragen lassen.

Nun ja, Jatta jedenfalls ist älter als 17 – offiziell gilt er aber zunächst mal noch als 17-jähriger, weshalb ein Vertragsschluss frühestens zum 6.6. 2016 dem „18.“ Geburtstag Jattas erfolgen könne, so Peter Knäbel. Dann wäre der Spieler offiziell volljährig.

Die Volljährigkeit Jattas würde diesem ermöglichen einen wirksamen Profivertrag beim HSV zu unterschreiben, hätte aber wohl auch die Konsequenz, dass ein Einsatz in der U23 dann als volljähriger Nicht-EU-Ausländer wohl nicht möglich wäre. Altintas und Nafiu lassen grüßen, man kann nur hoffen, dass den HSV-Verantwortlichen dies bekannt ist und die Tragweite erkannt wird.

Eine Spielberechtigung für die könnte aber enorm wichtig sein, wie auch gerade das aktuelle Beispiel Altintas zeigt. Mit Einsätzen dort kann notwendige Spielpraxis erreicht werden, wichtig für die Entwicklung des Spielers. Es ist wohl kaum davon auszugehen, dass Jatta, der bisher nie in einem Verein spielte, auf dem Niveau eines Neymar oder Götze in dem Alter liegen wird. Dafür spricht auch oben genanntes Labbadia-Zitat, insbesondere dann, wenn der Halbsatz „dafür, dass er nie in einem Verein gespielt hat“ mal nicht weggelassen wird.

Das die Medien mit Begriffen wie „Supertalent“ oder „Megatalent“ sehr großzügig umgeghen dürfte sich mittlerweile rumgesprochen haben, es wird ja auch bei Interesse an einem Tribünenhocker vom italienischen Rekordmeister gleich „HSV will Juve-Star“ getitelt.

Ob eine Verpflichtung Jattas sportlich tatsächlich so sinnvoll ist, es darf jedenfalls bezweifelt werden.

Natürlich spielt auch der Preis eine Rolle. Laut Medienberichten soll es ein Grundgehalt von 120.000 € jährlich geben, durch Prämien könnte sich dieses bis auf 300.000 € steigern. Sollte dies so stimmen, könnte man sich zunächst mal fragen, woher wissen die das? Vom HSV, von den Beratern, von irgendwem anders? Auf jeden Fall immer wieder schön zu sehen, wie nichts mehr nach außen dringt. In diesem Zusammenhang ist die ganze Geschichte ohnehin unglücklich. Da trainiert ein junger Mann zur Probe mit und plötzlich wird das Ganze zu einer Riesenstory aufgeblasen.

Nun, in der Winterpause herrscht natürlich immer etwas Flaute für die Fußballberichterstatter, da wird jedes Transfergerücht dankbar aufgenommen. Letztes Jahr war es Innocent Emeghara, dieses Jahr ist es Bakery Jatta. Wobei die Story des 17-jährigen Flüchtlings uns Supertalents natürlich ein gefundenes Fressen für die Presse ist und hervorragend in den Zeitgeist passt. Die Geschichte ist einfach zu schön um wahr zu sein (ist sie ja wohl tatsächlich), da muss die Presse einfach drauf anspringen. Und dem HSV scheint die Sache auch sehr gelegen zu kommen, jedenfalls war vorher, als Jatta in Bremen vorspielte die ganze Sache bei weitem ruhiger. Ob es seitens des HSV clever ist die Angelegenheit öffentlich so zu betreiben ist zweifelhaft, wobei eben vielfach unklar ist, wer welche Rolle bei dem Ganzen spielt. Insbesondere gilt das auch für die Berater, von denen sich Jatta gleich mehrere hält.

Theoretisch könnte der (offiziell) minderjährige Jatta bei allen Bundesligisten einen Vertrag unterschreiben (diese währen alle schwebend unwirksam) und sich an seinem Geburtstag dann für einen Klub entscheiden.

Allerdings könnte die ganze schöne Geschichte auch nur ganz heiße Luft sein. Nämlich dann, wenn man auf den Aufenthaltsstatus des Gambianers schaut. Übereinstimmend wird berichtet, dass Bakery Jatta geduldet wird. Was bedeutet das? Die Duldung wird in §60 Aufenthaltsgesetz legal definiert und zwar als vorübergehende Aussetzung der Abschiebung. Grund für die Duldung Jattas könnte seine (vermeintliche) Minderjährigkeit sein, diese schützt vor Abschiebung.

Nun ist derzeit nicht ganz klar, inwieweit überhaupt ein Arbeitsvertrag mit dem HSV geschlossen werden könnte. Zwar können geduldete Personen, unter bestimmten Voraussetzungen, eine Erlaubnis zur Arbeitsaufnahme erhalten, allerdings nur für die Dauer der Duldung. Und jetzt wird es problematisch, denn eine Duldung gilt immer nur für sechs Monate. Diese kann zwar danach erneut ausgesprochen werden (sog. Kettenduldung), aber eben immer nur für sechs Monate. Immer allerdings schwebt das Damoklesschwert der Abschiebung über dem jungen Mann, jedenfalls dann, wenn seine Volljährigkeit feststeht, so oder so.

Allerdings könnte Jatta durch einen Profivertrag ein darauf beruhendes eigenständiges Aufenthaltsrecht erwerben. Dies wird normalerweise vor Einreise beantragt. Es könnte aber auch, ausnahmsweise, von hier geschehen. Problematisch wäre es allerdings dann, wenn sich Jatta irgendwann zwischenzeitlich illegal in Deutschland aufhalten würde oder eine Abschiebung angedroht / durchgeführt wurde. Dies könnte einem weiteren Aufenthalt dann dauerhaft entgegenstehen – ebenso, wenn er im Status der Duldung das Land verlassen würde. Als geduldeter Flüchtling wird er keine längere Arbeitserlaubnis bekommen, nur als Profisportler wie jeder andere auch, dann wäre er kein Flüchtling mehr.

Sollte die Ausländerbehörde im Hinblick auf das eigentlich höhere Alter die Abschiebung anordnen, müsste er das Land verlassen und dürfte ggf. nicht wieder einreisen.

Tja, und dann wäre es vorbei bevor es angefangen hat, dass Märchen vom 17-jährigen Flüchtling, der auszog die Fußballwelt zu erobern.

Es bleibt eben wohl nur ein Märchen….

Und dieses dürfte uns noch einige Zeit verfolgen, denkt der HSV doch weiterhin über eine Verpflichtung Jattas nach.  Wie die Sache ausgeht? Wir werden es sehen, die Medien werden es   uns berichten.

Denn wenn sie nicht gestorben sind berichten sie auch heute.

In diesem Sinne, allen Lesern:  Vielen Dank.

— der Coach —

10 Kommentare

  1. HeLuechtHeLuecht

    Thomas Eichin winkt ab. Bakery Jatta? Ja, den Jungen kennen sie bei Werder. Er hat auch schon mittrainiert, zunächst bei der U 19, später auch bei der U 23. Im Drittligateam machte er als Gastspieler sogar in einem Testspiel gegen Hannover 96 II mit, vor den Augen von Cheftrainer Viktor Skripnik und Manager Thomas Eichin steuerte Jatta dann beim Bremer 3:1-Sieg zwei Tore und eine Vorlage bei. Das ist die eine Seite der Medaille, die, die gut zum Märchen passt. Die andere Seite der Medaille ist die, dass es früh Forderungen gegeben hat.
    […]
    Ihn vermittelte der Sportkoordinator der Akademie[Kannenberg Anm. d. Red.], Fadhel Souaifi, zu Werder – und dort erhielt Jatta wenig später ein Angebot für die Bundesliga-A-Jugend. Das klingt gut, war aber offenbar zu wenig. Ein Profivertrag sollte es schon sein. Für Werder war das zu viel der Forderung. Eichin sagt heute, ein Vierteljahr später, das sei das Ausschlusskriterium gewesen. „Deshalb haben wir abgelehnt“, sagt der Bremer Sportchef. Obwohl Jatta, das gibt der Manager zu , „einen guten Eindruck“ hinterlassen habe.

    http://www.weser-kurier.de/werder/werder-bundesliga_artikel,-Laesst-sich-Werder-ein-Talent-durch-die-Lappen-gehen-_arid,1286867.html
    .
    Die ganze Geschichte um Jatta ist abstrus. Berater hier, Berater da… erst einer, dann zwei, Forderungen, Gehaltsvorstellungen, die durchgesteckt werden. Bin gerade dabei mir mal die Berater anzuschauen. Da gibt es dann morgen etwas zu.

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    1. Avatarder Coach (Beitrag Autor)

      In der Tat wirkt die Geschichte irgendwie etwas merkwürdig. Die Forderung nach einem Profivertrag ist natürlich aus Jattas Sicht sehr wichtig. Dies würde ihm die Möglichkeit eröffnen in Deutschland bleiben zu können. Auf dem “Asylweg” dürfte dies womöglich schwer fallen. Gambia steht auf der Liste der Staaten, welche möglicherweise zukünftig als sichere Herkunftsländer eingestuft werden sollen. Bisher gibt es davon nur zwei afrikanische Staaten, ich meine, dass es fünf sind welche dazukommen sollen. Es scheint also sehr fraglich, ob es sich tatsächlich um einen politisch verfolgten handelt bei Jatta. Sein Antrag auf Asyl müsste eigentlich abgelehnt worden sein wenn er tatsächlich geduldet ist. Man darf gespannt sein wie es weitergeht.

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  2. HeLuechtHeLuecht

    Es gibt allerdings das Beispiel Manneh, der ebenfalls aus Gambia flüchtete und dann einen Vertrag unterzeichnete, der spielt jetzt 3. Liga, kam auch über Kannenberg, über seinen Status weiß ich allerdings nichts, aber er muss eine gültige Arbeitserlaubnis haben, denn er ist kein Lizenzspieler und kann anders als Altintas in der 3. und 4. Liga eingesetzt werden.

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  3. Avatarder Coach (Beitrag Autor)

    Dem dürfte wohl folgender Sachverhalt zugrunde liegen: Manneh dürfte einen (befristeten) Aufenthaltstitel haben, nicht nur eine Duldung und er dürfte Vertragsspieler sein (kein Profi/Lizenzspieler). Dann darf er als Amateur in der dritten Liga oder Regionalliga spielen. Er kann auch in der Bundesliga zum Einsatz kommen. Würde er Lizenzspieker dürfte er nicht mehr unterklassig spielen.

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  4. hektohekto

    Eine Frage dazu:
    Die Beraten haben doch auch einen Vertrag mit ihm. Wer hat diesen dann rechtskräftig unterschrieben? Ist das Ganze eigentlich rechtlich zu halten?

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    1. Avatarder Coach (Beitrag Autor)

      Ein beschränkt Geschäftsfähiger kann wirksam Verträge schließen, welche für ihn lediglich rechtlich vorteilhaft sind. Wenn Jatta also keine Kosten oder andere rechtliche Nachteile entstehen, so ist ein solcher Vertrag wirksam. Solange er also selbst nichts für die Beratung entrichten muss wäre ein solcher Vertrag wirksam.
      Sollte dies nicht der Fall sein, so wäre der Vertrag schwebend unwirksam bis zur Genehmigung. Trotzdem könnten die Berater für ihn als solche handeln. Durch Genehmigung des Vertrages, welche Jatta selbst bei Eintritt der Volljährigkeit erteilen könnte würde der Vertrag dann wirksam.

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  5. hektohekto

    Jatta selbst bei Eintritt der Volljährigkeit erteilen könnte würde der Vertrag dann wirksam.
    und wenn er widerruft?

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  6. Avatarder Coach (Beitrag Autor)

    Der Vertrag bliebe dann unwirksam, die Berater würden in die Röhre schauen. Allerdings, ist der Vertrag nur rechtlich vorteilhaft, dann ist er wirksam, es bedürfte keiner Genehmigung. Ein Bruch des Vertrages könnte dann Schadensersatzforderungen mit sich bringen.

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  7. Avatarky

    Schönes Märchen, Coach. und interessante Hintergründe, HL, bedankt.

    Sonntag ist MV, und ich habe meinen Lütten. Hätte schon ein paar Fragen:
    a. Warum liegt die Bilanz fast 7 Monate nach Geschäftsjahresende nicht vor zur Einsicht? Auch wenn diese AG nicht publikationspflichtig ist, wäre es eine Pflicht den Mitgliedern gegenüber; moralisch sowieso.

    b. Mit welchem Ergebnis sind die staatsanwaltlichen Untersuchungen zur Entwendung vertraulicher Unterlagen aus dem Dienstbereich des Sportdirektors, Herrn Peter Knäbel, abgeschlossen worden?
    Welche Konsequenzen zieht die HSV-Führung aus diesen Vorgängen?
    c. Warum wird ein hochgelobter Spieler wie Marcelo Diaz, der erst im vergangenen Winter geholt wurde, im Sommer die Copa America mit seiner Nati gewann, jetzt im Winter abgegeben, obwohl der Trainer aktuell 10 Verletzte zu beklagen hat?
    d. Bei einem Minus von 17 Mio. in der abgelaufenen Saison bei einem Umsatz von ca. 112 Mio. würde in herkömmlichen Unternehmen vergleichbarer Größenordnung die Führungsetage ihre Bezüge kürzen bzw. Anteile einfrieren; das Aktiengesetz sieht dieses zum Schutz der Aktionäre sogar dringend vor. Inwieweit hat der Vorstand der HSV AG diesem Umstand Rechnung getragen und wie hoch sind die durch gekürzte bzw. eingefrorerene Gehaltsanteile entstandenen Einsparungen?
    e. Wie hoch ist der Anteil der Kosten der Geschäftstelle inkl. aller Mitarbeiter etc. an den Gesamtkosten und wie ist dieses Verhältnis im Vergleich zu Vereinen wie Mönchengladbach, Stuttgart oder Hertha BSC einzuordnen?

    Ich glaube, es ist gut, dass ich Sonntag nicht kann – Zero-Performer!

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    1. HeLuechtHeLuecht

      Mach dir keine Sorgen bzgl. der MV. Es werden andere dort sein, die exakt jene von dir genannten Punkte ansprechen werden. Es wird aber nichts bringen und ob eine Aussprache stattfinden wird, ist auch durchaus zweifelhaft.

      Was Diaz anbelangt…der Trainer hat ja die Antwort gegeben. Die Mannschaft sei noch nicht reif für einen Spieler wie ihn. Ich sage, der Laden ist dermaßen klamm, dass er sein letztes Tafelsilber unter Wert verscherbeln muss. Für andere gibt es keine Angebote, außer vielleicht noch für Djourou…

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