Finale! Das letzte Spiel des Jahres (Vorschau HSV – FCA)

+++UPDATE:Diaz fällt mit Adduktorenproblemen aus!+++
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Für Augsburgs Trainer Markus Weinzierl ist ein Spiel in Hamburg immer ein Highlight. Zwar führt er in diesem Zusammenhang das tolle Stadion und die tollen Fans an, entscheidender dürfte für ihn dabei allerdings die ausgesprochene positive Bilanz der Fuggerstädter gegen die Hanseaten sein. Der FCA ist für die Rothosen in der Tat so etwas wie ein Angstgegner. Lediglich gegen den VfB aus Stuttgart gab es für die bayrischen Schwaben in ihrer kurzen Bundesligageschichte mehr Siege zu verzeichnen (sechs) als gegen den Hamburger SV (fünf).

Ausgerechnet gegen den jetzigen HSV-Trainer Bruno Labbadia bezog Weinzierls Team allerdings in der letzten Saison die erste Niederlage im Hamburger Volksparkstadion. 3:2 ging damals, am 30. Spieltag, die Partie zugunsten des HSV aus, der sich damit drei immens wichtige Punkte auf dem Weg zum Relegationsplatz sicherte. Die frühe Führung durch Olic (11.) und Lasogga (19.) konnten Bobadilla (25.) und Tobias Werner (69.) zwar egalisieren, aber quasi im Gegenzug nach dem Ausgleich markierte Lasogga den Siegtreffer für die Rothosen.

Die Bilanz gegen den FCA sieht nach wie vor düster aus.

Die Bilanz gegen den FCA sieht nach wie vor düster aus.

Der Führungstreffer dürfte eines der wenigen Highlights für Ivica Olic in seiner jetzigen, der zweiten, Hamburger Zeit gewesen sein. Die Zeichen stehen auf Abschied in der Winterpause und die Frage bleibt, ob der HSV es sich wird leisten können, dem größten (weil wohl teuersten) Transferflop der Ära Knäbel, noch einige Minuten zu gönnen, damit er sich vom Hamburger Publikum einigermaßen standesgemäß verabschieden kann. Geht es nach den HSV-Verantwortlichen, so werden in der Winterpause auch Artjoms Rudnevs und Zoltan Stieber den Verein verlassen, die wohl beide kaum mit Einsatzzeiten am Samstag rechnen dürfen. Der wechselwillige Marcelo Diaz hingegen dürfte durchaus in den Genuss kommen, als der „Retter“ gebührend vom Hamburger Publikum verabschiedet zu werden.

Punkte zu verschenken gibt es jedenfalls nicht. Weder für die Augsburger, die nach zwei auswärts zu null gewonnenen Partien auch nach Hamburg anreisen um mindestens einen Punkt mitzunehmen, noch für die Hamburger, die klar formuliert haben, sich zum „Finale“ kurz vor Weihnachten mit drei Punkten selber beschenken zu wollen, um mit komfortablen 25 Punkten nach 34 Spieltagen mit ordentlichem Abstand zu den Abstiegsrängen zu überwintern. Dann, so die Aussagen unisono in Hamburg, könne man eventuell in der Rückrunde auch mal nach oben schauen.

Die Augsburger haben sich aus ihrer Krise geschossen und kommen trotz des verlorenen Achtelfinals im DFB-Pokal mit breiter Brust und voller Selbstbewußtsein nach Hamburg. Wer das Spiel gegen den BVB verfolgt hat, dem dürfte schnell klar geworden sein, dass das kein Spaziergang für die Hamburger werden dürfte, zumal der HSV sich im eigenen Stadion immer dann besonders schwer tut, wenn er gegen eine kompakt stehende und verteidigende Mannschaft spielt, die blitzartig umschalten kann, wie dies der FCA immer wieder zeigt. Schaffen es die Augsburger bis auf die Grundlinie hinter die HSV Abwehr zu gelangen, dürfte es vor dem Tor von Rene Adler ein ums andere Mal lichterloh brennen.

Es gilt die letzten Körner zu mobilisieren und physisch voll dagegen zu halten und zwar über die volle Distanz. Dies, so hat es den Anschein, wird ohne rechtzeitige und taktisch sinnvolle Wechsel nicht möglich sein. Zu platt zeigten sich dazu einige Hamburger, namentlich Gregoritsch, Ilicevic aber auch Gideon Jung in den letzten Partien.

Auch Weinzierl hofft, „dass der Akku bei meinen Spielern nach dem intensiven Spiel gegen Borussia Dortmund unter der Woche noch hält“, geht andererseits aber davon aus, dass „wir eine gute und frische Mannschaft auf den Platz bringen.“  Bis auf die Langzeitverletzten Callesen-Bracker (Wadenbeinbruch) und Werner (Schambeinentzündung) kann er dabei auf sein gesamtes Personal zurückgreifen. Lediglich hinter Koo steht noch ein minimales Fragezeichen. Die Personalsituation bei den Hamburgern hat sich zum Abschlusstraining hin auch wieder entspannt. Cléber und Gregoritsch griffen wieder voll in das Geschehen ein, so daß sich Bruno Labbadia ausreichend Alternativen bieten.


Die letzten Heim-Ergebnisse des HSV gegen den FC Augsburg:

  • 3:2 (2:1) [2014/15]
  • 0:1 (0:1) [2013/14]
  • 0:1 (0:1) [2012/13]
  • 1:1 (0:0) [2011/12]

So könnten sie spielen:

Hamburger SV:
Adler – G. Sakai, Djourou, Spahic, Ostrzolek – Jung, Holtby – N. Müller, Hunt, Ilicevic – Lasogga
Bank: Drobny, A. Arslan, Cléber, Diekmeier, Diaz, Gregoritsch, Olic, Schipplock, Stieber
Trainer: Bruno Labbadia

FC Augsburg:
Hitz – Verhaegh, Hong, Klavan, Max – Koo, Baier – Esswein, Ji, Caiuby – Bobadilla
Trainer: Markus Weinzierl

Schiedsrichter: Bastian Dankert
Der 35 Jahre alte Rostocker Sportwissenschaftler Dankert,der bereits die Auftaktpartie des Hamburger SV in München leitete, pfeift seine 43 Bundesligabegegnung und die insgesamt 5 mit dem HSV. Dabei steht lediglich ein Sieg bei drei Niederlagen für die Hanseaten zu Buche. Neben der Bilanz gegen den FCA spricht also auch die Bilanz unter diesem Schiedsrichter nicht unbedingt für den HSV.


Die HSV-PK in Wort und Bild

Die PK des FC Augsburg in Wort und Bild

3 Kommentare

  1. Benno Hafas

    HeLuecht,
    25 Punkte nach 34 Spielen bedeutet vielleicht Relegation, wahrscheinlich direkter Abstieg. Das wollen wir doch nicht oder?

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  2. HeLuechtHeLuecht (Beitrag Autor)

    Nee, das wollen wir natürlich nicht. Deswegen müssen in der Rückrunde auch noch Siege gegen Bremen und 96 her. 28 Punkte könnten dann durchaus zum Klassenerhalt reichen 😉

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  3. PaderbornerPaderborner

    Die von vielen vorausgesehene Niederlage ist dann ja auch eingetreten, aber man muss sich ja mit Mittelmaß zufrieden geben.
    Respekt vor Augsburg, absolut professionel geführter Verein. Da kommt man als HSV Fan schon ein bisschen ins schwärmen, wenn man sieht was auch mit viel weniger Geld geht und was man aus Spieler so rausholen kann.

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