Fußball ist ein Ergebnissport…

Diese Binsenweisheit ist nicht neu und erfordert geradezu 3-Euro in das Phrasenschwein, bleibt allerdings nichts desto trotz eine Wahrheit. Die Ergebnisse haben für die Erste des HSV zu Beginn dieser Saison durchaus gestimmt, sieht man mal von der erwarteten Packung in München ab. 10 Punkte nach  6 Spieltagen; ein einstelliger Tabellenplatz sogar. Wer hätte davon zu träumen gewagt? Ein Auswärtssieg in Gladbach? Undenkbar! Und Tore wurden auch endlich mal wieder erzielt.

Viele sahen bereits deutliche Verbesserungen (während ich immer dagegenhielt: „Ich kann noch keine Handschrift von Labbadia erkennen. Bei seinem ersten Engagement, war dies noch nur drei Wochen bereits zu erkennen.“), einige schielten bereits mehr oder weniger klammheimlich nach Europa. Die Euphorie schwappte zwar nicht über, aber man war doch überwiegend durchaus positiv gestimmt, auch nach der Niederlage gegen Schalke.

Jetzt, nach dem 0:3 bei der Berliner Hertha ist alles wieder ganz anders. Jetzt wird wieder gewettert, man kicke auf Relegationsniveau. Die Leistung gestern war durchweg grottig, da gibt es auch nichts schön zu reden (auch wenn dies von verschiedenster Seite jetzt versucht wird. Die Mannschaft hat nicht erst in den letzten 25 Minuten die Ordnung verloren, sie hat sie über 90 Minuten eigentlich nie gehabt. Darüber können auch irgendwelche Ballbesitzstatisikwerte – wie auch immer sie aussehen mögen nicht hinwegtäuschen. Es ist die brotlose Kunst des Ballbesitzes, die sich beim HSV manifestiert hat. Dies nachhaltig und durchgängig, betrifft sie doch prinzipiell alle relevanten Teams des Hamburger SV, von der Ersten über die U23, die U19 bis runter zu U17 gilt auf jeden Fall das Prinzip: Dominanz und Ballbesitz! Egal, wie der Gegner spielt und egal ob es Sinn macht oder nicht.

„Individuelle Fehler beim Tore verhindern und erzielen“ macht dann ein Christian Titz bei der U17 aus um Niederlagen zu erklären . Soner Uysal geht gar einen Schritt weiter und bemüht das Pech um von der eigenen Verantwortung für das Abschneiden seiner Mannschaft, der U23, abzulenken.  „Nun wir hatten in den ersten Wochen viel Pech, weil wir viel wechseln mussten. Sei es durch Verletzungen, Rote Karten oder Krankheiten. Dadurch konnten wir kein einziges Mal dieselbe Elf aufbieten und es ist natürlich nicht einfach für eine Mannschaft sich immer wieder neu zu finden.“ Äußerte er sich in der aktuellen Ausgabe „Young Talents Team Live“.

Das ist natürlich nur die halbe Wahrheit, denn gerade für die U23 trifft das zu, was Titz über seine U17 Jungs sagte. Reihenweise individuelle Fehler, die zu Gegentoren führten und kollektives Versagen vor dem gegnerischen Tor ebenfalls durch individuelle Unzulänglichkeiten, wie auch jetzt wieder an diesem Wochenende, als die an einer Hand abzuzählenden Chancen unter anderem von Ashton Götz kläglich vergeben wurden.

Es ist einfach geworden für die Gegner des HSV. Man stelle sich tief, stehe kompakt, verschiebe gut, gehe körperlich robust zur Sache und warte auf Fehler im Spielaufbau der hochstehenden Hamburger um schnelle Konter zu fahren von denen der eine oder andere schon reingestochert wird. Das ist selbst Aufsteiger Schilksee in der Regionalliga gegen den HSV gelungen. Bereits in den Vorbereitungsspielen war zu sehen, dass diese U23 es nicht schafft, aus gefühlt 95% Ballbesitz etwas zu machen. Es fehlt an Lösungen. Das mag an der fehlenden individuellen Klasse liegen, aber wenn die nicht vorhanden ist, dann kann ich so eben nicht spielen lassen. Man muss auch mal flexibel sein können und sein taktisches Konzept kurzfristig anpassen können. Das erwarte ich von Kickern die Bundesliga und oder Regionalliga spielen.

Bernhard Peters, macht sich inzwischen ja auch große Sorgen und tritt damit in die Fußstapfen von Uwe Seeler. Er hat einen schlecht austarierten Kader bei der U23 ausgemacht und macht diesen für das miserable Abschneiden in dieser Saison verantwortlich. Auf Deutsch heißt das: „Peter Knäbel hat Scheiße gebaut bei der Kaderzusammenstellung!“ Ein Umstand auf den auch Joe Zinnbauer bereits hinwies, als er in der bereits angelaufenen Saison immer wieder anmahnte, dass man noch Personal auf den Innen- und Außenverteidigerpositionen sowie im defensiven Mittelfeld benötige.

Peters und Knäbel sind ja nicht zum ersten Mal über quer was die U23 anbelangt. Während es für Peters wichtig ist, dass schön gespielt wird und der eine oder andere an Bundesliganiveau herangeführt wird, war für Knäbel die Zielsetzung immer die 3. Liga. Das kostet Geld, viel Geld, welches man beim HSV offensichtlich nicht hat, da es für wichtigere Dinge, wie zum Beispiel die Untersuchung der Rucksackaffäre ausgegeben wird.

Zurück zum Sportlichen. Der freie Fall der U23 ist zumindest aufgehalten. Ein müdes 0:0 gegen ebenso müde wie ideenlose 96er aus Hannover reichte um den HSV wieder von einem Abstiegsplatz auf den momentan rettenden Platz 15 zu hieven. Mit Hirzel im Tor gab es endlich mal wieder ein zu Null Spiel der U23. Aber welch ein Vergleich zur vergangenen Saison, als man 96 mit 4:1 vor der Rekordkulisse von 1.400 Zuschauern vorführte und aus seinem Ballbesitz etwas machte.

Der hohe Ballbesitzanteil der Ersten kann ebenfalls nicht darüber hinweg täuschen, dass die Rothosen eigentlich über die komplette Saison einfallslos nach vorne agieren und sich kaum Chancen, die man als solche bezeichnen könnte, herausspielen. Ein Glückstreffer in den letzten vier Partien spricht Bände.

Machen wir uns nichts vor, die 10 Punkte wurden glücklich erzielt: 3 gegen indisponierte, gegen den Trainer spielende (?) Gladbacher, 3 gegen Stuttgarter die sich überlegen selbstdezimierten und dann krafttlos  dem HSV, den Sieg auf dem Silbertablett servierten, besagter Glückstreffer von Gregoritsch gegen Ingolstadt und nun…ein verdientes Unentschieden (torlos) gegen die Frankfurter Eintracht. Das sind 10 wichtige Punkte gegen den Abstieg und darum wird es wieder gehen, diesen zu vermeiden, um nichts anderes.

Dominanz und Ballbesitz propagiert auch Daniel Petrowsky bei seiner U19, die nach einer erstaunlich starken Vorbereitung mit äußerst ansprechenden Leistungen einen Hänger hatte, aber inzwischen wieder einigermaßen auf Spur ist. Offensiv sehr stark besetzt, lässt das Defensivspiel manchmal zu wünschen übrig.  Häufig gerade dann, wenn man sich im Gefühl des sicheren Sieges befindet. Anschließend ist man dann oft nicht mehr in der Lage den Hebel umzulegen. Das von Petrowsky geforderte Pressing, verzeiht es nicht, wenn auch nur ein Spieler in vorderster Front unaufmerksam ist. Dann geht die komplette Balance verloren und es offenbaren sich eklatante Lücken in die der Gegner immer wieder effektiv stoßen kann.  Unter der Woche gab es wieder einmal einen überzeugenden Sieg. Mit 3:1 konnte Lokalrivale St. Pauli bezwungen (Tore: Dren Feka, Mats Köhlert,  ) und der dritte Sieg in Folge eingefahren werden. Damit verbessert sich die U19 nun nach 8 Spieltagen mit 13 Punkten auf Rang 5 der Tabelle. Nächster Gegner ist der bisher noch sieg- und punktlose Tabellenletzte, der TSV Havelse. Das Spiel findet allerdings erst am 1. November in Garbsen statt.

Erfreuliches gibt es auch von der bereits angesprochenen U17 zu berichten. Ich durfte heute Augenzeuge sein, wie der Tabellenführer der B-Junioren Bundesliga Nord/Nordost, der VfL Wolfsburg von der Tabellenspitze gestürzt wurde. 3:2 hieß es am Ende für den HSV gegen spielerisch reifer wirkende Wolfsburger, die den HSV über weite Phasen des Spiels nicht wirklich aus der eigenen Hälfte kommen ließen. Wirklich gefährlich Chancen konnten sich die Wölfe gegen die gegen den Ball im 4-4-2 agierenden Hamburger dabei aber nicht wirklich erarbeiten.  Im Gegenteil, die Hamburger versuchten es immer wieder mit schnellem Umschaltspiel, wobei sich in erster Linie Aaron Opoku und auch Marco Drawz hervortaten. Drawz war es auch, der in der 20 Minute die größte Chance zum Hamburger Führungstreffer hatte, als er alleine auf Wolfsburgs Keeper Tasche zulief, sich dabei allerdings den Ball zu weit vorlegte und nicht richtig zum Abschluss kam.

Nach einem Katastrophenpass des am heutigen Tage völlig indisponierten Ferhat Sarigolu kamen die Wolfsburger zu einem ihrer wenigen gefährlichen Tempogegenstöße, den Niklas Kölle gegen zu langsam zurückrückende und zu unentschlossen verteidigende Hamburger zum 1:0 für die Wölfe abschloss.

Die U17 zeigte sich nicht geschockt und behielt im Gegensatz zur Ersten in Berlin die Nerven. Nur vier Minuten später der Ausgleich durch den aufgerückten Rechtsverteidiger Tobias Knost, der nach einem wunderbar über rechts vorgetragenen Angriff hervorragend flach von Aaron Opoku angespielt wurde und nur noch einnetzen musste.

So ging es nach 40. Minuten in die Halbzeitpause. Nach dem Wechsel das gewohnte Bild. Der HSV empfing die Wölfe an der Mittellinie und versuchte mit langen Bällen seinerseits ein vernünftiges Konterspiel einzuleiten, scheiterte dabei aber häufiger an nicht immer berechtigten Abseitsentscheidungen des Schiedsrichtergespanns. Die beiden Assistenten Koch und Bauer machten dabei nicht immer den glücklichsten und sichersten Eindruck. Schiri Christoph Dallmann hatt die Partie ansonsten allerdings jederzeit voll und gut im Griff.

In der 54.  Minute startete Tobias Knost in der eigenen Hälfte einen Konter nach eigenem Ballgewinn, legte ab auf Marco Drawz, der weiter auf Rechtsaußen zu Aaron Opoku passte. Opokus Hereingabe verwandelte Drawz dann problemlos zum von inzwischen gut 100 Zuschauern viel umjubelten Führungstreffer der Rothosen.

Unmittelbar nach dem 2:1 wechselte Trainer Christian Titz  Fiete Arp (für den unauffälligen Izzet Isler) und Derrick Köhn (für den schwachen Ferhat Sarigolu ein).

Fiete Arp hatte gegen nun noch offensiver agierende Wolfsburger gleich die erste Chance, scheiterte aber überhastet an dem gut Keeper Tasche. Ein gute Viertelstunde später  war Tasche allerdings machtlos gegen Arp, der auf rechts wiederum von Verteidiger Knost gut in Szene gesetzt wurde, den herauseilenden Torwart umkurvte und aus spitzem Winkel einschob.

3:1 in der 71. Minute, das sollte doch reichen. Aber denkste, die Wölfe versuchten noch einmal alles und nach einem schönen Alleingang über links vollendete ihr 9er David Nieland zum 3:2.  Jatzt warfen die Wolfsburger noch einmal alles nach vorne und versuchten es mit allen Mitteln, auch mit unlauteren.  Für seine eklatante Schwalbe im Sechzehner wurde Gian-Luca Itter allerdings nicht mit einem Strafstoß, sondern mit der Gelben Karte belohnt. Die restliche Spielzeit inklusive der drei Minuten Nachspielzeit überstanden die Hamburger schadlos und so stehen sie nach dem zweiten Sieg in Folge nun mit 11 Punkten nach 7 Spieltagen (5:1 gegen TB Berlin/0:1 bei St. Pauli/2:2 gegen Magdeburg/1:1 bei Werder Bremen/0:1 gegen RB Leipzig/6:1 bei CZ Jena/3:2 gegen Wolfsburg) auf Platz 4. 5 Punkte hinter den punktgleichen Teams von Hertha, Wolfsburg und Leipzig. Am nächsten Samstag wartet der Tabellenvorletzte Dynamo Dresden.

Also, es gibt noch Erfreuliches aus Hamburger Sicht. Die unteren U-Mannschaften finden sich allmählich, wobei es für ganz oben allerdings wohl wieder einmal nicht reichen wird.

Erfreuliches vermeldete auch die Bild diese Woche, nämlich, dass Drobny sein Schweigen bricht. In der Tat hat er seit ewigen Zeiten mal wieder ein Interview gegeben, in dem er ankündigte, nicht wieder drei Treffer in Berlin kassieren zu wollen (hätte er mal die Klappe und die Bälle gehalten!) und vor allem, dass er noch gedenke bis 38 zu spielen um danach dann seinen Torwarttrainerposten beim HSV anzutreten.

Da frage ich mich doch allen Ernstes und bei aller Wertschätzung für den Sportsmann Drobny, was den HSV reitet, andauernd irgendwelche ehemaligen Spieler zu Trainern zu machen, die ihre Trainerfähigkeiten noch nirgendwo unter Beweis gestellt haben. Im Nachwuchsbereich benötigt man gestandenes Personal und keine Novizen, die da mal ein wenig herumexperimentieren können, wie dies auch ein Basti Reinhard bei der U17 macht. „Wie ein Zweikampfrichtig geführt wird, demonstriert Co-trainer Bastian Reinhardt mitunter im Training. Wenn ein Spieler fehlt, springt Basti ein.“  Na, das ist fein! Mehr erspare ich mir an dieser Stelle, erlaube mir allerdings noch die Frage, wie ein Torwart alter Schule als Torwarttrainer einen Torwart neuer Schule ausbilden können soll und will: Mir erschließt sich das nicht.

Vielleicht Euch und ihr lasst es mich im Laufe der Woche wissen. Euch allen eine schöne!

20 Kommentare

  1. SchbaggnSchbaggn

    Um den „Filz“ trocken zu legen (gemeint ist das Beschäftigen ehemals „Verdienter“ HSV- Spieler) bedarf es wirklich einer VISION. Wenn diese Vision nicht Leitkultur wird (blödes Wort), dann wird sich gar nichts ändern, weil ein ehemaliger HSV- Spieler einem anderen ehemaligen Spieler einen Posten zuschanzt. Didi ist weit aus mehr gefordert, als er vielleicht ahnt!

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    1. HeLuechtHeLuecht (Beitrag Autor)

      Ja, und dann verwaltet sich das Mittelmass und es geht zunächst unmerklich und dann unaufhaltsam bergab. Das Phänomen läßt sich in der Politik wie beim HSV gleichermaßen gut beobachten. Es gibt sie nicht, die gelebte Leistungskultur, dieses unbedingte “Besser-Werden-Wollen“. Wozu auch? Es lebt sich doch so auch sehr gut….und nach mir…die Sintflut.

  2. flashbax

    Ich kann mich immer wieder nur bedanken. Schön zu „lesen“, dass Du die gleichen Rückschlüsse ziehst, wie ich, obwohl Du natürlich viel näher dran bist.
    Ebenso stellst Du die richtigen fragen und wir sollten dran arbeiten, dass Du diese Fragen auch mal an Offizielle des HSV stellen kannst. (Man muss Diesen Blog nur noch bekannter machen). Es bleibt allerdings zu bezweifeln, dass dies vom HSV überhaupt gewünscht ist.
    Nichts desto trotz ist es immer ein Genuß deine Blogs über die profis und besonders über den Nachwuchs zu lesen.
    Bitte weiter so.
    PS. Du wärst der erste Blog für den ich eventuell sogar Geld bezahlen würde :mrgreen:

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    1. HeLuechtHeLuecht (Beitrag Autor)

      Dinge, die der eigenen Einschätzun entsprechen, liest man wohl immer recht gerne. Dabei sollte man allerdings nicht vergessen, dass es nur EINE Sicht der Dinge von vielen möglichen ist. Erst die Vielfalt macht es wirklich interessant.

      P.S. Dieser Blog ist und bleibt werbe- und spendenfrei. Ich werde hier nicht das installieren, was mich überall sonst nervt. Wer beitragen möchte, soll dies in Form von Artikeln und/oder (sinnigen) Kommentaren tun.

  3. Rauteee

    Moin HeLuecht,
    ein toller Blog. Gerne mehr davon! 😉
    Den Leuten nach Ihrer aktiven Fußballkarriere einen Job im Verein anzubieten finde ich grundsätzlich gut, allerdings darf das nicht Überhand nehmen. Außerdem muss der Verein davon einen Mehrwert generieren, der nicht nur darin besteht, einen beliebten und ausgedienten Fußballer in den Reihen halten zu können.

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    1. HeLuechtHeLuecht (Beitrag Autor)

      Ich bin ja nicht per se dagegen, ehemalige Spieler zu verpflichten. Diese sollten dann aber nach qualitativen Gesichtspunkten ausgesucht und im Rahmen eines klaren Konzeptes eingesetzt werden. Schau dir z.B. Basti Reinhardt an, welche Positionen er bereits beim HSV durchlaufen hat. Das sieht doch mächtig nach Gnadenbrot und Seilschaften aus.

      Es muss der Anspruch sein, die Besten nach Hamburg zu holen, die besten Scouts, die besten Sportmediziner, die besten Jugendtrainer. Es müsste auch mal ein forsches Ziel formuliert werden. Wir wollen mit der Jugend Titel holen! Oder wenn man das nicht will, von mir aus, “Wir wollen unserem Nachwuchs optimale Bedingungen schaffen, dass sie bestens gewappnet sind, wenn es mit einer Fußballerkarriere nicht klappt! Dann auf diesem Sektor aber bitte mit Spitzenleistungen. [strategische Partner bei der Ausbildung, Arbeitsplatz, Weiterbildung etc] und nicht nur Floskeln, die aus dem Jugendförderungsprogramm des DFB aus dem Jahre 2006 abgeschrieben sind.

  4. PaderbornerPaderborner

    Guter Beitrag HL und ich sehe das ziemlich ähnlich, für mich steht der Verein ziemlich desaströs und man darf sich nicht von den glücklichen Punkten blenden lassen und für mich ist eigentlich schon wieder Alarmstufe Rot.

    Die Kaderzusammenstellung wirft doch schon wieder viel mehr Fragen auf wie zunächst gedacht (und ich werde nicht müde das ständig zu wiederholen –> 20 Mio Investiert –> -10Mio Transferbilanz). Bei den Linksverteidigern fragt man sich wer der weniger schlechte ist, auf der 6 kann sich trotz vielen Potentiellen Kandidaten keiner so richtig durchsetzen und wenn man sich das Offensiv-Personal anschaut legt man lieber gleich den Mantel des schweigens drüber.

    Der HSV hat doch extra gestandene Profis verpflichtet anstatt auf Talente zu setzen, da erwarte ich auch langsam das man ein vernünftiges Spielkonzept hat. Aber ich gehe davon aus das Didi & Co schon bald wieder mit den Durchalteparolen anfangen.

    Zu den Jugendteams kann ich nur wenig sagen, aber das ganze hört sich schon ziemlich schlimm an und passt irgendwie in’s Bild.

    Antworten
    1. HeLuechtHeLuecht (Beitrag Autor)

      So schlimm finde ich es mit den Jugendteams (die U23 ausgenommen nicht) Gerade in der U19 gibt es eine Reihe von Spielern mit Potenzial. Allen voran der “kleine“ Köhlert, der jetzt ja auch zur U17-WM nach Chile fährt. Dren Feka spielt dort, der kleine Japaner Ito und auch der gerade 18 jährige Paulianer Jurcher erhält neben seinen Einsätzen in der U23 immer wieder Einsatzzeiten. Die jetzige U17 kann ich noch nicht ausreichend beurteilen. Aber von dort ist es noch ein langer Weg und so manch ein Talent wird auf der Strecke bleiben und manch anderer, den man jetzt noch nicht auf dem Zettel hat, eine unvorhergesehene Entwicklung nehmen.

      Was mir beim HSV fehlt ist diese Aufbruchstimmung, dieses “Wir wollen Erfolg“ und Leute an der Spitze, die begeistern und mitziehen können, das ist mit den derzeitigen “Verwaltungsbeamten“ für mich nur schwer vorstellbar.

  5. Horst Schlau

    😉

    Aber die Frisur sitzt !!!

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  6. Rauteee

    HeLuecht, da gebe ich dir komplett recht. Sind wir da mit Peters richtig aufgestellt?

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    1. HeLuechtHeLuecht (Beitrag Autor)

      Ob wir resp. der HSV mit Peters richtig aufgestellt ist, vermag ich abschließend nicht zu beurteilen. Mir ist sein ganzer Aufgabenbereich und vor allem die Abgrenzung zu dem von Peter Knäbel noch viel zu diffus und ich bin mir auch nicht sicher, ob Peters nur ein „Schnacker“ ist. Die Tatsache, dass er offensichtlich bei vielen Leuten aneckt, werte ich persönlich zumindest erst einmal positiv, bei dem Filz, der sich über die Jahre im und um den HSV breitgemacht hat. Aus meiner Sicht müsste personell dort mächtig aufgeräumt, verschlankt und neu eingestellt werden. Das wird unter Mr. Konsens Dietmar Beiersdorfer allerdings wohl kaum geschehen. Also wird es weiter auf Geduld und Demut hinauslaufen.

      Die von mir erwähnte Aufbruchstimmung, die die Fans am 25. Mai 2014 hatten, müsste von ganz oben durch Wort, Erscheinung und Tat vorgelebt werden. Das tut sie nicht, wäre aber von DB auch zuviel verlangt, er ist nun mal kein Charismatiker und wird es auch nie werden. So einen braucht es aber an vorderster Front.

      Peters Arbeit ist mit Sicherheit nicht an den Tabellenplätzen der Jugendmannschaften abzulesen, da müssen andere Kriterien gelten, aber auch hier fehlt Transparenz und Klarheit seitens des HSV um das von außen verifizierbar zu machen. Davor scheut man sich ganz offensichtlich. Ich hätte mir gewünscht, dass diese Transparenz von vornherein geschaffen worden wäre und man aufzeigt wie und in welchem Zeitrahmen man welchen Weg gehen will, damit man die Fans auf diesem Weg gleich mitnehmen kann. Man hat sich anders entschieden und das Triumvirat brütet alles intern aus. Was dann nach außen kommt, deutete dann leider allerdings nur auf eine braune Masse hin.

  7. Jonny

    Zum Torwart Thema habe ich mal eine bescheidene Frage , wer sind die Torwarttrainer von Neuer, Leno, Zieler und in Dortmund ? Sind das moderne Torhüter gewesen, oder nur gute,die heute gelernt haben, wie modernes Torwartspiel geht ?

    Antworten
    1. HeLuechtHeLuecht (Beitrag Autor)

      Wird auch Zeit, dass die Frage/der Einwand kommt! Ich muss als Trainer/Lehrer natürlich nicht alles besser können als meine Spieler/Schüler, sondern nur wissen, wo ich jemanden abholen und wie ich ihn mitnehmen muss, um ihn besser zu machen als er momentan ist. Wie bereits in der Antwort an Rauteee erwähnt, können dies durchaus auch ehemalige Spieler leisten, also wohl auch ein Drobny. Bleibt aber die Frage, ob es immer ein ehemaliger Torwart sein muss und ob ein moderner Torwart nicht auch im Feldspiel generell ausgebildet werden muss, also das Torwarttraining (beim HSV) sich generell verändern müsste.

  8. ky

    Sehr schöner Bericht von den U-Mannschaften, die ja sonst viel zu kurz kommen, bedankt, HL.

    Unser großer Vorsitzender (DB) hat einfach keine Vision ala Bernd Hoffmann (Top 20 Europa, geworden war es Nr. 12, ewig her…), und wer keinen Plan hat bzw. keine klaren Ziele benennen kann, der wird immer „rum eiern“. Von einem Kapitän erwarte ich einen Kurs, und die dafür notwendige Mannschaft/Hierachie. Aber da ist DB wohl eher Leichtmatrose…

    Antworten
  9. Totti61

    Danke HeLuecht!

    … mal ein kurzer Kommentar zu Deinen Beiträgen von mir:

    HeLuecht, wenn mal eine Vorschau NICHT kommt dann merkt man erst was man vermisst!!!
    Es ist nicht alles Schieter Datz oder Scharkus Molle was glänzen muss!

    Top, Danke und weiter so!

    Totti

    Antworten
  10. slobocop plusslobocop plus

    drobbo kann gerne was im torwarttrainer-bereich machen, genau so wie jaro auch gerne irgendwas im jugendbereich machen kann. nur sollten sie dies nicht hier, sondern am besten in der heimat tun. der tschechische fußball wird es ihnen danken.

    Antworten
  11. Aradia

    Bo eh….was denn hier los?
    :
    Steht ihr alle auf Luechtis Frischfleisch?
    .
    Könnt ihr auch bei EDEKA kaufen, am Fleischerstand.
    .
    Bitteschön ein paar Würste.
    Was denn für welche ?
    Na eben solche, die schon fast fertig sind.
    Wieviel?
    So 11 Stück.
    Echt 11 und nicht 10?
    Nee ….bitte 11.
    Darf ich fragen? …warum…..
    NEIN.
    (guckt mich an und geht nach hinten)
    ( Kommt Macker )
    Meine Kollegin sagt , sie wollen 11 Würstchen haben?
    Ja,
    wissen sie, ich bin HSV Fan und ich brauche sie für den HSV.
    Ach so……
    Und wofür genau?
    So als Reserve.
    Ah sie wollen sie einwechseln?!
    Nein.
    Was…en….dann
    Ich schimpfe mit ihnen nach dem Spiel.
    Und dann?
    Hole ich den alten Teppichklopfer von Oma und verdresche
    jede einzelne Wurst.
    Und treffen sie , sie auch?
    Ja im Volkspark. 🙂

    Antworten
    1. HeLuechtHeLuecht (Beitrag Autor)

      Tja, Würstchen bei EDEKA kaufen ist ja gerade das Problem…Standard Industrieware, die Hoeness besser und billiger produziert, ja selbst ein Tönnies im Westen.

      Wenn es dem HSV nicht gelingt Nischen mit individuell, hochqualitativem Frischfleisch zu besetzen, dann rauschen die dicken Fleischtöpfe künftig am Volkspark vorbei. Es wäre schade drum.

      Im übrigen lassen sich zu den ausgewachsenen Würsten ja schon genügend Hanswurste aus :mrgreen:

  12. Aradia

    Schbaggn
    hat Order von Gertrud.
    Du gehst jetzt raus und angelst uns einen grossen Fisch.
    .
    Widerwillig zieht er seine Stiefel an und schlürft aus dem
    Haus durch den Wald zum Weiher.
    Nu sitzt er da und überlegt was für ein Fisch er wohl angeln soll.
    Letztes mal hat ihn der Hecht gebissen und die Forelle angespuckt.
    Er schüttelt sich bei dem Gedanken.
    .
    Neben ihm knistert es. Vorsichtig guckt sich Schbaggn um und sieht
    einen grossen Mann mit weisser Gummischürze.
    Du da….kannst bei mir billig Fisch kaufen.
    Er kaufte einen grossen Karpfen und freute sich das er schon
    ausgenommen und kochfertig ist.
    .
    Schbaggn denkt, da kann ich ja noch schnell ins Dorf und zu Gertrud
    würde er sagen, dass es eben so lange bis zum Fang dauerte.
    .
    Spät kommt er nach Hause.
    Fröhlich knallte er den Fisch auf den Tisch.
    Wo warst du so lange fragte Gertrud?
    Nah….. am Weiher.
    Gertrud bereitete den Fisch zu und beide genossen den Fang.
    .
    Aufgeregt ging nun Schbaggn ins Bett und wartete auf seine Belohnung.
    Doch Gertrud kam nicht.
    Er wunderte sich sehr.
    Was hab ich falsch gemacht?
    .
    lach…..mönsch….. Schbaggn…. :mrgreen:

    Antworten
  13. SchbaggnSchbaggn

    Aradia,
    Gertrud ist einfach die Luft ausgegangen 😉

    Antworten

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