Glückwunsch zum Gold Jann-Fiete [Arp]

gold-fuer-jann-fiete

Bereits zum 13. Male wurde sie vergeben, die bedeutendste Auszeichnung für herausragende Talente in Deutschland, die Fritz-Walter-Medaille.

Die Medaille wird bei den Junioren und Juniorinnen in Gold, Silber und Bronze vergeben. [Bis 2014 in 4 Kategorien (Junioren: U19, U18, U17/Juniorinnen), seit 2015 nur noch in 3 Kategorien (Junioren: U19 + U17/Juniorinnen).] Die Preisverleihung findet jeweils im Rahmen eines Länderspiels statt. In diesem Jahr anläßlich des gestrigen WM Qualifikationsspiels Deutschland – Norwegen in Stuttgart.

Jann-Fiete Arp erhält die Fritz-Walter-Medaille in Gold in der Kategorie U17

Jann-Fiete Arp erhält die Fritz-Walter-Medaille in Gold in der Kategorie U17

Ein ganz besonderer Tag für den Hamburger Sportverein und für sein derzeit größtes Nachwuchstalent Jann-Fiete Arp, der die Goldmedaille in der Kategorie U17 für seine Leistungen und Tote in der B-Junioren Bundesliga Nord/Nordost sowie in der U17 Nationalmannschaft, wo ihm während der diesjährigen Europameisterschft 7 Treffer in 5 Spielen gelangen, davon 3 im Spiel gegen Bosnien-Herzogewina in nur 12 Minuten. Der schnellste Dreierpack der Geschichte.

Für den Hamburger Sportverein ist das natürlich ein Grund zu feiern. Über Gold konnte man sich bisher noch nicht freuen. Zwar gewann Jonathan Tah den Preis 2015 in der Rubrik U19, aber zum Zeitpunkt der Verleihung, war der Innenverteidiger bereits nach Leverkusen abgewandert.

Mit Lewis Holtby (2009) und Dennis Diekmeier (2008), beide in der Kategorie U19, hat der HSV derzeit zwar 2 weitere Goldmedaillengewinner in seinen Reihen, allerdings standen sie beiden zum Zeitpunkt der Verleihung nicht beim HSV unter Vertrag sondern bei Aachen (Holtby) bzw Werder Bremen (Diekmeier) noch wurden sie hier in Hamburg ausgebildet. Auch Jérome Boateng, 2007 mit Bronze (U19) ausgezeichnet, kam erst nach seiner Auszeichnung zu den Rothosen.

Levin Öztunali erhielt seine Auszeichnung (Silber in der Kategorie U18) auch erst, nachdem er bereits seit einem Jahr in Leverkusen unter Vertrag stand (2014), so dass für den HSV lediglich zwei Silbermedaillen für Spieler zu verzwichnen sind, die in Hamburg ausgebildet wurden und zum Zeitpunkt der Verleihung unter Vertrag standen:

  • Sören Bertram im Jahre 2009 (Silber Kategorie U18)
  • Eric Maxime Choupo-Moting  im Jahre 2007 (Silber Kategorie U18)

Inwieweit die 20.000 Euro Preisgeld, die der Verein gleichzeitig für diese Auszeichnung von Fiete Arp erhält helfen können und reichen werden, das begehrte Talent in der Hansestadt halten zu können, darf bezweifelt werden.

Während der zur Zeit noch verletzte Arp (Schulterverletzung) sich zunächst zufrieden gibt, bei den Profis mitzutrainieren, in der U19 zu spielen und sein Abitur zu bauen, werden die europäischen Topvereine nicht müde werden, den Youngster zu locken, von dem Horst Hrubesch anlässlich der Preisverleihung sagte:

“Ich habe selten einen Spieler gesehen, der so aus dem Nichts ein Tor machen kann! Das können nicht viele. Ich glaube, dass er dem HSV den Weg nach oben ebnen kann. Der Junge hat was. Eigentlich hat er alles.

Und in der Tat, wer den Jungen nicht nur auf, sondern auch ausserhalb des Platzes erlebt, kommt nicht umhin festzustellen, dass Fiete Arp alles mitbringt um ein echter Star zu werden. Er sieht (werbewirksam) gut aus, wirkt selbstreflektiert und verbindlich, geht auf dem Platz voran und er schießt seine Mannschaften zum Sieg.

Ob das letztlich ausreichen wird, bleibt abzuwarten. Letztlich hängt das von vielen Faktoren ab, auch von solchen auf die der Spieler selber kaum Einflußmöglichkeiten hat. Arp wäre nicht der erste, der nach einer derartigen Auszeichnung komplett von der Bildfläche verschwände. Wünschen wir ihm an dieser Stelle, es möge ihm (und dem HSV) nicht passieren.

Glückwunsch zum Gold Jann-Fiete!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>