Knappes Ergebnis, große Erwartungen, tiefer Spalt

Das war sie nun also, die, mit so großer Spannung erwartete, Mitgliederversammlung des Hamburger Sport Vereins e.V. und auch wenn statt der erwarteten 2000 nur etwa 1200 Mitglieder erschienen (immerhin doch deutlich mehr als o den letzten Jahren), diese MV hatte es ganz schön in sich, es war schwer was los. Es herrschte eine Stimmung wie beim Rummelboxen, man durfte froh sein, dass es nicht zu körperlicher Gewalt kam und das sich bei Bekanntgabe des Ergebnisses die Reaktionen doch wenigstens noch etwas unter dem Niveau damals beim Kampf Schulz gegen Botha blieben, wo einst Flaschen und Gläser flogen. An dieser Stelle also nochmal ein kurzer Rückblick auf die Veranstaltung, ein Blick auf die Lage im Verein und ein kleiner Ausblick auf das, was nun folgen könnte.
Beginnen wir mal mit dem Entscheidenden: Der Herausforderer Hoffmann schlug seinen Kontrahenten Meier denkbar knapp nach Punkten (um mal in der Boxsprache zu bleiben) – der im Vorfeld von vielen erwartete deutliche Sieg, der K.o., gelang nicht. 585:560 Stimmen, so lautet das offizielle Abstimmungsergebnis. Damit löst das Team Hoffmann das bisherige Präsidium des e.V. ab, der neue Präsident Bernd Hoffmann ersetzt Jens Meier im Aufsichtsrat der AG. Herzlichen Glückwunsch dazu und viel Erfolg.
Das enge Ergebnis der Abstimmung spricht für sich, dieses und die Umstände und Vorkommnisse der Versammlung zeigen deutlich die Zerrissenheit innerhalb des Vereins, durch die Mitgliedschaft zieht sich ein tiefer Spalt. Schlimmer als die Spaltung an sich ist aber die absolut fehlende Bereitschaft auch nur einen kleinen Schritt aufeinander zuzugehen,  die fehlende Akzeptanz oder wenigstens Toleranz für andere Ansichten, Meinungen und Auffassungen, die fehlende Kompromissbereitschaft und das Fehlen jeglichen Verständnisses für die jeweils Andersdenkenden und ihre Auffassungen, Bedürfnisse und Beweggründe. Wobei dies nicht nur für die Mitglieder gilt, dies geht über die Mitglieder hinaus und betrifft das gesamte (Fan-)Umfeld des HSV.
Nun ist in einem Verein nicht zu erwarten, dass immer alle einer Meinung sind und an einem Strang ziehen, schon gar nicht bei einem Verein von solcher Größe. Bei 79000 Mitgliedern ist es klar, dass sich verschiedene Strömungen etablieren und es verschiedene Interessen und Interessengruppen gibt. Es liegt ja hier schon auf der Hand, da die Mitgliedschaft ja une heterogen zusammengesetzt ist, da gibt es z.B. aktive und passive Breitensportler, es gibt Anhänger des Profifußballs, es gibt ortsansässige Mitglieder und auswärtige, jede Gruppe verfolgt natürlich ihre Ziele. Es gibt aber eben auch Überschneidungen zwischen den Interessen und auch innerhalb der Gruppen unterschiedliche Ansichten und Strömungen.
All dies ist im Grunde genommen auch kein Problem, es ist ganz normal für einen so großen Verein und normalerweise kann so eine Konstellation auch durchaus förderlich sein. Beim HSV scheint das jedoch irgendwie nicht zu funktionieren. Ganz besonders dann, wenn wichtige Entscheidungen und/oder wenn die Lage der AG sportlich und/oder wirtschaftlich schwierig ist, dann kommt die Zeit wo die anderen Risse sichtbar werden, dann eskalieren die Kämpfe um Macht und Einfluss im Verein. Und am vergangenen Sonntag war es wieder mal soweit…
Was sich in den Wochen vor der Versammlung, im Wahlkampf, schon andeutete eskalierte am Sonntag zusehends. Dass ein gerade gewählter Präsident von Sicherheitskräften in den Pressebereich führen lassen muss ist unfassbar und das in einem Verein.
Das Ganze war aber durchaus absehbar. Je näher die MV rückte wurde der Ton unter den Fans ruppiger und schärfer. In Blogs, Foren, Kommentarbereichen, Social Media und Gesprächsrunden tobte der Kampf um die Meinungshoheit immer härter. Der Krieg der Fans, der unterschiedlichen Interessengruppen hatte begonnen – wobei es gab ihn ja immer, aber eher als „kalten Krieg“, jetzt stand eine Entscheidung an, eine Machtprobe und dementsprechend wurde nun „scharf geschossen“. Dabei bewahrheitete sich die Floskel „Das erste Opfer des Krieges ist die Wahrheit“. Was da an Propaganda lief war schon heftig. Lügen und Halbwahrheiten waren an der Tagesordnung. Es gab nur schwarz oder weiß und je nach Zugehörigkeit war die eigene Sache die des Guten und die anderen waren das personifizierte Böse. Jeder bog sich die Dinge so, dass sie ins eigene Weltbild passten, fröhlich wurde je nach Bedarf hinzugedichtet, umgedichtet oder weggelassen. Die (persönlichen) Anfeindungen nahmen zu, gegenseitig aber auch gegenüber den Kandidaten oder dem HSV-Personal, es wurde schmutzig. Weniger von den Kandidaten selbst als vielmehr von ihren jeweiligen Unterstützern oder Gegnern aus der Fanlandschaft. Wer das vefolgte war wohl nicht ganz so überrascht über die Geschehnisse vom Sonntag als sich in der Kuppel all das entlud was sich vorher angestaut hatte.
Die Stimmung wirkte von Beginn an aufgeheizt, es brodelte im Kessel, hier lag was in der Luft. Es doch nach Ärger. Und den sollte es auch geben. Zunächst zeigten die Mitglieder ihre Respektlosigkeit gegeneinander. Bei den Reden der „einfachen“ Mitglieder fiel erstmal vor allem die „Pro-Hoffmann-Fraktion“ unangenehm auf, so wurden beispielsweise die Wortbeiträge von Herrn Gottschalk und einem älteren Herrn, der früher für BP gearbeitet hat, immer wieder durch Pfiffe und Zwischenrufe lautstark gestört und unterbrochen. Späte dann zeigte die andere Seite ihr hässliches Gesicht indem sie die Rede von Herrn Hoffmann lautstark störte. Endgültig eskalierte die Situation dann bei bzw. nach Bekanntgabe des Abstimmungsergebnisses. „Hoffmann raus“ tönte es erneut von den Verlierern. Der Wahlsieger musste von Sicherheitspersonal begleitet werden. Herrn Hoffmann merkte man deutlich an, wie ihn diese Situation mitgenommen hatte, selbst später am Abend im NDR-Sportclub war dies noch zu spüren.

Ganz schlechte Verlierer habe ich an diesem Sonntag gesehen, ein unwürdiges, respektloses Verhalten was da von dieser Seite an den Tag gelegt wurde. Bei allem Verständnis für Frust und Enttäuschung, so ein Verhalten ist nicht hinnehmbar, so verhält man sich nicht ob des Ausgangs einer demokratischen Abstimmung.
Doch auch die Gewinner zeichneten sich nicht gerade gute Gewinner aus. Diese „So sehen Sieger aus“-Typen gossen Öl ins Feuer und man merkte, dass bei anderem Wahlausgang die Reaktionen wohl ähnlich, eben nur umgekehrt, ausgefallen wären. Mit Ruhm bekleckert hat sich keine Seite.
Ganz neu ist dieses Phänomen beim HSV ja nicht. Ich erinnere in dem Zusammenhang an die MV zur Ausgliederung, als aus berechtigter Freude über den Erfolg schnell Häme gegen die Unterlegenen wurde. Oder an die hämischen Gesänge als die Briefwahl abgelehnt wurde.
Der Graben ist eben schon etwas älter und keiner zeigt Größe und geht auf den Anderen zu, stattdessen wird lieber weiter fleißig geschaufelt und daran gearbeitet den Graben zu vergrößern.
An dieser Stelle möchte ich noch etwas hinzufügen. Der Riss betrifft eben nicht nur die Mitglieder, hier wird er nur sehr deutlich, betroffen ist das gesamte HSV-Umfeld. Daneben noch etwas, diejenigen die tatsächlich störend aufgefallen sind, diese sind nur ein (kleiner) Teil ihrer Gruppe. Sie wirken am extremsten nach außen sind aber häufig nur Mitläufer innerhalb ihrer Bewegungen, man könnte sagen die „Abteilung Attacke“ – viel problematischer sind die Draht- und Strippenzieher, die Meinungs- und Stimmungsmacher, die Hetzer und Propagandisten und am Schlimmsten die, die das Ganze befeuern weil sie sich einen persönlichen Vorteil davon Versprechen. Einen Posten beim HSV, Einfluss, Macht, Geld, was auch immer.
Soviel zum Sonntag und zur Lage im Verein oder Umfeld, es bleibt festzustellen: Der HSV bleibt gespalten, ist womöglich zerrissener als zuvor – für das neue Präsidium und insbesondere für Präsident Hoffmann dürfte es die Sache nicht leichter machen und es wartet viel Arbeit auf die Gewählten. Allen Mitgliedern und Fans des HSV sei noch empfohlen mal etwas über sich und sein Verhalten nachzudenken. Lager- und schwarz-weiß-denken, mangelndes Verständnis für den Gegenüber, den Andersdenkenden – zielführend ist das alles nicht.
So, dann schauen wir jetzt mal nach vorne. Was bedeutet diese Wahl und welchen Einfluss kann Bernd Hoffmann in Zukunft auf die AG und auf den Profifußball nehmen?
Bernd Hoffmann ist nun Präsident des e.V., damit vertritt er diesen bei der Hauptversammlung der AG und nimmt außerdem einen Platz im Aufsichtsrat der AG ein, als sogenanntes „geborenes Mitglied“.
Als Aufsichtsrat ist sein Einfluss relativ gering, da er hier nur einer von sechs Räten ist, alleine kann er gar nicht entscheiden, stets braucht er eine Mehrheit im Rat. Sollte er zum Vorsitzenden des Aufsichtsrats gewählt werden, so änderte das nicht viel, lediglich die Tatsache dass er den Aufsichtsrat dann nach außen vertreten würde, dürfte ihm mehr Gehör verschaffen. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats ist letztlich „primus inter pares“ – „erster unter gleichen“.
Der Aufsichtsrat ernennt und entlässt den Vorstand, er berät diesen, ist aber nicht direkt weisungsbefugt. Das operative Geschäft, die gesamte Geschäftsführung liegt beim Vorstand. Der Aufsichtsrat kontrolliert die Arbeit des Vorstands, im Rahmen dieser Kontrolle können z.B. Etats festgelegt werden deren Überschreitung eine Zustimmung des Aufsichtsrats erforderlich machen würde. Der Aufsichtsrat kann im Rahmen seiner Kontrollfunktion auch eingreifen wenn z.B. ein Rechtsgeschäft die AG in Schwierigkeiten bringen würde. Aber bei allem gilt – es braucht eine Mehrheit im Aufsichtsrat, Alleingänge eines Mitglieds sind nicht möglich.
Damit sind alle Veränderungen im Hinblick auf die AG, welche Herr Hoffmann vornehmen möchte, stets von einer Mehrheit im Aufsichtsrat abhängig – ohne die geht nichts. Das lässt sich auch nicht ändern. Ändern ließe sich die (personelle) Zusammensetzung des Aufsichtsrats. Die Zusammensetzung des Aufsichtsrats wird auf der Hauptversammlung bestimmt bzw gewählt, die Gesellschafter stimmen dabei im Rahmen ihrer jeweiligen Anteile ab. Derzeit hält der e.V. 76,1% der Anteile an der AG, das bedeutet, dass Herr Hoffmann als Vertreter der AG alle Entscheidungen auf der HV in seinem Sinne bzw. dem Sinne des e.V. treffen kann, an Mitgliederbeschlüsse ist er allerdings gebunden. Hoffmann könnte also den Vorstand der AG auffordern eine (außerordentliche) Hauptversammlung einzuberufen und dort den Aufsichtsrat neu besetzen. Ganz frei wäre er dabei allerdings nicht, der Beirat müsste bei einer solchen Umgestaltung einbezogen werden – ohne dessen Zustimmung läuft nichts.
Also mal eben alles ändern, wie sich einige erhoffen, das ist nicht so einfach – eine Alleinherrschaft wird es nicht geben können.
Der direkte Einfluss auf das Personal beschränkt sich für den Aufsichtsrat auch nur auf den Vorstand, nur diesen kann er personell besetzen, alles Andere ist eben Sache des Vorstands.
Herr Hoffmann wird also die (hohen) Erwartungen kaum und nur bedingt erfüllen können, jedenfalls nicht ohne die Mitwirkung Anderer. Das vielbeschworene „Fegen der Treppe von oben herab“, dies kann Herr Hoffmann nur ganz oben, auf dem Absatz erfüllen (mit entsprechender Mehrheit im Aufsichtsrat), schon dann ist es mit dem Einfluss vorbei – ab dann hält der Vorstand den Besen.
Die Entscheidung über die Besetzung des Vorstands ist somit von elementarer Bedeutung, der Vorstand ist das Herzstück, besser das Hirn, die Schaltzentrale einer AG. Hier werden die maßgeblichen Entscheidungen getroffen, von hier wird eine AG geführt, nicht vom Aufsichtsrat und nicht von den Gesellschaftern.
Wenn man also meint Herr Hoffmann könne und solle die AG führen, dann ist festzustellen, dass Herr Hoffmann das falsche Amt dafür innehat. Das Aktienrecht ist da eindeutig, es widerspräche allen Grundsätzen des Rechts der Aktiengesellschaften wenn versucht wird eine AG vom Aufsichtsrat oder den Gesellschaftern zu führen.

Hinzu kommt, das war doch gerade ein Hauptgrund dafür auszugliedern. Der Einfluss der Mitglieder sollte eingeschränkt werden, die Profifußballabteilung (und der angeschlossene Nachwuchsbereich) sollte professionell in einer AG geführt werden. Im Zuge der Ausgliederungskampagne wurde von den „Trommlern“ für HSV+ immer wieder betont, wie wichtig es sei, die Macht der Mitglieder zu beschränken, nur so sei eine kontinuierliche Entwicklung möglich und eine „Revolution“ wie einst die gegen Bernd Hoffmann zu verhindern. Es sollte nicht mehr möglich sein, dass ein Teil der Mitglieder solchen Einfluss nehmen kann und eine darauf fußende Alleinherschaft des e.V.-Präsidenten galt es zu vermeiden. Auch der Beirat sollte diesem Zweck dienen. Wer damals monierte, dass das System nicht wirklich sicher geeignet sei diese Zwecke zu erreichen wurde damals von den bewegten Plussern abgefertigt wie diejenigen, welche ohnehin gegen eine Entmachtung der Mitglieder waren.
Umso krasser empfinde ich es, vor diesem Hintergrund, wenn ausgerechnet diejenigen, die damals so vehement für HSV+, die Ausgliederung und die Entmachtung der Mitglieder eintraten und Stimmung machten, wenn ausgerechnet diese Leute heute jedes Hintertürchen nutzen um eben diese Dinge zu konterkarieren. Es sind eben nicht die von ihren Gegnern so betitelten „Vereinsmeier“ oder „ewig gestrigen“, die versuchen über den e.V. (übermäßigen) Einfluss auf die AG zu nehmen, nein, es sind die Leute, welche den Mitgliedereinfluss verurteilten und im Rahmen von Ausgliederung und HSV+ zu brechen versuchten. Diejenigen die anderen „Vereinsmeierei“ vorwerfen aber selbst den e.V. für ihre Zwecke nutzen, gerne auf den Versammlungen reden und auf diesen versuchen die Politik der AG zu beeinflussen. Es sind die bewegten Plusser, die schon damals alles gaben die Leute in ihrem Sinne zu beeinflussen und zu manipulieren und dabei auch gerne mal Falschinformationen verbreiteten. Na, erinnern Sie sich, „sofort Handlungsfähig“, „Investoren stehen Schlange“ usw., es sind die gleichen Leute, wieder am Stimmung machen und mit ihrer Propaganda am Stimmen fangen – auch wenn sie jetzt für das Gegenteil von dem eintreten wofür sie vorher standen. Die gleichen Gesichter, die gleichen Namen, die gleichen Nicknames, immer ganz vorne dabei wenn es um Stimmungsmache und Propaganda geht und gleichzeitig der Gegenseite ebendieses vorwerfen. Ja, die tun es auch, mindestens genauso schlimm, aber immerhin wenigstens stehen sie treu zu dem was sie immer konsequent vertraten.
Es begann mit dem (später zurückgezogenen, warum eigentlich?) Abwahlantrag gegen Jens Meier im Vorjahr, der offensichtlich nur dazu dienen sollte Dietmar Beiersdorfer zu stürzen. Hier wurde massiv über den e.V. Druck auf die AG gemacht. Und nun wurde dies sogar zum Ziel der Kampagne für das Team Hoffmann, plötzlich sollte der e.V. wieder stark werden und sein Präsident die AG beherrschen? Wofür denn die Ausgliederung, da lautete der Gedanke noch komlett gegenteilig. Für mich hinterlässt es zumindest einen schalen Beigeschmack wenn ausgerechnet diejenigen den e.V. und seine Mitglieder für ihre Interessen instrumentalisieren die eigentlich doch die Rechte der Mitglieder möglichst weit einschränken wollen und die doch die „Vereinsmeierei“ so sehr verachten. Die Chuzpe für sich in Anspruch zu nehmen und zu nutzen was sie Anderen verweigern und wegnehmen wollen, dies stört mich schon, vor allem wegen der extremen Doppelmoral die dahinter steckt. Aber die ist im Verein wohl weit verbreitet. Auch auf der anderen Seite zu erkennen, wo die Ausgliederungsgegner nun in die Schaltzentralen der AG drängen, wo die Leute bestimmter Ultra-Gruppierungen die damals unter großem Getöse gegangen sind in großem Umfang durch die Hintertür wieder auftauchen und da weitermachen wo sie einst aufgehört haben. Ja, die Anhänger der verschieden Lager sind sich alle viel ähnlicher als sie glauben und zugeben würden. Diese ganzen Typen mit ihrem Lagerdenken und ihren egoistischen Aktionen sind sie alle in Wahrheit ein großer Bremsklotz für eine positive Entwicklung beim HSV auch wenn sie glauben das Richtige zu tun und im Wohle des HSV zu handeln. Aber da sind wir schon wieder beim zerrissenen HSV, eine Geschichte die wohl noch lange nicht zu Ende ist , nur die Wahrscheinlichkeit auf ein Happy End für den HSV, die sinkt leider immer weiter…

8 Kommentare

  1. ky

    Coach, sehr treffend beobachtet und auch richtig eingeordnet – die Gräben werden tiefer.

    Aber: Was Du den „Plussern“ vorhältst, nämlich Bigotterie in der An- und Abkopplung von Vereinsmitbestimmung nach „Gusto“, ist doch wohl dem Wahnsinnsfehler in der Konstruktion dieser AG geschuldet: Dem Beirat.
    In Wahrheit ist der Beirat mächtiger als Aufsichtsrat, und wohl auch als der Präsident. Und schau mal, wer diesen Beirat besetzt. Dr. Andreas Peters hat sich vom Beirat in den Aufsichtsrat rüber geschmuggelt, ohne Wahl.
    Das ist weder demokratisch, noch sinnvoll.
    Wenn die Satzung hier nicht schleunigst geändert wird, werden die Grabenkämpfe auf ewig weiter gehen, denn der Einfluß der Senioren und der des SC ist nachwievor viel zu hoch auf die Geschicke der Profi-AG!

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    1. der Coach (Beitrag Autor)

      Dr. Peters rückte für den zurückgetretenen Peter Nogly nach, mit Zustimmung der Hauptversammlung. Ohne Wahl? Wer hätte ihn denn wählen sollen?

      Ob der Beirat für all diese Entwicklungen verantwortlich ist, hier hege ich meine Zweifel. Der Beirat ist ein etwas merkwürdiges Konstrukt, aber jegliche Hinweise diesbezüglich wurden ja von den Initiatoren und auch vielen Anhängern von HSV+ verworfen.

  2. WORTSPIELERWORTSPIELER

    gute arbeit, coach. das wird vielen „opportunisten“ nicht gefallen, beschreibt das elend aber zum wiederholten mal…! >>> http://heluecht.stupid-and-slow.de/hsv-2017-das-eine-opportun-ohne-das-andere-zu-lassen/

    was mir allerdings fehlt bei der betrachtung der „grabenkämpfe“, ist die tatsache, dass der einst heilige dietmar beiersdorfer genau für den umstand gelobt und abgefeiert wurde, dass er „gräben zugeschüttet“ hätte. er wäre genau der richtige mann gewesen, die parteien aufeineinander zu zudidirigieren. die ruhe im verein (AG) war förmlich spürbar…!

    die position, dass BH den falschen posten inne hat, habe ich ja bereits vor der wahl vertreten und verachte diese „hintertürchen“-nummer zutiefst. ich behaupte mal vorller überzeugung, dass ein großteil seiner wähler gar nicht verstanden hat, was „team hoffmann“ alles nicht erreichen und entscheiden – und wenn doch, dann nur unetr den umständen, dass der AR massiv ins operative geschäft eingreift. DAS absolute „no-go“ schlechthin, was ja zweifelsfrei von allen seiten so gesehen wird. dass „hafenmeier“ schärfer angegegangen wird als beiersdorfer & bruchhagen zusammen, die nun aber mal so richtig in die scheiße griffen, erschließt sich mir einfach nicht, wenn ich nicht besser wüsste, dass inhalte gar nicht(s) zählen, sondern immer nur WER was gesagt hat. da stimme ich dir völlig zu. personen sind das „non-plus-ultra, um mal ein gescheites wortspiel aus 2014 einzubauen, beim HSV, aber porgramme, projekte, pro-argumente sind null und nichtig, wenn sie nicht die lieblinge sagen…!

    im rahmen der MV wurde davon berichtet, dass der AR aufgestockt werden und in zukunft aus 9 statt 6 mitgliedern bestehen könnte. woher stammt diese information…? und wenn ja, wie sind die bedingungen…? hat der beirat auch hier das letzte wort, was die aufstockung angeht oder geht das aus dem AR heraus…?

    nochmal danke für die gelungene zusammenfassung der jüngsten ereignisse einer beschämenden masse. in der #kuppelshow identifizeirte sich alle 11 sekunden ein klappsstuhl…

    p.s.

    […] bei Bekanntgabe des Ergebnisses die Reaktionen doch wenigstens noch etwas unter dem Niveau damals beim Kampf Schulz gegen Botha blieben, wo einst Flaschen und Gläser flogen.

    ich habe sogar fliegende klappstühle – keine ahnung wie ich gerade darauf komme – in erinnerung…

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    1. der Coach (Beitrag Autor)

      Eine Vergrößerung des Aufsichtsrats würde eine Änderung der Satzung der AG voraussetzen. Diese erfolgt über die Hauptversammlung. Bei den derzeitigen Mehrheitsverhältnissen könnte Bernd Hoffmann eine solche Änderung leicht herbeiführen, wenn er wollte. Bei der Erhöhung würde der Beirat keine Rolle. Wohl aber bei der Besetzung der offenen Posten.

  3. GVGV

    Gutes Fazit.
    Missgunst, Neid, Egoismus, perfide Intriganz, Arroganz, Heuchelei und Hinterhalt. Der HSV ist durch und durch zerfressen und marode. Daraus kann nichts mehr werden, er gehört auf die Halde der Geschichte.
    Was auch immer möglicherweise danach aus den brauchbaren Trümmerteilen neues zu machen sein könnte – es müsste schon sehr „neu“ sein, um nicht zur erneuten Totgeburt zu werden.

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  4. PaderbornerPaderborner

    Na ja, ich kann zwar verstehen das die Nerven im Moment Blank liegen, aber das die Wahl eines Papiertigers hierfür als Ventil benutzt wird, ist für mich kaum nachvollziehbar.

    Über Meier hat seit HSVplus eigentlich überhaupt keiner gesprochen, weil der Vereinspräsident außer dem Aufsichtsratsposten ja eigentlich für die AG nicht relevant ist. Ob er nun einen guten Job gemacht sei mal dahingestellt, aber wie richtig erwähnt sollte bei einer AG immer der Vorstand im Fokus stehen.

    Das Hoffmann jetzt der neue Vereinspräsident ist, ist mir völlig Latte. Mich nervt aber prinzipiell das immer nur Exen wieder geholt werden, es ist ein Teufelskreis aus dem der HSV auch offensichtlich gar nicht ausbrechen will.

    Die sportliche Quittung wird es dieses Jahr mit Platz 17-18 geben, die finanzielle evtl. auch … prinzipiell bin ich für einen Neuanfang (in welcher Liga ist egal) durchaus zu haben, aber dann bitte mit frischen Gesichtern und überzeugendem Konzept!!!

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  5. bopsi

    In diesem Club wurde jahrelang aus Selbstschutz gelogen und betrogen.
    Keine Sau hat die (Anfänger)Fehler des Dietmar B. aufgezeigt, sein Würgen wirklich hinterfragt, es wurde ein Plan UNTERSTELLT, den es tatsächlich niemals gab. Und dies konnte JEDER sehen, der es denn sehen wollte. Diejenigen, die darauf aufmerksam machten oder machen wollten, wurden verbal niedergebügelt, wenn extrem hartnäckig, eben in den Foren gesperrt. In meinen Augen gipfelte es in der „Win-win-Aussage“ beim Tah-Transfer. Mehr Dummheit geht nicht, finanzielle Gründe wurden als Lüge vorgeschoben, die Presse, ganz vorne Scholz, folgten treu und gutgläubig und verteidigten diesen sinnlosen, dem HSV schadenden Transfer immer wieder aufs Neue.
    Bis heute wird dieser Transfer nicht als Nachweis von Beiersdorfers Inkompetenz angesehen.
    Nun haben sich diejenigen zu Hoffmann-Anhänger und Wahlhelfer aufgeschwungen, die schon mit HSVPlus völlig daneben lagen. Wieder sehe ich Leute ganz vorne dran, die uns den HSV erklären wollen. NEIN! Ihr liegt völlig daneben! Wer die Klasse eines Sons, Tahs, Demirbays nicht erkennt, erklärt mir im Fußball gar nix!!!
    Hoffmann soll nun was genau tun? Was steht denn wirklich in seiner Macht? Er kann nicht einmal den unfähigen Sportdirektor entlassen, denn das obliegt dem Vorstand. Hat Hoffmann auch nur mal ganz leise angedeutet, wer denn künftig im Vorstand des HSV sein soll? Ist dieser Präsident im AR nicht isoliert?
    Es wurde behauptet, man hätte zwischen Pest und Cholera wählen können, andere behaupteten, Pest und Cholera wären längst ausgebrochen … Wie man es dreht und wendet, wenn der Präsident des e.V. nun die letzte Hoffnung der HSV AG sein soll, ist der HSV Fußball bereits am Ende.
    Aber wen interessiert denn der Abstieg des HSV wirklich? Werden die Hupfdohlen nicht auch in der 2. Liga treu zum HSV dackeln, völlig wurscht, wer da wieder was verbricht? Doch, natürlich werden sie das, zu zehntausenden.
    Der HSV ist fertig, eine Auferstehung (im Sinne von Titelgewinnen und CL-Teilnahmen, nichts anderes interessiert) erwarte ich nicht. Nicht, dass dies nicht möglich wäre, doch, ganz bestimmt sogar, aber niemals mit diesen Leuten.

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  6. gobigobi

    Moin Coach,

    vielen Dank dafür, dass Du meine Eindrücke von der MV so gut darstellst.
    Was mir den ganzen Tag noch auffiel war das Gefühl von Angst bei nahezu jedem Mitglied. Dies erklärt vielleicht auch die Reaktionen nach der Wahl.
    Ich hoffe sehr, dass sich die Emotionen demnächst legen und das Team Hoffmann die sehr gute Sanierungsarbeit im e.V. des alten Präsidiums fortführen. Auch hoffe ich immer noch darauf, dass beide Seiten wirklich Mal versuchen, Brücken zu bauen. Aber durch diese Lügen, Halbwahrheiten und Unterstellungen ist bei mir auch viel Vertrauen in die Redner verloren gegangen und bei Anderen ebenso.
    Dadurch wurde auch das neue Präsidium geschwächt, denn wenn man den Gegner nicht respektiert und nur Schlechtmacht, dann scheint ja nicht viel den eigenen Kandidaten zu sprechen.
    Nichts desto trotz werde ich das aktuelle Präsidium nach bestem Wissen und Gewissen unterstützen. Zum Wohle des HSV.

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