Nichts wirklich Neues

Was ist schon großes passiert? Ein weiteres Spiel verloren. Der Abstand nach oben ist größer geworden, der nach unten kleiner. Überraschen tut das niemanden.

Die Vorfreude auf HSV Bundesligaspiele tendiert gegen Null, der Ärger danach, mit den bereits einkalkulierten Pleiten, Pech und Pannen geht auch zunehmend in diese Richtung.

Zumindest mir geht es derzeit so. Ich nehme es mit einem Achselzucken zur Kenntnis. Selbst für Ironie und Sarkasmus bleibt kaum noch Raum und Zeit und so denke ich ein wenig wehmütig an die Anfangszeit dieses Blogs zurück, die von positiver Neugier geprägt war, von Hoffnung auf Entwicklung, Stabilität und guten Fussball.

Davon ist der HSV meilenweit entfernt. Aufregen und Rumpelstilzchen spielen ändert daran nichts und doch gibt es immer wieder Anlass genug dazu. Zum Beispiel wenn ein ‘Führungsspieler’ namens Jung wiederholt im Stile eines besoffenen Kreisklassenkickers nach dem sonntagmorgendlichen Fischmarktbesuch völlig blind in seinen Gegenspieler taumelt und einen völlig unnötigen Elfmeter verursacht und am Ende auch noch Tatsuya Ito als Schuldiger auserkoren wird, weil er in der Offensive seine – von ihm gewünschte, geforderte und erwartete 1 zu 1 Situation nicht erfolgreich bestreitet.

Letztlich lief das Spiel (inklusive Endresultat) wie von mir erwartet. Schalke wartet ab, wartet auf Fehler, die so sicher wie das Amen in der Kirche kommen werden, schlägt zu, wartet weiter ab. Der HSV kommt vermeintlich besser ins Spiel, wähnt sich auf Augenhöhe, gegen einen Gegner, der gerade so viel macht wie notwendig, geht dabei allerdings hilf- und ideenlos vor und ist in der Chancenverwertung, so sich denn eine mehr oder weniger zufällig bietet, zu ineffektiv vor des Gegners Tor, der dann letztlich einen weiteren Fehler zum Todesstoss ausnutzt.

Wer dann im Anschluss von einem coolen Auswärtsspiel…aber lassen wir das jetzt. Zu Jens Todt ist ausreichend gesagt.

Noch ein kurzes Wort zu den Youngsters: Der Effekt ihrer Unbekümmertheit verpufft in dieser Truppe schnell. Auch Arps unerschütterliches Selbstvertrauen wird zusehends schwinden. Er und Ito können den Karren nicht alleine und ohne Unterstützung aus dem Dreck ziehen. Unterstützung von Kostic, Hunt, Waldschmidt, Wood oder wem auch immer ist nicht in Sicht und so wird der HSV weiter dem Abgrund entgegen taumeln und hoffen, dass wieder einmal 2 Teams noch schlechter abschneiden werden, schlechter performen können sie kaum.

Aber auch das: Nichts wirklich Neues!

2 Kommentare

  1. Kailemann

    HeLuecht, das spricht mir aus der Seele. Seit 1980, dem 12(?):0 gegen RW Frankfurt infiziert, dem 0:0 wenig später gegen Bochum geläutert, trotzdem Mitglied seit ewig, jeden Samstag hoffend und oft (meistens?) immer wieder enttäuscht bin ich HSVer!
    Ich habe viele Söldner erlebt, schwache Manager (ganz ehrlich ich möchte es aber auch nicht sein!!!) erlebt, die Erfindung des Aufsichtsrats ist eine Katastrophe für jeden Verein, und macht damit Präsidenten auch noch zur Marionette.
    Am Sonntag haben wir eine toll kämpfende Truppe gesehen, irgendwann in den nächsten Wochen ein Tor zu erzielen. Innerhalb dieses Spiels… Als Spaßverderber hätte Schalke dann immer wieder mal eins eingestreut.
    Lösung des Problems? Ganz ehrlich: Glück! Glück gleichzeitig einen klasse Manager (Walke), der super Talente (Götze/Reus / Arp/Ito) findet u n d gleichzeitig Gläubiger fokussiert, weil es alternativlos ist! Ein reicher Mensch, der in der Vergangenheit fühlt und lebt, sorry, das ist nicht zielführend.
    LG Kai

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  2. PaderbornerPaderborner

    Ich war seit einer gefühlten Ewigkeit am Wochenende mal wieder im Stadion und zwar auf Schalke.

    Ich habe das Spiel ähnlich gesehen, Schalke hat extrem diszipliniert gespielt, das war alles so geplant, ich hatte das Gefühl das Schalke auch ständig hätte nachlegen können. Starke Mannschaft und gute Adresse für Junge Spiele (Heidel dürfte aufgefallen sein wer beim HSV mit Abstand bester Spieler auf dem Platz war).

    Beim HSV wollte man, aber konnte nicht, wie eigentlich immer. Kaum ein einstudierter Spielzug und Fehlpässe ohne Ende, die teilweise optische Überlegenheit nur ein Trugschluss aufgrund der Schalker Taktik. Danach dann der gewohnte Zweckoptimismus der Verantwortlichen. Tja Business as usual halt beim HSV

    Na aber immerhin ist der Tesche Effekt mal wieder eingetreten, ein durchschnittlicher Spieler wird unnötig verlängert, nur um danach noch schlechter zu werden …

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