Operation Wahlküre – Das Demokratie-Attentat…!

Da ist sie nun – die Tagesordnung. Am gestrigen späten Abend veröffentlichte das Präsidium des HSV e.V. die Informationen zur +++ Mitgliederversammlung im Januar 2019 +++ [ hier klicken ] inklusive der fristgerecht eingegangenen Anträge aus den Reihen der Mitgliedschaft.

Nachdem die „Fernwahl“ in den letzten Jahren bereits mehrfach thematisiert wurde und u.a. bei der richtungsweisenden MV 2014 krachend scheiterte, weil die „HSV-Plusser“ bereits „ihre“ Ausgliederung feierten, während der SC-Anhang noch „seine“ Hausaufgaben machte, ist das Thema spätestens seit der knapp gewonnen Wahl von „Team Hoffmann“ (51,1%) wieder auf dem Tapet. Mehr abgegebene Stimmen hätten, so die einhellige Meinung, ein deutlicheres Ergebnis für Björn Hoffmann und seine Mitstreiter gegeben, während „Team Meier“ gnadenlos gescheitert wäre.

Der Tenor respektive der Hauptgrund für die rührselige Forderung der Mitbestimmung, die durch die Ausgliederung (2014) von 86,9% der damals 9.702 anwesenden Mitglieder eigentlich zu den Akten gelegt sein wollte, ist der aberwitzige Verweis auf das demokratische Grundrecht beim Traditionsverein aus dem Jahr 1887, welches die bewegtesten unter den bewegten Mitgliedern verloren sehen, wenn es (weiterhin) keine Fernwahl gäbe.

Gleich zwei Anträge fordern nun also das HSV-Präsidium mit einer „Operation Wahlküre“ auf, das Unmögliche mögliche zu machen. Immerhin soll nicht bei der MV 2019 über die „Fernwahl“ abgestimmt, sondern ein Auftrag durch die Mitgliedschaft ans Präsidium erteilt werden, über den dann bei der folgenden MV abgestimmt werden soll.

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VI. Anträge von Marko Bodenstein und Joachim Lembke

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Marko Bodenstein
Das Präsidium wird beauftragt eine Satzungsänderung dahingehend vorzubereiten,dass in der nächsten Mitgliederversammlung darüber abgestimmt werden kann, dass zukünftig auch im Rahmen einer Fernwahl (in Form einer Kombination aus Briefwahl und einer Online-Abstimmung) abgestimmt werden darf. Es sollen also bei allen Abstimmungen sowohl die Wahl vor Ort, als auch die Briefwahl und eine Online-Abstimmung möglich sein.

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Begründung
In der Vergangenheit wurden die Wahlen von einer kleinen Anzahl von (aktiven)Mitgliedern vorgenommen. Der HSV zeichnet sich dadurch aus, dass eine Vielzahl der Mitglieder auswärtig wohnen. Es entspricht meinem Verständnis von Demokratie ineinem Verein, dass auch die Mitglieder abstimmen können, die ggfs. verhindert sind (durch Krankheit oder Urlaub) oder weit entfernt wohnen.

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Joachim Lembke
35091 Cölbe/Hessen
Mitglied 3152090

Zur Beratung und Abstimmung auf der MV des HSV am 19. Januar 2019 stelle ich den nachfolgenden Antrag betr.: Stärkung der Beteiligungsrechte der Mitglieder bei Wahlen/Abstimmungen und der Willensbildung des HSV e. V. im digitalen Zeitalter
Die Mitgliederversammlung beauftragt das Präsidium des HSV e. V. einen satzungsrechtlich fundierten Gestaltungsvorschlag für eine verbesserte und barrierefreie Mitbestimmung der Mitglieder des HSV e. V. zu entwickeln und diesender nächsten ordentlichen Mitgliederversammlung zur Diskussion und Abstimmungvorzulegen.

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Begründung
Der Antrag verfolgt das Ziel, allen Mitgliedern des Vereins, jenseits der persönlichenTeilnahme an der MV, eine verfahrenstechnisch sichere Ausübung ihres Stimmrechtsonline oder in Schriftform – jeweils über die Mitgliedsnummer und personalisiert – zuermöglichen und damit die Teilhabe am Vereinsleben zu stärken.
Weitere Argumente zur zeitgemäßen Erweiterung der Beteiligungs- und Mitbestimmungsrechte sowie des Abbaus von Barrieren für Menschen mitBeeinträchtigungen trage ich gern persönlich auf der MV am 19. Januar 2019 vor.

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Quelle: https://www.hsv-ev.de/fileadmin/user_upload/Tagesordnung_Antraege_MV_Jan_2019.pdf

Die beiden Antragsteller – und viele, viele Befürworter der „Fernwahl“ – scheinen dabei selbst gar nicht zu verstehen, dass die Demokratie dabei mit Füßen getreten würde, wenn die knapp 90.000 Mitglieder über die Geschicke des HSV e.V. (!) abstimmen sollen, die natürlich weiterhin – durch die Entsendung des Präsidenten in den Aufsichtsrat der HSV AG – auch massiven Einfluss auf den Profifußball hat – und natürlich geht es ja genau um dieses Prozedere…! Was dem einen recht ist, ist dem anderen billig.

ABER: „Das Demokratie-Attentat“ hätte so viele Nachteile, dass die wenigen Vorteile der vermeintlichen Gleichheit und Gleichberechtigung aller Mitglieder, die zu einem Großteil gar nicht wählen wollen und/oder sich gar nicht für derlei Vereinsmeieren interessieren, mit einem großen Knall zerschlagen würden.

Warum…?

1) Der HSV e.V. ist in erster Linie „nur“ noch ein Breitensportverein mit ca. 7.000 aktiven Mitgliedern, die ganz sicher nicht wollen, dass ein HSV-Fan aus Bayern mit Bierbauch, Schal und pink-farbenen Trikot über Satzungsänderungen & Co. ihrer sportlichen Heimat abstimmt. Wäre es also demokratisch, wenn ein HSV-Fan aus 800 km Entfernung ohne jeden Bezug zum e.V. seinen Daumen heben oder senken kann…?

2) Das höchste Organ des HSV e.V. ist die Mitgliederversammlung. Sollen nun Mitglieder / Fans von außerhalb willkürliche Entscheidungen treffen dürfen, die vor allem die ortsansässigen betreffen – wäre das demokratisch…?! Und das bekanntlich ja auch nur mit dem Hintergrund und dem Hintergedanken, dass man bei den Profis mitbestimmen kann…?!

3) Wer garantierte zudem, dass die nicht anwesenden Mitglieder / Fans überhaupt wissen, worüber und/oder für wen sie abstimmen sollen, wenn sie der Mitgliederversammlung gar nicht beiwohnen…? Wie ginge man mit etwaigen situativen Ereignissen, Zwischenrufen, Kommentaren innerhalb dieses (höchsten) Organs um…?!

4a) Eine Briefwahl wäre fernab jeder Logik und eben gegen jenes demokratisches Verständnis, denn die Wahl müsste ja fallen, ohne die Reden / Stimmungen auf diesen MVs mitzubekommen und auf Entwicklungen zu reagieren. Und deswegen hinkt eben auch der ewige Vergleich zur Bundestagswahl, auf die ja gerne verwiesen wird.

b) Eine elektronische Fernwahl per Mausklick hätte eben solche Nachteile, der Unberechenbarkeit und nicht zuletzt der möglichen Manipulation. Die frühere berechtigte (!) Kritik des „Stimmviehs“ in Richtung der „Supporters“-Fraktion würde nun wie ein Bumerang zurückkommen – ebenso berechtigt.

Dass eine notwendige Video-Liveübertragung der MV im Internet zudem sehr viele Kosten mit sich brächte und eben auch technische Fragen aufwürfe, wo „HSV-Total“ nicht selten schon an der Übertragung der HSV-Spiele scheitert, ist eine Randnotiz. Was wäre nun, wenn die Übertragung für einige Sekunden / Minuten / Stunden unterbrochen wäre…?! Wären die Wahlen / Abstimmungen dann auch noch unter demokratischen Grundsätzen durchführbar…? Wer trüge zudem die Kosten für die Briefwahlunterlagen von 90.000 Mitliedern…? Stünden die (Gesamt-)Kosten einer „Fernwahl“ zudem im Verhältnis zu dem Mehrwert, den der überwältigende Teil der Mitgliedschaft gar nicht möchte…?
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Mit sportlichen Grüßen
WORTSPIELER

 

21 Kommentare

  1. Krischan1887Krischan1887

    Zum Thema Fernwahl:
    Es würde demnach gegen die ademokratie verstoßen, wenn allen Mitgliedern die Chance gegeben wird, an der MV teilzunehmen? Das halte ich für groben Unfug.

    Bei der Fernwahl sollte es darum gehen, dass alle Mitglieder die Chance haben, bei wichtigen Entscheidungen ihre abstimme abzugeben. Wichtige Entscheidungen sind für mich:

    1. Präsidiumswahl
    2. Abstimmungen über Satzungsänderungen

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    1. WORTSPIELERWORTSPIELER (Beitrag Autor)

      der typische wahn einhergehend mit der raute im herzen. geht’s noch ein bißchen größer als hier das wort „demokratie“ zu bemühen…?!

      es geht hier um mitbestimmung, die von demokratischen 86,9% (!) gar nicht mehr gewollt war. und es geht um bequemlichkeit, als „stimmvieh“ – nicht meine undemorkatische wortschöpfung – mit möglichst wenig aufwand, möflichst viel einfluss zu nehmen.

      und noch einmal: ein überwältigender teil der demokratischen ~ 90.000 mitglieder will gar nicht wählen/abstimmen – und wenn würden sie es tun, ohne auch nur im ansatz zu verstehen, worum es geht.

      DAS hat die „HSV Plus“-geschichte ja eindrucksvoll bewiesen, so wie sich im nachhinein demokratische 99% über fehlende „fernwahl“, den unsäglichen beirat und die 33% statt 24,9% anteile aufregen.

      nach deiner auffassung „wichtige entscheidungen“ sind also demokratischer als andere themen…?! hut ab.

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  2. Krischan1887Krischan1887

    DU hast mit der Demokratie angefangen

    Es gab mal einen Antrag auf Fernwahl für eben Satzungsänderungen und Abstimmungen die den kompletten Verein betreffen. Dieser Antrag war sehr gut und so könnte ich mir eben einen Kompromiss vorstellen. Natürlich kann man es auf alle Abstimmungen beziehen. Kein Problem. Dann hat auch jeder die Möglichkeit zu entscheiden, ob er abstimmen will oder eben nicht.

    Bei der Mitbestimmung hast Du recht. Es ging dabei in allererster Linie um die unsäglichen Wahlen für den AR. Was es bewirkt hat ist ja allen bekannt. Die direkte Mitbestimmung auf eben das Tagesgeschäft wurde durch diese Änderungen ja auch minimiert. Und das ist gut so.

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    1. WORTSPIELERWORTSPIELER (Beitrag Autor)

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      DU hast mit der Demokratie angefangen

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      bitte sachlich bleiben. das ist nicht korrekt. ich beziehe mich auf die beiden anträge zur tagesordnung der MV 2019 und dort – wie auch in den diskussionen seit ca. fünf jahren – wird die demokratie infragegestellt…

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      Bei der Mitbestimmung hast Du recht. Es ging dabei in allererster Linie um die unsäglichen Wahlen für den AR. Was es bewirkt hat ist ja allen bekannt.

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      es hat sich kaum etwas verändert. beirat, ehrenrat, aufsichtsrat, präsidium, …! der „elferrat“ wurde nur auf verschiedene gremien aufgeteilt. wenn ich die demokratische kandidaten(will)kür für den beirat und das präsidentenamt als maßstab nehme, haben sich ja nicht einmal die personen geändert. die gleiche „mischpoke“ – nicht meine wortwahl – wie immer…

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      Die direkte Mitbestimmung auf eben das Tagesgeschäft wurde durch diese Änderungen ja auch minimiert. Und das ist gut so.

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      sie wurde maximal verkompliziert und der apparat aufgebläht. warum nun aber der e.v. abermals zur justierung herhalten soll, bleibt zweifelhaft…!
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  3. Krischan1887Krischan1887

    Weitere Ergänzung zur Fernwahl:
    Innerhalb der Initiative war man nicht wirklich unglücklich, dass der Antrag auf Fernwahl für die MV im Mai 2014 nicht durch kam.

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  4. Krischan1887Krischan1887

    Zitat:
    „Die beiden Antragsteller – und viele, viele Befürworter der „Fernwahl“ – scheinen dabei selbst gar nicht zu verstehen, dass die Demokratie dabei mit Füßen getreten würde, wenn die knapp 90.000 Mitglieder über die Geschicke des HSV e.V. (!) abstimmen sollen,“

    Antworten
  5. CalaveraCalavera

    Man sollte zwischen Fans und Mitgliedern unterscheiden. Mir wird zu lapidar mit dem Begriff „Mitglied“ umgegangen. Mitglied eines Vereins zu sein, bedeutet für mich Interesse zu zeigen, sich einzubringen und auch Verantwortung zu übernehmen. Darunter fällt für mich auch die persönliche Anwesenheit auf einer MV. Selbstverständlich wird es immer Fälle geben, in denen Mitglieder aus gesundheitlichen oder privaten Gründen nicht an der MV teilnehmen können, aber gilt das für alle 90 000 HSV-Mitglieder? Sind so die erschreckend niedrigen Zahlen auf den MVs zu erklären?

    Eine Mitgliedschaft in einem Verein bringt bestimmte Privilegien mit sich, aber eben auch Verantwortung und zu einem gewissen Teil Aufopferungsbereitschaft. Man kauft nicht wie an der Supermarktkasse ein Produkt, um es zu nutzen und damit hat sich die Sache.

    Ein kurzer Quervergleich zu einem anderen Verein: wer Mitglied beim FC Barcelona werden möchte, durchläuft erst einmal einen dreijährigen Status der Mitgliedschaft auf Probe. Zunächst erhält man nach einem Antrag eine so genannte „Carnet de Compromís“/ Commitment Card. Mit dieser vorläufigen Mitgliedschaft genießt man allerdings längst nicht alle Rechte. So soll beispielsweise verhindert werden, dass die Mitgliedschaft ausschließlich dafür beantragt wird, um Vorzugsrechte bei Ticketbestellungen zu genießen. Gleiches gilt auch für das Stimmrecht bei Mitgliederversammlungen.

    Darüber hinaus muss jedes Mitglied auf Probe drei Jahre in Folge seine „Carnet de Compromís“/ Commitment Card erneuern und zwar persönlich vor Ort per Unterschrift zwischen dem 1. Juni und 30. Oktober. Erst dann kann ein Antrag auf vollständige Mitgliedschaft gestellt werden und alle Mitgliederrechte können genutzt werden.

    An dieser Stelle komme ich zum Anfang des Posts zurück. Es gibt einen Unterschied zwischen einem Fan und einem Vereinsmitglied und dieser drückt sich nicht lediglich dadurch aus, Summe X auf ein Konto zu überweisen. Sei es wegen bestimmter Vorzugsrechte oder aus sonstigen Gründen. Es ist keine Schande, „nur“ Fan zu sein…

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    1. WORTSPIELERWORTSPIELER (Beitrag Autor)

      richtig. darum geht es (mir) ja. die mitglieder sind eben „nur“ fans. die teilnehmerzahl der MV bei der ausgliederung spielgelte doch deutlich wider, dass max. 10.000 mitglieder überhaupt bereit sind, mitgestalten zu wollen – und da war ja schon eine menge „stimmvieh“ dabei…!

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  6. Krischan1887Krischan1887

    Ich persönlich bin Fan und Mitglied. Seit 2009 beschäftige ich mich auch intensiv mit der „Vereinsmeierei“ beim HSV. Manchmal wünsche ich mir, dass ich damit nicht angefangen wäre…
    Aufgrund meines Wohnsitzes Bremen ist es mit leider oft nicht Möglich an verschiedenen Veranstaltungen teilzunehmen. Sei es der Seniorentreff, die Dienstagsveranstaltungen in der Raute oder auch SC AL Sitzungen. Zu den MVs versuche ich immer hinzugehen. Aber auch das passt leider nicht immer. Natürlich ist mir bewusst, dass bei einer Wahl per online Voting es schwierig wird. Aber da muss man in meinen Augen einfach Demokrat genug sein und an das Verantwortungsbewusstsein der Mitglieder glauben. Wer kein Interesse hat, wird sich die MV auch nicht online im Stream ansehen. Bei den MVs entscheide ich von Abstimmung zu Abstimmmung, ob ich meine Stimme abgebe. Eben ob ich überhaupt das „Recht“ habe, mich mit meiner Stimme einzumischen.
    Verschiedene Mitgliedsarten könnte ich mir da ganz gut vorstellen. Man muss beim HSV sich ja zB für bestimmte Abteilungen entscheiden. Wenn ich mich zB für die Abteilung Golf entscheide, kann ich nicht beimWahlen im SC teilnehmen. Von daher gibt es schon eine Abgrenzung. In der Regel sind die Wahlen auf der MV ja auch für dem Gesamtverein von Bedeutung.

    Vielleicht könnte man die Mitgliedschaft aufteilen in Mitgliedschaft ohne und mit Stimmrecht. Denke, da würde man schon deutlich reduzieren und von 90.000 auf vielleicht 20-40.000 kommen.

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  7. AvatarBenno Hafas

    Der Wortspieler ist ein Fan des
    1.FC Kaiserslautern, der mit dem HSV nichts am Hut hat, außer das was den Verein angeht negativ darzustellen. Im übrigen wird der Vorstand beauftragt, einen Vorschlag zu unterbreiten über den diskutiert und abgestimmt wird.
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    Was mich besonders an dem Beitrag entsetzt hat ist die Headline.
    Wie kann man das Attentat vom 20. Juli von 1944 auf Adolf Hitler im Zusammenhang mit einer Mitgliederversammlung eines Sportvereins bringen.
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    Adieu HeLuecht.

    Antworten
    1. WORTSPIELERWORTSPIELER (Beitrag Autor)

      #schnappatmung

      erkläre der leserschaft und mitgliedschaft des HSV doch lieber nochmal – am besten vor der nächsten satzungsänderung – die wahre bedeutung deines nicks und deines profilbildes, bevor du dich über mein wortspiel echauffierst…!

      btw: stauffenberg hat bei mir retrospektiv durchaus sympathien erweckt. das ging und geht zweifelsfrei nicht jedem so…
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      Im übrigen wird der Vorstand beauftragt, einen Vorschlag zu unterbreiten über den diskutiert und abgestimmt wird.

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      selbst inhaltlich hapert es bei dir: über die anträg von bodenstein lembke, ob der vorstand von der mitgliederversammlung beauftragt wird, muss erst abgestimmt werden. naja, der neu-gewählte präsident wird hier sicher sogleich eine empfehlung abgeben…
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      Antworten
    2. HeLuechtHeLuecht

      Tja,

      wenn man sofort immer mit dem Adieu bei der Hand ist, wenn einem etwas nicht passt, dann sei es drum.

      Für mich gehört es zur Meinungsfreiheit dazu, auch regelmäßig unbequeme Dinge aushalten zu können. Und ein Recht auf eine Meinung hat auch ein Fan des 1. FC Kaiserslautern.

      Es geht hier ja nicht um inhaltliche, sondern um persönliche Dinge, inzwischen wie es scheint gar mit Sippenhaft verbunden.

      Man mag über Stilmittel streiten, darüber, ob es sinnig und vor allem demokratisch ist, 80.000 Proforma-Mitglieder über den Verein abstimmen zu lassen sollte ein vernünftiger Meinungsaustausch schon möglich sein. Ist er letztlöich dann ja auch, wie das Beispiel Krischan beweist.

      Dir und Deinen Lieben, trotzdem frohe und gesegnete Festtage.

      Antworten
  8. AvatarDinoRaute1887

    Für „nichts am Hut“ beschäftigt sich der Wortspieler aber ganz schön ausführlich und informativ mit dem HSV, oder? Seine Meinung und Expertise wird eben nicht immer geschätzt. Sie ist eben nicht massenkompatibel, dass ist aber genau seine Qualität, wenngleich man nicht zwingend immer einer Meinung sein muß. Mir gefällt’s!

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  9. Avatarky

    „Wortspieler“ hat aber definitiv zu viel Tagesfreizeit, wenn er hier jeden Kommentar zu seinem Beitrag gleich erneut kommentiert resp. teilweise diskreditiert.

    Legendär an dieser Stelle sei nochmals an die Aussage von Manfred Ertel, „richtige HSV-Mitglieder würden in Hamburg wohnen“ und „damit sei eine Fernwahl nicht nötig.“

    Das Barcelona-Beispiel weiter oben finde ich ganz gut, aber 3mal persönlich in folgenden Jahren zur Unterschrift zu erscheinen, wohl auch sehr aufwendig…

    Selbst bin ich seit Ende der 90er auf den meisten MV’s gewesen, und das Gros der Redebeiträge dort ist ziemlich mau bzw. sehr demagogisch. Die Beteiligung ist auch zumeist unterirdisch, angesichts von über 7.000 aktiven Mitgliedern. Leider hat sich gerade die Abteilung SC (mit über 60.000 Mitgliedern) zumeist deutlich gegen eine professionelle Struktur gesperrt, um ihre Eigeninteressen (Shops, Auswärtsfahrten, etc.) zu schützen.

    Diese Abteilung SC, die wir der Präsidentschaft von Herrn Hunke zu „verdanken“ haben, ist und bleibt das wahre Übel. Ich bin aktives Mitglied im HSV, und ich würde es gern sehen, wenn den „Mitgliedern“, die nur am Kartenvorverkauf interessiert sind, lediglich eine passive Mitgliedschaft zugestanden wird (eine ohne Stimmrecht). just my 2 cents…

    Antworten
    1. WORTSPIELERWORTSPIELER (Beitrag Autor)

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      „Wortspieler“ hat aber definitiv zu viel Tagesfreizeit, wenn er hier jeden Kommentar zu seinem Beitrag gleich erneut kommentiert resp. teilweise diskreditiert.

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      so funktioniert ein blog und die entsprechende kommunikation mit den lesern…!

      btw: mir geht es gar nicht um die „fernwahl“, denn die ist mir scheißegal, sondern es geht um die angeblichen argumente, die dafür sprechen und die widersprüchlichkeit zum thema „stimmvieh“ respektive der angeblich nicht mehr gewollten „mitbestimmung“…!

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  10. AvatarThomasToll

    Eine Fernwahl öffnet dem Schwachsinn die Türen, während andere meinen es ginge um so etwas banales wie Demokratie. Wer bei diesem Antrag über Demokratie diskutiert, hat eigentlich nichts begriffen, wobei das eine deutsche Krankheit ist nach solchen Inhalten zu suchen, wenn mal irgendwas nicht so ‚gleich‘ ist, wie man es sich in seiner subjektiven Wahrnehmung vorstellt.
    Ich würde mal zuerst über die Folgen nachdenken, sollte dieser schwachsinnige Antrag tatsächlich durchkommen.

    Antworten
    1. Krischan1887Krischan1887

      Was passiert, wenn Hunke, Ertel & Co ihre Gefolgschaften mobilisieren haben wir in den vergangenen Jahren des Öfteren erleben müssen. Oder letztes Jahr: da würde Mitglieder aufgefordert zur Mv zu kommen um für Meier zu stimmen. Und da hört man denn OTöne von den Mobilisierten wie: Warum sind wir eigentlich hier? Warum eigentlich müssen wir Meier wählen? Ich wäre lieber woanders hingegangen… Ja, das ist natürlich die bessere Demokratie…

      Antworten
  11. AvatarThomasToll

    Was passiert, wenn die Jünger Hoffmanns aktiv werden, haben wir ebenso gesehen. Der Verein ist mausetot, ruiniert. Such dir also Cholera oder Pest aus. HSV+ hat den HSV erledigt, mit Beiersdorfer wurde ein Praktikant zum Chef erhoben. Soviel zur Demokratie, es kommt immer irgendwas dabei raus, was nicht passt. Trotzdem muss man ja nicht bei der nächsten Wahl die Call-Center Chinas zur Entscheidung bitten. Dank dieser Satzung geht das alles prima, da das Amt ja ad absurdum geführt wurde und durch einen dubiosen und unseriösen Beirat auch noch vorsortiert wird.

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  12. Avatarder Coach

    Hm, ich verstehe es nicht. Wenn man aufruft Meier zu wählen dann ist das schlecht aber wenn man für Hoffmann oder Jansen oder HSV+ wirbt ist das gut?

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    1. WORTSPIELERWORTSPIELER (Beitrag Autor)
  13. GVGV

    Sehr interessant !

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