Perspektiven (Wochenrückblick 05/2019)

HSV-Anleihe und das Spiel in Bielefeld sind bereits in den beiden gestrigen Blogs hinreichend behandelt worden. Die Perspektive bleibt auch nach dem heutigen Spieltag unverändert, zumal das Spiel des 1. FC Köln in Aue abgesagt wurde. Der Hamburger SV grüßt nach wie vor von der Tabellenspitze und fiebert nun dem Pokalachtelfinale gegen den 1. FC Nürnberg entgegen, den Hannes Wolf immerhin auf Augenhöhe sieht, wobei nicht ganz klar ist, ob sich die Franken da freundlicherweise niedergekniet haben oder der HSV Coach von der Streckbank grüßt. Alles eine Frage der Perspektive eben.

Ein Sieg wäre immens wichtig. Ein Sieg würde neben den Einnahmen aus dem Spiel selber immerhin knapp 1,4 Millionen in die maroden Kassen spülen, also fast ein angebotenes Jahresgehalt für den in Bielefeld schmerzlich vermissten Pierre-Michel Lasogga, dessen Einsatz auch am Dienstag fraglich ist.

Die Froschperspektive wurde allenthalben den Kielern zu Saisonbeginn auf den Kopf zugesagt, aber die Störche haben sich da nicht zu einem Rollentausch mit ihrer Gelegenheitsbeute hinreißen lassen und sich wieder einmal in der Spitzengruppe festgesetzt. Nach dem heutigen 2:0 gegen Jahn Regensburg in Schlagdistanz zu den Aufstiegsplätzen. Hut ab. Den Tabellenplatz streitig machen möchte den Kielern natürlich der FC St. Pauli, dessen Trainer Kauczinski sich nach wie vor ziemlich erbost über den Auftritt bei den Darmstädter Lilien zeigt und auf Wiedergutmachung pocht. Dabei weiß er, dass das kein leichtes Unterfangen wird. Union hat die letzten 18 Spiele nicht mehr verloren. Lediglich eine Niederlage verzeichneten die Berliner gegen Aue, direkt zum Saisonauftakt. Für St. PAuli die Wochen der Wahrheit. Nach Berlin steht Köln an. 6 Punkte aus den ersten 3 Partien wären wohl notwendig, um oben dran bleiben zu können und sich (weiter) ernsthafte Ambitionen auf einen Aufstiegsplatz machen zu können. Die kommenden Wochen werden zeigen, wie gefestigt das Team vom Millerntor ist und ob die Verletzungen von Veermann und Ziereis aus den eigenen Reihen oder durch die Neuzugänge Meier und Hoogma kompensiert werden können. Was passiert nach 3 Auftaktniederlagen zu Jahresbeginn? Bleibt man an de Kollaustrasse dann ähnlich cool, wie in der Hinrunde, wobei, da stand der Trainer ja durchaus zur Disposition und nutze letztlich seine Gnadenfrist mit einem glücklichen 1:0 gegen Ingolstadt nach zuvor 4 sieglosen Pflichtspielen.

Apropos Neuzugänge, das Wintertransferfenster in Deutschland schloss in dieser Woche und so richtig viel und spektakuläres war in Hamburg und Umgebeung da nicht mehr los.

Kaderperspektiven

Um der Chronistenpflicht Genüge zu tun, an dieser Stelle ein kurzer Überblick und eine kleine Einordnung der Transfers der 3 norddeutschen Vereine der 2. Liga

Die Störche verzeichnen in diesem Winter 4 Ab- und 4 Zugänge. Auch unter Fabian Wohlgemuth geht man konsequent den Weg weiter junge Spieler zunächst zu leihen. Dabei reegiert man zum einen unmittelbar mit der Verpflichtung von Lászlo Bénes auf die Verletzung von Daniel Kinsombi. Auch die Verpflichtung des defensiven Mittelfeldspielers Patrick Kammerbauer vom SC Freiburg darf in diesem Kontext und als Sofortverstärkung verstanden werden. Beide kamen heute bereits gegen Jahn Regensburg zu ihrem Einsatz. Mit Franck Evina und Yann Aurel Bissek hat man zudem je einen Perspektivspieler für den Angriff und die Abwehr bis 2020 ausgeliehen.

Kiel fährt unter Wolfgang Schwenke weiterhin einen wirtschaftlich überaus vernünftigen Kurs. Man ist sich an der Förde bewusst, dass man sich mit kleienen Schritten etablieren und auch mit Rückschlägen rechnen muss. Rückschläge, die den Klub, dann aber nicht in den Ruin treiben dürfen.

Zugänge:
Name Pos. (Alter) abg. Verein Bemerkungen
1 Bénes, Lászlo ZM (21) Bor. M’Gladbach Leihe 06/19
2 Bissek, Yann Aurel IV (18) 1. FC Köln Leihe 06/20
3 Evina, Franck LA (18) Bayern München II Leihe 06/20
4 Kammerbauer, Patrick DM (21) SC Freiburg Leihe 06/20

 

Abgänge:
Name Pos/Alter aufn. Verein Bemerkungen
1 Girth, Benjamin MS (26) VfL Osnabrück Leihe 06/19
2 Hermann, Patrick RV (30) Darmstadt 98 06/20
3 Lewerenz, Steven LA (27) 1. FC Magdeburg 06/19
4 Peitz, Dominik DM (34) FSV Mainz 05 II 06/20

Gegangen sind ältere Spieler, deren Zenit bereits überschritten ist und die mangelnde Einsatzzeiten beklagten. Zumindest Benjamin Girth hat der Ortswechsel an die Bremer Brücke schon mal gut getan. Sehr zur Freude des VfL Osnabrück spielt und trifft er dort. Gestern bei 1860 gleich doppelt zum 2:1 Sieg.


Beim FC St. Pauli laufen die Transfers auch in aller Ruhe und ohne Brimborium von außen ab. Mit Alex Meier, dem Fußballgott, wurde ja frühzeitig ein Ersatz für Henk Veermann gefunden und unter großem Medien- und Faninteresse präsentiert. Nun hat Uwe Stüver auch auf die Verletzung von Innenverteidiger Ziereis adäquat reagiert und mit Justin Hoogma einen jungen Innenverteidiger von der TSG Hoffenheim verpflichtet, der sicherlich aus dem Stand auf einem ähnlichen, wenn nicht höheren Level ist, als das Eigengewächs Florian Carstens. Auch hier wie im Falle von Meier eine Leihe bis Saisonende.

Verträge mit längerer Laufzeit gab es hingegen für Rechtsverteidiger Bednarczyk von Bayer 04 Leverkusen, der sich zunächst über die U23 der Boys in Brown empfehlen soll. Darüberhinaus hat man auf den zwischenzeitlichen Abgang von Cenk Sahin reagiert und die ohnehin geplante Verpflichtung des amerikanischen Stürmers Kevin Lankford vorgezogen. Lankford dürfte sich allerdings aufgrund der herrschenden Konkurrenz dennoch zunächst hinten anstellen müssen, aber er zeigt deutlich die Perspektive auf, die man beim FC St. Pauli auch künftig gehen will. Junge, entwicklungsfähige Spieler, die charakterlich passen und sich mit den Werten des Vereins identifizieren.

Zugänge:
Name Pos. (Alter) abg. Verein Bemerkungen
1 Bednarczyk, Jakub RV (20) Bayer Leverkusen 06/21
2 Hoogma, Justin IV (20) TSG Hoffenheim Leihe 06/19
3 Lankford, Kevin RA (20) 1. FC Heidenheim 06/22
4 Meier, Alex HS (36) vereinslos 06/19
Abgänge:
Name Pos/Alter aufn. Verein Bemerkungen
1 Nehrig, Bernd DM (32) Eintr. Braunschweig 06/21
2 Sahin, Cenk RA (24) FC Ingolstadt Leihe 06/19
3 Schoppenhauer, Clemens IV (26) VfR Aalen 06/20

Cenk Sahin, in dieser Winterpause zu transferieren ist sicher auch ein weiser Entschluss, bevor der junge Türke seine Unzufriedenheit weiter ins Team trägt und für schlechte Stimmung sorgt, ist es besser, ihn zunächst bis Saisonende auszuleihen. Mit Clemens Schoppenhauer verließ den Verein ein weiterer Spieler, der wohl kaum auf ausreichende Einsatzzeiten gekommen wäre. Trotz der Verletzung von Ziereis. Und letztlich ging der Kapitän von Bord. Das war erwartet und bleibt dennoch irgendwie schade. In Braunschweig wartet nun aber eine neue Herausforderung auf Bernd Nehrig. Er soll das neugeformte Team aus dem Tabellenkeller der 3. Liga befreien. Ein erster Anfang wurde bereits beim 2:0 Sieg gegen Rostock gemacht. Morgen in Zwickau wartet die nächste Gelegenheit.


Tja und beim Hamburger SV war es ruhig wie selten jemals zuvor an der Transferfront. Das kam natürlich wenig überraschend, sah man sich doch einerseits gut aufgestellt und verzeichnete mit dem Rückkehrer Gideon Jung ja quasi bereits einen wichtigen Neuzugang, einen Führungsspieler, an dem sich die jungen NAchwuchsspieler aufrichten können und andererseits ist ja auch gar kein Geld für Verstärkungen vorhanden.

Umso überraschender war dann doch die Verpflichtung des 20jährigen Berkay Öczan vom VfB Stuttgart, der beim HSV einen Vertrag bis 2023 erhält. Die Modalitäten sind – na sagen wir mal – ein wenig wirr. Leihe bis Saisonende mit verpflichtender Kaufoption für 1,5 Millionen für den Fall dass der HSV den Aufstieg verpasst und 3 Millionen im Aufstiegsfalle, zahlbar in Raten natürlich. Wie auch sonst. Özcan hätte den VfB allerdings für eine festgeschriebene Ablöse von 1,2 Millionen am Saisonende verlassen können. Eine Auststiegsklausel (weniger als 500 Einsatzminuten) hätte dies ermöglicht. Ob Özcan die Differenz von 1,8 Millionen für einen klammen Klub wie den HSV Wert ist, wird die Rückrunde zeigen.

Zugänge:
Name Pos. (Alter) abg. Verein Bemerkungen
1 Özcan, Berkay RV (20) VfB Stuttgart 06/23
Abgänge:
Name Pos/Alter aufn. Verein Bemerkungen
1 Moritz, Christoph ZM (29) Darmstadt 98 Leihe 06/19
2 Steinmann, Matti DM (24) Vendsyssel FF Leihe 06/19

Und auf den letzten Drücker gab es dann auch noch zwei Abgänge, wobei mich der von Christoph Moritz schon ein wenig überraschte. Der ‚Titz Buddy‘ spielte zwar keine wirkliche Rolle, schon unter Titz nicht und noch weniger unter Wolf. Irgendwie schien er nie richtig angekommen in Hamburg, obwohl im Team durchaus gut integriert und besonders bei den Youngsters geschätzt. Ich hätte Moritz durchaus als erfahrenen Backup für eine anstrengenede Rückserie behalten, aber man hat seinem Wunsch nach mehr Spielpraxis entsprochen und ihn zu Dirk Schuster zu den Lilien ziehen lassen, für die er dann auch gestern gleich den 2:0 Siegtreffer markierte.

Einen verständlicherweise unzufriedenen, wenn nicht gar frustrierten Matti Steinmann zog es nach Dänemark, in die 1. Liga. Steinmann sollte einen Profivertrag erhalten, spielte anfangs eine elementare Rolle unter Titz, wurde dann aber schnell von den Gegnern auch als Schwachstelle erkannt. Unter Wolf hatte er dann keine wirkliche Chance mehr. Orel Mangala ist gesetzt und danach? Janjicic, Moritz, im Zweifel gar Sakai auf der 6. Kein Platz mehr für Steinmann, der ja zunächst eh nur wieder zurückgekommen war um dem Nachwuchs beim Start in den Männerfußball unter die Arme zu greifen. Dann hat er aber noch einmal Blut geleckt und nun will er es noch mal wissen. Ich denke es wird am Ende ähnlich ausgehen. wie bei den Leihen nach Chemnitz und dem Engagement bei Mainz II. Gerne würde ich mich täuschen: Auch 3. Liga muss man erst einmal schaffen. Auch das ist – je nach Perspektive – ein Erfolg. Viel Glück Matti!

Nachwuchsperspektiven

Ein kurzer Blick auch noch zu jenen, die sich Hoffnungen machen oder Hoffnungen machten. Die U21 wimmelt ja so von Perspektivspielern. Viele unter Titz in den Bundesligakader hochgezogen, was als Riesenerfolg der vereinseigenen Jugendarbeit gefeiert wurde, ohne jemals eine ernsthafte Perspektive auf Einsätze oder eine Profikarriere in der 1. Liga zu haben, sind inzwischen wieder in der Zwoten gelandet, mit der Perspektive den Verein zum Saisonende verlassen zu dürfen. Kwarteng, Ferati aber auch die extra mit Profiverträgen ausgestatteten Behounek, Stark, Köhlert unter ihnen. Inzwischen degradiert und chancenlos. Geblieben sind Vagnoman und Arp, okay, wenn man so will noch Ito, aber der ist in dem Sinne kein Eigengewächs. Gut, 3 Spieler also, die auf einige Einsatzzeiten in der 2. Liga verweisen können. Ambrosius verletzt, Pfeiffer durfte mal als Lückenbußer ran, Knost spielt keine Rolle mehr.

In dieser Gemengelage mit den extra verpflichteten Dresdnern, einem nachrückenden Julian Ulbricht, einem unzufriedenen Jakob Golz, der keine Einsätze bekommt, in dieser Gemengelage schien es Trainer Weiß gelungen zu sein, die Truppe wieder auf Vordermann zu bringen, was angesichts der Tabellensituation in der Regionalliga Nord auch dringend notwendig erscheint. Die ersten Testspiele waren ergebnistechnisch recht vielversprechend: 4:1 gegen Holstein Kiel II und ein zweistelliges 11:0 gegen den Hamburger Oberligisten NTSV. Der erste richtige Prüfstein kam dann allerdings mit der Zweitvertretung der Hertha an den Campus und da setzte es die erwartete Niederlage. Bereits nach einer guten Viertelstunde war das Spiel so gut wie gelaufen, man lag mit 0:2 zurück, später mit 0:3 ehe Pfeiffer in der 72. Minute noch ein wenig Ergebniskosmetik betreiben konnte. Bleibt zu hoffen, dass die Rinde ordentlich und im Sinne des Klassenerhaltes zuende gespielt wird. Wie die Perspektiven danach sind? Wer weiß das schon. Den momentanen Kahlschlägen im Nachwuchsbereich zu schließen, käme eine Einstampfung der U21 nicht überraschend zumal man jetzt nicht gerade sagen kann, dass massenweise hochkarätige Talente aus der U19 oder der U17 nachdrängen würden.

Die Perspektive ist alles in allem doch recht düster. Die Topplatzierungen der letzten Saison relativieren sich bereits. Nach dem zugegeben letztlich glücklich in der Nachspielzeit erzielten Siegtreffer im A-Jugend Derby für den FC St. Pauli, der damit beide Spiele in dieser Sasion für sich entscheiden konnte, grüßen die Kiezkicker mit 11 Punkten Vorsprung und blicken von der Tabellenspitze hinab zu den Rothöschen. Bei St. Pauli redet in dem Zusammenhang übrigens niemand von einer tollen Nachwuchsarbeit. Man redet dort von einem außergewöhnlichen Jahrgang und davon, dass man derartige Erfolge in den nächsten Jahren nicht erwarten dürfe. Der HSV hat den erfolgreichen Jahrgang des letzten Jahres als Produkt seiner tollen Arbeit verkaufen wollen.

eine schräge Perspektive zum Abschluß

oder sollte es besser heißen die Perspektive eines schrägen Vogels?

MOPO-Sportchef Matthias Linnenbrügger meinte „Der HSV ist zu groß für diese kleine Liga!“ und kommentierte über Überlegenheit und Langeweile.

Der große HSV im Kopfe des großen MOPO-Sportchefs, da muss perspektivisch großes herauskommen. Hat geklappt: Großer Scheiß!

So, das aus meiner Perspektive.

Euch eine schöne Woche, macht was draus, aber werdet nicht größenwahnsinnig.

4 Kommentare

  1. AvatarManfred

    Die Lage der U19 sollte man etwas differenzierter darstellen. Auch hier hat man wieder eine starke Mannschaft mit vielen guten Spielern mit Profiperspektive insbesondere bei den Jungjahrgängen.

    Problem ist, dass drei Topspieler des 2000er Jahrgangs nämlich Arp, Vagnoman und David gar nicht mehr für die U19 auflaufen ( David bisher 1x) und bereits für die Profis bzw U21 spielen.

    Kein anderer Verein der Bundesliga Nord praktiziert dies so, bzw hat die Spieler dafür.

    Hinzu kommt, dass die Mannschaft großes Verletzungspech hat und eigentlich nie in bester Aufstellung spielen kann. Hier holt die Verantwortlichen dann vielleicht ein, die Mannschaft ohne jeglichen Spieler von außen verstärkt zu haben ( weil ein starker U17 Kader hochkam aber vielleicht auch aus Kostengründen?)und man offensiv etwas dünn besetzt ist. Nicht das erste Mal saß am WE kein (!)einziger Offensivspieler auf der Bank, Trainer Petrowsky sind schon ein wenig die Hände gebunden.

    So ist es schwer und viele enge Spiele wurden verloren, gestern zB hatte der HSV die besseren Chancen aber der Lucky Punch gelingt abermals dem Gegner.

    Kann alles passieren, aber dass die Jugendarbeit U17-U19 schwächer wird kann man so nicht sagen. Die Prioritäten haben sich etwas verschoben und es stehen nicht mehr alle Resourcen zur Verfügung wie es noch letzte Saison mit Ausnahme Arp der Fall war.

    Sollte man von den 2001er nicht ein paar Spieler in die U21 schicken, wird man nächstes Jahr sicherlich wieder ganz oben mitmischen.

    Antworten
    1. WORTSPIELERWORTSPIELER

      ich stelle mal differenziert fest, dass es ausgerechnet das jarphunderttalent war, dass das elend in der letzten saison bei der U19 finalisierte – nur ohne finale…

      dass die kader beim nachwuchs (inkl. U21) so dünn besetzt sind, hat selbstverständlich wirtschaftliche gründe, aber vor allem sind sie fatale resultat des aktionistischen Hochzeiten von einem dutzend jugendspielern, die keine profiqualitäten hatten und haben. und das vor allem in der hoffnung, einen durchstarter gewinnbringend veräußern zu können. das hat aber nicht mal mit JFA geklappt. schade, dass man den „juwelier“ nicht mehr mit den ganzen defiziten konfrontieren kann/wird. die fluktuation im nachwuchsbereich und die aktuelle stimmung sprechen bände. #verbrannteerde

      Antworten
    2. HeLuechtHeLuecht (Beitrag Autor)

      Moin Manfred,

      natürlich kann und muss man die Situation beim Nachwuchs differenzirter und ausführlicher als im Wochenrückblick geschehen betrachten. Und sicher gibt es verschiedene Erklärungsansätze, warum die U19 inzwischen wieder in den bekannten Gefilden unterwegs ist.

      Mir ging es in erster Linie eben auch darum aufzuzeigen, dass die Topplatzierung aus der vergangenen Saison eben nicht direkt einer ausgezeichneten Jugendarbeit zuzuordnen ist. (siehe auch: http://heluecht.stupid-and-slow.de/platzierungen-der-nachwuchsteams-erfolgsnachweis-fuer-bernhard-peters/ )

      Interessant wäre mal zu erfahren, wen du denn im 2001er Jahrgang für so stark hältst, dass er den Sprung zu den Profis ganz sicher schaffen könnte. Ich sehe da offengestanden momentan niemanden, auch einen Lenny Borges nicht wirklich.

      Und bezüglich der Prioritäten… wohin haben sie sich denn verschoben? Wie sind sie gesetzt? Welchem Plan folgen sie? Das war in der Vergangenheit schon schwer erkennbar.

      P.S. Auf die Schnelle:
      HSV U19: 10 x 2000er 15 x 2001er,
      FCSP U19: 16 x 2000er 10 x 2001er,
      RB U19: 8 x 2000er 19 x 2001er,
      WOB U19: 8 x 2000er 18 x 2001er
      SVW U19: 9 x 2000er 13 x 2001er 1 x 2002er,
      H96 U19: 16 x 2000er 11 x 2001er

      Antworten
  2. AvatarManfred

    Ich sprach von Profiperspektive, nicht davon dass es ein oder mehrere Spieler sicher schaffen werden.
    Ich denke Fabisch, Borges und evtl Alidou hätten das Zeug für die Profis. „Ganz sicher schaffen“, davon kann man sicher nicht sprechen.

    Borges halte ich vom Fussballerischen in Kombination mit dem Tempo für vielleicht den besten Spieler der letzten Jahre. Ihm fehlt allerdings doch die Härte und mitunter die Konsequenz im Spiel und er hält sich meiner Meinung nach zu oft im Spiel zurück. Mit den Fähigkeiten musst du jedem Spiel den Stempel aufdrücken wollen.
    Ich hoffe das wird noch…

    Die Präsenz, die Borges mitunter fehlt hat Jonah Fabisch, und dies nicht nur aufgrund der Haarpracht. Beidfüssig, gute Übersicht, viel Ausdauer. Einer der voran geht und auch torgefährlich ist. Wenn er körperlich noch zulegt, traue ich ihm was zu. Ist jetzt langsam wieder fit und nach Kurzeinsatz gg Pauli wird er wohl gegen Wolfsburg wieder anfangen.

    Alidou scheint momentan ganz raus zu sein, vermeintlich aufgrund disziplinarischer Gründe. Allein aufgrund solcher Umstände steht eine Profiperspektive sicherlich in den Sternen. Wäre aber einer, der viel Potential und vor allem Speed mitbringt.

    Mit Prioritäten verschoben meine ich, dass ich nicht das Gefühl habe, man setzt momentan alles daran, dass der Bereich U17-U21 maximal erfolgreich ist. Es geht momentan eher darum die Kaderplätze der Profis vollzubekommen und in den Nachwuchs sowie Umfeld so wenig wie möglich zu investieren. (Hoffmann Agenda?)

    Schade.

    Dennoch kommen da wieder gute Jahrgänge nach und solange wir zumindest die guten U Spieler halten können, ist schon einmal eine Grundvoraussetzung geschaffen.

    P.SWir sind auf jeden Fall weiter als Hannover 96, die sich Jahr für Jahr 7-8 externe Spieler aus der ganzen Welt für die U19 einkaufen müssen um mit der Mannschaft eine gute Rolle zu spielen. Von RB nicht zu sprechen…

    Antworten

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.