Perspektivwechsel – Wenn Kinder einem die Augen öffnen!

perspektivwechsel

Da sitze ich nun hier und weiß nicht recht womit ich anfangen soll. Es gäbe und gibt wieder einmal soviel über den HSV zu schreiben und zu sagen. Langweilig wird es nie.

Ob es die Lasogga Leihe nach Leeds ist, die obwohl bereits über die offiziellen social media Kanäle des Hamburger SV verkündet zu einer Hängepartie geworden ist, von der heute zwischenzeitlich berichtet wurde, dass der HSV sie vermasselt hat bevor Jurek Rohrberg von sky dann wieder zurückrudern und zugeben musste, dass der ‘Fehler’ auf Seiten der Engländer lag.

Ob es die Wutmail von Klaus-Michael Kühne an Trainer Markus Gisdol sowie dessen Antwort mit der ‘Forderung’ nach Verstärkungen auf 3 Positionen ist, wo sich die Frage stellt, wie gelangen derrtige Informationen eigentlich an die Bild und damit an die Öffentlichkeit. Sitzt da nach wie vor ein Maulwurf beim HSV, der die Mails kopiert? Schreibt Herr Kühne Herrn Gisdol über dessen Mailaccount bei hsv.de an?

All das interessiert mich heute irgendwie nicht, denn in mir hallt der Besuch von HSV-Anhängern aus dem Breisgau nach, mit dem ich vorgestern das Vergnügen hatte, den HSV mal aus einem ganz anderen Blickwinkel zu betrachten. Eisschleckende Kinder auf der Jagd nach Autogrammen und Fotos mit den wenigen verbliebenen HSV-Profis während der Länderspielpause.

HSV einmal ganz entspannt

HSV einmal ganz entspannt

Ich muss zugeben, dass ich das Ganze für mich noch gar nicht richtig sortiert bekomme. Es ist und bleibt diffus, aber es ist plötzlich eine andere Perspektive. Plötzlich wird eben nicht geschaut ob ein Dennis Diekmeier Bälle abtrocknet, sondern wie er sich gegenüber den Fans und hier speziell gegenüber den Kids präsentiert. Klar, da taucht dann auf Knopfdruck das “Cheese-Lächeln” bei den kameraerprobten Diekmeiers und Holtbys auf und bei einem Ito, der zu einem gemeinsamen Foto mit zwei kleinen Kindern aufgefordert wird, bekommen die Ohren plötzlich Besuch. “Ich, bin wirklich ich gemeint?”.

Es menschelt und es ist gut, das mal wieder hautnah zu erleben, egal wieviel die Spieler verdienen oder nicht, egal ob das alles nur noch Showgeschäft ist. Man kann erkennen, wer das aus Überzeugung tut oder nur, weil er sich dazu verpflichtet fühlt.

Und nicht nur für Kinder ist es ein Erlebnis im Stadioninneren, vor dem Shop und in der Raute ganz selbstverständlich und nahbar mit einem Moin begrüßt zu werden. Nicht nur von den Spielern der Zwoten, die sich nach ihrem Training zum gemeinsamen Mittagessen (bei dem auch Bernhard Peters zugegen war) in der Raute einfanden.

Nun, ich will das nicht zerreden, auch gar nicht weiter versuchen zu erklären. Es ist und bleibt – so irrational das klingen mag – ein positives HSV Erlebnis und dafür geht an dieser Stelle ein ganz herzlicher Dank ins Breisgau.

Positiv zu bewerten ganz sicher auch das gestrige Testspiel und der 7:0 Sieg bei Strand 08. Nicht dss das Spiel ein ernstzunehmender Gradmesser war, aber der Hamburger SV präsentierte sich mit seiner U19 Innenverteidigung bestehend aus Tobias Knost und Patric Pfeiffer, den U21 Akteuren Knöll sowie später Stark, Ito und Kwarteng (für ein Testspiel) ungewöhnlich präsent, aktiv und willig. Vier der sieben Tore gingen alleine auf die Kappe von Törles Knöll, der endlich auch einer breiteren Öffentlichkeit einmal zeigen konnte, dass er weiß wo das Tor steht und weiß, wo er zu stehen hat, um die Tore dann auch zu machen. Allerdings sollte man diese Treffer auch nicht überbewerten, denn von einem Regionalliga-Torjäger, darf man – mit Unterstützung von Bundesligaprofis – durchaus erwarten, dass er gegen einen Oberligisten aus Schleswig-Holstein trifft.

Es wäre interessant, Knöll einmal gegen einen stärkeren Testspielgegner zu erleben, wie beispielsweise gegen Holstein Kiel. In dem für heute in Kiel anberaumten Testkick gegen die Störche dürfte Knöll aber wohl wegen des gestrigen 90 Minuten Einsatzes fehlen.

So, ich bleibe jetzt einfach in punkto HSV mal ganz entspannt, so wie die Jungs beim Autogramme schreiben und heute in Kleinstbesetzung mit Pollersbeck, Jatta, Santos, Wallace, Jung, Hahn, Diekmeier und Holtby. Der Zustand dürfte eh nicht allzulange anhalten.

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