Steffen Weiß, der neue HSV U21 Trainer

„Steffen Weiß.“ “Steffen Weiß? Wer ist Steffen Weiß?“ “ Weiß ich nicht!“

Diese Antwort dürften die meisten von uns gegeben haben und immer noch geben.

„Der neue U21 Trainer“ wäre eine spontane Antwort sogenannter Insider gewesen, die auch nicht wirklich weiter brächte.

Wer ist er also, der Neue, der die U21 für die restlichen 14 Spiele der Regionalliga Saison federführend (nebst einem noch zu benennenden Gespann) trainieren und sie möglichst zu der angestrebten Staffelmeisterschaften führen soll?

Weiß ist mit seinen 29 Jahren ein relativ unbeschriebenes Blatt. Als Spieler für den SV Bad Fallingbostel und Germania Walsrode tätig.

Seine Trainerlaufbahn begann er 2011 mit 22 Jahren ebenda, bevor er ein Jahr später in die Jugend des FC Verden wechselte. Wiederum ein Jahr weiter 2013/14 zog es ihn weiter zum Absteiger SV Essens, mit dem er direkt wieder in die Bezirksliga Aufstieg und in der Folgesaison diese sicherte.

Von Essens zog es ihn 2015/16 in die Jugend des Halleschen FC, wo er als Co-Trainer bei der U1714 fungierte. Hier arbeitete Weiß bereits mit dem neuen Torwarttrainer Nico Stremlau zusammen, der (endlich) Stefan Wächter ablöst.

In Halle wurde schließlich Bernhard Peters auf den jungen aufstrebenden Trainer aufmerksam, der zielstrebig seinen sukzessiven Weg zu gehen schien und sich als außerordentlich lernbegierig und – fähig entpuppte.

Sein klares  Ziel ist es, irgendwann Trainer im Spitzenfußball zu werden. Mit dem Einzug in die Nachwuchsschmiede des großen HSV hat Steffen Weiß dabei gerade einen weiteren Karriereschub geschafft.

wusste die Walsroder  Zeitungbei seiner Verpflichtung zu berichten.

Peters reiste nach Halle, sah sich das Training an, verbrachte einen Tag mit dem jungen Fallingbosteler und holte ihn schließlich als Co-Trainer für die U15.

„Wir haben einen ganzen Tag zusammen verbracht und so kam dann alles zustande“, wusste Steffen Weiß zu berichten, der sich bereits vor Dienstantritt auf die in Hamburg anstehenden Trainerfortbildungen unter Federführung von Bernhard Peters freute und darauf, ‚die von ganz oben‘ (gemeint war u. a. der damalige Cheftrainers Bruno Labbadia) zu treffen.

Ganz oben, da will auch Weiß hin, der übrigens einst als gelernter Groß- und Außenhandelskaufmann seine Brötchen im Import bei… na… ja, bei Kühne & Nagel verdiente. Steffen Weiss hat an der H:G Gesundheit und Sport, Kunst & Technik seinen Bachelor of Arts gemacht setzt sich für soziale Belange ein und ist Inhaber einer DFB A-Lizenz (Lizenz TA012838 gültig bis Dezember 2019).

Bislang war und ist Bernhard Peters, der Sportdirektor des HSV, sein Hauptansprechpartner, Förderer und größter Fürsprecher. Nach einem Jahr U15 ging es diese Saison zur U16, als Co-Trainer unter Bastian Reinhard und seit heute ist das Peters’suche Ziehkind gleich etliche Stufen hochgestolpert: Chef der U21, Chef des Flaggschiffs des Nachwuchses. Glückwunsch.

Laut Bernhard Peters besteht ja sogar die Möglichkeit, dass sich sein Engagement als Interimstrainer über den Sommer hinaus verlängert.

Neben seinen eigenen Erfolgen dürfte das allerdings auch und insbesondere von jenen des Christian Titz‘ in der Bundesliga abhängen.

Ach ja, Christian Titz ist ja auch Betreiber des Portals Coaching Zone und da ist der gute Steffen Weiß als Autor tätig. So schließt sich der Kreis.

Wünschen wir beiden viel Glück. Der HSV kann es brauchen.

8 Kommentare

  1. Kobinho

    Danke für diesen Service und die Fleißarbeit!
    Sämtliche bezahlten Journalisten haben noch nicht geschafft, auch nur annähernd über den neuen Trainer der U21 zu berichten.

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  2. WORTSPIELERWORTSPIELER

    super. super. super.

    jetzt, wo der blogopa nicht mehr raucht, hat er viel mehr zeit für recherche. er ist zwar weniger ausgeglichen, aber mit ner handvoll erdnüsse ist das possierliche tierchen wieder einzufangen.

    btw: wenn tuchel kommt, erwarte ich eine ähnliche fleischarbeit…!

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  3. Stadionbratwurst

    MoinMoin,
    traust Du einem der jungen Spieler zu, die Titz grade hochgezogen hat, sich in der Bundesliga durchzusetzen oder zumindest ne Verstärkung für die erste Mannschaft des HSV zu sein für die restlichen 8 Spiele?

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    1. HeLuechtHeLuecht (Beitrag Autor)

      Hat Titz denn jemanden hochgezogen? Ich kann das nicht erkennen. Er hat ja deutlich zu verstehen gegeben, dass er die Jungs aus der U21 (Gouaida, Steinmann, Kwarteng, Seo, Ferati) mitgenommen hat um:

      a) den Konkurrenzkampf anzufachen und
      b) aus meiner Sicht viel entscheidender, den Profis seine Spielweise vorzuführen.

      Da hat er dann seine zentralen Spieler mitgenommen. Überdies trainieren mit Jatta, Ito, Waldschmidt, Ambrosius und Janjicic sowie Pollersbeck bereits Spieler bei den Profis, die Titz über die U21 bzw. dortige Einsätze kennen und damit auch wissen, was er fordert und wie er spielen will.

      Ich traue durchaus dem einem oder anderen zu, in der jetzigen Situation eine Alternative zum Stammpersonal zu sein. Durchsetzen in der Bundesliga? Ich habe ernsthaft meine Zweifel, hzumindest bei Steinmann, Seo, Gouaida und Ferati, aber das hängt auch immer von der Konstellation ab und von den konkreten Weiterentwicklungsmöglichkeiten.

      Wir sollten uns jetzt nicht zuviel und vor allem keine Wunderdinge erwarten. Darüber darf auch der erfrischende und fokussierte Auftritt von Titz in der Presserunde und bisher auf dem Trainingsplatz nicht hinwegtäuschen.

      Er will versuchen Fußball spielen zu lassen, Das alleine ist schon mal ein Fortschritt und aus meiner Sicht der richtige Weg, wenngleich der natürlich auch mit einem gehörigen Risiko behaftet ist.

    2. Kobinho

      Ich teile die Meinung, dass sich von den Spielern der U21 (Jatta zähle ich zu den Profis) voraussichtlich niemand langfristig durchsetzt. Die meisten der im Profitraining anwesenden Jungs haben sich ja schon mal erfolglos versucht.

      Allerdings sehe ich kein Risiko, wenn Titz zumindest versucht, das Fußballerische zu stärken.
      Das Gisdol‘sche Umschaltgewürge und Hollerbachs „Ordnung“ sorgten weder für Punkte geschweige denn für Tore. Es kann also nur besser werden. Außerdem ist es im Hinblick auf die zweite Liga sinnvoll, jetzt schon mit „Fußball“ anzufangen und die geeigneten Spieler herauszufiltern. Im Unterhaus wird wohl kaum ein Gegner gegen den HSV freiwillig das Spiel machen wollen.

  4. GVGV

    Wer von den jungen Spielern würde überhaupt bleiben ?

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  5. Sylke

    An den Verfasser des Artikels: der Steffen Weiß war in Halle nicht Co Trainer der U17 sondern Trainer der U14…bitte besser recherchieren. Liebe Grüße

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    1. HeLuechtHeLuecht (Beitrag Autor)

      Natürlich war er bei der U14. Das ist ein Autokorrekturfehler, der so durchgerutscht ist. Daher Danke für den Hinweis, auch wenn es nichts mit mangelnder Recherche zu tun hat. Fehler ist korrigiert.

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