Über den Sinn oder Unsinn einer “Zwoten“…

u23-sinn

gibt es seit Jahren bei Verantwortlichen wie Fans unterschiedliche Auffassungen und Meinungen.

Der Hintergrund

“Die Clubs der Bundesliga und 2. Bundesliga haben heute im Rahmen ihrer Mitgliederversammlung in Frankfurt am Main mit der erforderlichen Zwei-Drittel-Mehrheit die Handlungsoptionen der Vereine in Bezug auf ihre Nachwuchsteams erweitert. Nach einer Änderung des entsprechenden Anhanges zur Lizenzierungsordnung auf Antrag von Bayer 04 Leverkusen müssen die Clubs des Ligaverbandes künftig nicht mehr verpflichtend mit einer U23-Mannschaft am Spielbetrieb teilnehmen. Angesichts des erheblich gestiegenen Ausbildungsniveaus in den Nachwuchsleistungszentren der Clubs stimmte die Mitgliederversammlung dafür, die bislang geltende Pflicht zum Unterhalt eines U23-Teams aufzugeben. Stattdessen liegt die Entscheidungshoheit darüber nun bei den Clubs selbst, was ihnen mehr Flexibilität im Umgang mit ihren Nachwuchsteams ermöglicht. Die beschlossene Änderung tritt zum 1. Juli 2014 in Kraft.”

DFL Pressemitteilung 24-03-2014

Mit dieser lapidaren Pressemitteilung im März 2014 wurde die Diskussion um Sinn und Unsinn einer U23 als ‘Zwoter’ in Fankreisen erst richtig angefacht. Denn bis dahin war der Betrieb einer U23 für die Vereine der DFL ganz einfach vorgeschrieben.

Im Zuge der nach dem EM-Debakel von 2000 auf den Weg gebrachten Reform der Nachwuchsförderung wurde den Vereinen die Errichtung und Unterhaltung von Nachwuchsleistungszentren vorgeschrieben. Ohne Nachwuchsleistungszentrum keine Lizenzerteilung.

Lizenzierungsordnung (LO)

§3 Sportliche Kriterien
Als sportlicher Unterbau wird verlangt, dass

der Bewerber an seinem Sitz oder in seiner Region als Fördereinrichtung des Juniorenfußballs ein Leistungszentrum führt, das den Anforderungen der Richtlinien für die Errichtung und Unterhaltung von Leistungszentren der Teilnehmer der Lizenzligen entspricht.[…]

Diese Lizenzierungsvoraussetzung gilt verbindlich für alle Bewerber der Bundesliga und 2. Bundesliga.[…]

Dabei wurde auch explizit festgelegt, wieviele Nachwuchsmannschaften – mit jeweils wie vielen Spielern – in den einzelnen Altersklassen von den Vereinen der 1. und 2. Bundesliga betrieben werden müssen.

Anhang V: Richtlinien für die Errichtung und Unterhaltung von Leistungszentren der Teilnehmer der Lizenzligen

2. Allgemeine strukturelle Voraussetzungen für alle Leistungszentren
[…]
b) Anzahl der Nachwuchsmannschaften in den Leistungszentren
Grundlagenbereich (U8-U11): ohne Einschränkung, mind. jedoch 1 Mannschaft.
Aufbaubereich (U12-U15): je 1 Mannschaft (d.h. insgesamt 4 Mannschaften)
Leistungsbereich (U16/U17): 1 oder 2 Mannschaften
(U19): 1 oder 2 Mannschaften
(U23): 1 Mannschaft [seit 2014/15 optional]

Auf Betreiben von Bayer Leverkusen ist der Betrieb einer U23 nun seit der Saison 2014/15 nicht mehr verpflichtend vorgeschrieben.

Die Argumentation von Antragsteller Bayer 04 Leverkusen

“Wir diskutieren schon lange den Sinn und Zweck der zweiten Mannschaft. Es ist definitiv noch nichts entschieden, aber wir stellen uns die Frage, wie es weitergeht mit der zweiten Mannschaft, und ob man sie braucht. Wir wissen, dass die zweite Mannschaft bei vielen anderen Vereinen auch sehr kritisch gesehen wird” begründete Rudi Völler den Leverkusener Vorstoß im März 2014 und schob hinterher, dass man erkennen musste, dass den Top-Talenten der Sprung in die Bundesligamannschaft nicht über eine zweite Mannschaft in der vierten Liga gelingen könne. Der Club wolle daher noch intensiver auf Ausleihen setzen. Das sei, so Völler, stets eine Win-Win-Situation. Bayers Geschäftsführer Michael Schade erklärte damals, man wolle den Fokus noch deutlicher auf die U19- und U17-Bundesligamannschaften legen,um deren Talente früher und besser an die 1. Mannschaft heranzuführen. “Ziel ist es, die Nachwuchsarbeit neu auszurichten und weiter zu verbessern”, erklärte er zur grundsätzlichen Entscheidung des Vereins. Deshalb werden auch beide Mannschaften in die Abläufe in der BayArena integriert.

Die Lage in der 1. Bundesliga (2016/17)

Entsprechend war Bayer 04 Leverkusen natürlich auch der erste Verein, der die neue Option zog und seine U23 vom Spielbetrieb abmeldete. Nach reiflicher Überlegung und mit gleicher Begründung zog auch die Frankfurter Eintrachtihre U23 zurück und sparte den Etat von damals 900.000 Euro ein. “Heute würde ich die Entscheidung wieder so treffen.” resümierte Frankfurts Leiter des Nachwuchszentrums, Armin Kraaz, der zunächst ein mulmiges Gefühl bei der Entscheidung hatte, ein Jahr später. Die Top-Talente spielten jetzt eben in der U19 und müssten schon frühzeitig an den Profikader herangeführt werden. Dies sei gelungen, wie man an der Verpflichtung der zwei Jugendspieler Enis Bunjaki und Yannick Zummack erkennen könne. Ein endgültiges Fazit ließe sich allerdings noch nicht ziehen.

Von den Erstligisten haben lediglich drei Vereine (neben Bayer 04 und der SGE noch Darmstadt98 als damaliger Drittligist und Aufsteiger) bisher von der Abmeldeoption Gebrauch gemacht. Die überwältigende Mehrheit hat alles beim Alten belassen, läßt maximal jetzt ihre Zweitvertretung als U21 agieren, um der Entwicklung hin zu immer jüngeren Spielern Rechnung zu tragen, wie nachstehende Tabelle zeigt. RB Leipzig hat den Ausstieg zur kommenden Saison beschlossen, stellt allerdings auch einen Sonderfall da. Die weltweite Verpflechtung von Red Bull mit dem Farmteam Red Bull Salzburg für die Leipziger und wiederum deren Farmteam, dem FC Liefering aus der 2. österreichischen Liga, gibt es ausreichend Möglichkeiten, den jungen Nachwuchstalenten Spielpraxis auf unterschiedlichsten Niveaus zu bieten, jedes allemal höher als jenes in der Regionalliga Nordost. Der Kader des FC Liefering hat derzeit z.B. ein Durchschnittsalter von 19,3 Jahren, die derzeitige Leipziger Zweitvertretung kommt hingegen auf 21,3 Jahre.


1. Liga-Vereine 
Verein U23 (ja/nein) Liga
1 FC Bayern München ja RL Bayern (4. Liga)
2 Borussia Dortmund ja RL West (4. Liga)
3 Bayer 04 Leverkusen nein
4 Borussia Mönchengladbach ja RL West (4. Liga)
5 FC Schalke 04 ja RL West (4. Liga)
6 1. FSV Mainz 05 ja 3. Liga
7 Hertha BSC ja RL Nordost (4. Liga)
8 VfL Wolfsburg ja RL Nord (4. Liga)
9 1. FC Köln ja (U21) RL West (4. Liga)
10 Hamburger SV ja (U21) RL Nord (4. Liga)
11 FC Ingolstadt 04 ja RL Bayern (4. Liga)
12 FC Augsburg ja RL Bayern (4. Liga)
13 SV Werder Bremen ja 3. Liga
14 SV Darmstadt 98 nein
15 TSG 1899 Hoffenheim ja RL Südwest (4. Liga)
16 Eintracht Frankfurt nein
17 Sport-Club Freiburg ja OL BW (5. Liga)
18 RB Leipzig ja RL Nordost (4. Liga)

Die Lage in der 2. Bundesliga (2016/17)

In der 2. Liga wurde vordergründig ähnlich argumentiert wie bei Bayer Leverkusen. Zuvorderst vom VfL Bochum, der die Option zur Abmeldung seiner U23 zur Saison 2015/16 zog. Offiziell begründet wegen einer neuen Ausrichtung des Nachwuchskonzeptes. Hinter vorgehaltener Hand, jedoch als offenes Geheimnis, standen allerdings vielmehr finanzielle Erwägungen hinter dieser Entscheidung. Finanzielle Gründe haben – entgegen teilweise anderslautender Meldungen – auch den Ausschlag für die Abmeldung der U23-Teams von Heidenheim, Dresden und ganz sicher Aue gegeben. Union Berlin führte immerhin das Mißverhältnis von Aufwand und Nutzen an und argumentierte, die meisten Partien der Nachwuchsteams fänden mittlerweile sehr häufig zeitgleich statt,  bei den Profis im Kader stehende, aber nicht zum Einsatz kommende Spieler, auch bei der U23 keine Spielpraxis sammeln könnten.

Aber auch in der 2. Liga leistet sich die überwiegende Mehrheit der Vereine (13 von 18) ihre U23 wie gehabt. Hannover, Nürnberg und 1860 lassen die Zweitvertretung als U21 agieren. Weitere Klubs werden diesem Beispiel folgen.

2. Liga-Vereine 
Verein U23 (ja/nein) Liga
1 VfB Stuttgart ja RL Südwest (4. Liga)
2 Hannover 96 ja (U21) RL Nord (4. Liga)
3 1. FC Nürnberg ja (U21) RL Südwest (4. Liga)
4 FC St. Pauli ja RL Nord (4. Liga)
5 VfL Bochum 1848 nein
6 1. FC Union Berlin nein
7 Karlsruher SC ja OL BW (5. Liga)
8 Eintracht Braunschweig ja RL Nord (4. Liga)
9 SpVgg Greuther Fürth ja RL Bayern (4. Liga)
10 1. FC Kaiserslautern ja RL Südwest (4. Liga)
11 1. FC Heidenheim 1846 nein
12 DSC Arminia Bielefeld ja OL Westf. (5. Liga)
13 SV Sandhausen ja OL BW (5. Liga)
14 Fortuna Düsseldorf ja RL West (4. Liga)
15 TSV 1860 München ja (U21) RL Bayern (4. Liga)
16 SG Dynamo Dresden nein
17 FC Erzgebirge Aue nein
18 FC Würzburger Kickers ja Bayernliga Nord (5. Liga)

Die Rahmenbedingungen und die Lage in der 3. Liga (2016/17)

Die Lage in der 3. Liga ist insofern anders, als sich eine Verpflichtung zum Betrieb einer U23 als Folge der Verpflichtung des Betriebs eines Nachwuchsleistungszentrums (NLZ) nicht ergab. Der Betrieb eines NLZ ist für Mannschaften aus der 3. oder 4. Liga optional:

§ 1 (Statut 3. Liga)
3. Liga

1. Vom Spieljahr 2008/2009 an unterhält der DFB die Spielklasse der 3. Liga.
2. Die 3. Liga spielt grundsätzlich mit 20 Teilnehmern (Vereine und Kapitalgesellschaften).
3. Die Teilnehmer der 3. Liga können gemäß § 7b der DFB-Jugendordnung ein anerkanntes Leistungszentrum unterhalten.

§ 7b (DFB Jugendordnung)
Besondere Bestimmungen für Leistungszentren der 3. Liga,
der 4. Spielklassenebene und Vereine der Junioren-Bundesligen

1. Vereine bzw. Kapitalgesellschaften der 3. Liga und der 4. Spielklassenebene der Herren können freiwillig ein Leistungszentrum unterhalten. Gleiches gilt für Vereine der Junioren-Bundesligen, deren erste Herrenmannschaft nicht den ersten vier Spielklassenebenen angehört, die jedoch ununterbrochen mindestens die letzten drei Spielzeiten der Junioren-Bundesliga der A- oder B-Junioren angehört haben.

Mit Mainz 05 und Werder Bremen spielen zwei Zweitvertretungen in der 3. Liga, neun Vereine haben ihre U23 abgemeldet. Die meisten dieser Vereine sahen sich aus finanziellen Gründen zu diesem Schritt genötigt, in der Regel durch einen Abstieg aus der 2. Liga begründet (z.B. MSV Duisburg, VfR Aalen, Dynamo Dresden), aber auch hier war immer wieder von Restrukturierung der Nachwuchsarbeit und Kräftebündelung die Rede.


3. Liga-Vereine
1 Sportfreunde Lotte ja Kreisliga A Tecklenburg (9. Liga)
2 Hallescher FC nein abgemeldet zu 2014/15
3 Fortuna Köln ja Landesliga Mittelrhein 1 (6. Liga)
4 Jahn Regensburg ja Bayernliga Süd (5. Liga)
5 VfR Aalen nein abgemeldet zu 2015/16
6 MSV Duisburg nein abgemeldet zu 2016/17
7 VfL Osnabrück ja (U21) Oberliga NS (5. Liga)
8 FSV Zwickau nein abgemeldet zu 2016/17
9 1. FSV Mainz 05 II  —
10 Holstein Kiel ja Schleswig-Holstein-Liga (5. Liga)
11 FSV Frankfurt nein abgemeldet zu 2014/15
12 Sonnenhof Großaspach nein abgemeldet zu 2015/16
13 Chemnitzer FC nein abgemeldet zu 2015/16
14 SV Wehen Wiesbaden nein abgemeldet zu 2015/16
15 SC Paderborn 07 ja (U21) Oberliga Westf. (5. Liga)
16 Preußen Münster ja Westfalenliga 1 (6. Liga)
17 Hansa Rostock ja (U21) Oberliga NOFV-Nord (5. Liga)
18 1. FC Magdeburg ja Kreisoberliga Magdeburg (9. Liga)
19 SV Werder Bremen II  —
20 Rot-Weiß Erfurt nein abgemeldet zu 2016/17

Die Argumente für eine Abschaffung der U23

hatte Rudi Völler weiter oben schon ins Feld geführt. Zusammenfassend läßt sich festhalten:

  • Die meisten Zweitvertretungen spielen in der 4. Liga. Der Leistungsunterschied zwischen der Regionalliga und der Bundesliga ist für viele Talente zu groß. Immer seltener schaffen daher junge Talente den direkten Sprung von der U23-Mannschaft in den Profikader und müssen (kostenträchtig) ausgeliehen werden.
  • Punktspiele der U23 finden häufig parallel zu den Partien der Erstvertretungen statt, Reservisten des A-Kaders können daher nicht in Spielen der Zweitvertretungen eingesetzt werden
  • Durch die Abmeldung stehen mehr Mittel für die Nachwuchsleistungszentren und speziell die Förderung der U19 zur Verfügung
  • Reserveteams bringen keine Zuschauer.Traditionsvereine mit Geschichte und Wiedererkennungswert, die die freiwerdenden Plätze übernehmen würden, könnten dafür sorgen, dass wieder mehr Zuschauer in die Stadien strömen.

Die Argumente für eine Beibehaltung einer U23 (U21)

Etliche Nationalspieler sind den Weg über die U23 gegangen und haben dort ihre entscheidenden Entwicklungsschritte gemacht (z.B. Sami Khedira, Bernd Leno oder auch Thomas Müller). Jürgen Klopp ist sogar der Meinung, dass eine “unfassbar große Zahl” von Spielern heute nicht in Bundesliga oder Nationalmannschaft spielen würde, gäbe es die “Institution der Amateurmannschaften” nicht. Seiner Meinung nach geben die Vereine, die ihre U23 abmelden ihren 19jährigen damit das Gefühl: “Wenn du es bis jetzt nicht geschafft hast, schaffst du es sowieso nicht mehr”. Das sei grundlegend falsch, nirgendwo außer im derzeitigen Fußballgeschäft werde erwartet, dass eine Entwicklung mit 18 oder 19 Jahren abgeschlossen sei.

Armin Veh argumentierte als Trainer des VfB Stuttgart, er sei froh, dass der VfB eine U23 hat: “Da gibt es einen Spieler wie Baumgartl, der noch U19 spielen könnte. Für mich macht es aber keinen Sinn, dass er dort spielt. Wenn er dann wie jetzt gegen Dresden spielt, bringt ihn das weiter. Die 3. Liga tut den Jungs gut.”

Anders sah das Thomas Schaaf im Falle von Werder Bremen (damals noch in der 4. Liga): “Die Sache ist kompliziert. In Bremen haben wir oft die Möglichkeit genutzt, Spieler aus der U19 direkt nach oben zu ziehen, weil wir mitbekommen haben, dass sie auch unzufrieden waren in der zweiten Mannschaft. Dieser Status, dort zu spielen, war negativ besetzt”.

“Wir haben lange überlegt, ob wir unsere U23 um den Aufstieg in die 3. Liga spielen lassen. Wir haben uns dagegen entschieden, damit die jungen Spieler mehr Erfolgserlebnisse haben. Wir wollten unsere 18- und 19-Jährigen nicht jede Woche gegen die abgezockten Profis antreten lassen”, befindet hingegen Freiburgs Trainer Christian Streich bei dem immer wieder Akteure aus der Breisgauer U23 im Team landen und spricht sich dabei ganz bewußt für die Regionalliga als Spielklasse für eine U23 aus. Die Talente sollen sich über Erfolgserlebnisse und nicht über Pferdeküsse entwickeln.

Während die Meinungen über die erwünschte Ligenzugehörigkeit der Zweitvertretungen auseinandergehen, sind sich die Befürworter einer U23 einig, dass:

  • Rekonvaleszenten in der U23 Spielpraxis sammeln können, die sie sonst nicht sammeln könnten
  • nicht jeder U19-Spieler nach seiner A-Junioren-Zeit schon so weit ist, um sofort den Sprung in die Bundesliga zu schaffen. Manchmal fehlt mentale Stärke, oft körperliche Robustheit, die in einer Übergangszeit in der U23 erworben werden könne.
  • beim Aufzeigen einer mittelfristigen Perspektive für ein U16 oder U17 Talent, welches man zum Verein holen möchte, der mögliche Zwischenstopp U23 die Chancen erhöht und den Druck vom Spieler nimmt.

Und beim Hamburger SV?

Beim HSV war man im März 2014 ebenfalls am überlegen, ob und wie es mit der unter Cardoso wenig erfolgreichen U23 weitergehen sollte. “Der HSV stellt die U23-Mannschaft auf den Prüfstand” titelte beispielsweise das Hamburger Abendblatt in jenen Tagen und wusste zu berichten, dass der Vorstand die Entwicklung der U23 beim HSV sieht höchst kritisch betrachtete. Aufwan (gut 1,5 Mio Euro) und Ertrag stünden in keinerlei Verhältnis.Profis, die höchst unwilolig ihre Einsätze absolvierten oder wie Patrick Owomoyela, im Abstiegskampf als Retter verpflichtet, lieber bei Sky kommentierten als bei wichtigen Spielen anzutreten. Nun das alles ist sicher eine Frage der Führung innerhalb des Vereins als eine Frage Pro oder Contra Zweitvertretung. Und es gibt sie ja noch die ‘Zwote’beim Hamburger SV. Ex Sportchef Peter Knäbel wollte sie vor zwei Jahren gar in der 3. Liga sehen und proklamierte den Aufstieg auch iimmer als Ziel.

Bernhard Peters hingegen war das nicht wirklich wichtig, sein Fokus lag immer auf der Entwicklung von Talenten. Die Entwicklung ist wichtiger als der Tabellenplatz. Inzwischen wurde die U23 unter Peters zu einer U21 umfunktioniert. Damit schlägt man in Hamburg zwei Fliegen mit einer Klappe. Man erspart sich teure Verpflichtungen und man suggeriert nach aussen eine hohe Durchlässigkeit, was für die Zertifizierungsverfahren bzw. die Benotung der Arbeit der Nachwuchsleistungszentren von entscheidender Relevanz ist.

So soll die U21 all jenen eine Zwischenstation für 1 maximal 2 Jahre bieten, die den Sprung direkt von der U19 in den Bundesligaspielbetrieb nicht schaffen. Beim HSV schafft das ja derzeit – aus welchen Gründen auch immer – niemand. In der laufenden Saison wurde diese Strategie das erste Mal umgesetzt und mit Dirk Kunert hat(te) man einen Mann an der Seitenlinie, der die jungen Spieler führen und integrieren konnte. Trotz eines großen Kaders und häufiger Personalfluktuation gelang es ihm das Team zu stabilisieren, so dass ein Abstieg derzeit im Gegnsatz zu vielen früheren Jahren kein Thema ist. Im Winter kamen mit Stark, Behounek und Köhlert schon wieder drei Spieler aus der U19 in das Team. Im Sommer soll der Durchlass aus der U19 laut Bernhard Peters bei 80% liegen, also noch einmal erhöht werden.

Dann drängt der 1998er Jahrgang nach oben:

Jacob Golz (TW), Stephan Kofi Ambrosius (IV), Marc Misselhorn (IV), Patrick Storb (LV), Semih Halavurta (DM), Florian Rogge (DM), Michael Kyeremeh (RM), Khaled Mohssen (OM), Luca Brügmann (OM) und Nikita Bondar (MS). Warten wir ab, wer den U23 Kader in der kommenden Saison verstärken wird. Absolute Hochkaräter sind nicht dabei, aber vielleicht überrascht der eine oder andere ja noch mit einem ordentlichen Entwicklungsschub, wie dies Christian Stark ja bereits getan hat.

Berhard Peters jedenfalls scheint auch inzwischen eingesehen zu haben, dass die Talente so hoch wie möglich spielen sollten um gefordert zu werden und sich entsprechend in Richtung Bundesliga entwickeln zu können. Nicht von ungefähr forderte er unlängst eine dreigliedrige Regionalliga nach dem Vorbild der Junioren Bundesligen. Das würde die Spielstärke signifikant erhöhen und so den Sprung aus der Regionalliga in die Bundesliga doch um einiges verkürzen.

Für die nächgsten Jahre dürfte uns die HSV U21 jedenfalls erhalten bleiben. Sollte der HSV eines Tages allerdings in der U17 und U19 mit den absoluten Toptalenten bestückt sein, könnte jedoch ein Umdenken stattfinden, aber bis dahin fließt noch viel Wasser die Elbe herunter.

23 Kommentare

  1. WORTSPIELERWORTSPIELER

    der verbleib der U21 des HSV wird maßgeblich davon abhängen wie die buli-truppe abschneidet. bei abstieg wird es max. ein jahr dauern bis die abmeldung erfolgt. auch bei klassenerhalt werden die wirtschaftlichen zwänge in den fokus rücken und einsparmaßnahmen nicht nur diskutiert werden. hier wird eine “zweite” ganz schnell zum klotz degradiert und die bisherigen artgumente von peters & co. ad absurdum geführt.

    der schrei von BP nach einer (ernueten) strukturrefom im regionalligabereich mag bei vielen auf offene ohren stoßen und auch nicht unsinnig sein, aber hierfür müsste sich der HSV auch erst einmal qualifizieren. könnte sonst ganz schnell zum eigentor werden.

    da beim HSV so oder so nur hernageführt wird, aber die 17- / 18- / 19-jährigen nicht einmal für den kader berücksichtigt werden, ist das ganze ohnehin egal. es soll dabei bitte keienr mit de “richtigen zeitpunkt” argumentieren. den gibt es eh nicht oder aber es kommen verletzungen dazwischen. natürlich ist es in einem funktionierendem konstrukt leichter als bei dem hinrunden-hühnerhaufen, aber die jungs werden ja nicht einmal in testspielen ins kalte wasser geworfen.

    vor dem hintergrund, was die arrivieretn so seit monaten / jahren abliefern, ist das ganze umso bitterer. bei quasi jedem anderen bundesligisten gibt es die (erfolgreichen) versuche der einbindung. und ich werde nicht glauben, dass ausgrechent die jungs des HSV alle NCIHT in der lage seien…?!

    aber so lange die hamburger medien abfeiern, dass der “junge” jung aus oberhausen ein tolles beispiel für den “jugendwahn” beim HSV ist, dann können sich die verantwortlichen ja mal schön zurücklehnen.

    der HSV wollte der konkurrenz mit seinem U21-projekt einen schritt voraus sein. die idee dahinter ist gut, aber auch nur mit einem geeigneten trainer – wie kunert – umsetzbar. ein solcher muss langfristig beim HSV arbeiten. stichwort: glaubwürdigkeit. ansonsten geht es in die hose. problem nur, dass der erhoffte schritt voraus dann doch nur ein schritt auf der stelle war, denn RBL gibt den zukünftigen weg vor. die abmeldung der “zweiten” und der fokus auf die U19 & U17 wird der trend sein, dem alle folgen. in zehn jahren wird das durchschnittsalter einer (bundesliga-)profimannschaft zwischen 20 und 22 liegen.

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    1. WORTSPIELERWORTSPIELER

      p.s. der HSV sollte seine U19- / U17-spieler auch in der a-jugend- / b-bundesliga spielen lassen. dann wäre die chance, dort einen der vorderen plätz ezu belegen gar nicht so schlecht. das diese ligen nur mit 14 teams besetzt sind und es ausreichend spielfreie wochen und wochenenden gibt, könnte man in der spielfreien zeit immer testspiele mit den reservisten der buli und/oder deren rekonvaleszenten durchführen. trainieren könnten die jungs quasi jederzeit bei den profis. im moment ist es doch so, dass die spieler viel zu selten spielen oder in der 4. liga auf die stöcker kriegen. und wenn sie dann mal in ihrem jahrgang zum einsatz kommen, dann gar nicht glänzen, sondern mit wenig bock rumkicken. so (wohl) geschehen mit fiete arp im stadtderby am letzten wochenende, wo ein solcher spieler ja eigentlich glänzen sollte. im kopf ist allerdings der profivertrag. die aktuellen gedanken sind bei der U21. im notfall dann halt die U19. in der U17 ist dann nur noch sparflamme angesagt.

  2. Prof. VitzliputzliProf. Vitzliputzli

    Nun trennt man sich von Dirk Kunert nach nur einer Saison wieder. Er hatte zwar nur einen Einjahresvertrag unterschrieben, aber merkwürdig ist das schon. Hat sich Bernhard Peters mehr erhofft? Hat Kunert sich mit Peters überworfen? Was wirft man ihm fachlich vor?

    Bei der Verpflichtung letzten Jahres hieß es:

    […]«Dirk Kunert hat eine hohe Motivation, mit jungen Talenten zu arbeiten», betonte Bernhard Peters. Der Direktor Sport beim HSV lobte «die Herangehensweise, die Willensstärke und die Bissigkeit», mit der Kunert bei seinen bisherigen Teams für Leistungsbereitschaft und Siegeswillen gesorgt habe. «Er ist ein emotionaler Trainer und wird sich gut mit Soner Uysal ergänzen», glaubt Peters. Er hofft, dass unter Kunerts Regie die Durchlässigkeit aus dem Nachwuchsbereich zu den Profis erhöht werden kann. Deshalb sollen künftig auch vermehrt Spieler aus der eigenen U19 im U21-Team des HSV zum Einsatz kommen.[…]

    https://www.welt.de/regionales/hamburg/article155672477/Dirk-Kunert-neuer-HSV-Cheftrainer-fuer-Regionalliga.html

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    1. HeLuechtHeLuecht (Beitrag Autor)

      Der Einjahresvertrag war schon merkwürdig, ging aber wohl auch von Kunert aus. Kunert ist ja ein durchaus unsteter Gesell, der sich – aus welchen Gründen – nie mit Haut und Haaren dem HSV verschrieben hat, siehe Gespräche mit Aue sowie ein Liebäugeln mit höheren Weihen.
      .
      Ich persönlich bedaure den Wechsel: 1.) weil ich Kunert für einen ausgezeichneten Trainer in dem Bereich halte 2.) weil es keine Nachhaltigkeit gibt, die für eine kontinuierliche Arbeit gerade bei der Petersschen Ausrichtung der U21 vonnöten wäre.
      .
      Nun soll es also laut Mopo (der HSV hat sich hierzu offiziell noch nicht geäußert) U17 Coach Christian Titz richten (http://www.mopo.de/sport/hsv/trainer-beben-beim-hsv-nachwuchs-u21-coach-kunert-muss-gehen-26207774). Zumindest ein sehr engagierter Mann. Auf ihn wird eine Herkulesaufgabe warten. Ob er sie zusammen mit seinem Co Basti Reinhardt angeht? Dann wäre Soner Uysal über. Dagegen hätte ich nichts.

  3. HeLuechtHeLuecht (Beitrag Autor)

    zu Christian Titz (Eigenwerbung):

    Christian Titz

    Die wesentlichsten Merkmale der Spieler und Christians Spielsystems sind Zweikampfstärke, hohe Laufbereitschaft, Schnelligkeit, sehr gute Balltechnik, die Fähigkeit, ‘hoch zu stehen` und ein schnelles Tiefenpassspiel in torgefährlichen Räumen praktizieren zu können, sichere Spieleröffnung über den Torhüter, Ruhe am Ball und Mut zum Ballbesitz, taktische Disziplin, Gegenpressing nach Ballverlust, eine offensive Spielausrichtung mit schnellen Umschaltbewegungen und hoher Spielintelligenz. Christians Mannschaft soll sich durch Werte und Eigenschaften wie Willenseigenschaft, Disziplin, Respekt und Toleranz, Hilfs- und Lernbereitschaft, Teamfähigkeit, Kreativität, Durchsetzungsvermögen, das Schärfen und Weiterentwickeln von Führungsqualitäten sowie soziales Einfühlungsvermögen auszeichnen. Bei Christian ist eine möglichst lange Verweildauer von Spielern im Verein angedacht durch ein gezieltes Scoutingsystem, eine hohe Ausbildungsqualität im Verein sowie eine gegebene Durchlässigkeit und Nachhaltigkeit von den Junioren bis zur Profimannschaft und die jährliche Weiterverpflichtung von mindestens 60-70% des bestehenden Kaders. Er selbst versucht dabei ganzheitlich, konzeptionell vorzugehen mit einer gewissen Akribie für Details, da er weiß dass Kleinigkeiten oftmals Spiele entscheiden. Christian arbeitet gerne im Team mit Spezialisten und legt viel Wert auf Detailtraining, Spielaufbau, Ballrückeroberung und ein Wechselspiel von taktischer Disziplin und individueller Spielfreude. Bei der Umsetzung dieser Anforderungen ist Ihm die Kommunikation mit den Spielern sehr wichtig. Fehler, aber auch gute Aktionen, werden direkt und offen vor der Mannschaft angesprochen.

    http://www.noack-sports.de/christian-titz.html

    Antworten
  4. Aradia

    Morning-News+++++++
    .
    Calmund wird Experte bei Sky…..
    .
    Schwester Wontorra macht bei ERTEEL Fussballnational ab März noch.
    .
    Glööckler steigt bei “Curvy Supermodel” aus…….ups falscher Blog :mrgreen:

    Antworten
  5. der Coach

    Während die “Zwote” im Amateurbereich immer noch die klassische Rolle der Reserve spielt ist sie für die Profiklubs von stetig sinkender Bedeutung. Die Kader der Profis sind groß genug um Ausfälle in der Regel selbst ersetzen zu können. Durch die starke Rolle der Nachwuchsförderung stehen auch immer mehr A-Jugendliche (ja, ich benutze immer noch die klassischen Bezeichnungen) direkt auf dem Sprung in die Profikader. Diejenigen zu entwickeln die diesen Sprung nicht direkt schaffen könnte man auch durch Leihgeschäfte mit unterklassigen Klubs erreichen. Ob sich da die “Zwoten” noch wirklich rentieren wird ja immer mehr in Frage gestellt. Positiver Nebeneffekt der Abmeldungen ist sicher, dass dadurch Plätze frei werden für mehr erste Mannschaften von kleineren Klubs. Die “Zwoten” der Profis wirken ja oft eher als störendes Element in ihren Klassen.

    Antworten
    1. ky

      @ coach: Zeitgleich geschrieben, Du warst schneller :-)
      Gleicher Gedanke:
      Verleihen derjenigen, die mit 20-22 Jahren den Sprung noch nicht geschafft haben.

      Und mehr Platz für andere Vereine – aber: Die haben dann noch weniger Zuschauer, denn eine gewisse Strahlkraft in Liga 3 oder 4 haben die “Zwoten” der “großen Clubs” dann doch.

  6. ky

    HL, wieder eine Perle perfekter Berichterstattung über ein wichtiges Thema, und das findet man eben nur bei Dir, bedankt!

    @wortspieler: Interessante Anmerkungen/Vorschläge und Ergänzungen, auch Dank an Dich. Dieser Blog ist zwar recht klein, aber um Längen kompetenter als alle Ableger von Bezahlmedien.

    In obiger Sache (U21) habe ich vergangenen Samstag Heribert Bruchhagen angeschrieben – per email – aber noch keine Antwort erhalten.

    In Dortmund ist gerade ein 18jähriger Hoffnungsträger (Christian Pulisic), RB Leipzig hat das jüngste Team der Liga (mit Erfolg). Klopp hat sicherlich Recht, wenn er sagt, einige bräuchten eben länger, um den Sprung auf Buli-Niveau zu schaffen, aber diese Sonderfälle kann man dann eben auch in die 2. Liga oder nach Dänemark, Holland, etc. verleihen, um zu schauen, ob sie den Durchbruch noch schaffen.

    Belgien hat das dt. Nachwuchskonzept vor einigen Jahren übernommen, jetzt sind mit Genk, Gent und Anderlecht wieder Vereine in der Euro-League, die attraktiven Fussball erfolgreich mit sehr jungen Spielern spielen.

    Ich glaube, diese Entwickung ist nicht aufzuhalten, da schnelles und athletisches Spiel mit entsprechender Technik nur in jungen Jahren erlernt werden kann. Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr…

    Auch in anderen Sportarten werden die Athleten immer jünger (siehe u.a. Olympia), insbesondere bei konditionsintensiven Sportarten. Stichworte Regenerationsphase, anerobe Reserven.

    Antworten
  7. HeLuechtHeLuecht (Beitrag Autor)

    @ky

    Belgien hat das dt. Nachwuchskonzept vor einigen Jahren übernommen, jetzt sind mit Genk, Gent und Anderlecht wieder Vereine in der Euro-League, die attraktiven Fussball erfolgreich mit sehr jungen Spielern spielen.

    Na ja, das hast du exklusiv. Die haben zu einer ähnlichen Zeit begonnen ihre Nachwuchsarbeit neu zu strukturieren, sich dabei allerdings an Holland orientiert und auch in die Schweiz geschaut (Knäbel), dann Akademien eingerichtet und Jugendliche gezielt gefördert und vor allem spielen lassen, was sie aber auch konnten, weil alle guten älteren Spieler weggekauft wurden. Beerschoot war z.B. 2010 die große Talentschmiede. “Ausbilden, verkaufen,in die Jugend investieren” lautet das Motto (Der HSV will ja gerade kein Ausbildungsverein sein). Genk hat sich durch den Verkauf von de Bruyne, Benteke und Courtois saniert.
    Ein großer Teil des Erfolges rührt allerdings auch daher, dass man sich intensiv um Jugendliche aus sogenannten Problemvierteln bemüht, für die der Fussball die große Chance ist. Mehr würde den Rahmen hier sprengen. Interessant in diesem Zusammenhang:

    http://www.faz.net/aktuell/sport/fussball/rsc-anderlecht-holt-fussball-talente-aus-molenbeek-14148715.html

    http://www.transfermarkt.de/fanreportage-belgien–europas-neue-talentschmiede/view/news/138676

    Antworten
  8. Dylan1941Dylan1941

    Guter Blog und hier trennt sich die Spreu vom Weizen. Es gibt recherchierte Qualitätsblogs wie diesen , aber sehr selten und dann noch die Quantitätsblogs für das grosse Zeitungen auch noch Geld bezahlen für wenig Infos oder den privaten Blog in denen meist bei anderen abgeschrieben und gehetzt wird von abgebrannten Betreibern welche um Almosen betteln und dafür noch als Ausrede eigene Kinder “vermarkten”. Dort wird das ganze dann auf die Spitze getrieben mit Denunzierung und Beschimpfung anderer und gleichzeitig manischen Zwang permanent andere Blogs zu verfolgen. Psychopathen können nicht anders – ernsthafte Arbeiten wie diese hier ist Ihnen ein Fremdwort! Deshalb HL weiter , immer weiter und vielen Dank !

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  9. Aradia

    Guten Morgen ihr Lieben.
    Ehrlich?
    Ich war genervt über Anspiele, Flanken, Freistösse also alles,
    was zu einem einem erfolgreichem Spiel führt.
    Natürlich kann man nicht verlangen das Besserung eintritt
    wenn der Spieler einfach überfordert ist und zu tun hat,
    nicht um zu fallen.
    Aber nach Jahren und vielen Trainern erkenne ich, dass das
    umgehen mit dem Ball anscheinend vorausgesetzt wird und
    nur taktische Varianten trainiert werden.
    Nur damit erkläre ich mir die jahrelange schlechten Spiele
    und nur die Sahnestücke die ab und an mal dabei waren
    haben uns vor dem Niedergang bewahrt.
    Wo war der von der Presse gelobte Fastlewe, dass überragende
    Mittelfeld?
    Warum kann nur Adler seine Form halten?
    Leute, wir befinden uns im Abstiegskampf!
    Alle hinten haben es begriffen nur wir nicht.
    Wo bleibt der Sturmlauf um Tore zu schiessen?
    Das sind alles Schisser, mit Angst vor Gegentore
    daddeln sie in der zweiten Halbzeit nur rum.
    Frankfurt war schwach und jede Mädelsmannschaft hätte
    sie besiegt. :mrgreen:

    Antworten
  10. Prof. VitzliputzliProf. Vitzliputzli

    So etwas würde ich mir vom HSV bei den skandinavischen Ländern und für Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern wünschen. Aber wahrscheinlich bin ich unwissend und solche Kooperationen bestehen schon längst…

    http://www.schalke04.de/de/aktuell/news/170322_kfs/page/9421–9421-213-.html

    Antworten
  11. Prof. VitzliputzliProf. Vitzliputzli

    Das war nun mein erster Gedanke und stöberte mal kurz und fand jenes:

    https://www.hsv.de/kids/fussballschule/fussballschule/partnervereine/

    Ich bezweifel aber mal, ob das in der Qualität und in der Konsequenz im Ansatz überhaupt vergleichbar ist. Aber vertrauen wir Herrn Peters, der ja u.a. gerade wieder eine Umstrukturierung auf vielen Trainerposten vorgenommen hat…

    Antworten
  12. WORTSPIELERWORTSPIELER

    @prof.
    die HSV-fußballschule hat mit der ausweitung eher an qualität verloren. die anzahl an qualifizierten (trainer-)personal ist nun einmal begrenzt. ich weiß nicht wie der HSV dieses personal auswählt, aber es machen hier trainer einen job, den sie gar nicht kennen und können. herren-taining ist nun einmal was anderes als jugend-training. die übungsformen und trainingsinhalte sind dabei nur von geringer bedeutung, denn die werden eh vorgegeben, sondern es geht um die ansprache und um das “gefühl” im umgang…!

    ferner muss ich dich enttäuschen: sowohl bei schalke als auch beim HSV – und auch bei allen anderen fußballschulen – geht es nicht um talentefindung, sondenr um kundenbindung. man will nicht seine mannschaften, sondern das stadion voll bekommen. wenn ein 8-jähriger zur HSV-schule geht, weil sein vater das möchte, ist das erste prägende aha-erlebnis natürlich ein foto mit dem dino auf dem volksparkrasen etc. !

    die anzahl an “gewonnenen” talenten aus der HSV-fußballschule sind sicher im pormillebereich. das ist eine geld-druck-maschine mit dem positiven neben- respektive haupteffekt, dass die teilnehmer veritable (neue) HSV-fans werden.

    p.s. wir hatten in den letzten zwei jahren das rabaukencamp (fc st. pauli) bei uns zu gast. hier geht es um die selben themen, allerdings alles etwas kleiner und auf fußball beschränkt, denn man verzichtet aufs brimborium, sondern vermittelt fünf tage fußballerische inhalte. auch die “rabaukencamps” wachsen stetig und schon bald wird man an die grenzen stoßen, was das personal angeht. bei den kiezkickern sind aber trainer im einsatz, die bereits erfahrungen im kinder- und jugendbereich haben. das macht das ganze glaubwürdiger und – für mich – sympathischer. der erfolg mag der HSV-fußballschule recht geben, denn jedes jahr nehmen tausende kinder/jugendliche teil, aber es zeigt deutlich die prioritäten auf, die hierbei gelegt werden. und beim HSV gilt seit eh und je, dass man davon ausgeht, dass die besten spieler eines jeden jahrganges ohnehin (irgendwann) zum “großen HSV” kommen. ein selbstverständnis, welches mal gültigkeit hatte, aber in diesen tagen eher unangebracht wäre…!

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    1. ky

      Tja, die Camps sind tatsächlich eher Fan-Bindung und “Geld-Maschine” als sinnvolles Jugend-Scouting.
      Vor Jahrenden hat sich der HSV ja mit dem HFV (Hamburger Fußball-Verband) überworfen; ich meine zu erinnern, es ging um die Aufschlüsselung der Verbandskosten.
      Denn gerade in den unteren Alterstufen spielen die Sichtungslehrgänge der Verbände eine wichtigere Rolle (ohne mir anzumassen, auch nur im Entferntesten eine Ahnung von der Qualifikation der dort beschäftigten Trainer/Sichter zu haben.

      Jdenfalls waren meine Sichtungslehrgänge in jungen Jahren (allerdings im Tennis) ein hoher Ansporn, jedes Jahr wieder eingeladen zu werden, denn als Trainer und Sichter waren dort immer die amtierenden Hamburger Meister (Damen wie Herren)im Ü18-Bereich.
      Da wollte man vorspielen, Tipps und Tricks bekommen, und sich eben auch mit den Gleichaltrigen messen. Dann in die Stadt-Auswahl berufen zu werden, war schon etwas Besonderes, auch wenn es dort dann aber auch immer “Packungen gab, weil die großen Flächenstaaten wie NRW, Bayern und Baden-Württemberg natürlich ganz andere Potentiale hatten.

      Wie das “Standing” des HSV beim HFV aktuell ist, kann ich nicht beurteilen, aber vielleicht weiss HL dazu mehr?

    2. WORTSPIELERWORTSPIELER

      du schmeisst hier vollkomen unterschiedliche themen in einen topf. vom vergleich tennis und fußball einmal ganz abgesehen.

      das zerwürfnis von HSV und HFV lag in dem ansinnen frank arnesens begründet, die spieler der eigenen U-mannschaften respektive des nachwuchsleistungszentrums nicht mehr zu den auswahlmaßnahmen des hamburger fuzßballverbandes zu schicken, so dass die HFV-teams massiv geschwächt wurden.

      über 1-2 jahre trainierten und spielten die HSV-juniorenspieler nur sporadisch bzw. gar nicht mit, sondern wirkten in teilen nur bei dem DFB-sichtungsturnier (U18) in duisburg für die verband mit. hier ging es darum, die spieler in U-nationalmannshaften zu bekommen.

      der hamburger fußballverband kassiert sowohl beim HSV als auch beim fc st. pauli entsprechende zuschüsse über die größeren verbände (NFV / DFB) und profitiert m.w. auch vom zuschauerzuspruch. je höher die liga desto mehr gelder kassiert der HFV…! das interesse am klassenerhalt und an einer “guten zusammenarbeit” ist also per se im interesse des verbandes. hier erklären sich dann auch ganz schnell mal entscheidungen, maßnahmen und/oder der masochismus des verbandes…!

      btw: spätestens nach arnesens weggang wurde es das verhältnis wieder besser und die HSV-juniorenspieler nehmen wieder “normal” an den auswahlmaßnahmen teil.

  13. Aradia

    Hallo ihr Lieben.
    .
    Traurig, der Manager ist gefunden worden und die
    Familie kann nun trauern.
    R.I.P. Timo Kraus
    .
    .
    Nun zu etwas anderem:
    Wood, welche Überraschung, hat einer Vertrag wie ein durchlöcherter
    Käse. Nun verstehe ich auch die Meldungen besser, dass ihn alle
    haben wollen. Was für ein Schnäppchen!
    Warum immer bei uns?
    Sind die Spodis immer zu bequem und feilschen nur noch auf den Fluren
    mit den Fussi Vertretern?
    Wo bleibt da das aufbauen einer Mannschaft wenn solche Klauseln
    abgeschlossen werden.
    Diese ganze Sache mit dem Leitfaden und in die Zukunft investieren
    ist so widersprüchlich wie der Didi einst war.
    Naja wenigstens wird der Campus nach dem Spender benannt
    und heisst nicht Traumschloss.
    .
    Das nun alle Verträge der Trainer verlängert wurden ist ja egal
    weil ich das nicht zahle und auch nicht beeinflussen kann.
    Ich hätte das nach Abschluss in der Sommerpause gemacht
    da sie sich ja einig waren.
    Aber ich sehe auch ein, dass vor lauter Langeweile Arbeiten
    gesucht werden, um nicht vom Bürostuhl zu fallen. :mrgreen:
    Und so kann unsere Trainermannschaft schon mal eine neue
    Küche suchen um die Fertiggerichte zu garen und beim
    abschmecken etwas Pfeffer dazu geben.
    .
    Und der Aufreger der Woche war für mich, LASSO der
    Mann kam und siegte. Papa ging K.O. durch einen fiesen
    Ellenbogen seines Sparringspartners.
    Endlich, ein Bild, und das auf der ersten Seite, was hübsche
    Models ja nur per blanco Check schaffen.
    Ja..Ja…das Märchen von elf Kameraden die sich toll verstehen.
    Die Mannschaft schafft sich selbst ab.
    .
    Na immerhin ein Tor schoss er, Jatta, Waldschmidt, Müller
    und Porath den Rest.
    Und so war das Geheimtraining , erfolgreich.
    .
    Da Gisdol nun einen langen Vertrag hat, bin ich
    gespannt wie er aufstellen wird.
    .
    .
    .

    Antworten
  14. ky

    @worty: Vielen Dank für die Antwort, erhellend, leider auch persönlich…
    So viel Arroganz ist schon eine Replik wert.
    Ich habe überhaupt nichts durch einander geschmissen, sondern sehr wohl zwischen einmaligen “Camps” und regelmässigen, jährlich sich wiederholenden Sichtungslehrgängen unterschieden.

    Wenn Du “Tennis” als Einzelsportart gegenüber dem “Mannschaftssport” Fussball abqualifizierst, dann frag Dich mal, wie wiele Mitspieler im Jugendbereich eines Uwe Seelers, eines Stefan Effenbergs oder eines Bobby Woods später noch
    den Durchbruch geschafft haben… Antwort: Keiner. Wie viele Würzburger spielen außer Dirk Nowitzki in der NBA? Wie viele Deutsche?

    Ich habe immerhin Leistungssport erfolgreich betrieben (Top 50 Deutschland), die höchste Trainer-Lizenz erworben, und war auch für die Hamburger Schüler-Auswahl im Fussball als Linksaußen einer der wenigen, die u.a. in England auch getroffen haben, aber Du als “Welttrainer” hast natürlich die alleinige Deutungshoheit…

    Sorry, Worty, steig mal von Deinem Pferd ab, um wieder Bodenhaftung zu gewinnen.

    Und in anderem Kontext, HL, es war sehr wohl eine grössere Delegation des belgischen Fussballverbands anno 2008 bei Matthias Sammer, um sich Einblicke in das neue Nachwuchskonzept des DFB zu verschaffen…

    Antworten
    1. HeLuechtHeLuecht (Beitrag Autor)

      Der HSV hatte auch Hospitanten in Dänemark…ich würde daraus nicht ableiten, dass in Hamburg jetzt ein dänisches Konzept übernommen wurde.

    2. WORTSPIELERWORTSPIELER
  15. Dylan1941Dylan1941

    prof. komm mal lieber ins hinterzimmer bißchen würfeln und pokern

    Antworten

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